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Der Israelit · 1937-09-17 · Heft 37-38 (17.9.1937) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 37-38 (17.9.1937)
Date
1937-09-17
Page
– (sequence 20)
Language
German
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^Seite^öO " „Thora" dem Buche Ds13T*vor. Männer, Frauen und Kinder; umstanden ihn und lauschten seine)i Worten. Am achten Tage, dem Schlußfest, um- "ringte das Volk Mosche schon am frühen Morgen. An diesem Tage las es ihnen den g'ttschauenden Gesang la^rXH» Besonders - stark - und mächtig ertönte heute Mosches Stimme. .Bis in weite Entfernungen war sein Wort zu hören; Tausende von Seraphim und heiligen Erelim waren herniedergestiegen, - um aus Mosches Munde die Worte des lebendigen G'ttes zu vernehmen. Die Feuersäule Heß sich hernieder und beleuchtete Israels Lager, so daß es auf weite Fernen gleich einer prachtvollen Feuerflamme erschien/ Viele Völker sahen diese Wunder und näherten, sich, den heiligen Worten G'ttes zu lauschen-, die kraftvoll aus Mosches Mund ertönten, und schlössen sich zuletzt Israels Gemeinschaft an. . , Mit ■ vor Liebe bewegter Stimme las er ihnen «73*13 n%lW» vor, als er jedoch zur Stelle gelangte „da starb Mosche", da konnte das Volk nicht mehr an sich halten, sondern brach in gewaltige Tränen aus, sein Schluchzen ertönte gleich dem Getöse des rauschenden Meeres. Auch in Mosches Augen traten Tränen, doch er bezwang sich und voll Ruhe beendete er die Thora. Ais das letzte Wort verklungen, erfaßte er die Hand Josuas, seines treuen Dieners* der nicht von seiner Seite wich, und trat unter Lied und Jubelgesang einen Reigentanz mit ihm an. Als Israel dies sah, da taten sie es ihrem Lehrer nach, und schritten gleich ihm unter Gesang und Jauchzeh in Reigen daher, und alle versammelten Völker tanzten mit und die Serafim jubelten und alles Geschaffene schien zu jauchzen und zu frohlocken. Die ganze Erde erstaunte über diese unendliche Freude beim Sijum der Thora durch unseren Lehrer Mosche. Danach erschien. G'tt Mosche' und sprach: „Mein Diener Mosche, weil du am letzten Jaumtauw, den du auf Erden weiltest, nicht betrübt warst und ihm nicht durch Klagen und Weinen entweihtest, sondernihn geheiligt hast als Freudenfest für die Thora, die du aus meiner Hand auf dem Berge Sinai empfangen, so soll dies Fest stets ein Freudenfest für Israel bleiben. Am letzten Tage, am Schlußfeste, sollen, sie alljährlich die Thora beschließen. Wohl werden sie an diesem Tage von deinem Tode lesen und traurig sein, aber die Freude über die Thora, die sie durch deine Hand empfangen, wird sie jubeln lassen, daß sie in Heiligkeit deinen Namen erwähnen und in Tanz und Gesang dahinschreiteri." Und so ward es denn auch heiliger Brauch in Israel, alljährlich am Simchäs Thora unter Gesang und Tanz die Thora zu beenden. Nie durfte Leid und Not die Festesfreude zerstören,: und nach dem: Beispiel unseres: Lehrers Mosche wollen auch wir in diesem Jahre am Jaumtauw; „diese unsagbar, schweret. Zeit.^vergessen und: "mw ry kti o minn tmi v>vn £»j •qTio »p^lilaWftil; " ns-in (4 nW> (3 a*w'(2 «nry»» (1 ' •rair^ö (7 ry\ (6 ü"n»*i (5 Die Anfangsbuchstaben ergeben : fllÜ flVÄä : A^'^k ^■■ 0 ( fm^y^ W \ 1 W /^^'J %*l ^0m^xm^K< \ OsÖSwl*" Was man von Palästina wissen muß. ix. .; Etwas fruchtbarer als das judäische Gebirge ist das Bergland von Samaria mit einer Durch-• schnittshöhe von 800—900 m, ein breiter, in Hochflächen aufgelöster Gebirgsrücken aus verkarstetem Kalk, mit Beständen von Immergrüneichen, dazwischen Täler und Mulden, die anbaufähig sind, in denen Feigen und Oliven, Aprikosen und Granatäpfel, aber auch — besonders in der Nähe von Nablus — Weizen und Gerste gedeihen. Im NW schiebt sich der grüne Rükken des Karmel zum Mittelländischen Meere vor. ■ : , . Galiläa, der nördlichste Teilder palästinensischen Berglandschaft, ist am fruchtbarsteh. Es erstreckt sich zwischen Karmel und Libanon, besteht aus Kalk und Kreidesandstein, ist ziemlich niederschlagsreich (600—-700 mm)* auch einigermaßen waldbedeckt, es finden sich dort Immergrün eichen, Wacholder und Pistazien. Die südliche Landschaft Galiläas ist ein Hügelland (Tabor 560 m). mit drei eingesenkten und gut bebauten; Ebenen. Hier .wachsen Weizeh, Gerste, Sesam,, Oliven, Feigen .und Mandeln. Auch Tabakskulturen hat man, in den letzten Jahrzehnten angelegt. Der nördliche Teil ist höhergelegen. Er: senkt sich yoxix ^^xr^ Safed (1200 m) mit offenen Tälern zur Küste. Nach N hin steigt das Land terrassenförmig'' zii stattlichen Höhen,? den Äusläufepp. Ües Libanon, an. Die Formen werden herber, das Klima rauher. Eine gesunde, stählende Gebirgsluft streicht über die Landschaft,, die man ,in drei Ta^en iv0n N nach S, in zwei Tagen von Ö nach W durchwandern'kann» ,, .-. ,? 7 r- . Q«;

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