Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 34 (27.4.1937) [27.8.1937]
- Date
- 1937-04-27
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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27, April 1937 Der Israelit Nr. 34 Seite 11 wendig erweisen. Es: wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, die Exekutive zu beauftragen, eine Kommission einzusetzen, die eine Revision des Statuts der. Jewish Ägency durchführen und Aenderungen im Geiste der neuen Entwicklung vornehmen soll. Die Beschlüsse dieser Kommission sind binnen drei Monaten dem vom Plenum des Councils zu wählenden Administrative Committee zur Bestätigung vorzulegen;. " Weiter wird über die Verhandlungen geschrieben; In den Beratungen der politischen Kommission des Council der J e w i s h ] A g e,n c y wurden am 19. August die Mitglieder der Exekutive sehr eingehend über die von ihnen unternommenen Schritte zur Herbeiführung eines Ausgleichs mit den Arabern befragt. Die Beratungen der Kommission zogen sich bis in die späten Nachtstunden hin. Nach Mitternicht spitzte sich die Situation kritisch zu. Die amerikanischen Nichtzionisten verließen unter Führung von Felix M, Wafbufg demonstrativ die Sitzung. Diese Kundgebung bedeutet aber nicht, daß die Amerikaner entschlossen sind, aus der Agency überhaupt auszuscheiden, vielmehr ist man davon überzeugt, daß im Laufe des Freitag eine volle Einigung auf Grund einer Kompromißformel erzielt werden wird. Der Exodus der Amerikaner erfolgte, als der Vorsitzende der Kommission, der belgische Nichtzionist Prof. Speyer, es ablehnte,'-die Abstimmung über die beiden der politischen Kommission vorliegenden Resolutionen, nämlich die Resolution der Mehrheit des Zionistenkongresses und'die von Dr. Magnes beantragte. Entschließung, die sich für die Schaffung eines biriationalen Staates in Palästina ausspricht, zurückzustellen. Felix Warburg hatte verlangt, daß die Abstimmung erst am Freitag Vormittag erfolge, da er mit Weizmann persönlich Verhandlungen geführt habe; die zu einer gütlichen Beilegung der Meinungsverschiedenheiten führen dürften. Als der Vorsitzende erklärte, er werde sofort abstimmen lassen, v verließen die Amerikaner den Saal, Die Resolution des Zionistenkongresses, in der die Exekutive ermächtigt wird, nach den bekannten Richtlinien Verhandlungen mit der englischen Regierurig zu führen, wurde sodann mit großer Mehrheit angenommen. In Abwesenheit der amerikanischen Delegierten brachte Prof. Norman B e ntw i c h einen Zusatzantrag zu der angenommenen Entschließung ein, in dem erklärt wird, daß zusätzlich zu den Bestimmungen der Mehrheitsresolution eine Kommission eingesetzt werden soll, die Verhandlungen mit den Arabern führen soll, mit dem Ziel, einen-friedlich arabisch-jüdischen Ausgleich in einem ungeteilten Palästina herbeizuführen. Es wurde beschlossen, die Abstimmung über diesen Zusatzantrag, von dem man erwartet, daß er die Amerikaner beschwichtigen wird, am Freitag Vormittag vorzunehmen. Die Sitzung der politischen Kommission wurde sodann bis zum nächsten Morgen vertagt. Inzwischen ist die volle Einigung auf der Basis der Resolution des Zionistenkongresses erzielt worden. Die Frankfurter Woche. Personalien. Freiburg (Breisgau), 23, Aug. Ein imposanter Trauerzug geleitete Jacob Picard zur letzten Ruhestätte. Als Sohn des unvergeßlichen Rabbiners Picard und seiner edlen Gattin in Randegg (Baden) hat er alle großen Errungenschaften des Lebens a.h köstlichstes Erbgut erworben: Wahre Frömmigkeit, die auch Leiden tapfer und klaglos erträgt und in der Ausübung der erhabenen Mizwaus jene Freude bekundet, die Spiegel und Abglanz einer lauteren Seele ist. Jede freie Stunde gehörte der Thora und dem Streben, sie in die Herzen junger Menschen zu verpflanzen. So ist er im Zelte der Thora hinübergeschlummert in die Sphären, wo ihre Geheimnisse den Lieblingen enthüllt werden. Ueberflüssig zu sagen, daß Jacob Picard ein Menschenfreund war, dem aus den Tiefen des Gemüts das Bedürfnis entquoll, überall zu helfen und zu erfreuen und betrübte Herzen durch einen sieghaften Humor zu erquicken. Dem Altersheim in Gailingen hat er in jahrelanger Tätigkeit Kraft und Zeit gewidmet, sein Fleiß und sein« Liebe galten dieser schönen, segensreich wir-: kenden Anstalt, Wenn er an den Jomim Nauroim mit seiner lieben Stimme die Beter zu weihevoller Andacht" emportrug, dann merkte man, daß er neben Thora und Gemilus Chesed auch das Wesen der Awoda in seiner tiefen Bedeutung erfaßte, Aus einem harmonischen Familienleben heraus, wo Gattin und Kinder ihn mit einer beispiellosen Hingebung betreuten, ist Jacob Picard in der Gnadenzeit des Elul von uns gegangen, möge er ihnen und uns ipt f^a sein. 1 ..' : Religiöse Versammlung der Agudas Jisroel. Berichterstattung über die Kenessio Gedaulo. Am Sonntag, rombcn •« abends 8.15 Uhr, wird im Rahmen einer religiösen Veranstaltung im Hörsaale der Synagoge Friedberger Anlage von den Delegierten über die Kenessio Gedaulo berichtet. Es sprechen U» a, die Herren Rabbiner Dr. Schlesinger, Redakteur S, Schachnowitz und Dozent J. Ehrentreu. Gäste, auch Damen, sind herzlich willkommen Frau Sara Cohn Mit dem Heimgang von Frau Sara Cohn t~i"9 hat eine jüdische Persönlichkeit, die Herzensgüte mit Charakterstärke vereinte, ihren irdischen Abschluß gefunden. In jungen Jahren mußte sie ihrem Vater, dem hochgeschätzten Prof. Dr. A- Sulzbach ^"st Stütze sein, zu ihm blickte sie stets in kindlicher Verehrung auf, wie alle ihre mit ihr harmonisch verbundenen Geschwister, Als sie an der Seite des Herrn Simon Cohn ihr eigenes Heim gründete, war sie ihrem Manne die treue, rastlose Mitarbeiterin, ihr Haus zu einer Stätte echter Jüdischkeit gestaltend, ihre Kinder rrria»5n .—nin^ erziehend. In den Häusern ihrer Töchter sah sie beglückt das gleiche Streben und blieb ihnen die beratende, geschwisterliche Freundin, hoffnungsvoll hinschauend zu dem ihr verbliebenen Sohn. Ihr weiser Rat, ihr praktischer Sinn war dem weiten Verwandtenkreis Wegweiser, Jahre der körperlichen Entbehrungen nahm sie ohne jede Klage hin, ganz ihre Pflichten erfüllend und hatte ihr nnsaa mmr bewahrend nur das Bestreben, ihrer Umgebung das Leben zu erleichtern; auch da blieb sie H>"n t-\va> die „tapfere" Frau. Zu früh ist die edle Frau dahingegangen für die Ihren,. die in ihrem Sinne weiterleben, zu frülf für ihre vielen Freunde, die ihr Andenken in Ehren halten werden. .rraxsn Glückwunsch- Inserate für nwn #m. in drei Größen zum Sondertarif | Allen lb. Verwandten u. Freunden berzl. f 5 naio nn'nni na^na 1 ♦ David Formann, Ffm., Ostendstr. 3 f 4 #111111* I Unserer werten Kundschaft wünscht 1! ü1" urann 7i2iQ nnvim naTia | ♦ Spitz.~ u.WoTchehaus D. Kelsen; | Frankfurt am Main. Zeil 26 ♦ t Allen Verwandten, Freunden uart Ee-I t kannten nur auf diesem Wege die he.'zl. t l w"> nnatfi nhi» na>nm rn-rü \ | Familie Abraham Seligmann I ♦ Jerusalem | 10 mm 2sp. 3.20 15 mm 2sp. 4.80 20 mm 2 sp. 6.40 Die Beträge wolle man auf Postscheckkonto Nr. 19 802 überweisen, den Text durch Postkarte einsenden. Texte, die bis Mittwoch, den 1- September in unserem Besitz sind,werden in der Rausch-ha-schono-Ntimme-r, später eintreffende in der darauffolgendien veröffentlicht. Frankfurt a. M., Elul 5697. Die Anzeigen-Verwaltuno des Israelit Familien-Nachrichten. Geburten: Ein Sohn, Esriel Hildesheimer und Frau Adine geb. Travis, Jerusalem, Kirjath Schemuel, 16. Elul. Barmizwoth: Fredi, Sohn des Herrn Isi Loeb und Frau Erna geb. Bodenheimer, Frankfurt a. M.f Hegelstr. 13, Synagoge Friedberger Anlage. Evasa rav. — Samuel Königshöfer, Köln, Dasselstr. 77, 28. Aug, Kian '3 r\iV' G e b u r t s t a g e; 85. Geburtstag; Frau M. Schloß geb. Kaufmann, Hamburg, Krilortallee 16,.25. August. — 70, Geburtstag; Frau Lipa Freudenthal ^geb. Hamburger, Alzenau (Utfr,), 31. August. Vermählte: Josef Ludwig Stern und Frau Meta geb. Rothschild, Dittlofsroda/Frankfurt a. M.. Frankfurt a. M., Elkenbachstr. 14. Gestorben: Frl. Sophie Hirsch, Frankfurt a. M., Baumweg 40, 3. 61 Jahre. Die in dieser; Nummer veröffentlichten Bilder stammen aus dem F; o t o; - Atelier von Arno Katz, Frankfurt a. M. Frankfurter Vereinskalender* Verein Mekor Chajim. Schabbös morgen nach Schluß der Synagoge: B'an Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4.15 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. — nachm. 415 Uhr im Hörsaal! Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, raix «joi\ Herr S. Schachnowitz. — vorm, 9 Uhr im Vereinslokal, nmatt ]in, Herr R.A, Dr. 'Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, mas. Herr J. Soff er. Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal: rum- Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: Op^n) Kim, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, mvo, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch Donnerstag} im Lokal, rIöä, Herr R.-A- Dr. E, Posen- Jahrzeitsstiftungen. Donnerstag, den 2. September: Max Weil-Stiftung. Donnerstag, den 2. September: Ludwig Elieser Kallmann-Stiftung. Freitag, den 3, September; Ahron Kallmann-Stiftung. Liwj'ath Chen. Nach Mincho 5.15 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Von der Kenessio zu den Slichaus". Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Rabbiner J- Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim rs? mm — Schabbos 18-19 Uhr onp» /rt»oa für Erwachsene. — Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche, n«n fsn nso — Schabbos 11-12 Uhr für Jugendliche m« jr-ar. Herr B. Rachelsohn, nnna naern Dienstag- 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M. Schlesinger, hat* 'IM für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos nach Mincho Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4. Herr Dozent J. Ehrentreu, warn mit o'Bns», Sonntag 1 Stunde vor nm» nVsn, Uhlandstr. 39.1. Herr R.-A. Dr. E. Posen dw ntsn, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J. Sofer, mi» ep, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18. I. Herr Rabb. Feuerwerger (f. Jugendl.), Sonntag20 30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, i"y mm Agadische Abhandlungen aus fru« hsoti. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, «y*5t» Kaa, Fichtestr. 5. Herr Zuntz, D"n n*vw, Sonntag nach rp-inw, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Herr Isidor Weiß jeden Tag vonl4-15Uhr für Jugendliche T» Der Schiür vor finnc? unter Leitung des Herrn Zuntz (n;p 'na) findet um 5.45 Uhr, Montag bis Don? nerstag im Hörsaal der L R. Gstatt. Es findet jeden Sonntag abend 8.30 Uhr ein neuer Sehiur unter Leitung des Herrn Rabbiner Feuerwerger statt über: Halachische Probleme an Hand des Rambam. Zur Zeit das Problem ntinw Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V. Montag, den 30. August, 20.35 Uhr, Synagoge Unterlindau 23: Religiöse Weihestunde zur Vorbereitung auf die hohen Feiertage. Mitwirkende: Chor der Synagoge am Dominikanerplatz unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Dr. N. Ehrenreich; Herr Oberkantor Emil Groß. Ansprache: Herr Gemeinderabbiner Dr. I. Horovitz. — Eintritt frei. Gebetzeiten. tonn Freitag abend 6.50 Samstag nnapri 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag Abend 8-10 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 5 45 Sonntag Morgen 5.30 An G'ttesdienst anschließend: Lernen des o^n ipo- Vereins im Hörsaal Nachmittags 6 30 Tefillinlegen am Morgen 4.45 Wochenkalender. Vom 28. August bis 4. September 19*1 /Vom 21. — 28.?EhtI 5697 i »un» sp Samstag l l'Vin Aug. 28 21? Kian '3 Sonntag 29 ' i22 KP Montag 30 23 3? Dienstag 31 W* 24 ' >? Mittwoch Sept. 1 25 1? Donnerstag 2 26 flj? Freitag 3 27 V Samstag 4 28 TP» □'asa ACamp C fl Elektrisch^ Geräte - Kü hlsch rä n ke .dt C U fit a ff ff Bleidenslraße 47 Telefon 25720