Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 31 (5.8.1937)
- Date
- 1937-08-05
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2446951-2450961-2450991--83163-2541157- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
5.*Äugsstt 1937 Der Israelit Nr, 31 Seite 11 Personalieni Rabbiner Dn lWifaaiiuel Plato y'^t. . ' j , 7 VV - 1 , '^Hamburg, 26. Juli Noch'-lst ^di^-''''lrikckei-°:'Wundeix.':die; 'Uns>der .Heimgang Rafefeiher Drr Iwhtigs geschlagen hat«; nickt: ver narbt» und' «ühon-isf^ wieder 'eine >Thorapersönlichkeit voö r,Üns j gegangen; . Rabbiner^.Dri; >P-J a fco' hat das Zeitliche\ gesegnet. ' Rabbiner'•Dxv< Pla^o^ :war ^begnadet, ^Soh-n - und Enkel :- großer ■.» Ahnen, .zu tsein, ■Ui :! sein -/ Leben und Wirken bezeugte es '■ aber, daß seäste» rgroßenu (iVerpfliehtuag sich stets be-; wüßt bliebtöid so die Gnade zum persönlichen .Verdienst zu'-gestalten Verstands*r£r war ein *treuer Ar-' beiter im Weinberge des Herr.ni von dem Augenblicke an, wo er bewußt sich für Jüdisches zu be* geistern anfing bis zum .letzten Pulsschlag . -.seines Seins. . In dem wunderbaren durch Frömmigkeit, Thor awissen < -und Thöraerfüllung ausgezeichneten HauSe" seiner} edlen Eltern,* — seines Vaters, des- Vielgepriesenen. * und anerkannten Kölner Semiriar- •dii*ektors. und Rabbinera: Dri Plate; und dessen Galten, der "würdigen' Tochter eines .Rabbiners Samson Raphael Hieseh. —erzogen und auf den Weg zum echten, wahren Judentum gewiesen, nahm der gelehrige", eifrige Knabe all' jene Keime in sich auf, aus denen jüdisches Leben und' Streben in- .seltenem Maße aufsprossen und für seinen rabbinischen Beruf ihn würdig vorbereiteten.: In jungen Jahren * schon erhielt er die Hatoro auch vom Kownoer Gäon Rabbi Jizchok Elchonon V"i?lXt und ausgerüstet auch, mit reichem allgemeinen Wissen bekleidete er meh-. rere Jahre hindurch die Rabbinate' in Brandenburg und Bingen, bii er vor 36 Jahren nach Hamburg an die Lewin Salomön-Klaus berufen wurd^jj .Hier lebte und lehrte er .die rnnv wie er sie von seinem, großen Vater und seinen hervorragenden Lehrern übernommen und scharte einen großen Kreis von a'Tö^n um sich, die alle Gelegenheit fanden, seine vorbildliche Pietät zu bewundern. Immer hörten sie und alle, die so gerne ihn aufsuchten, ihn, den wahren Casn *r»bjv der kein Arg und kein Fahl kannte, der nna "Oln war, in Wort und Gesinnung harmonisch und leicht sich in einen jeden einfühlend, ein schönes' Thorawort, eine Interpretation., aus dem Munde seines verklärten Vaters, wie,, sie, der Söhn" so gerne weitergab. Das zeigte ihn in seiner wahren Größe und Kraft; die ihn stark erhielt; daß iman koti eigentlich nie, der ihn besuchte, ohne ein anregendes Thorawort von ihm schied. Und mit dieser seiner ewigen Rückschau in seine. Vergangenheit verband er stets auch Verständnis . für die jüdischen Menschen mit all* ihren Sorgen und, Zweifeln und innige Friedensliebe, in der er vörsorglich in der von ihm verstandenen Weise zum Klal strebte. Darum war Dr. Plato, ob .er auch in seiner großen Bescheidenheit auf den Beifall der Menge verzichtete, in weiten Kreisen geliebt und verehrt und vollends in seiner Familie an der Seite seiner gleichgesinnten Gattin, der würdigen Tochter des verdienstvollen Begründers der m^n?»-Gemeinde in Straßburg und seiner im Geiste der Eltern lebenden Kinder. So War er glücklich und gesegnet im Geben uiid Spenden von Liebe und Güte, an der sieh auch weitere Kreise erfreuen: durften, bis er im dreiündsiebzigsten Jahre1 seines gesegneten Löbens' ins Reich der Ewigkeit einzog; Von der großen Verehrung, ■ die Rabbiner Dr. Plato genoß, zeugte die große Trauergemeinde, die. sich in den vorsabbätlichen Nachmittagsstunden um seine Bahre scharte und tief ergriffen den sinnigen Trauerreden . lauschte. In seinem zu Herzen gehenden; Hesped entwarf Oberrabbiner Dr. Carlebach ein getreues Lebensbild von dem Entschlafenen, von seinem' 'auf Thoraverehrung Thoraverbreitung und- Menschenliebe eingestellten Wirken, von dem trauten \ innigen Familienleben, mit dem; er .begnadet :w;ar- und ja dem . die Erninerungen. . aus. seinem.^jternhause "immer' neuen $egen Vverbrei"-' teten. Rabbiner'Dr. H ö 1 zS'r sprach"Yodahn schöne Worte 'ider':vrreüe und Freundschaft' und. liebevollen. Gedenkens1; Nach 'diesen'' mit Andacht; vernommenen Reden erfolgte: die Bestattungj.in^.der Rabbinerreihe an [der Seite des verewigten Oberrabbihers Dr.. Spitzer „b«ix. Möge rwk' in aiesäh"' Woche'n''des Trostes beiden ' tra:üernd" eri' Rabbirierf amilieri 1 heue - Kraft jund Aufrichtung li:vierle%e-n und hinfort schützend, j seine [ Hand über Hamburgs Gemeinde halten. n'asjn Die Mt&nX\W^ '!"">' r.-'-::rr^r~vi{> y. . ' ' , ";Gemeinschaftsfahrt zur Kenessio Gedaulö. •'»Die* 'Eröffnungssitzung •js.t auf Dienstag, den 1 7..;A,u,gua}t r Abends, vorverlegt. Die Abfahrt; der Gäste und Delegierten ist für Montag, den 16. oder Dienstag, den! 17. Morgens, beabsichtigt. Interessen-j ten für die Gemeinschaftöfahrt werdeniErsucht, sich' Sonntag, den 8. August, von 10—13 Uhr, Montag,; den 0., .Dienstag, den 1Q> und . Mittwoch, den Aug-üst,' üüV inl'i-d^r.lZeit-von 16—18] tjhr/;.im BüH?i den LahdfeibrgäHiä4tiq;n. der-< Agudas Jisroel,; Uhlandj Straße 39t. pt., Tpl.; 43|94,"zu nielden. Die geschlös-; sen'e1 Hinfahrt erfordert die gemeinsame Rückfahrt;- im andern Falle ist die Fahrkarte , des Betreffenden ungültig. Wer .in.- den- Genuß einer! bedeutenden Fahrpreisermäßigung kommen will, entschließt sieb nicht erst im allerletzten Augenblick. Hinterlegung des Fahrpreises (zunächst in Höhe von KM. 27.70) derverschieden nach Beteiligung an der Reise.— zwischen RM. 27.70 bis RM. 19.50 schwankt, ist bei der0Anmeldung^ erforderlich. Staatsangehörige nicht- .-deutseher Lander^erden;auf die Notwendigkeit der Beschaffung eines .Wiedereinreisevisums bei' der zuständigen Polizeibehörde hingewiesen. Staatsangehörige solcher Länder; für die ein Einreisevisum :ge- -/fpjrdertx ...wird,,Sachen,um die Erteilung beim zustän- Erlangung des reduzierten - Fahrpreises bei der L. O. zu melden und. die Kosten zu hinterlegen. - .,. Eine Versammlüng der „Stäatszlomsien''; Zur großen Enttäuschung des Publikums' war der angekündigte Redner, Herr Georg Kareski, am Erscheinen verhindert. An seiner Stelle versuchte Herr' t Dr. J. Fried, Berlin, die Haltung seiner Gruppe zu den Fragen des, Tages, insbesondere zu def, Vorgeschlagenen Teilung Erez Jisroels, darzulegen. Er sparte, wie man das schon von den andern Rednern der, „Staatszionisten1' gewöhnt ist, dabei nicht an scharfen Wendungen..,gegen den Zionismus Weizmann'scher Prägung, der im völligen Gegensatz zu dem von Herzl stehe. Man habe im zionistischen Lager nicht den Mut gehabt, den englischen Politikern die Wahrheit zu sagen. Vor 1933 erklärte Man noch, wir bräuchten in Erez Jisroel keine jüdische Mehrheit. Weizmanh sei immer ein Gegner Herzls gewesen, und er habe nie an den praktischen Zionismus geglaubt. Forderung der Staatszionisten sei früher und jetzt; die Errichtung eines jüdischen Staates zu,b.eiden Seiten des Jordans, und zwar in den historischen Grenzen. England habe ein großes Interesse an der Gründung des jüdischen Staates, denn Großbritannien braucht ein Volk, auf das es sich in kritischen Lagen verlassen kann, und es ist kein Zufall, daß der Haifaer Hafen jüdisch werden soll! Man erhebe die Forderung nach der „Verbundenheit mit den religiösen Werten der Thora" und der „Verstaatlichung des religiösen Gesetzes", — Forderungen, die das ganze jüdische Volk verstehen werde., Der Züricher Zionistenkongreß vertrete nicht das jüdische Volk. Der Kongreß wird gewählt auf Basis des Schekels, der käuflich erworben werden muß. Nicht einmal 1 Million Schekolim sind in der ganzen Welt ■verkauft worden, und das Wahlrecht zum Kongreß ist nur von etwa 500—600 000 ausgeübt worden. Unbemittelte, die den Schekel nicht . erwerben könnten, seien vom Wahlrecht ausgeschlossen, Was nicht genug gerügt werden könne. In vielen Ländern sei. die Zahl der verkauften Schekolim — im Verhältnis zu den Verkäufen in früheren Jahren — erheblich zurückgegangen, so beispielsweise in Polen" um 25 Proz., in der Slovakei um 30 Proz. Zum Schluß warb der -Referent für eine jüdische Nationalversammlung, die von allen.( JudenX der ,Welt zu .wählen: sei; Dann wurden Millionen stimmen, um die richtigen Leute an. die Spitze zu bringen, die dann 'das Recht haben, über die" Forderungen des jüdischen Volkes zu bestimmen. '" Der Abend wurde durch kurze, sprechchorähhliche Darbietungen der Jugend eröffnet und geschlossen.;!.' Ha. Jüdische Ferienspiele. Die immer große Sorge für die B'etre:üung der aufsichtslosen und erholungsbedürftigen -Schulkinder während der Sommerferien, ist in der Gegenwart ans "gesichts der verschlechterten Erwefbsverhältnisse, der erschwerten. Haushaltführung, der Unmöglichkeit, Ferienkolonien oder einzelne Kinder - auf [das Land ZU Schicken, außerordentlich gewachsen. Der Ferieriwahderer ist dar um doppelt überrascht, aul eirienv"Waldspaziergang der von | derj üd ischen Wo h lffatfofl.t s pfleg e eingerichteten Tagesferienkqjonie j zu\ begegnen. Sie befindet sich auf dem. unmittelbar am Waldrand gelegenen Sportplatz |.des „Scn-ild":,in der Nähe des Buchrainweihers, Ü^bar, 400 Kinder der hiesigen jüdischen Schulen, darunter die Zöglinge des Henriette Besthoff-Hortes, des Kinderhorts in der Bleichstraße und des Waisenhauses finden dort Ferienerholüng. Die Kinderschar wird in Straßenbahnwagen bis Oberrad befördert ,und wandert auf den bekannten schönet W;4ldweJc? pum Sportplatz, i; Wp:. sie : den jag in frohen} Spiel {und j gesunder Sportübung veribringen.; Bald nach' .unlsr^r Ankunft wurde das lustige' KindertreibeV dürfen Idas AlltÖ Unterbrochen, das - das ih;;der;Notstandsküche!. zubereitete Mittagessen und udie .von. der jüdischen Haushaltüngsschule 'gelieferte f Zuspeise brachte. Eine Freude,'' zu 'sehen,; wie an: deb)>junter. .<großen, schäf- - tigfen!Zelteri gedeckten Tischen getäfelt wurde. Und wienach einer. -Festtafel: 'ertönte,; dann das Benschen a\tf jubejlndemj iKiHdefmunde ü^»<^isj;weite Feld. Nate'h^ eihenii' ^Mittagsmihesiändchen; '«uf:; der. Wiese! 'und 'übter^aen' .Wkldliäumen geht das Spiel weiter bis ' zur reichlich ausgestatteten , VesppWählzeit), die' 1 auf den Heimweg; Vorbereitet/ T)e^ Gewinn .dieses;vierwÄchentJ^che,n *, Eerie,nauf en^halts in' Wfscheili Eüft," bei ' kr^ftigfe'r, E^nai{ru^Xrjc^un< gar nicht hoch genug angeschlagen werden, ganz abgesehen davon,., daß die Kinder,. fern von den Gefahren der Straße, frohe Ferien, frei und von äußeren Einflüss emmgestört in1 guter Pflege und unter sorgsamer Aufsieht verbringen kennen. Unter: .Leitung von Frl. Neumann sind dabei als Gruppenleiter. Lehrer der jüdischen Schuiehi fQaÜer^«U^iffifÜi^i|'. und sonstige Helferinnen tätig. D^e .'Igfesamtcf j Organisation ist Frau Thefcese E r/e i m a n n , zu verdanken, die als Mutter dernyon ihr ins Leben^ .^rufefien Einrichtuj^. unermüdlich .für ihr Gedeihen besorgt, ist. %tL> Frankfurter Vcreinskalcndcr. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgen tf&eh Schluß; der i Synagoge : D»m Herr R.-A.;Dr. E. Posen. — nachmittags 4.15 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. 'H. Mayer. — nachm. 415 Uhr im Hörsaal: Chumlsch mit Raöchi, Herr Julms Lewiri. — Eine Stunde vor Nacht, Midrasch, Herr ^Isidor Weiß; .< v Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, *\W>. Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal,- oniaR pa, Herr R.A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, xiaa, Herr J. Soffer. Montag (auch Donnerstag), nach Schul im Hörsaal: nira- Mitgliederlernen|. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal :JpMn) »naa, Herr Rabb. Dr. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, swa, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch Donnerstag) im Lokal, mas, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiitungen. Montag, den 9. August; Moritz Hirschberg-Stiftung. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar, Herr Dozent J. Ehrentreu, vnm mit d'^qd, Sonntag 1 Stunde vor nma nVsn, Uhlandstr. 39,1. Herr R.-A. Dr. E. Posen am msa, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J. Sofer, vrp ejn, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr, 18, I. Herr Rabb. Feuerwerger (f. Jugendl.). Sonntag 20.30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, r» mm Agadische Abhandlungen aus nia« moa. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, »jr>sa «aa, Fichtestr. 5. Herr Zuntz, D"n nhn«, Sonntag nach n'ira, Rabbinatszimmer Friedberger. Anlage 4. Herr Isidor Weiß jeden Tag von 14-15Uhr für Jugendliche i"> J>"». Der Schiur vor flnnü? unter Leitung des Herrn Zuntz (nw 'na) findet um 5-45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der L R. G. statt. Gebetzeiten. nm miy Freitag abend 7.25 Samstag?aa»n 6.35 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 t Samstag Abend 8-50 Wocheng 'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 2. Minjan 7.30 An G'ttesdienst anschließend; Lernen des D«n *ipa- Vereins im Hörsaal . . Nachmittags 7.15 .t •..):,' .jTefillinlegen am Morgen 4.05 . ( Briefkasten. 7;;; 1 M4 Ueber Predigten können wir keine Berichte bringen. FamiUen'Nachrichteji. . Geb u'r't ^ir r Eine1''Tochter, .• Jehudo;Man»es und iFrau Lissi: geb-. Nathan, Petäph Tikwa, Rech. Kitroni. —i- Eine Tochter, Max Feuchtwanger und Frau Julie gebi. Bamberger, Tel Awiw, Jehuda Haleyystr. 131. B äifimiz wo th; Kurt, Sohn des Herrn Leo Gerstle, und Frau Emma geb. Urnstein, Frankfurt a. M1.', B.ürgerstr. 19, am 14. August (7. Elul), Synagoge' Dominikanerplatz. — Rudolf, Sohn des Herrn Jösef Leer^erger, Petach Tikwa, Beth. Perlmutter, 21.,.Augusuij^>3 Jna» -['y'. ,_,!""'"'.;; ' Verlobte;: , Rosalie Abrahams, Isaak tange, «aag (Holl.), Wilhelminastr: 95 f/ Amst, Veerfeade6. •; - i-! i :' ' :;; u V , - ■ u