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Der Israelit · 1937-08-05 · Heft 31 (5.8.1937) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 31 (5.8.1937)
Date
1937-08-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 31 D Israelit 5. August J937 Anträge und Beschlüsse, - 5. Die K. G. kann hinsichtlich der vorliegenden Anträge folgende Beschlüsse fassen: a) Schluß der Debatte, b) Wahl von Generalrednern, c) Beschränkung der Redezeit, d) Schluß der Rednerliste, e) Absetzung eines Gegenstandes von der Tagesordnung. Vertagung oder Verweisung an die Kommission, f) Ueberweisung an die Leitung zwecks Entscheidung nach der K. G. g) Uebergang zur Tagesordnung. 6. Anträge im Sinne von a bis g kann Jeder Delegierte unmittelbar beim Präsidium oder beim Vorsitzenden seiner Landsmannschaft stellen. Die Abstimmung über solche Anträge erfolgt nach Ermessen des Vorsitzenden ohne Diskussion oder nach Erteilung des Wortes an den Antragsteller und einen Gegner. Im letzteren Falle dürfen die Redner nicht länger als drei Minuten sprechen. Wortmeldungen zur Geschäftsordnung müssen schriftlich beim Präsidium eingereicht werden. Der Antragsteller erhält das Wort außerhalb der Rednerliste für die Dauer von 3 Minuten. Der Vorsitzende ist verpflichtet, den Redner zu unterbrechen, sobald er 3 Minuten gesprochen hat oder wenn er nicht zur Geschäftsordnung spricht. Der Vorsitzende kann die Erteilung des Wortes zur Geschäftsordnung. verweigern, bis die schwebenden Diskussionen abgeschlossen sind. Abstimmungen. § 6. 1. Die Abstimmungen sind öffentlich. 'Der Vorsitzende fragt, wer für den Antrag ist, die Zustimmenden erheben ihre Hände. Alsdann fragt der Vorsitzende, wer gegen den Antrag ist und es erfolgt die Gegenprobe durch Händeaufheben. 2. Die Mitglieder des Rabbinischen Rates, des Geschäftsausschusses und des Zentralrates haben Stimmrecht, auch wenn sie nicht zu Delegierten gewählt sind. 3. Auf Antrag von 50 Delegierten oder zwei Landesorganisationen oder des Präsidiums oder des Geschäftsausschusses muß geheime Abstimmung stattfinden. Auf Antrag von 100 Delegierten oder drei Landeorganisationen oder auf Wunsch des Präsidiums oder des G, A. findet öffentliche Abstimmung durch Namensaufruf statt. In diesem Fall hat jeder Delegierte mit ja oder nein zu antworten oder sich der Abstimmung zu enthalten. 4. Bei jeder Abstimmung haben die Stimmenzähler die Stimmenzahl festzustellen und das Ergebnis der Abstimmung dem Vorsitzenden zu übermitteln. Kommissionen, §7. 1. Die K. G. wählt Kommissionen für die Dauer der K. G. oder bis zur nächsten K. G. auf Grund von Anträgen des Permanenzausschusses. Auch die Delegierten können ihrerseits unmittelbar Namen für die Kommissionen vorschlagen. Die Wahlen erfolgen durch einfache Stimmenmehrheit. 2. Die Kommissionen wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden und einen Schriftführer. 3. Die. Sitzungen der Kommissionen sind geheim, jedoch haben die Mitglieder des G. A. und des Rabbinischen1 Rates jederzeit das Recht, sich mit beratender Stimme an den Sitzungen zu beteiligen. 4. Die Kommissionen können zu ihren Sitzungen als Sachverständige andere Personen zuziehen, die kein Stimmrecht besitzen. 5. Ueber die Sitzungen der Kommissionen ist Protokoll zu führen, das dem Vorsitzenden der K. G. 2u übergeben ist. Die Frauenkonferenz der Histadruth Olamith N'schei Uwenoth Agudath Jisrael. Wie uns vom Büro der Histadruth Olamith N'schci Uwenoth Agudath Jisrael mitgeteilt wird, hat die Vorsitzende der Histadruth Olamith N'schei Uwenoth Agudath Jisrael die Frauenkonferenz, die ursprünglich am 15. Ellul in Marienbad zusammentreten sollte, bereits auf den 12. Ellul nach Marienbad einberufen. Es ist vorbehaltlich späterer Aenderungen folgende Tagesordnung in Aussicht genommen: Donnerstag, den 12. Ellul (19. August), 10 Uhr vormittags; Eröffnungssitzung. 1. Eröffnungsrede. 2. Bürowahl. 3. Bekanntgabe der Anträge usw. 4. Wahl von Kommissionen. 5. Berichte der Länder-Delegiertinnen über den Stand der Organisation, insbesondere auch ein Bericht über Bnos-Organisation und Bnos- Kongreß. Nachmittags: 1. Taharas Mischpocho. 2. Znius. 3. Selbsterziehung. 4. Die geistige Weiterbildung der agudistischen Frau. 5. Literatur und Presse im Dienste der Erziehung und Propaganda. 6. Soziale Arbeit im Dienste der Erziehung und Propaganda. Freitag, den 13. Ellul (20. August), 10 Uhr vormittags: 1. Erziehung in Ost und West. 2. Beth Jakob — der Feldzug der jüdischen Frau. 3. Organisation und^ Lehrziel von Beth Jakob. 4. Die Sicherung der Beth Jakob-Erziehung nach der Schulentlassung. 5. Die soziale Not der..jüdischen Frauenjugend in Polen. 6. Der Ausbau von Ohel Soro. 7. Was kann die Beth Jakob-Lehrerin in ideologischer und organisatorischer Hinsicht für Agudas Jisroel tun? 8. Das Verhältnis der Jugendgruppen zu den , Frauengruppen innerhalb der Honuey. 9. Mädchenerziehung des Noar Agudati. 10. Orthodoxe Jugenderziehung in Erez Jisroel. 5 c h a b b o s , den 14. E 11 u 1 (21. August), vorm.: Thillim-Schiur (Erklärung ausgewählter Kapitel nach der Methode von Leo Deutschländer). Nachmittags: Vortrag über die Trost-Haftoraus. Abends: Treffen zu ungezwungener Aussprache. Sonntag, de n 1 5. Ellul (22. August), 10 Uhr vormittagsf * 1. Statutenberatung. 2: Allweltliche religiöse Frauenfront. Montag, den 16. Ellul (23. August), 10 Uhr vormittags: 1. Probleme der Poaloth in Erez Jisroel. 2. Der Kibbuz in Erez Jisroel. 3. Keren Hajischuw und die Aufgabe der religiösen Frau. Nachmittags: Allgemeine Aussprache, Beschlußfassung über Anträge. Schlußreferat: Jüdisches Frauentum in der Gegenwart. Abschluß: Geselliges Beisammensein am Abend. Die Leitung der H. O. N. Ü. A. .J. ist bestrebt, die Tagesordnung, der Frauenkonferenz zeitlich so mit derjenigen d-er Kenessio Gedaulo in Einklang zu bringen, daß für die Damen die Möglichkeit offenbleibt, wenigstens auch dii wichtigsten Referate der Kenessio zu hören. Aus diesem Grunde ist der Tag der Eröffnungssitzung der Kenessio Gedaulo ' freigehalten worden. Agudas Jisroel-Bewegung, Amerika und die Kenessio Gedaulo. Man schreibt uns: Zwei Fragen fordern gebieterisch eine Antwort: a) Was erwarten wir von der dritten Kenessio Gedaulo? b) Was soll geschehen, um die Position von Agudath Isroel in der Welt zu heben? Was erwarten wir von der Kenessio Gedaulo? — Vor allem eine Demonstration für den Gedanken der G'ttesherrschaft. Es ist selbstverständlich, daß eine Versammlung yon rabbinischen Autoritäten, von hervorragenden geistigen Menschen, von finanziellen Philanthropen praktische Beschlüsse bringen muß und wird. Es ist selbstverständlich, daß Stellung genommen werden muß zu den Tagesfragen, zu den schwel - wiegenden Problemen der Knaben- und Mädchenerziehung, zu dem, was in Erez Jisroel vorgeht, kurz, zu allen Problemen, die die Welt und ihre Menschen beherrscht. Aber in erster Linie soll die Dritte Kenessio Gedaulo eine Demonstration sein. Wir, eine allerdings kleine Masse, die aber eine starke Einheit bildet, wir, die die Tauroh mit uns und in uns tragen, wir wollen von der Tribüne der Dritten Kenessio Gedaulo sowohl der jüdischen als auch der nichtjüdischen Welt verkünden, daß ein Aufstieg aus den Wirrnissen dieser Zeit, daß ein Ende des Jammers und Elends, durch das die Juden aller Länder jetzt gehen müssen, nur kommen kann, wenn wir, die Menschen, uns zu G'tt und Seiner Thora bekennen. Wenn wir G'tt und Seine Thoranicht als ein Wesen neben anderen, sondern als den Herrscher betrachten. Wir wollen 'von der Tribüne der Dritten Kenessio Gedaulo aus dafür demonstrieren, daß nur Agudath Isroel, die die G'ttes-Alleinherrschafts-Idee vertritt, berechtigt ist, im Namen G'ttes vor der Welt und seinen Völkern zu sprechen. Was soll geschehen, um die Position von Agudath Isroel in der Welt zu heben? — Nicht, weil diese Zeilen in Amerika geschrieben werden, sondern aus objektiver Erkenntnis heraus, soll Agudath Isroel auf der Dritten Kenessio Gedaulo beschließen, daß eine großzügige Aktion unternommen werden muß, um die Millionen von ■ außereuropäischen Juden zur Tauroh zu bringen. Agudath Isroel hat, wir wollen es bekennen, in dieser Hinsicht versagt. Agudath Isroel, gegründet im Herzen Europas, glaubte und dachte nur an dieses kleine Europa und vergaß die große Welt. Es ist richtig, Agudath Isroel hat Delegationen in die Vereinigten Staaten entsandt. Immer und immer wieder sind agudistische Menschen nach Amerika gegangen — aber nicht um Ideen der Tauroh, Ideen der Agudath Isroel zu verkünden, sondern um — Geld zu holen. Allein zwei Millionen Juden in New York leben fast ohne Zusammenhang zur Tauroh, jedenfalls aber ohne Zusammenhang zur taurohtreuen Organisation Agudath Isroel. Hat Agudath Isroel das Recht, diese zwei Millionen Seelen zu opfern, im S t i " h zu lassen nur weil sie weit vom Mittelpunkt der Arbeit entfernt leben? Es gibt wohl führende Menschen in der Agudath Isroel, die behaupten, unsere Menschen in Amerika sind verloren, sind bereits eingekreist im Kesseltreiben des Geldes. Aber uns scheint, daß Amerika für Agudath Isroel gerettet werden kann, wenn ein Mann aufsteht, ausgezeichnet mit allen Qualitäten, und wenn man ihm Geld geben will, soll er das Geld vor die Füße werfen und sagen: Ich will nicht Euer Geld, ich will Euch eine-'Seele, ein wahrhaft jüdisches Leben bringen. Es fehlt den amerikanischen Juden ein Führer, Wir erwarten und fordern von der Kenessio Gedaulo, daß ein Funke ausgeht, der Agudath Isroel aus dem kleinen Rahmen ihres jetzigen Lebens zu einer Welt-Volksbewegung macht. Richtig verstanden: Eine Volksbewegung, die alles umfassen soll, die aber alle ausschließen soll, die sich nicht in Bekenntnis und Tat zum G'ttes-Alleinherrschertum bekennen. Wird die Dritte Kenessio Gedaulo nur in diesem Punkte etwas Praktisches erreichen, so war sie nicht umsonst und wird als eine Tat in die jüdische Geschichte eingehen. M. Seh. Anschluß einer orthodoxen ungarischen Kultusgemeinde an die Agudas Jisroel. Der Vorstand der orthodoxen Kultusgemeinde in Bekescsaba hat an den Vorsitzenden des Vorbereitungskomitees der Kenessio Gedaulo in Marienbad. Herrn Rabbiner Jonathan Horovicz, Jerusalem, die Mitteilung ergehen lassen, daß die Gemeinde beschlossen habe, sich korporativ der Agudas Jisroel anzuschließen. Die Gemeinde hat ihren Beschluß gleichzeitig der orthodoxen Landeskanzlei bekannt gegeben und da-; rauf hingewiesen, daß ihres Erachtens die Eingliederung aller orthodoxen Gemeinden Ungarns in die Agudas Jisroel unerläßlich und von der Landeskanzlei zu fördern sei. Dieser Beschluß der Gemeinde in Bekescsaba ist deshalb von - größter Bedeutung, weil die ungarische Orthodoxie sich bisher einer organisatorischen Verbindung mit der Agudas Jisroel widersetzt hat. Sie hatte lediglich Sympathie für die orthodoxe Weltorganisation und hat nur bezüglich der Arbeit für den Keren Hajischuw eine gemeinsame praktische Tätigkeit zugelassen. Hoffentlich wird das Beispiel der Gemeinde in Bekescsaba viele Nachahmer finden und dadurch die Agudas Jisroel ihrem Ziel, die gesamte Weltorthodoxie unter ihrer Fahne zu vereinigen, einen wesentlichen Schritt näher bringen. Ueber die organisatorischen Voraussetzungen hierzu wird bei der Kenessio Gedaulo zu beraten sein. Die Leipziger Delegierten zur , Dritten Kenessio Gedaulo. Die Leipziger Agudas Jisroel-Orts- und Jugendgruppen entsenden nachstehende Delegierte zur Dritten Kenessio Gedaulo nach Marienbad: 1. Simon Spiegel, 2. Dr. Michael Lipschütz; Ersatz-Delegierte: 1. Hirsch Merkin, 2. Rafael Oppenheimer. Die Delegiertenwahlen fanden am 1. August' in Leipzig statt. * Der Rabbinerverband Englands und * der Rabbinische Rat. In einer Sitzung der Agudath Harabbanim, an der 36 Mitglieder teilnahmen, wurden die Rabbiner Rabinowitsch, Sunderland, Rabbi A t - las, Glasgow und Rabbi J. Lew, London als englische Mitglieder in den Allweltlichen Rabbinischen Rat der Agudas Jisroel gewählt. (JPB.) / ' Große Beteiligung an der K, G, erwartet« Nach Mitteilungen des Vorbereitenden Komitees in Marienbad wird zum ersten Male auch eine große Rabbinerdelegation aus Ungarn zur Kenessio Gedaulo erscheinen. Von Polen sind etwa 200 Delegierte angemeldet. Die polnischen Delegierten, bekommen auf Grund einer Intervention von Senator Troc^enheim, eigene verbilligte Pässe und das Recht, 300 ' Zloty auszuführen. Von Deutschland werden 50 Delegierte erwartet, aus England *25. Delegierte Gäste sind auch von Palästina, Amerika, Südafrika und arabischen Ländern auf dem Wege nach Marienbad. In England zeigt sich großes Interesse für die Tagung der K. G.

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