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Der Israelit · 1937-07-08 · Heft 27 (8.7.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 27 (8.7.1937)
Date
1937-07-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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8. Juli 1937 D er Israelit; Nr. 27 Seite 11 Die Frankfurter Woche. Zur Jährzeit von Rabb, Dr. Breuer >*xt- Nächsten . Dienstag abend, 8/45 Ühr, findet, wie anjährlich, im großen .Hörsaal der Jeschiwa eine J'ahxz.eits ver.anst al t'ung für den Gründer der Jeschiwa statt. Herr Rabb, Dr. Jos, Breuer wird die Ansprache halten. Die Nürnberger Agudatagung und die jüdische Staatsgründung in Erez Israel. Am Sonntag, den .11. Juli, 20;30 Uhr, sprechen in einer Versammlung der Ortsgruppe der, Agudas Jisroel im Hörsaal der L R. G., Friedbergeranlage, die Herren Redakteur S. Schachnowitz und Dr. S. Ehr mann über die Verhandlungen und Beschlüsseder Landesversammlung der Agudas Jisroel in Nürnberg und die andern religiösen Probleme, die im Brennpunkt der jüngsten Ereignisse in und um Erez Jisroel stehen. An die Veranstaltung schließt sich das Maariw-Gebet an. — Auch Damen sind freundlichst eingeladen. f" Vom Liwjath Chen. Die . Sabbatvorträge des Herrn S. Schachnowitz fallen in den ersten Ferienwöchen aus. Die Wiederaufnahme der Vorträge wird bekanntgegeben. Sitzungder Gemeindevertretung der „Israelitischen Gemeinde". Die Sitzurigam Mittwoch Abend, 7. Juli, wurde in Abwesenheit des Vorsitzenden Pr, Merzbach von Herrn Dr. Pommeranz geleitet, der mitteilte, daß nach jüngsten Meldungen aus Berlin die Krise in der Reichs Vertretung insofern beseitigt sei, als einige Persönlichkeiten ausgeschieden und an ihrer Stelle andere ■— gleicher Richtung — in sie : eingetreten seien. Auch die Berliner Gemeinde werde in der R. V. weiter mitarbeiten. Gemäß Beschluß des Vorstands vom 21 Juni wird für von der Berliner Zentralleihkasse (in der R. V.) gegebene Kredite die Bürgschaft übernommen. Die Kredite teilen sich in sogenannte A- und B-Kredite. A-Kredite sind Solche, die an Geldnehmer gegeben werden, ' die bankmäßig in" Ordnung sind, während B-Kredite ankleine Existenzen vergeben werden, die Bürgen nicht, stellen können. Bei eventuellen Verlusten aus diesen B-Kredite,n haftet die Gemeinde mit 50 Proz. und die Berliner Instanz mit der andern Hälfte. Einem Beschluß des Vorstands vom 28. April zufolge, stellt, er RM. 7000.— durch die Bezirksdarlehnskasse e. V. zur Verfügung, was der Gemeindevertretung zur Kenntnisnahme mitgeteilt wurde, Herr Dr. Ernst Fre'imänn. fragt, obJdehü für diese Bürgschaften ein Posten? im Etat enthalten sei, was Herr Bloch (vom Vorstand) ' verneinte;v die, Schaffung eines solchen Postens im nächstjährigen Etat sei möglich. Zum Punkt 3. der Tagesordnung nahm Herr Dr. Ettlinger vqm Vorstand. das Wort. Es handelt sich um die Errichtung einer Hilfsschulklasse für Schwachbegabte Kinder. Die Besprechungen zwischen der Leitung der Volksschule der I. R: G. und der des Philantropins haben ■ zur Einigung' geführt, und die entstehenden< Kosten (Heizung, Licht,-^Besoldung, Bücher), in Höhe von Mk. 3400, werden dergestalt verteilt, daß die „Israelitische Gemeinde" RM. 2800 gemäß Beschluß vom '21. Juni' übernimmt zu Lasten des Etats Kapitel 4. Den Unterricht'wird Herr Lehrer -.Ka.tz (Volksschule der I. R. G.) nach den „hohen Feiertagen" in fünfmal drei Stunden in der Woche übernehmen in einer Klasse der Schule am Röderbergweg. Als Stamm treten zunächst 10 bis 12 Kinder in diese Klasse ein. Das städtische Schulam t.: hat die Genehmigung zur Errichtung erteilt. -;>> Um keine Räumlichkeiten anderweitig in Anspruch nehmen;zü müssen, genehmigte der' Vorstand,; einem., schriftlichen Bericht der Bauverwaltung zufolge, RM. 1200 zu Lasten des. Etatkapitels 10 für die Errich^ng yon gebäüd'e in" der HeDelstraße. " Der - -Punkt;;5::der. Tagesordnung;: .wurde;:rauf i[ Antrag DrV Mainzer' (liberale Fraktion) in die rubhtöffentliche Sitzung verwiesen, da, wie Dr. Poijtaijeranz -ergänzend erklärte, personelle Fragen mit! ihr , verknüpft seien. Wie wir. dazu noch in Erfahrung bringen konnten, verlangen die Zionisten einen Anteil an den zu verteilenden Sitzen in der Jugendlcommissiön, der über den ihr^in der Gemeindevertretung und dem Vorstand zuerkannten, noch hinausgeht.,, Man .argumpntiert, daß,; deje {.überwiegende. Teil der Jugend ''heute'Mm ' Zionistehlkger stehle,, weshalb die Forderung anzuerkennen sei. Die .Verhandlungen, über -die' Zusammensetzung dieser wichtigen Kommission ziehen sich schon einige Monate Jn die Länge und scheinen jetzt in ihr entscheiden-; ,, des Stadium zu kommen.;jj . Der;'letzte;:PünKr' derl Tagesordnung.: behandelte Errichtung einer sogenannten „Denkmalsschutzstelle". f^;%:.ft»;i;g;fJf;;fW;.da?5U :aus,, daß %;dausrn,de;: Auflqsung,. kleiöjer i und i kleinster Gemeinden (, dio GefahT;:,mit!isiöh brächte, daß die wertvollen ,' fäil' 1 ^gegenstände1' vörioren ' gehen'; und damit ,der AU" . iemeinhjeit. ^iri unersetzbarer Schaden entsteht. In Zusammenarbeit mit dem- -Preußischen -Landesverband*< („Laridarchiv der Juden in Deutschland"), der R. V. und der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums e. ' V. werde man" sich der Erhaltung und Sammlung des wertvollen Gutes widmen. Der dazu allen genannten Stellen entnommenen Kommission gehören an: Justizrat Dr. Blau, Prof. Dr. Aron Freimann, Dr. Gundersheimer, Dr. Schönberger, Prof. Dr. David, J. B. Levy, Bürodirektor Mayer und Hugo Bondi von der I. R. G^ resp. der Freien Vereinigung. Außerdem werden mitarbeiten: zwei 'Herren von der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Künstdenkmäler. Der Kustos des " Gemeindemuseums wird gebeten, geeignete Räume zur Unterbringung der Kultusgegenstände zu beschaffen. Für die Kurse der Lehrer des Rhein- Main-Bezirks werden RM. 900 Kosten entstehen, wovon RM. 300 die Gemeinde trägt, während die andern zwei Drittel die zentralen Instanzen auf sich nehmen. -•'<-. Herr Dr. Pommeranz sprach Herrn J. Bloch vom Vorstand anläßlich seines 60. Geburtstages die besten Glückwünsche aus und dankte für seine emsige : Mitarbeit, die er besonders der Beratungsstelle widmet. Ha. Frau Johanna Posen n~9- Unsere ganze Religionsgesellschaft trauert mit unserem verehrten .Herrn Salomon Posen um seine treue Lebensgefährtin, Eine ,Frau von nicht gewöhnlichen Qualitäten ist in ihr von uns gegangen. Eine Persönlichkeit von altjüdischer Prägung, von der man in der Oeffentlichkeit wenig hörte. Um so markanter wirkte sie in ihrem Hause. Aus der frommen .Familie Hochschild in Biblis stammend, folgte Frau Johanna Posen vor 53 , Jahren ihrem Gatten nach Frankfürt. Sie führte ein Leben der Pflicht. In all den Jahren ihrer glücklichen. Ehe stellte sie sich in den Hintergrund und war nur für andere da. Ihre Gedanken gehörten dem' Wohl der Ihren. Sie stand jedem,^der ihr seine v Sorgen brachte, mit Rat und Tat zur Seite. Geradezu rührend war ihre stetige liebende Sorge um den Gatten, den sie noch als betagte Frau des Morgens in Schul begleitete. Sic hatte das Glück, ihre Kinder zu guten Jehudim heranwachsen zu sehen und sich an.den jungen Häusern mit zu erfreuen. In feinem Takt hatte sie füe die. Eigenart eines jeden ihrer Kinder, Schwiegerkinder; und Enkel Verständnis und konnte ihnen bis ^zuletzt, gemeinsam mit ihrem. Gatten, in liebevoller Würde das Elternhaus als Mittelpunkt erhalten5.'Der Gedanke an die fromme Mütter wird den Kindern' und Enkeln in. Nah und Fern unverbrüchliche' Treue zum jüdischen Geist des Elternhauses als Selbstverständlichkeit erscheinen lassen. Der Dank an den Allmächtigen, daß Er ihm eine solch edle' Frau 'mehr als ein halbes Jahrhundert zur ■Seite gegeben, möge den geprüften:'Gatten-in seinem Schinerz aufrichteh.. ,;; , , n*asan JCammerkunstahend. ■ ..Als'. Sommerspielzeit-Veranstaltung Frankfurter jüdisqher Künstler , findet am Donnerstag, den 29. Juli, 20.15 Uhr, im Saale Unterlindau 21 ein Kammermusikabend statt/Ausführende sind: Hans Asse rihe i m (Bariton), " Theo Ratner (Violine), Richard K a r p (Viola), Lilly Schwarz ,-iM a y e r - hofer, (Klavier).. Zur Aufführung gelangen altitalienische Gesänge lind Lieder von Rübinstein sowie Werke für Violine, Viola und Klavier von Händel, Rubinstein, Cesar Frank. Karten sind in den bekannten Verkaufsstellen zu haben., , In dringenden Fällen nehmen wir ■ ' '. n Familienanzeigen V am Tasfe, de^s Erscheinens,, bis Donnerstag, 10 U h r, an. Ztiverlä&si'ge und^ötite Äusfüh- •; v üiif,;«!;: > .»• ■ rung sichern wir Ihnen zu. Familien-Nacliriehten. G'eburt'efa: Ein 'Sohn, Gabriel: Fetfehtwanger; .und Frau Paula geb. -Bamberger,., Xel Awaw. Jehuda Halevistoee^l..,^,.;,.;/».,; .- .,,.{, j; -. . i . f j '; ■ > B.a,r, m Lfgpo t h : Jakob.,, Sohn des-\ Herrn Jonas Sänger und r!rau Ernageb" HofmahnJ Frankfurt/M.), Östendsträße''9, ''^öa nioa ros?» 10. \WK. -^'Salomon,'1 Sohn des Herrn Rabbinatsissessor Dt1.:- Eiieser-:Posen und- Fraiigeb;, Falkj^Fra^kfurt--yc.-;M-.-,-;Wittelsbacher- ■ aÜee 11. 'yo?a *ipm$n&r''' l(Ö.^Juli. — > ^ter,r,Sofi.n des ilerrh Siegfried;Blach vm3i Frau Kanif-g^JiLoeU Berlin 87r Fh>Wstr. \ |ew "^ork-City, \T East 96th;^Str. jjbei, Saniuel. pnrj^.na».. ii Frankfurter Vereinskalender: Verein Mekor Chajim. Schabbos morgen nach Schluß. der Synagoge: D'an, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4.15 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H* Mayer. — nachm. 4.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin.. — 1 Stunde vor , Nacht, Midrasch Herr Julius Lewin. > Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, f»ix ejoi». Herr S. Schachnowitz. — vorm. £ Uhr im Vereinslokal, Dtt-riR ]xo, Herr R.A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal. Kim, Herr J. Soffer. Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal: nara- . Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (ptotf'ma*. Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach t Schul, ravn, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch Donnerstag) im Lokal, K*im, Herr R.-A- Dr- E. Pqsen- Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, den 10. Juli: Moritz Lewin-Stiftung. Schabbos, den 10. Juli: Ludwig Zinkes-Stifttuig. Sonntag, den 11. Juli: Gertrud Moses-Stiftung. Sonntag, den 11. Juli: Julius Hirsch-Stiftung. Dienstag, den 13. Juli: Siegfried Weil-Stiftung, Mittwoch, den "14. Juli: Rabbiner Dr. Salomon Breuer ^-Xi-Stiftung. ' Freitag, den 16. Juli; Salomon Rosenbaum-Stiftung. Agudas JiSroel-Ortsgnippe, Thora und MuSSar. v Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim r» «im — Schabbos 18-19 Uhr onw-n^o» für Erwachsene. —=■ Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche, ö"n fön iso — Schabbos 11-12 Uhr für Jugendliche n*u« y~vr. Herr Dozent J. Ehrentreu, »am mit a»»1«», Sonntag 1 Stunde vor nnaa nbsn, Uhlandstr- 39.1. Herr Rabbiner Mannes, mana 'an, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen om msa, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, mna nivo Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M. Schlesinger, mv 'aa für Baalebatim, Mittwoch •, 20.30 Uhr und Schabbos nach Mincho Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4. Herr J. Sofer, »öl» sp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, I. Herr Rabb. Feuerwerger (f . Jugendl.); Sonntag 20-30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr, Schabbos 16-17 Uhr. fv mal Agadische Abhandlungen aus ma« naoo. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, RjPSö «33, Fichtestr. 5. Herr Zuntz. B"n n*ii». Sonntag nach wvtff, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Herr Isidor Weiß jedenTag vonl4-15Uhr für Jugendliche t» y~v. Der Schiur vor n'irw unter Leitung des Herrn Zuntz (rnv 'aa) findet um 5-45 Uhr, Montag bis Donnerstag, im Hörsaal der I- R. Gstatt- , Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V. Sonntag, den 11. Juli, 10 Uhr pünktlich, Besichtigung des alten Israelitischen Friedhofes Dominikanerplatz (Börneplatz) unter Führung von Herrn Prof. Dr. Moritz Werner. Die Beteiligung ist kostenlos. u . Gsb«tz«it«D, "»»o» rntDüi riiW 1 Freitäg abend 7.45; :! Samstag .ijaswii 6.35 : ■: i:;Sam^tag . morgi 7-45-, .Predigt; Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag Abend '9-35 Wocheng 'ttesdienst: " Häuptmin)an in der Synagoge 6.30 - 2. Minjan 7.30 ■:(; . :.: :i;: An G'ttesdiensianschließendi: Lernen des affninpo- Vereins im,Hörsaal . -. , . . (i- .>...■ Nachmittags 7.15!, Tefälinlfege^am Morgen 3.15 :i 1 ' Brie en. G. P. Die Beobachtungen!i stimmen,- sind aber ) nicht zur Veyöf^entlicjiung; geeignet. ( j-

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