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Der Israelit · 1937-07-01 · Heft 26 (1.7.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 26 (1.7.1937)
Date
1937-07-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1, Juli 1937 Der Israelit Nr. 26 Seite 11 Personalien« Rabbiner Deiches V'XI« , Leeds, 20. Juni. Der altehrwtirdige Rabbiner von Leeds, Rabbi Deic.hes, ist in det Nacht zum Mittwoch aus dem Leben geschieden. Der als Gaon in ganz England bekannte und hochgeachtete Rabbi erreichte ein Alter von bald 90 Jahren und hat 40 Jahre lang seine, Gemeinde . im Geiste der Thora und . der r-HlöK geführt. Von der Bedeutung'und der Beliebtheit des heimgegangenen Rabbi zeugen die großen Nachrufe in allen englischen, Zeitungen. An der Bestattung nahmen Tausende teil. In vielen Gedenk-' reden wurde hervorgehoben, daß der Geist des verewigten Rabbi durch seine Söhne, die als Gelehrte von Ruf ebenfalls großes Ansehen genießen, fortgesetzt wird. rraxan Berlin, 26. Juni. Die Berliner gesetzestreuen Kreise haben mit dem Heimgange Josef NB u k ö f - z e r s einen unersetzlichen Verlust erlitten. Ein Berliner von Geburt, stand er mehr als 30 Jahre in 4er vordersten Reihe als Kämpfer für das altüberlieferte Judentum. Bewunderungswürdig war seine Arbeit auf dem Gebiete des nns bv rrnn Noch als Siebehziger scheute er keine weiten Wege, um zu einem Kranken zu gelangen und die Nacht bei ihm zu verbringen. Ergreifend hat Herr Rabb. Dr. Link in seinem Hesped im Namen, der Chewra das edle Wirken des wackeren Mannes in beredten Worten vor einer großen Zahl Leidtragender geschildert. Möge sein r-vot.' seinen Kindern und Enkelkindern beistehen, " K, - . n~ax3n Fürth, 25. Juni. Am 9. Juli vollendet der in Ruhestand lebende Lehrer und Kantor, Herr Bernhard Guttmann in Fürth (Bay.), sein siebzigstes Lebensjahr. Er stand von 1900 bis 1932 im Dienste der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth, als Religionslehrer an den staatlichen und städtischen Schulen und als Kantor an der orthodoxen Gemeindesynagoge. Wir wünschen. dem erprobten Jehudi und pflichttreuen Arbeiter im Dienste G'ttes und der Jugend weitere Jahre in ungetrübter Gesundheit. vv\n9 Mosbach (Baden), 25. Juni, Am 30. Juni begeht Herr Gottschalk Schlesinger in bewundernswürdiger Geistesfrische und körperlicher Rüstigkeit im Kreise der Kinder, Verwandten und Bekannten seinen 85. Geburtstag. Unsere Gemeinde nimmt innigen ^ntcü an diesem Jubeltag. Ist doch dieser ehrwürdige Jubilar, der Schwiegervater unseres verehrten Raw, einer der treuesten und pünkt-i lichsten Besucher und Förderer des G'ttesdienstes und ein Q'at? von stärkstem Impuls. Jahrzehntelang war der Jubilar in seiner Heimatgemeinde Flehingen Vorsteher der jüdischen Gemeinde, In seine Amtszeit fällt auch die Erbauung der prachtvollen Synagoge, für die er jahrelang gearbeitet hat. Weit und breit galt er als ein großer Freund der Lehrer und Kantoren. Mögen nun dem ehrwürdigen Jubilar noch sonnige Jahre in ungetrübter Gesundheit beschieden sein.;,w D'itm nwi u Briefkasten* K. P. Mit dem Abdruck der zweiten Serie der Carlebach'schen Artikel „Renegaten des Geistes" wird demnächst begonnen, K. L., M. R. und Andere, Die J. Breuer'sche Broschüre „25 Jahre Agudas Jisroel" erhalten Sie von det Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., Schwanenstr. 12, an die auch alle weiteren Bestellungen zu leiten sind.__ Vermischtes- Berlin, 23. Juni. Einen würdigen Verlauf nahm die am Sohntagabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Synagoge Lessingstraße veranstaltete Gedenkfeier zum ehrenden Andenken Dr. Nathan B i r n b a u ms, zu der die Agudas Jisroel eingeladen hatte. Drei Redner suchten die Einzigartigkeit dieses ,Kämpfers und Mahners zu schildern und seiner Bedeutung gerecht zu werden. Die hohen Anforderungen, die Birnbaum an' die Jugend stellt, sind — wie Rabbiner Abraham Wolf ausführte — der Schlüssel für die treue Anhängerschaft der Jugend in der nach sittlicher Vollkommenheit strebenden Aulimbewegung. Dozent Dr. Maximilian Landau ' legte — in meisterhafter Diktion — als gründlicher Kenner der Birnbaum'schen Schriften die Grundzüge seiner Forderungen dar. Auch Birnbaum hatte unter dem harten Schicksal zu leiden, das oft so lähmend auf hervorragenden Persönlichkeiten lastet: von der Zeit verkannt zu werden. Sein jüdisches Tatprogramm ging auf das Ganze des jüdischen Lebens und holte seine Maßstäbe nicht von außen, sondern aus den eigenständigen Bedürfnissen und historischen Voraussetzungen des jüdischen Volkes heraus. Erst unter den erschütternden Erlebnissen dex_ letzten Jähre ist das Verständnis für Birnbaums Forderungen etwas gewachsen. Früher oder später werde das ganze jüdische Volk auf den von Birnbaum prophetisch gewiesenen Bahnen gehen müssen. Rabbiner Dr. Cohn sprach über Birnbaums Beziehungen zum religiös orientierten Judentum der Gegenwart. Die rükhaltlos und unermüdlich erhobene Teschuwa- Forderung sei der stärkste Ausdruck unseres Heutigen Judeseins, sie sei aber nicht nur an die Ungläubigen gerichtet, sondern mit viel schärferem Nachdruck an die Orthodoxie. — Was Herzl, mit dem er vor Jahrzehnten eine Wegstrecke zusammenging, gefordert hat, hat er der Tat zugeführt, nämlich, daß die Bewegung unserer Zeit werden solr zu einer „Rückkehr zum Judentum vor der Rückkehr ins Judenland". Berlin, 23. Juni. Die Presse-Abteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit; Dia Schulabteilung der Reichs Vertretung hat mit Genehmigung der zuständigen' Behörden seit ,1935 zwei Lehrgänge zur Ausbildung von jüdischen Turnünd Sportlehrern in Stuttgart durchgeführt. Nunmehr ist durch Erlaß des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 7. April 1937 die Anerkennung der Abschlußprüfung des ersten Lehrganges ausgesprochen worden. Die Teilnehmer des Lehrganges erhalten staatliche Zeugnisse, die sie zur Tätigkeit im jüdischen Schulwesen berechtigen. Der Herr Württembergische Kult minister hat im Anschluß an einen Erlaß des Herrn Reichserziehungsministers vom. 5. Mai 1937 die Genehmigung zur Abhaltung eines weiteren Lehrganges erteilt. Der Lehrgang hat bereits begonnen. Die Lehrgänge werden mit Unterstützung des Oberrates der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs durchgeführt. Die Frankfurter Woche. Synagogengemeinde , Israelitische Reiigionsgesellschait, I« Vei-hindenmg des Herrn Gemeinderabbiner wird am kommenden Sonntagabend den Vortrag über „Jüdische Welt- und Lebensanschauung" HerrRabb.- Ass. Dr. Elieser Posen im Hörsaal unserer Gemeinde halten. Eine Hesped-Veranstaltung in der Synagoge Friedberger Anlage. Am Fasttage des 17, Tamus hielt unser Raw, Herr Rabbiner Jos. Horovitz,*im Anschluß an das Minchogebet in der gut besuchten Synagoge eine Predigt zum ehrenden Andenken an die heimgegangenen Thoragrößen, den Munkaczer Rabbi und den Oberrabbiner von Tarno'pol ^"»r- Von den fünf an den 17. Tamus sich knüofenden traurigen historischen Ereignissen ausgehend, schilderte der Herr Rabbiner die mahnende und sühnende Bedeutung des Heimgangs der Großen in Israel und zeichnete dann die beiden heimgegangenen Thoraführer nach ihren Werken und ihrem Wirken in ihrer Eigenart, ihrer umfassenden Größe und Bedeutung für unsere thoraarme Generation. Geistvolle Thoraerklärungen gingen über in Worte der Klage über den Verlust, den mit dem engeren Wirkungskreise der »Vm das gesamte Israel erlitten hat. Jakob Schön .^y* dem blühenden, arbeitsy,ollen Leben Schön ganz plötzlich und unvermittelt entrissen.' Neben seiner Frau und seiner Tochter beweint ein großer Freundeskreis den pflichttreuen Mann, der sich durch Geradheit des Charakters und strengste Gewissenhaftigkeit im Geschäft auszeichnete. Durch Fleiß und rastlose Emsigkeit hatte Jakob Schön zusammen mit der gleichgearteten Gattin sein Metzgereigeschäft aus kleinen Anfängen zur beachtenswerten Blüte gebracht! und er genoß ebenso das volle Vertrauen des Rabbinates- und der Aufsichtskommission der IRG., wie die Achtung und die Freundschaft der Kunden. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten verliert in Jakob Schön ein treues tätiges Mitglied. Auch der Synagogenchor der Israelitischen Religionsgesellschaft hatte in früheren Jahren im Heimgegangenen einen wertvollen Mitsänger, der gern seine Zeit und Kraft zur Verschönerung des G'ttesdienstes zur Verfügung stellte. Möge die tiefe Trauer der Familie durch das Bewußtsein gemildert werden, daß sein Andenken fortdauern ünd sein S'chus ihr alle Zeit beistehen wird. rraxan Kein Minjan! Notstand in Kleingemeinden. Soeben gab die Ritualienbeschaffungsstelle der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums in Frankfurt a. M., gemeinsam mit dem Mitten aus wurde Jakob SC am p C tl Elektrische Geräte - Kühlschränke Oft C umonn PSf.lt"8!?^; 47 < 11 FRANKFURTS HANDWERK u. EINZELHANDEL VON A BIS Z Damen-Moden SOFIE ROSSBACH Kaiserstraße 25 Laden Damenhüte - Damenkleider Neue Frühjahrs- und Sommfrmodelle Deelsen Stepp-u nd Daunendecken Auswanderer-Decken SOFIE KATZ Gärtnerweg 6 Nähe Eschenheimer Tor Drogerien ^chitlerstr. 2 ' Auswanderer-Apotheken Progerie u. PKolohaus Apotheker ü. Wolffing und ] „ Leica-Apparale < ßraubaehstr, 7 . ' ™ ' r Telefon 21317 Foto-Atelier FOTO-KATZ jetzt Sandweg 9 Telefon 46009 Jiid. Herren-y.Dam.-Frileur F.Weiß Recbneigrabenltr II Erstkl. Bedienung M, HÜV geschlossen Koffer ii. Lederwaren Mo derna, nur goethestr.2 Inhaber S,andel Spezialgeschäft feiner Lederwaren u. 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