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Der Israelit · 1937-06-17 · Heft 24 (17.6.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 24 (17.6.1937)
Date
1937-06-17
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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j7. Juni 1937 D Israelit Nr. 24 Seite 11 Personalienffew York, 8. Juni. Am 27. Mai fand im J © w i s h Qent er' eine Trauerfeier iür den im vergangenen jajire verstorbenen jüdischen Richter und Philanthropen Otto A. Ro&alsiky statt, Redner des Abends waten außer Rabbiner Dr. Leo Jung, dein geistigen Qjjerhaupte des Jewish Center, hochstehende Persönlichkeiten >der Stadt sind des Staates New York. Jud^e Rosalsky, selbst in. Polen (geboren, sah die Förderung der Erziehung des jüdischen Kindes als seine Lebensaufgabe an und widmete seine Zeit und {£raft nicht nur den New Yorker Erziehung»-Anstalten, sondern er gehörte auch zu den Gründern und Mitarbeitern des American B e t h Jacob C o mm i 11 e e. 1 Palästina gegenüber vertrat er den Standpunkt, daß das jüdische Land nur als Tauroh- Land aufgebaut werden kann, und daher stand er Jen Bestrebungen der Aguda® Is-roel in Erez Israel sehr sympathisch gegenüber. Vermischtes. Berlin, 11. Juni. Der Nationalsozialistische Rechtswahrerbünd betrachtet es'"— laut ,.Berliner Tageblatt" — als-eine selbstverständliche Pflicht der ihm angehörenden Rechtsanwälte, die ihrerseits zu vergebenden Au^laiidsproizesise nur an Volksdeutsche Anwälte zu vergeben, oder, soweit solche nicht vorhanden sind, an deutschfreundliche Anwälte fremder Nationalität, Keinesfalls kommt aber die Abgabe von Prozessen an Juden oder an deutschfeindliche Anwälte in Frage. Köln, 15. Juni. Wie 'die „Köln,; Ztg." berichtet, hat das dortige Amtsgericht entschieden, daß ein Kaufvertrag, auch wenn er init einer jüdischen Firma abgeschlossen wird, eingehalten werden muß. Zu diesem letzteren Gesichtspunkt führt das Urteil des Amtsgerichts ungefähr aus: Der Hinweis des Beklagten auf die §§ 275, 323 BGB. geht fehl. Die Tatr sache, daß die Klägerin nichtarisch ist, ist nicht nach Entstehung des Schuldverhältnisses 'eingetreten, Der Beklagte kann keinen Anspruch auf Schutz erheben. Nur wer ohne sein jZutun entgegen seiner Einstellung zum Vertragsgegner eines Nichtariers geworden ist: würde einen Schutz verdienen. Wollte man den Schutz auch auf Fälle der hier strittigen Art ausdehnen, "und .zwar namentlich, um dem Beklagten Unannehmlichkeiten zu 'ersparen, die er bei einigermaßen umsichtigem Verhalten selbst verhindern konnte, so würde man dem Gesetzgeber vorgreifen, der durch die Nürnberger Rassegesetze zu erkennen gegeben hat, .daß er idie Stellung des Nichtariers im deutschen Rechtsleben selbst zu ordnen beabsichtigt. Man würde außerdem' väuch für die wirtschaftliche Betätigung der Juden in Deutschland eine Sonderbehandlung schaffen, obwohl nach der Auffassung der obersten Staatsführung diese Betätigung sich allein nach den bestehenden Gesetzen richten soll. Aus derselben Erwägungist .die Tatsache, daß die Klägerin nichtarisch ist, bei einem Kaufvertrag der hier fraglichen Art auch keine Eigenschaft. der Klägerin, die im Verkehr als' wesentlich angesehen wird. Damit entfällt weiterhin die Möglichkeit einet Anfechtung nach § 119 Abs. 2 BGB. Altona/ 15. Juni, 'Am Sonntag, den 13. Juni, fand in Altona 'die feierlich©'' E in weih ü-n g einer neuen.-.Se.f er T h o r a: statt," Eine, Persönlichkeit, die in selbstloser Weise auf jede äußere Ehrung verzichtet hat, stellte durch eine hochherzige Spende Herrn A. Stahl, Altona,'die" Mittel'für die Beschaffung der neuen Thorarolle zür Verfügung, Die Feier begann im Hause des- Herrn Stahl, wo sich eine große Anzahl von Gästen, darunter^ auch., Vertreter des Vorstandes und des Repräsentanten-Kollegiums der Altonaer Gemeinde und zahlreiche Freunde aü? Hamburg, eingefunden hatten. Vor dem Schreiben der let2ten-Worte ergriff Herr. Rabbiner. D«u c k e s z das Wort, , wieg auf die Heiligkeit . dieser; HancUümg. hin und dankte Herrn, Stähl für seihe hingebuhg&yöne Arbeit, die 'die' heutige große und seltene Feier ermöglicht hat. Sodann würde-das Sefer in feierlicher Weise in die neu renovierte Synagoge Adolfstraße geführt..,,. Xftß.?festlich.. t ^^<&leteu§WW&q^l , war bis auf den letzten'''Präiz' £effii\.'T)i&' Vor.steäber' der Synagoge-, .kamen.im.Hol. 'dem neuen Sefer mit den '.vor-' handenen *: Sefjdr&ff -:entgegen:.''Nach mehreren Hake fau& um den Almemor und Gesangsvorträgen von Herrn Oberkantor Ziege I übergab Herr Oberrabbiner Dr. W e i s z durch das Hereinstellen der Thora-,' rolle in die heilige Lade das neue Sefer seiner Bestimmung.,; . \;>>, * ,: 'i -; \'tt ', ,Darauf hielt' Herr Öberrabbiner. Dr. Weis z*ein4;* großangelegte- und' mit •a'üßerbrde'ntldchem: Beifall auf1: genommene Festrede,!: In: einer"!werteren Ansprache erinnerte-Herr Rabbiner. Du c k es z an den Tag, dij er vor 18 Jatireh ZUSamrnen' mit dem unvergeßlicheijl; Ob errabbiher Dr. L e r n e r'' 1 "st ' ■ diese Synaigo jr«f :ein|' geweiht und, schilderte, wie er; sifih' seitdem mjfy'ihl'i verbunden fühle". Mit warmen, und, ^.Herzen gehen-r! den Worten ermahnte er zxtit' gemeiuisanien *' Züsamf! Teilarbeit' im Dienste de^ Tfeora' -.tmd':'fbjid!erte ''die Besucher dielser 'Synagoge äüfl sich auch>i'ien Üfen Veranstaltungen Vorträgen und Sehiurim der Gemeinde zu beteiligen. Hierauf begrüßte Herr Stahl die Er- ' schienenen, vor allem den Herrn Oberrabbiner,' der zum ersten Male in dieser Synagoge weile, und alle anderen Gäste. Herr Stahl dankte mit. bewegten Worten dem Manne, dessen Großzügigkeit es ihm ermöglicht habe, die, heilige Mizwah der Fertigstellung einer Sefer Thora oh unserer Gemeinde am heutigen Tage zur Tat werden zu lassen. — Nach dem gemeinsamen Minchahgebet setzte man sich zur Tafel, die durch 'geistvolle Reden und fröhliche Gesänge verschönt wurde. Die Frankfurter Woche- Levy Hey mann tyTft, Aus Amsterdam kommt 'die Nachricht, daß Levi Hey mann, der dort bei seinem Sohne zu Besuch . weilte, nach kurzer .Krankheit abberufen wurde. Die Kunde löste in unserer Gemeinde und fdarüber hinaus in' der Frankfurter Judenheit, tiefe Trauer -aus'. Levd Heymann entstammte einem guten, jüdischen ostfriesischen Geschlechte. Sein Großvater, Samuel Cakner Hey mann ^"ST wirkte in Aurich als Vorsteher der jüdischen 'Gemeinde und Leiter des gesamten Armenwesens in Ostfriesland "/bis zu seinem: mit 92 Jahren erfolgten Tode im Jahre 1883. Levi Heymann, mit seiner seltenen Ehrlichkeit und Gradheit der Gesinnung, mit seiner glühenden Liebe zur Thora und allen jüdischen Dingen, war eine Verkörperung aller guten Traditionen, die jene alte Führerdynastie der Beer und Heiymannin Ostfriesland auszeichneten. An der Seite der gleichgearteten Gattin, einer würdigen Tochter aus.dem bekannten Hause Perlst.ein in Kopenhagen, führte er ein jüdisches- Haus, aus dem in WM? riSTi min gefestigte Söhne hervorgingen, und Töchter;, die an der Seite frommer Männer ihre eigenen Häuser im Sinne der EIte.rn führen. Eine markante Persönlichkeit, der von Jugend auf aus jenem Brunnen schöpfte, der im Wochenabschnitt als der Dsm »a'ti nnsn»wnnsn nsa bezeichnet wird, war Levi Heymann, und neben der Familie wird ein großer Krei® von treuen Freunden und Verehrern es beweinen, daß der liebe väterliche Freund, der vom reichen Schatz seiner jüdisch-historischen Erinnerungen so: gern spendete, nicht mehr zu uns wiederkehren wird. Die Bestattung fand auf .dem jüdischen Friedhof in Amsterdam unter großer Beteiligung statt. Möge der Gattin und der weiteren Familie seinen Trost angedeihen lassen und den Kindern die Kraft Verleihen, das gute, fromme Werk des Vaters io ihrjen Häusern lebendig zu erhalten. rraxirt Eine Achtzigerin. : Am Donnerstag, den 17, Juli, begeht Frau Johanna Schott ihren a c ht zig st e n . Geburtstag. Frau Schott ist eines der wertvollsten und arbeitsfreudigsteri Mitglieder der Frauen-Chewra und erfreut sich allgemeiner Achtung und Wertschätzung. Ihr Wohltätigkeitssinn kennt keine Grenzen. In ihrem langen Witwendasein hat sie, da ihr eigener Kindersegen versagt wurde, sich ein Denkmal in Taten der Liebe gesetzt, im Sinne des Schriftwortes: 31B atfi 1» r-naatti D'aan- Mögen der Jubilarin weitere Jahre kraftvoller Arbeit im Dienste der Menschenliebe gegönnt sein. »"Sias Briefkasten. „Nichtwissender". 1. Ihre Meinung über den Chorgesang schlechthin, ist falsch. 2. Man richte sich nach dem Ortsbrauche, da die h eiid e n ersten Lesarten richtig sind. Die zwei von Ihnen letztgeflänniten Lesarten sind nirgends üblich. 3. Das ist unter keinen Umständen erlaubt. J." M. in M. 1. Die Schule ist uns nicht bekannt, wollen aber gelegentlich Auskunft bei unseren englische^ Vertretern einholen. 2. Der „Gurt", wird hier ^allgemein benutzt, Ty«rrn/ er , HVfTjps hergestellt, ist.. Die näheren Quellen j für diesen VSI anzugebe'h, steht, uns nicht zu, da wir keine1' räbbinischen Funkiioneh1 auszuüben haben. \-il-. ' Ul, : ,; - L. 'L. in Gr. Bi D^r li' No'vember 1873 war am ••Vos-'s. ):. ' ' ■■' . ... .. irii; K4, SQh, in Gr, 1.; IL März 1925: Geburtstag: 18, März; Barmizwoh: IL Marz. 2. 22, Sept. 1925: Geburtstag 29. Sept.; Barmizwoh: 1. Oktober. S. D. K. Am 27. Ijar 5642. L. E in B. Es kommt fj?n 'a in Betracht. Familien-Nachrichten; G e b u r t e ii : Ein Sohn, Mai und Senta Hirschmann,' ScHeveningeh, Leuvenschestraat 20. * Barmizwoth: Erich, Sohn des Herrn Gustav Oppenheimei' ünd Frsm 'Amanda geb. Flörajiemi, Ffm., Röderbergwe^ 32. pba naw — Martin, Sohn des'Hferrn, •Beruip^dj Ntähspim j*^Ji^be(r^-^;,-vHirteagasse 9, 26, Juni." '—1^Oskar, SbEh des Herm'Isidor Sökal u; 'Frau,- Ffini;' Obennainan)kgeti20f npnrraw* 19. Juni 1937, Synagoge,.Friefdberger Anlage, -—i Ra- phael Levy, Solln des! Herrn Dr. iFrit^ Leyy und Frau » '___': ■ ': ■'_iJ_:_- ■ '_• - - - -__'._■ '1___il' ^___ Reh'li' geb. Mannes pVa ni»/ Synagoge der Adaß- Jisroel, Artilleriestr. 31. — Erich, Sohn des Herrn Gustav Oppenheimer, Ffm„ Röderbergweg 32, 17. Tamus / 26. Juni Synagoge Dominikanerplatz. Vermählte: Harry Wolff, Göttingen mit Henny Wölfl geb. Stern, Salmünster-Ffm., Cernauti, Strada 11 Novembrie. . Silberne Hochzeit: Max Bien und Frau Johanna geb. Friedmann, früher Fürth, jetzt Jerusalem, Kerem Awraham, Amosstr, 18. 30. Juni 1937. 7 0. Geburtstag: A. Fabian, früher Berlin, jetzt Jerusalem, Kerem Awraham, Zephanjastr. 70. 5. Juni.-— Moritz Strauss, Oestrich (Rh.i}, 19. Juni 37. / Frankfurter Vereinskalender- Verein Mekor Chajün. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: d»J»T Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4.15 Uhr im . Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H, Mayer. — nachm. 4.i5( Uhr im!. Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin.. — 1 Stunde vor Nacht, Midrasch Herr 'Siegfried Wechsler. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fnix tjov. Herr S. Schachnowitz. —f.vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, D.T13K p», Herr R.A. 'Dr. Schlesinger, ~ vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, Kim, Herr J. Soffer. , Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal: Tttim- Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (pVw) *iaa, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, natfo, Herr R.-A- Dr. E. Posen. — abends; 7 Uhr (auch Donnerstag") im Lokal, Kl»», Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiitangen. Sonntag, 20, Juni: Ludwig Bender-Stiftung. Dienstag, 22. Juni; Adolf Dann-Stiftung. Donnerstag, 24. Juni: Eva Fxäesländer geb Strauß- Stfftung. Freitag, 25. Juni: Max Münk-Stiftung. Liwjath Chen. Sabbat naehm, 5.15 Uhr im Hörsaale Friedbergeranlagey Vortrag de» 'Üetxix S. Schabhnöwitz ühor „Jiftachs Opfer". Agudas ' Jisroel-Örtsgruppe. Thora und Miissar. Herr Rabbiner J. Hor'ovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim r*»'»nöi — Schabbos 18-19 Uhr Q'W Tfynm füt Erwachsene, — Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche, D"n fEin isd — Schabbos 11-12 Uhr für Jugendliche n*"i« yv. Herr Dozent J. TEhrentreu. vwn mit a'WlDö, Sonntag 1 Stunde vor J^Dfl, Uhlandstr. 39.1. ' Herr Rabbiner Mannes, nwia »rT, Schabbos 4 Uhr. Hans Han*dwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen am u»ö, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11, Herr B. Rachelsohn, niiia tnva Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6c' R.-A. Dr. Mj Schlesinger, täv 'öJ für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos nach Mincho Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4. (Alle anderen Sehiurim wie üblich.) Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag* den .21. Juni setzt Herr Rabbifler- Meier im Hörsaal, 8,45 Uhr, die Arbeitsgemeinschaft fort. Gebetzeiten. ... npn r\2w Freitag abend 7,45 Samstag naawn 6.35 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1,00 und 5.00 , r, Samstag Abend 9.40 Wo cheng 'ttes dienst: Hauptminjan in der Synagoge ,6.30 2. Minjan 7.30 ... ' , ', An'G'ttesdienst anschließend': Lernen des- 0'»n ipn- Vereins im Hörsaal ■■ ■ i Nachmittags 7-1-5 =,|r ,-, •! , ■,■■,< ■./'■ ,. . Tefillinlegen am. Morgen 2.55 Wochonkalender. Vom 19.—26. Juni 1937/ Vom 10.—17.Tammus 5697 Samstag Sonntag Montag Dienstag , Mittwoch 'Donnerstag : Freitag | Samstag '■';.' ■ 19 10 ' nsv' rp vbm b 20 11 Hb 21 12 ' aV Juni 22 13 ib 23 14 T> . i 24 15 ' 25 16 ")> 26 17 "r 'i pia npn i;v:;;!,'<<• ' . . ,. "i 'n! pis pVa;. % W;eirk;s;i ä;tt g::f ü r L ed er w a r e(hl; E R W S; T G R Ü N B A Ü M Kl. Eschenheimerstr. 10 » Tel. 28462 Anfertigungen Reparaturen jeder Art

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