Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 22 (3.6.1937)
- Date
- 1937-06-03
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2446951-2450961-2450982--83040-2541025- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite-2 Nr. 20__ Die Frankfiirter Woche» Per Vorstand der Israelitischen ReKgioiiSgeseHschaft. Nach 'dem'' Emde April stattgeiundenen Wahlen setzt sich der Vorstand' wie folgt zusammen: Vorsitzenden; Philipp P o s e Ii, stelly. Vors.: Simon fl[ u g d a n , j Schriftführer;. Dr. Simon ßamber g e r und stellv. Schriftführer: Dr. Salomon Goldschmi'dt. Ferner: Sieigmuad Atimamn, Dr, Salomon Ehr mann, Michael Grünebaum, Fritz Nußb'aum j Dr. Siegfried Op penh eime r, Isaac Wolff. — Als Vorisitizenider der Kommission des von Röthsphild'scheii Hospitals fungiert . nunmehr Herr Philipp Posen an Stelle des Herrn Siegfried A. Löwenthal, der dieses Amt mit großer Sachkenntnis geführt hat..— 'Nachdem Herr Felix Beifus sich für tdie Annahme der WJhl in den G em eind er a t entschieden hat, bleibt"der"lt.* Sitz im "Vorstand noch unbesetzt, so 'daß in Kürze die" Wahl eines neuen Vorstandsmitglieds vorgenommen werden dürfte. ' . Ha. Vorträge des Gemeinderabbiners. Vielfachen Wünschen entsprechend, wird Herr Gemeindeirabbiner Josef J. Horo vitz seinen Vortragszyklus statt ^am Donnerstagabend von jetzt an jeweils S o'nn tag abend ,. 8.30 Uhr, — erstmalig Sonntag, dien 6. Juni 1937 — im Hörsaal, Friedberger Anlag© .5/6, ha^ Auch Damen sind hierzu höfliehst eingeladen. Frau Johanna Stern geb. Goldschmidt jy'tf. Am Mittwoch mittag 'durcheilte unsere Gemeinde die Tranenkunde, daß Frau Johanna Stern nach langem schweren Leiden abberufen wurde, Frau Johanna Stern, die jüngste Tochter von Selig Goldschmidt t"7"Sf und die igiedchgeartete; Lebensgefährtin von Adolf Stern V"3£T/ war eine würdige Repräsentantin des hohen Adels der Goldschmidt-Stern'schen Familie und' von reichen Gaben -des Geistes und Gemütes begnadet, die .ihren Eigenwert; axismachten. In «iner Atmosphäre 'jüdischer Philanthropie, tiefer Frömmigkeit "und rejüier G'tteslurcht im fürstlichen Elternhause' herarigewachsen, wurde Johanna. Stern die ideale Iseibensigefährtin des Mannes, der in seinem Hause und in seiner tätigen Liebe zurt Kehillo all die Traktionen Selig Goldschmidts... .^"ST treulich fortsetzte. An all den Werken der Liebe für Kehillo und Klall hatte die "Frau, 'die mit: (diesem seltenen Manne Jahrzehnte in G(eist und Güte verbunden war, teil. Bei all ide,r hohen Bildung und geistigen Kultur blieb Frau Johanna Stern, getreu den Traditionen der' Familie, stets dessen eingedenk, daß n'IPtn 'fl «w tmsn und: in diesem Geiste wurden? auch die Kinder erzogen.' Nach dem Heimgang das- Gatten i hatte sich Frau Johanna Stem in ihre Häuslichkeit zurückgezogen und sie blieb im Geiste .ganz in den vom Manne gezeichneten höheren Sphären, zu denen nun ihre reine Seele'hinaufzieht. Ihr Andenken wird im Kreise ihrer Familie,, abei-.auch in den JReihen der Freunde weit über unsere Gemeinide hinaus, fortleben und' fortleuchtenv 11' 1 n"33fjh Gemeindevertretung „Israelitische Gemeinde''. Die bislang bestandene Jugendkönimassion soll. aufgegliedert werden in ein Dez er& a t für: die Jugend und ineinen Äiu^ssrcfauß, 'djer: nur> vön; Jüg endlichen gewählt ,wird.. — Nachdem dieYplks-- partei einen maßgeblichen. iKnJbiuß verlangt und diesen damit zu begründen: scneint, daß sie den grcVßten Teil der Jugend hinter sich habe, wurde' die Behandlung der Sache einstweilen einer acntgliedrigen Kommission überantwortet. — Der letzte Steuerbeschluß hat inzwischen 'die behorÄche. Genehmigung erhalten. -— Für die von der Bezirksdarlehnskasse gegebenen Kredite muß in Zukunft 'die Gemeinde auch die Haftung mitübernehmen, um die Hergabe der' Gelder zu!ermöglichen.! Zu dem 'Beschluß des : Vdrstähdesi dem-;Ker.6ft•'Hajessod RM. ißOQO-rr-i und; -dein'{ WMsy^c&% ■ 'Juden. in Deutsichland RM. 2Ö00.— zu bewilligen, reichten die-.Lüberaleiü ..eiinen Gegenantrag ein, 'demzufolge , beide, Zuschüsse sich auf RM, 1000.;— belaufen sollten. ''Dieser Ab'än^erangsantrag Wurde namens - der1' liber^en11?^ Banfedarektbfr'Ern;strf K a hin' begründet.: Der Sprecher verwies' auf die ernste, Finiahizlage der Gemeinde; es,sei ja. nicht i h r e Aufgabe, für den Landank'äuf in Palästina einzutre- D r 1 s r a e I i t ten. Der Beitrag;zu'diesen Aufgaben werde ja geleistet durch die Ermöglichuoig der Auswanderung durch Zuwendung an die Ausbildungsstätten für Jugendliche, was nachgewiesen werde durch die Etatposten der Beratungsstelle und ähnlicher Aufgabengebiete. ■ ' . ' Für .die! Völkspartei nahm Herr Dr. P o m m e - r.anz .da® Wort. Seine Freunde und er nähmen ja an der Arbeit innerhalb der Gemeindevertretung teil,, um die Gemeinde an d e r Sache teilhaben zu lassen, die'ihnen am Herzen läge. Das hieße nicht, daß die Zionisten etwa die Wichtigkeit andrer Gemeindeaufgaben verkennen. Wenn man zur Ausbildung der Auswandernden beitrage, komme man der. allgemeinen jüdischen Verantwortung für den Aufbau Erez Jiaroels nicht nach. Dieser Aufbau selber sei — wie die Gründung der Jewish Agency beweise — heute kein strittiger Punkt mehr. Es läge seinen Freunden viel daran, wenn über die Beschlüsse des Vorstands eine Einigung zustande käme, ohne daß es irgendweich.er^M^jorisieoing bedürfe. •. Im Auftrage der liberalem^Fraktion sprach sodann als zweiter Redner,Herr Dr.;,Max Mainzer. Der Appell, zum Aufbau Palästinas beizutragen, habe' an die1 einzelnen Gemeindeimitgliedef zu ergehen, Im übrigen habe doch 'die Leitung der Gemeinde seinerzeit den Aufruf der Jewish Agency an erster Stelle mitunterschrieben. Nur aus der Verantwortung für die Finanzgebarung der Gemeinde habe 'die liberale Fraktion sich entschlossen, zu beantragen, die beiden Zuschüsse auf je RM. 1000.— zu reduzieren, Den Beitrag gänzlich zu streichen, habe man nicht für richtig gehalten, um den Appell au© andern Kreisen der Gemeinde' nicht, umgehört verhallen zu lassen. Herr Dr. Ernst-Fr eim an n sprach — wie im Vorjahr« — für .die Konservativen aus, daß eis hier weniger um Ziffern ginge, als um Prinzipien. Es gäbe außerhalb der Jewish Agency Kreise, die religiöse Bedenken hätten geigen eine Unterstützung des Keren Hajessod. — Die dann folgende Abstimmung ergab interessanterweise eine Annahme des Vorstandsantrageisi mit 16 r 15 .Stimmen. Dagegen stimmten geschlossen die Liberalen. — Sollte die Unterstützung, die die-Konservativen dem Zionisten in diesem Falle haben amgedeihen lassen, -— trotz der unzweideutigen Ausführungen des Fraktionsrednens, — auf ein engeres Zusammenarbeiten dieser beiden Gruppen in Zukunft schließen lassen? Ha. Stiftung einer Schulbibliothek. Im Anschluß an eine gegemwartskundliche Unterrichtsstunde, zu der sich -die Schülerinnen und Schüler der neuen jüdischen Bezirksschule Bad Nauheim versammelt hatten, übergab Hans A. Feibe'Imann, Frankfurt a. M., im Auftrage des Jüdischen Zentral-Vereins der Schule eine fast hundert Bände umfassende Bücherei jüdischer Werke. In dieser .Schule, seit Beginn 'dieses Jahres in den Räumen der früheren Israelitischeii Kinderheilstätte eingerichtet, werden täglich etwa_ 170 Kinder unterrichtet. Ueber 60 Kinder wohnen im Internat der Schule. Der Unterricht wird mach dem allgemeinem Volksschullehrplan erteilt; besonderer Wert wird auf eine gediegene Ausbildung in Englisch und Hebräisch gelegt. Im neunten Schuljahr haben die Mädchen Gelegenheit zu haus'wirtschaftlicher Ausbildung, die! i Jungen zur Erlemunig des Gartenbaues. In den luftjgem, hellem Räumern und in den großen Gartenumd Grünanlagen erleben die Kinder eine Zeit, in der sie unter umsichtiger, gütiger Leitung zu aufrechten Menschen und bewußten Juden erzogen werden. Sanitätsrat Dr. Ettlinger, Frankfurt a. M., 75 Jahre alt Am 23. Mai wurde der stellvertretende Vorsitzemde der Israelitischen Gemeinde im Frankfurt a. M., Samitätsrat Dr. Albert Ettlingen, 75 Jahre alt. Er hat. sich um das jüdische Lebern in Frankfurt große Verdienste erworben. Als Vorsitzender der Wohl-;fajM:t$pflege undvd^r, ihr, ..ängescfelo^sejne^ Jüdikchen 'Winterhilfe sowie in seiner Ei^e-nsth'aftM als Vofsit- >e^^r"4es(.; Jndisrcliieai. Kulturbundes Rhe^in-Main hat er für 'die .'Entwicklung des jüdischen sozialen Kul- •iurlebens': viel getali. Außerdem ' ist' lft Vorsitzender des -S'chulraJtes '"ünid aäa -zahlreichen5 Institutionen ' der .Gem.ei!lide. und Stiftupgen tätige: An..der'Einrichtung von Förtbiidungskursen für jüdische - Aerzte war er maßgebend beteiligt. _ 21. Mai 1937 Familien-Nachrichten. B a r m i z w o t h; Helmut Honig, Isr. Waisenanstalt, Ffm., Röderbergweig 87. 12. Juni 1937. nip naw — Erich Awrohom, Sohn des Herrn' Martin Friedlaemder. und Frau Frieda geb. Herzog, Breslau 5, •Gartensitr, 3, 19. Juni 1937. nj?n nxff ^— Josef, Sohn des Herrn Bibliothekars Dr. Tobias Jakobovits und Frau Bertha gab. Petuehowski, Prag, Maislova 18. 12. Juni 1937. mj? nae?. Altneusynagoge. 8 0. Geburtstag: Herr Max Heilbromn, Ffm., Hanauerlandstr. 89. 8. Juni 1937. Gestorben: Frau Sabyme Mühlgay aus Fürth fBayerni), 64 Jahre, Ffm., Ruokertstr. 57. l'iStmi 1937. Frankfurter Vereinskalender. Verein Afekor Chajim. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: D'j'T Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4.15 Uhr im VereinslökaL Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. — nachm. 4.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin.. — 1 Stunde vor Nacht, Midrasch Herr..Rabb. H. Mayer. (Alles andere wie üblich.) Jahrzeüsstiftangeni Schabbos, 5. Juni: Susanne Marburger-Stiftung. Sonntag, 6. Juni: Rektor Benjamin Falk-Stiftung. Montag, 7. Juni: Liebmann Stern-Stiftung. Mittwoch, 9. Juni: Jetta Kallmanai geb. Moses-Stiftg. Donnerstag, 10. Juni; Joseph Erlanger, Luzern-Stiftg;. Freitag, 11. Juni: Leopold Wallersteim-Stiftung, Liwjath Chen. Der Vortrag fällt diesen. Sabbat aus. Agudas Jisroel-Ortsgruppe, Tbora und M«ssar, Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5. Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim T-y kim — Schabbos 18-19 Uhr D'i»' nV'oa für Erwachsene. — Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche, n«n ^an-iso — Schabbos " 11-12 Uhr für Jugendliche f!"!K J?*». ' l{. Herr Dozent J. Ehrentreu, oain mit D'E?nsa, Sonntag 1 Stunde vor rim» rbsn, Uhlaiidstr. 39.1. Herr Rabbiner Mannes, 'ftWß Tn, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen avn nisa, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacber Allee-11. Herr B. Rachelsohn, mvw nivn Dienstag 20.30 Uhr,; Sandweg 6 c.1 . R.-A. Dr. M. Schlesinger, naw 'na für1 Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos nach,( Mincho Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4. Herr J- Sbfer, »nv *p, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, I. Herr Rabb. Feuerwerger, (f. Jug'endl.), Sonntag 20-30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, T*y mm. Agadische Abhandlungen aus nra« naoa. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, «rs» Kaa, Fichtestr. 5. ,; ,; i Herr'Zuntz, nwn mw, Sonritag nach nnnw', Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Herr Isidor" Weiß jeden Tag von 14-15Uhr für Jugendliche T" 9~v. Der Schiur vor rr>mv unter Leitung des Herrn Zuntz (n:w 'na) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der L R. Gstatti o Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag den 7. Juni setzt Herr Rabbiner Meier im Hörsaal, 8.45 Uhr, die Arbeitsgemeinschaft fort. Gebetzeiten. :,. "]b nbw nnip Freitag abend 7.45 Samstag naawn 6.35 Samstag .morg. 7.45 .Predigt Samstag" nachm. 1.0.Ö;.und. 5.00!Sämstag.)Äbend 9.30' " ' , ' .....,j Wocheng 'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 2.-Minjah!:7.30; An G'ttesdienstanschließend: Lernen des^n "ipa- »Vereins.im Hörsaalj . Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3.00 Sabbat-Anfangun , rhv flas» ang O r.t Frankfurt am Main Berlin . München Köln;• : Stuttgart :::!" Breslau '. Nürnberg Hamburg Würzburg Anfang Uhr | Min.1' M Datum Ausgang XJhr'1;Sfiü. 7 ,45^ 5. 9 ,.30 j. 7 30 Juni, 9 21 1 7 i 15 '9. 01 7 45il o? fi:fi;.;..;9 '40* ':!T' '■■) i -;W i:!,;'!' ,;>An, s,';-9 20 ".. .7 . 30 i ]VV •li^. l56: 7' 30 rsnn 9!; 12; 8 00 9 49 .7 15 9 25 Auswanderer! Betten-Reinigen. SCHONFELD Steppdecken, sowie Umarbeitung Reineckstr. 13 Tel. 25330 Ein Inserat im Israelit hat Erfolg £\^?£H?r^ E« ^uaiMnlaSlMS Goethe Str. £. o sehr preiswert n Duo Ii i1900 m fiber Neer II HII\ II ' Spmmerparadies der Schweiz HO Bergstrahdbad METROPOL B. LEVIN RAGUSA (Dubrovnlk) Jugosl. Restaur. Bleier *1 tf? D Ganzes Jahr geöffnet Hotel Kauf ntann Bail Brückenau Ruhiger; u;: angenehm; Aufenthalt T e 1 ef o n 2 1-8 Stahlbad König i. Odenwald Kind,<?r-Erholmig«stätte Hedv Kahn bietet bei gut. streng rit. Verpfleg, indtv. Betreuung schönsten Ferienaufenthalt baldige Anmeldung erwünscht. Hotel-Restauranl HIEGtHTLICH Amsterdam "WSsd. Zandtoort-Bad N. Hoogstr. ^Sl&mtf Zeestraät 36-38 9-11.T.44133 ^^g^ Tel. 392 Hotel-CJntscheine werden auch bei uns angenommen. Beste gepfl. Küche, auch •Iii; Diät, modern Gomfort. Familienpension BIER n D Nordseebad - Zandvoort Kostverlprenstr. 6 Fließ. Wasser in all. Räumen, ausgezeichn. Verpfl., da eig. Fleischerei m. Rabb.-Aufs. Reisegatscheine werden: angenommen. Bad Kudowa VILLA LOWY Tel. 249 Arztlich geleitet (Dr. Triest).