Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 18 (7.5.1937)
- Date
- 1937-05-07
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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7. Mai 1937 Oer Israelit ■Nr. 18 Seite 11 Personalien. Amtseiniührung des neuen Bezirksrabbiners, Jebenhausen, 2. Mai. In Verbindung mit dem Freataigabemd-G'ttes'dienst wur<Je am jünigstea Sabbat Beizirksrabbainer Herr Gerhard Frank in s>em neues Amt eingeweiht. Unter den Klängen des Mab Taüwo, gesungen von dem gutgeschulten Synagogenohor unter Leitung des Herrn Nattali Rei c h enb er ger v wurde der*neue Faw von Mitgliedern der Kultusverwalturig und Gemeindebeamteai an seinen Platz geführt. Darauf hielt in Vertretung .des ersten Vorstandes, Herrn Julius Krämer, der «in eifriger Verfechter der Wiederbesetzüng des. Bezirksrabbinates war, Herr Gustav G e r s 11 e >die Begrüßungsrede. Er rief im Namen der ganzen Gemeinde und im Auftrage des Bezirkes dem neugewählteri Rabbioer ein herzliches Boruch Haboli zu und dankte vor allem dier Gemeinde Ichenhausen, allen Vorständen des Bezirkes und namentlich td'em Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden, daß sie sich alle einmütig für die Wiederbesetzung de® Bezirksra'bbirnateiS eingesetzt und. damit ermöglicht haben, Herrn Rabbiner Gerhard Frank, Sohn des Oberlehrer® Herrn Salomon Frank aus Ichenhauiaen, nach Idhenhausen zu berufen . Redner streifte die verschiedenen Aufgaben des Rabbiners, insbesondere die der Erziehung unserer Jugend, die einen zielbewußteil Führer -braucht, um als treue Jehudim in der heutigen bewegten Zeit bestehen zu können. Herr Rabbiner iF ra a k dankte für die herzliche Begrüßung. Er sei glücklieh, daß es ihm vergönnt sei, gerade in seiner Heimatgeomeinde das Wort G'ttes zu verkünden ' und an 'die Spitze einer Gemeinde gestellt zu werden, die keine innere Zersplitterung und Zerrissenheiten kennt und schon von jeher auf dem Boden des traditionellen Judentums steht und stets für das Sinadjudentttm Opfer zu bringen wußte. Herr Rabbiner Frank entfaltete sodann sein Arbeitsprogramm nach den Worten dter Weisen: ""^yi "lton £sn nnxn. Er hofft, dadurch ein harmonisches Zusammenarbeiten mit der Gemeinde und dem Bezirk verwirklichen zu können. Möge es dem jungen Rabbiner vergönnt sein, m. G. H. ein treuer geistiger Berater der Gemeinde und ein vorbildlicher Meister unserer Jugend zu werden. L. Schw. Die Frankfurter Woche. Für Schmitto. Sonntag nachmittag nach Mincho hält in dar Synagoge Friedberger Anlage Herr Gemeinderabbiner Jos. Horovitz eine Ansprache über das Schmitto.gebot in Er-ez Israel. Die Bestattung von Direktor Dr. Elias Fink S"xt- Zur'Bestattung von Direktor Dr. Elia® Fink fand sich am Freitag Vormittag eine so zahlreiche Trauergemeinde afif dem Friedhof der Israelitischen Religionsgesellschaft ein, daß si© die Halle kaum fassen konnte. An der Bahre sprach zuerst Herr Gemeinde* rabbiner Jos. Horovitz von der Persönlichkeit und den Verdiensten Dr. Finks an Hand einer Talmudstelle und forderte die Schüler des Heinigegan^ genen allüberall auf, dessen Lebensarbeit durch ihre Tat noch weiter zu O'Splrt» n«n auszugestalten. Für Schule . und Lehrerkollegium sprach Herr Studiendirektor Dr. Elia®. Er gab eine kurzgedrängte Charakteristik des Lehrers und Gelehrten und erinnerte ain seine Re.de bei ider jüngsten .Schlußfeier 'der Schumi die Abschied und letztes Ver* mächfcnis werden sollte. Es sei kein Zufall gewesen, daß der Heimgegangene gerade Mathematik als Hauptfach wählte. Sein ganzes Leben und Tun war ein pawm \>°* »vor dem König der Könige." Zuletzt überbrachte Prof. Werner die Grüße der Is r a e Ii 11 s c k e n Wais e n an s t al i auf * dem Röderbergweg. Zwanzig Jahre hindurch gehörte der Heimgegangene dem Vorstande an, und es waren gerade die schwersten Jahre, in denen er, dem Titel nach wohl als zweiter Vorsitzender, in Wahrheit aber als Seele der Verwaltung mit der ihm eigenen Tre-ue um das körperliche und geistige Wohl der Waisen besorgt' war. Infolge des W9 wurde von weiteren Reden abgesehen. Aus der Beteiligung und der innigen Teilnahme konnte man noch einmal deutlich ersehen, was Direktor Dr. Fink Generationen von Schülern bedeutet hat und in der liebevollen Erinnerung noch alle» 2e»t bedeuten wird. . rT3"iJn Vortrags-Zyklus des Herrn Gemeinderabbiners. Herr Gemeinderabbiner Josef J. Horovitz hält jeweils am Donnerstagabend 8.45 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage 5/6 während der Dauer des Sommerhalbjahres einen Zyklus von . Vorträgen über „Jüdische Welt- und Lebensanschauung", Zum Andenken an Meier Bing ^"37* Am Montag,- den 15. Ijar, rundete sich ein volles Jahrzehnt seit 'dem Heimgang des unvergeßlichen Meier Bing. Meier Bing wird innerhalb der Frankfurter Gemeinde und im Kreise seiner zahlreichen Freunde unvergessen bleiben. Ein Mann von unentwegter hkt und einem aus starkem rnaa kommendem unverwüstlichen Humor, war er der Typ eines wirrt» ainsi oipn!? Inns Von seinem Elternhause, wo berühmte Männer •der früheren Generation, u. a. Israel Salanter, verkehrt haben, brachte er die Atmosphäre der heiteren Glaubenstreue auf seine Zeit mit, die sich auf alle übertrug, 'die mit ihm in Berührung -kamen. Möge «•ein f"TD7 der. Gattin, einer Tochter des alten Fuldaer Raw, Dr. Cahn ^"Si, die bei ihren Kindern in Erez Israel lebt, und den Kindern selbst, die überall, wo sie sind, im1. Geiste des Vaters sich bewähren, beistehen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim, Schabbos 1 Stunde vor Nacht, Maidrasch, Herr Moses Oelbaum. (Alles andere wie üblich.) Liwjath Chen. Sabbat nach Mincho (5.15 Uhr) im Hörsaale Friedberger Anlage> Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über; „Jowal und Schmitto" (zu den Teilungsplänen •in Palästina). Aguda& Jisroel-Örtsgroppe. ' Thora und Mussar. (Alle Schiurim wie üblich.) Agudistische Frauen-Ortsgruppe, Am Montag, den 10. Mai, 8.45 Uhr, findet im Hörsaal die Arbeitsgemeinschaft des Herrn Rabbiner Meier über „Einführung in die Idee der Sabbat« Vorschriften statt. Ferner findet Montag von 8—9 Uhr in der Kaitzlei der Kursus von Frau Dn Loewenthal über „Chumisch mit Rascbi", Mittwoch von 8—9 Uhr ebenda der Kursus von Frau Dr. Posen über „Schwierige Stücke aus Tnach" statt. Gebetzeiten. >npna inn nnw Freitag abend 7.15 Samstag naawn 6.35 Samstag morg. 7 45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 8.45 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in d .r Synaioge 6.30 2- Minjän 7.30 An G'ttesdienst anschließend: Lernen des DMn ipa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 7 15 Tefillinlegen am Morgen 3.45 Die Novelle „Unter, dem Baum" wird wegen Platzmangels erst in nächster Nummer fortgesetzt. Familien-Nachrichten. geb. Sitzmann, Gestorben Mittelsinn (Ufr.). Frau Lilli Marx 14. April 1937. Letzte Nachrichten. Jacob RoSenhej'm im Colonial Office. London, 7. Mai. Der Präsident der Weltorganisation der Agudas Jisroel, Jacob Rosenheim, wurde, nach einer ITA=Meldung vom 7. Mai, im Koloaien-Ministeriiim empfangen) wo ihm Gelegenheit geboten war, seine Meinung und den Standpunkt der Orthodoxie zu den neuesten Entwicklungen in Palästina zu äußern. Am 9. Mai' wind in London eine Religiöse Konferenz der englischen Judenheit den Auftakt zum 25jährigen Jubilä-um der Agudas- J i i9 r o e 1 bilden, an der zahlreiche geistliche und weltliche Führer »des jüdischen Englands teilnehmen werden. Auf einem Bankett zu Ehren des Präsidenten der Organisation, Jacob Ros«nh«im, werden u. a. Chiefrab hi Dr. Hertz, d-er Präsident. das Board of Deputies, L a s k i, der Abgeordnete Sir George Jones und der tschechoslovakische Gesandte Ansprachen halten. Unter den zahlreichen Kundgebungen führender Persönlichkeiten an die Agudas Jisroel befindet sich eine besonders warm gehaltene Botschaft des Bischofs von Durham. (ITA.) FRANKFURTS HANDWERKu.EINZELHA] II II I I II I I III ]WM\ Autof ahrschale Wo lern' ich Auto fahren? 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