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Der Israelit · 1937-04-29 · Heft 17 (29.4.1937) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 17 (29.4.1937)
Date
1937-04-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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führte sie: eine Harfe. Das erinnert an. den kö nighchen Sänger-David, von dem die Abarbanels abstammten. Der kleine Isak warein sehr, ge weckter und kluger Knabe, dabei/ fleißig und aufmerksam. Das Lernen fiel ihm leicht, und bald hatte er sich große Kenntnisse in Bibel, Talmud und anderen Wissenschaften erworben. Als Jüngling herangewachsen, wollte er nicht nur lernen, sondern auch lehren. Er hielt Vorträge und. schrieb schone und tiefsinnige Erklärungen (Kommentare) zu unseren heiligen Büchern. ' Aber auch ein kluger und tüchtiger Geschäftsmann ist er gewesen, und oft^half er seinen Brüdern, die in Not gekommen waren. Eines Tages wurde er zum König Alphons V, gerufen; darüber war er nicht wenig erstaunt. ■ Dem König fehlte ein tüchtiger Finanzminister. Was das ist? - Ihr wißt doch wohl: eine jede Familie hat Einnahmerrsiöiig,. um ihre Ausgaben zu bestreiten. Der Staat ist eine große Familie, hat große Ausgaben, Um diese zu decken, erhebt er Steuern. JLfnd wenn der Staat nicht genug Einnahmen" •hat) kann er nicht leben. Der Mann nun> der dafür zu sorgen hat, Einnahmen und Ausgäben in Ordnung zu halten, ist der Finanzminister. f In der Staatskasse sah es nun sehr traurig aus, viele Ausgäben, aber keine Einnahmen. ' Der König fragte nun Abarbanel, ob er imstande sei, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Abarbanel sagte zu, und der König, er-. nannte ihn zum Firiarizminister. Bald war alles in Ordnung, und König und Volk ehrten und achteten ihn. Bis zu seinem 45. Lebensjahre l war Abarbanel am Hofe des Königs; da trat eine Wenein. ■ Der König Alphons V. starb. Sein Nachfolger war ein mißtrauischer und roher Mensch. Er ließ die Ratgeber seines Vaters absetzen und hinrichten. Auch Abarbanel wurde beim iCönig verleumdet. Aber rechtzeitig, gewarnt, floh er über die Grenze nach Spanien. Sein großes Vermögen; mußte er zurücklassen, das konnte der König gut gebrauchen. Sein Ruf war ihm vorausgegangen, und überall fand er' freundliche Aufnahme und Beistand/ . Nun frei von Stäatsgeschäften, setzte er. sich wieder an unsere heiligen Bücher, lernte -und schrieb. "• •" ■ [ ' . v' :'~- Der König Ferdinand hatte von ihm gehört, und..eines Tages würde Abarbanel wieder an den Hof gerufen. . Wieder waren es die Finanzen des Staates! die er in Ordnung bringen sollte. Abarbanel ging mit Eifer an die Arbeit, und der König war froh, einen solch-tüchtigen Und klugen; Mann gefunden zu haben, auf den er sich verlassen konnte. Emka. (Fortsetzung folgt.) , >'J;';v"; Wie. entstehen „Der Große"-tmä" „Der Kleine Israelit"* - "t , - Allwöchentlich kommt „Der .Große Israelit'^ pünktlich zu euch und alle vier Wochen mit:: ihm „Der Kleine". Habt ihr auch schon einmal, darüber nachgedacht, liebe Kinder, wie solch eine Zeitung entsteht? Wißt ihr, daß die Herstellung derselben, viel Arbeit erfordert? . \ - Wie in einem großen Bienenstock summt und surrt das Leben und Treiben in so einer Zeitungsdruckerei. Und wie entsteht nun die Zeitung? . / -; Begeben wir uns zuerst in das Redaktionszimmer.. Hier sitzt ein Mann, dessen Name wohl fast alle von euch sehen oft gehört haben. Es ist Herr Schachnowitz, der Chefredakteur des „Israelit", Er sitzt vor seinem Schreibtisch, auf welchem viele Zeitungen, Bücher und Papierblätter liegen. Wir wollen ihn in seiner Arbeit nicht stören, denn an Arbeit fehlt es ihm nie. ' * ~<r* /i %P*ä ■ ■;< ■*^Si An der Setzmaschine - Er liest. Ab und zu streicht er mit der Feder einige Worte aus oder ersetzt sie durch andere Ausdrücke. Die Blätter, die vom Redakteur gelesen und verbessert werden, heißen „Manuskripte". Sie werden nach dieser Durchsicht sofort in die Setzerei-getragen. Auf diesen Manuskripten steht alles das, was wir darid später in der .Zeitung lesen. Die Nachrichten kommen aus der ganzen Welt zusammen. Sehr eilige Mitteilungen werden direkt telefonisch an die Redaktion gegeben. . Der Schreibtisch ist nach Durchsicht der Manuskripte etwas leerer geworden. Herr, Schachnowitz greift, zur Feder. Der Leitartikel der Zeitung entsteht;, und wovon .bändelt er? Alle wichtigen Ereignisse der Woche werden inkunstgerechter Form darin zusammengestellt. Kehren wir jetzt zu unseren Manuskripten zurück, Sie sind in der Setzerei angelangt. Dort gibt es heute bei den Zeitungen kein mühseliges

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