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Der Israelit · 1937-04-29 · Heft 17 (29.4.1937) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 17 (29.4.1937)
Date
1937-04-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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29. April 1937 Erscheint monatlich 18. Ijar 5697;:; .. /i»K Auf Nissan, den Monat der Befreiungsfeäer, folgt ein stiller Monat, dem die Sefirahzeit ihr Gepräge aufdrückt. Leidvolle Ereignisse haben der Omerzeit ihren Trauercharakter gegeben, so das Sterben der Schüler des berühmten Tannaiten R. Akiba, als viele Tausende junger Thor agelehrter durch eine seuchenartige Krankheit hingerafft wurden, weil sie sich gegenseitig nicht geehrt hatten, neidischen Auges aufeinander gewesen waren, dann das unsagbare Leid, .das ein Jahrtausend später im Jahre V'Y'T\"T\ über unsere Ahnen hereinbrach. So zählen wir an den Frühlingsabenden und begehen zugleich das Gedächtnis all derer; rWttj? VlOötf ,ütpn. Wir zählen, um mit den Worten von S. R. Hirsch zu sprechen, die Wochen, in welchen Israel von Mizrajim zum Sinai gewandert und am Schilfmeere, am Bitterbrunnen, bei Manna und Wachteln, am Haderfels und unterm Amaleksschwert die immer nahe Wundermacht G'ttes — aber auch die eigene Ohnmacht, den eigenen Ungehorsam und .den eigenen Kleinmut erfuhr, der immer noch zweifelnd fragte, ob wohl, G'tt bei uns ist oder nicht? Diese sieben Wochen waren es vor allem, in welchen Israel auch nach Jahrtausenden stets die höchsten Prüflingen zu bestehen hatte, so oft es das Banner seines Gesetzes verloren hatte und erst wieder durch die Wüste — zum Sinai wandern sollte. Von der Nacht ab, in "welcher dereinst die erste Sichel auf eigenem Boden und eigenem Acker über das Getreide geschwungen wurde,' zählen wir Tage und Wochen bis zum Feste unserer Gesetzgebung, an dem wir die Thora empfangen haben, das Gut, welches unserer Freiheit und Selbständigkeit, unserem Land und Boden, unseren Aeckern und .Feldern erst den wahren Wert und die eigentliche Bedeutung gibt. Zum Ausdruck der öffentlichen Trauer ist in diesen Tagen das Abhalten von Höchzeitsfeiern und das Haarschneiden verboten. Nur der 18. Ijar *)öST2 y/X?> an dem das Sterben, das unter den Schülern Rabbi Akibas wütete, ^ufhörte, bildet eine Unterbrechung. Für ihn sind die Trauerverschriften aufgehoben, auch das Tachanungebet fällt aus. In Erez Israel und-'in Osteuropa feiern die Schulen^ Lag b'Omer durch festliche Veranstaltungen. ->w 1'"Wari n^Stfl über deren Bedeutung wir schon in der Marcheschwan-Numme<r_uns unterhalten haben, werden in der ersten Hälfte des Monats begangen. — O. Isak Abarbanel. Liebe Kinder, ich bin auf den Gedanken gekommen, Euch von Zeit zu Zeit von großen Männern unseres Volkes zu erzählen, die in Tagen lebten, die weit hinter uns Hegen. Und wir können stolz darauf sein, daß so viele und große Männer aus unserem Volke hervorgegangen sind. Müßt aber nicht glauben, daß dies Männer gewesen sind, die siegreich das Schwert führen konnten. Nein, dazu waren diese Menschen nicht geschaffen. Was wir ihnen zu danken haben, ist etwas ganz anderes. Wir Werdens hören. Der Mann, von dem ich euch heute erzählen will, heißt Isak Abarbanel, Isak Abarbanel wurde im Jahre 1437 in Lissabon geboren. Also, wie ihr leicht ausrechnen könnt, vor 500 Jahren, und darum wird in diesem. Jahre in allen jüdischen Zeitungen viel über ihn geschrieben. Und darum muß auch der „Kleine Israelit" seiner gedenken. Die Familie Abarbanel war bei Juden und Nichtjuden sehr geehrt und sehr' angesehen. In ihrem Wappen

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