Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 14 (8.4.1937)
- Date
- 1937-04-08
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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:Äg|jMli^ D^r«,- r-^ivi|::M-*iÄ-vi-4^.t.^ Nr. 14 . Seite IS Die Ääittkf ti^v^^(iiä^£% jVloses Schnerb ^»st und der Synagogeiueior der IRG. Die .Würdigung.. ,des: heimgegangenen: Moses Sehne rb;:>*?;, (in- Nr., 1,1 des; „Israelit") ruft Erinnerungett waei an Glanzzeiten unserer Gemeinde, mit unserer „Alten Schul" in der Schützenstraße enö verbunden sind. "Ausgestattet; mit reichem Thorawissen und einer außergewöhnlichen o»a«? ri«T und pfaih Mias, 'aufgeschIoss4n~'für;:älles Schöngeistige, für< Wissenschaft und Kunst,'\'ü^:^^hm''öach.-dem Tode-^es Chorgrunders Japhöi'der . damals noch nicht 3Öjährige Moses Schnerb. , ehrenamtlich die Leitung Hes .-Synagogenchores der-^lKG. Hier fand er Gelegenheit,'seinem Ideal, G'tt'in Schönheit ,zü dienen und seinem aus tiefster Seele quellenden* Bekenntnis dest ' 'Vp m IfllJSi Ausdruck zu. geben. Der in seinem Numismat;ker*Berüfevielbeschäftigte Kaufmann,.; versamixtelte in seinen freien Abendstunden seine Choristen um sich, und hier schlang sich riun ein Freündschaftsband um sie alle, welches es;ermöglichte, daß Moses Schnerb SriiT den Synagogenchor zu einer damals nicht erahnten Höhe brachte. Mit einer tiefen Liebe und Verehrung hingen alle :Choristen,- Knaben; und Herren, an ihrem Dirigenten, und die vielen/ Besuche und anhänglichen-Briefe, die Moses Schnerb V~*r in späteren Jahren bis zuletzt :yort: seinen Sängern erhielt, zeugen dayon, wie sehr, sieihm diese Liebe und Verehrung, bewahrten* Sein liebenswürdiges Wesen und sein geistvoller Humor zog sie alle an. Und doch : konnte er streng, und unnachgiebig, sein, wenn es-, sichln den Proben.darum, handelte, ,diesen oder jenen Passus oder eine etwas schwierige, Fuge rein .und , sauber herauszubringen. Es verletzte nicht nur sein Ohr, es verletzte, seine Seele, wenn nur ein kleiner Ton sich; nicht. sauber in die Harmonie; des Chorgesanges einfügte. Das wußten seine länger, und sie setzten ihren Stolz hinejny ihren Dirigenten zu befriedigen.. Und wie .stolz,. w.aren, sie erst,. wenn ihr Dirigent ihnen des öfteren eigene Kompositionen zur Einstudierurig vorlegte. Erkannten sie döch sofort die eigene Schönheit* dieser Gesänge. Die Synthese seiner aufrichtigen Frömmigkeit .{und-, seiner reinen Musikalität und das Erbe von seinem '.gleichfalls als Komponist bekannten Vater Godchaux, Schnerb ^~S| in. Merzig ließen Kompositionen entstehen, die bald die Herzen jder Hörer eroberten und die schnell über Frankfurts Grenzen hinaus, auch im Ausland, ihren Eingang in die Synagogen fanden.: Kaum ein synagogaler Gesang aus der nas?" und 3it5 öl* ^Liturgie, dem Moses Schnerb '■"xi nicht seine . eigene Melodie und ihm angepaßte Harmonie gab. Hinzu kamen die vielen Gelegenheitskompositionen, wie ras? b?V? mn*?at» Traugesänge (n"3p ni>sran. und yat?' mnöV j, ein zum 50 jährigen Dienstjürjiläum Julius Fries'lähders Wf komponierter Iiaia ü. y:. a. Und wer" könnte sich nicht erinnern an dieherrlichen Klänge des musikalisch so geschickt zusammengestellten. Jahres-' Vw für min rinnt»? { WahVlich, wirschulden dieser harmonischen Persönlichkeit, die uns so viel von ihrer Harmonie gab, vielen Dank, Und wir wüßten; keinen schöneren Dank und keine größere Ehre, die wir seinem Andenken zollen .können, als seine in den letzten Jahren etwas vernachlässigten- Gesänge erneut aufzunehmen, und zu Gehör zu bringen./ Ein Denkmal hat Möses Schnerb Vst . sich -. s e 1 b s t gesetzt; es ist an uns, es zu erhalten. ■ , >-; rv-axan Jüdisches Lehrhäus. Man. schreibt . uns: „Der Arbeitsplan für den Frühjahrälehrgang des Jüdischen Lehrhauses Frankfurt a. Mv ist erschienen und kann in allen Voryerkaufsstellen unentgeltlich bezogen werden. Wir weisen heute besonders auf den Einleitungsäbend-5 am"'-17> April;2t'- Uhr,r Unte'rliridä# 21, hin. iMartin B ub er wird ein Wort ah, die jütische- Jugend richten.l Eintritt! '50 Pfg. Jugendliche können Karten, für 10 Pfg. nur im Vorverkauf beim Heimwart des Jugendheims erhalten". . Benefizkonzert zu; Gunsten des Orchesters .! der Kulturbünde. .. . Dieses Konzert, das zugleich das letzte der Spielzeit war, wurdet -von- G'enWkliafü'sikdirektpr Prof.' 'Jul. Prüwer mit dem Cpncerto grosSö yön Eraest ßlbch wir haben über das'Werk" erst, kürzlich' ah dieser Stelle gesprochen) eingeleitet. Paula . S äTo m o n' (tindbe'rgji, die hervörrageride Altistin, sang' mit ihrer Prachtvollen und gepflegten' Stin\me und.' mit vollen-' det er Vortragskunst'; tU -ä.t'das; berührnte : Ariosb 1 von Händel, ' dj0 Arie-'defs'* Orpheus aü&yGlückä;jÖrp'heus und Eürydike'': u." a?-'m.," :^tü ~diM: Or, cbester. ifeff'2 liehst begleitet.- Es folgten in Teinsra^ jung drei"Älavig'ch'e '•-Tätt'fe;Vöä>?.I>v'br^i. Tsefiaikowskys gerühmte Stf eicherser^riade =■ würde^' vohj ^iclJardf VrP. (dem zweiten Kapellmeister/de,?'yr^pe^etts)1 init'1 viel ''V&vM&%m(ii »Tömperamant ai$s'|e^'eu^t.'.<^Den> Beschlußv bildete Aeme1' zügige ' 'Wiedergäbe ten ungarischen Rapsodie von Liszt. Zusammenlas* send kann über die abgelaufene Spielzeit gesagt ^erden, daß die Ro^i^^^it'^ den neuen L.ei- und ganz erfüllt wurden. Prüwer hat es, kraft seiner überragenflen... musikalischen 'Persönlichkeit verstan« den/ k'as i^m lmt0st^l)i& 'Orchester zu einem künstlerisch, rhochs^hehden Klangkörper zu erziehen, der auch den schwierigsten Anforderungen gerecht würde. Es bleibt; zu hoff.en un-d zu wünschen, daß trotz der schweren Zeit dieses,Orchester, das aus dem jüdischen Kulturleben nicht mehr wegzudenken ist, . auch weiterhin erhalten bleibt. Im.vorletzten, Orchesterkonzert hatte sich Generalmusikdirektor Prof. . Julius Prü w e r , keine leichte Aufgabe, gestellt. Es zeugt 'für dak ^Vertrauen, das Prüw.er in das von ihm betreute Orchester setzt, daß er? an diesem Abend ein. anspruchsvolles Programm zur Durchführung, brachte. Einleitend die Ouvertüre zur „Schönen Melusine" von Mendelssohn, die in dem (Reize-ihrer Romantik aufleuchtete. Es . folgte Beet« hovens einziges und' einzigartiges Violinkonzert in d-dur ppi- 61. Es wurde gespielt von Konzertmeister Ernst Druc k er. Wir. müssen dem Künstler bescheinigen, daß die Interpretation und geistige Ausdeutung des Werkes, die er demselben angedeihen ließ, ein sehr beachtliches Niveau aufwies. Es war eine Leistung des Solisten, die unbedingt zum Respekt herausfordert. Es. folgte zum Schluß die' Sinfonie Nr. 7 in c=dür von. Franz Schubert. Diese Sinfonie von Robert Schümann als di© Sinfonie mit der himmlischen Länge bezeichnet, erfuhr, in allen ihren Teilen, durch' Prüwer , eine, stilgerechte und liehevplie Interpretation. Das\ Orchester erreichte, an., diesem Ahend wieder eihmar ein hohes, künstlerisches Niveau. Alfred Kahn. Du erwartest Leistungen vom Keren Hajischuw? Der Keren Hajischüw erwartet Leistungen von Dir! Palästina-Centrale der flgodas Jisroel Frankfurt am Main Postscheck-Konto Ffm. Nr. 5 39 00 Altersjubiläum. . Frau Klara Neumann, Gattin des vor' einem Jahre heimgegangenen Salomon Neumann begeht am 9. AprÜ ihren 75jährigen Geburtstag. Wir wünschen der rüstigen Greisin, die sich durch from=. men Wandel und wohltätigen Sinn, auszeichnet, einen weiteren Lebensabend in Frieden und Freude.. «rwa» . Erholungsheim Baden-Baden. Am 24. März 1937, gerade vor den Festtagen, fand die Mitgliederversammlung des Erholungsheims für Israelitische Frauen Baden-iBaden E. V. in Frankfurt a. M. statt. Der Jahresbericht erwies, daß im Vorjahre der Besuch des Heims noch stärker war, als; in den vorangegangenen Jahren. Das Heim wird seinen Betrieb am 28. April wieder, eröffnen. Anmeldungen .sind, wie bisher^ an Frau R. Cohn,, hier, Pfingstweidstfäße 4, evtl. auch an die Adresse des Heims, BadenrBäden, Werderstraßje 24, zu richten, worauf ■die Äufnahmepapiere alsbald zugesandt werden. Der ärztlicheyBerichV. über das vergangene Jahr lautet durchaus, beledigend. Selbst. Wehn , in der :Benutzung der Bäder"Erschwerungen eintreten, wird, wie.manche . der früheren.. Besucher des Heims schon mitgeteilt : haben, d.as herrlich gelegene iHeim mit seinem weiten Park und Garten die Möglichkeit einer vollen Er* '-holung unter ärztlicher Aufsicht bieten. * Spenden^.,und.^^ Mitgliedsbeiträge .werden, von den \ Verwaltuh'gömitgliedern;: - "Rechtsahwält A. Hörovitz, i Willy Dreyfus, Albert Maini, Stud.-Rat i. R. Dr. |,Saul .-in' ^j;ankf»rt a. iM.. iRechtsanwalt Dr. P, Kahn,; Badeh-Biäden^ .'Jo§e'f , D^ iFreiburg i. Br.,, Jacob NEttlinger, .KarlsWhe, "Herr^enstr. 22* Prof; Darmstad- ■ te|C;.v^^n^e.^,Jt^äNä^mi^^ 3, gerne . entgegengei. : riötmmeii undiJ,weiteEge^eitet,.und sind,, sonst, auf; das : Pj)s;tsch.ecfetpritQ ^47,' Amtv Ffm,, 1 odjer ,däs./B^ankkoiriro hei .J,; Dreyfus u., Co., Frahk- |:fur^-a..|f^"e^uz^ u^.,..-,:.fi,,;; { ü-Vom.; G.. :~S;: v. Rothschild^chen Krankeiihause^ | ''ö'fDaV».«^. S:?WirRptli^lii'i^ c h e::(H®p \ iv0, Mank^/^%t,;hai? Vtä.;T)rSp^:Vffi^ f Zum TtÖn^itierOTdeh ^^n^'g etföl o1 g"e' n 'gewählt: Familien-Nachrichten. Ge b u r t e n i Eiü Sohn,' Josef Auerbach tind Frau Lotte geb. .Süßmann, Gedera. . . Barmizwoth: Leopold, Sohn des Herrn Jonas Halberstadt und. Frau Frieda geb. Strauss, Frankfurt a. M., Unländstf. 46. '3*)3t7 hat?, Synagoge Dominikanerplatz. •'—*■ Ludwig, 'Söhn des Herrn Berthöld Katz und Frau Ida geb Blumenistiel, Kassel, Kölnischestr. 8 näi 'i'nw. — Pauljakob, Sohn, des Herrn Max Jeidel und Frau Alice geb.. Sachs.. München, Adr. z, Zt. Herzog Wilhelmstr. 28 »*risa J'ifn haw — Josef, Sohn des Herrn Maier Flörsheim und' Frau Malie geb. de Beer, Haifa, Law Court Street. House Toubi O'Enp »inK niv V e r 1 o b t e: .Lea? Auerbach mit -Martin Straus. Petacn Tikwah, P. 0, B . 43. (Würzburg, Theresienstr. 9) ' V e'"r m ä h 1 te: Naftali . Schönberg, Colmar mit Hilde Babat, Frankfurf 'a. M-, *3'a& na». Frankfurter Vereinskalendcr. , Verein Mekor Chajin. Schabbos morgen nafch Schluß der Synagoge;: BW. , Herr R.-A- Dr> E.. Posen, — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. — nachm. 3.45 Uhr im Hörsaal: Chiimisch mit Raschi, Herr Julius L'ewin; f-"' nachmittags 6.30 Uhr im Hörsaal« „Hagodovortrag des Herrn Rabbi-H. Mayer. Sonntag und Mittwoch morgens nMehi; Schul, f niK no-Pi Herr S. Schachnowitz. — yprm. 9 Uhr im Vereins* lokal, on^a« |5n,'Herr R.A. Dr. Schlesinger., .vorm. . 9 Uhr im Vereinslokal, K"iaa, Herr J.Soff er. — abends 6.15 Uhr im Hörsaal, „Zum 300. Tödestage des Jossef Omez", Referat des; Her|-n S. Schachnowitz (auch Damen)> _f - ■]>. ..-i Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal: >*ura- Mitgliederlernenl — abends 7: Uhr (a'ueh Mittwoch) im Lokal: ()^in) m'aa, Herr Rabb. Dr. J. Breuer.; ' Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, filida, Herr R.-A- Dr. E. Posen. .— abends. 7 Uhr (auch Donnerstag) im Lokal, Kina, Eterf; R..-Ä. Dr. E. Posen- Jahrzeitsstiitungen. Dienstag, 13. April: Jacob Katzenstein-Stiftung. Agadah Jisroei-Ortsgrappe. Thor« und Massar. Herr Rabbiner J. Hörovitz;.. Eichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim -ai"» J'i». Schabbos 11-12 Uhr für Jugendliche, hbV 'ä h-iR — Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche D"n fsn iso. Herr Dozent J. Ehrentreu, vain mit D^vi&ai. Sonntag 1 Stunde vor nnäa nVsn, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner Mannes, maia Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr.. 38. Herr R -A. Dr. E. Posen avn nwa, Sonntag 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, mna nwa Dienstag 20.30 Uhri Sandweg 6 c. R.-A. .Dr. M. Schlesinger, im 'öä für Baalebatim.. Mittwoch 2Ö.3Ö Uhr und Schabbos nach Mincho; Schwanenstraße 12. Herr J. Sofer, »av «jt, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. > Herr Rabb- Feuerwerger (f. Jugendl.), Sonntag 20-30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr,. Schabbos 16-17 Uhr. r» mal. — Montag und Mittwoch 18.30-19.30 Uhr (für Baalebatim), R"? *pfVin -ain "»aio.-,— Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, 8?»SB «33, Fichtestr- 5. Herr Zuntz, Qwn n'ilR, Sonntag nach fl'imfr, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Isidor Weiß jeden Morgen von 9-11 Uhr für Jugendliche avi ">md. — Montag und Mittwoch für Jugendliche von 3-4 Uhr nachm. «»'SB «aa.; Der Schiur vor, Tf>*\rw unter Leitung des Herrn Zuntz (nij»ia» 'na) findet um 5.45 Uhr, Montag bis Donnerstag im. Hörsaal der I. R.fQstatt- ...... . Ortsgruppe der Agudas Jisroel, , , In Unsere, unter Leitung von Frl. Lotte Homburger stattfindenden* englischen Sprachkurse, können noch einige Teilnehmer aufgenommen werden- Zeit: Für Anr; fängen Montag"20'30 bis 21.30 Uhr. Für Fortges'chritr tene: Montag 213Ö ,bis; 2^.30 Uhr. Be^rnn^ der Kurse; Montag, den 12. April Kosten: M 4.- für 13 Stunden. Ort: Schwanenstraße 12 pt- Anmeldungen sind sofort zu richten , ah: Frl. Ida Hellmann, Friedberger Anlage)2:. 1. Stock. "' ... GabctzaiUn. ,} : ">pnv r\w '_';/ä Freitag abend ,6.35 ' .? Samstag':nöSPR/6.50r, v * Samstag .morg» 8.;00 i Samstag nachm. 1.00 und 5>00 Samstag abend 8»00 ,. . '; ,:' '' Wocheng'ttesdienst: . Hauptminjan' iiti der Synagoge 6.30 . . , 2. Minjan. 7,30 . ,..; , . , ,, \ r An G'ttesdienst anschließend: Lernendes o«n ipa- Verems";im Hörsaal " ,. . ,. . 'Nacb^ttais^QÖ.*/.-..;'-'" .'f:. NT?! 'V Yefiljmie^am, Morgen 4i4^ V; | ■ Vil'i- - 'll :: >. ^' ' r •' -.. -■ ■•' •'