Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 47 (25.11.1937)
- Date
- 1937-11-25
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2450961-2451006--83382-2540890- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
25. November 1937 Der I s r 1 i t Personalien. Gedächtnisfeier iür Rabbiner Dr. Emanuel Carlebach s.A. Köln, 23. Nov. Die zehnte Wiederkehr des Sterbetages unseres unvergeßlichen Rabbiners und Seminärdirektors Dr. Emanuel Carlebach s. A. versammelte die Mitglieder unserer Adaß Jeschurun-Gemeinde mit Familien und vielen, vielen Verehrern des Verklärten in unserer Synagoge bei einem Hesped, der sieh zu einer Trauerkundgebung ergreifendster Art gestaltete. Im Anschluß an den Mincho-G'ttesdienst trug Herr Oberkantor Söffe das „Enausch kechozir jomow" vor. Hierauf ergriff Herr Rabb. Dr. Stein das Wort zu seiner umfassenden, tiefdurchdachten, packenden Gedächtnisrede, die die Zuhörer vom ersten bis 'zum letzten Wort in ihren Bann zwang. Er schilderte Emanuel Carlebach in den verschiedenen Gebieten seiner Wirksamkeit als; Mann höchster Leistungen. Noch einmal trat uns bei der wehmütigernsten Feier mit verstärkter Lebhaftigkeit das Bild des einzigartigen großen-Toten vor die Seele. Das tox des Herrn Oberkantor Söffe beschloß die sehr würdige, weihevolle Gedenkstunde. Vermischtes. Jewry und fielen anderen ausländischen Organisationen so hochherzige Beiträge wie bisher erwa r. t e n! Der Hilfsyerein hat bisher keine große Propaganda gemacht, jetzt muß er es, sonst kann er seine Arbeit nicht fortsetzen. Der Hilfsverein ist das Auswanderungs-Sekretariat,-' das jedem Juden in Deutschland mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Wir alle, ob wir jetzt auswandern oder erst später oder unseren Verwandten und Freunden raten müssen, brauchen dieses Sekretariat. Tua res agitur! Es betrifft jeden von uns! Wenn wir einträchtig als eine Hilfsgemeinschaft zusammen halten, werden wir auch diese schwere Prüfungszeit überwinden." „Arba mi jaudea". Unter diesem Titel gibt die Bundesleitung der Esr.a Pirche Agudas Jisroel gerade rechtzeitig zu Chanukah ein neues Quartett heraus. Wir begrüßen dieses neue Spiel, das unbemerkt eine Menge positiver jüdischer Kenntnisse übermittelt. Z. B. sind bei den nun» '7 die zugehörigen Stämme genannt, bei den ni'Ens "i die entsprechenden kalendarischen No^ tizeh beigefügt, bei den vier Hauptgebeten die Zeiten angegeben, wie lange diese gesprochen werden dürfen. Die Texte der einzelnen Karten sind hebräisch und deutsch. Das' Spiel ist zum Preise von 90 Pfg. durch Vermittlung sämtlicher E. P. A. J.-Gruppen oder unmittelbar durch* die Bundesleitung (Salo Neuberger), Berlin N., Artilleriestr, 31, zu beziehen. Berlin, 21. ,Nov. Der Vortrag von Herrn Rabb. Dr. Heinrich Cohn in der Agudas Jisroel über „Unsere Einstellung zum^Golüs" findet nach Sabbat- Ausgang, den 27. November, 8.30 Uhr, in der .Synagoge Lew -Jehuda, Schönhauser Allee 31, statt.; Die Frankfurter Woche. Der große Sijum. Der große dvo des Schaß-Vereins findet im Rahmen eines Abends der Israelitischen Religionsgeselischaft am Samstag, den 11. Dezember, vx>} 's j?"en» 7 Uhr abends, in der Aula der Realschule, Am Tiergarten 8, statt. Die Feier beginnt mit dem Hadran um 7 Uhr abends. — Karten sind in der Kanzlei Friedberger Anlage 5-6, 1. zu haben.. Chanukah-Feier in der S. R. Hirsch-Schule. Die. Samson Raphael Hirsch-Schule ' veranstaltet am Montag, den 29. November und Mittwoch, den 1. Dezember, abends eine Chanukah-Aufführung. Karten für RM. 1.— und 0.50 sind im Sekretariat der Schule zu haben. Auf einen starken Besuch der Veranstaltung wird gerechnet. Vortragsabend der Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Am Mauzoe -..Schabbos, 24. Kislew^f. November, 20.30 Uhr, wird im Hörsaal der Israelitischen* Religionsgesellschaft,; Friedbergeranlage, Herr Rabbiner Dr. L. Breslauer, Fürth, über „Die Heimat der Heiamtlosen" sprechen. Gaste — auch 'Damen - — sind herzlich willkommen, Auswanderung. Aus dem Schlußworte von Herrn Max M. Warburg in der großen Z. V.-Versammlung am 16. November seien noch folgende Stellen hervorgehoben: „Lassen Sie mich Ihnen ein eindringliches Beispiel geben, das Sie hier in Frankfurt und Hessen betrifft. £5 ist nicht übertrieben, wenn man annimmt, daß aus dieser Gegend allein täglich zwei mit Unterstützung auswandern. Das sind 60 im Monat und 720 im Jahr. Man kann durchschnittlich wohl rechnen, daß der Auswanderer Mk. 300.— kostet, das wären also per Jahr Mk. 216.000 ■ allein Ausgaben für diese Gegend; dabei müssen Sie berücksichtigen, daß 2/s der Auswanderer bis jetzt ' ohne Unterstützung reisen. Wenn Sie diese Tätigkeit' allein bei der hiesigen. Beratungsstelle sich vor Augen .halten, ist,,es da zuviel, wenn ich damit fest' rechne, daß jeder hier im Saal"" Mitglied des: Hilf svereihs wird mit einem möglichst großen k Jahresbeitrag? J e;d er J u d e i n D e u t s c h l and, der noch nicht unterstützt wird und über Mittel verfügt, muß Mitglied des Hilfsvereins sein. Dabei möchte ' ich nicht in Konkurrenz zu den Sammlungen treten, die ihre besonderen Bestimmungen; haben. Wie Ihnen ausgeführt iwurde, : arbeiten wir alle Hand, in Hand mit diesen jüdischen Organisationen, insbesondere mit Hilfe und Aufbau, d. h. mit der Reichsvertretung, namentlich in den Fragen der Ausbildung der Auswanderer. Der Hilfsverein steht nur augenblicklich im Vordergrund, weil er sich ausschließlich der Auswanderung widr met, hier am meisten leistet. Aber wir wollen den anderen Organisationen nicht schaden, wir' wollen« a d d i t i o n e 11 e Leistunge n für den Hilfsverein. „ Wir brauchen einen starken Hilf W e. i je i n den ausländischen Organisationen gegenüber, ' (denn naxiwenn , wir 'selbst'1 unser AeuiBerstes turi,1 können wir-'vom •'^•o'lnt Distribution Comnrittee, Von' 'dem British C,oüh<5'i"l för G'e r ma h Jüdischer Kulturbund Rhein-Main. In der Zeit vom 28. November bis 4. Dezember veranstaltet der Jüdische Kulturbund im Hause Bamberger u, Hertz, Zeit 114, 1. eine Chanukah-Kunstschau. Die Ausstellung ist täglich von 10—13 und 15—19 Uhr geöffnet, Freitags von 10—14 Uhr.. Unkostenbeitrag 20 Pfg. Kulturbundmitgliedskarte oder Reichsverbandsausweis sind unbedingt mitzubringen. — Im Rahmen dieser Ausstellung zeigt der Jüdische Buchverlag J. Kauffmann die letzten Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt. Der Dezember bringt nur eine Veranstaltung des Kulturbundes und zwar findet am Mittwoch, den 8. Dezember, pünktlich 20.30 Uhr, ein Vortrag von Dr. Anneliese Landau, Berlin, statt über das Thema ,,Ungetanzte Tänze"; am Flügel: Wolfgang Rose. Die zweite Dezember-Veranstaltung wird am 4. Januar nachgeholt. Für Donnerstag, den 16. Dezember, 16 Uhr, ist — außer Abonnement — eine Kindervorstellung festgesetzt, die von Liesel Simon und ihrem Kasperltheater besritten wird. Kinder unter 14 Jahren haben ohne Ausweis Zutritt. Eintritt 40 Pfg. einschl. Garderobe und Programm. Das Isenburger Heim. Zu seinem 30jährigen Bestehen legt das Isen« bürg er Heim in einem schön ausgestatteten Heft Rechenschaft über seine geleistete Arbeit ab. Dem Berichte ist ein Appell zum weiteren Helfen voran-- geschickt. Eine a k ademische Feier findet Montag, deu 29. November, 8.30 Uhr, in der Arnold .Lazarus-Halle Quinckestr. 26 statt. Frankfurter Vereinskalender. Synagogengemeinde Israelitische Religionsgeseilschaft. Die Sonntags-Vorträge des Herrn Gemeinderabbiner fallen am" Sonntag, 28. November und Sonntag. 5, Dezember aus. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro Herr Hermann Goldschmidt. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge : D'O'I Herr JRabbinats-Assessor. Dr. E. Posen. — nachm. 3.15 Uhr im Hörsaal: Chumischmit Raschi, Herr Julius' Lewin. '— im Vereinslökal: apv Herr Rabb. H. Mayer. — abends 8;30 Uhr im Vereins- . lokal: „Das Buch swvp ", Herr Rabb. H.' Mayer -(auch Damen).-, ., .. . Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fai» *)Ö1\ Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslökal, dhtjk pn, Herr Rabb. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, mm. Herr J. Soffer - - Sonntag nachm. fällt der Vortrag aus. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: ruvn- Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal; (p^in) >K"rt« Herr Rabb .Dr." J Breuer, , Dienstag und Freitag' morgens nach Schul, nsvn, Herr R.-Ä. Dr. E. Pbsen. Dienstag und Donnerstag ' abends 7 Uhr im Lokal: Gemoro, Herr ';R.-A. -Dr. S.f Posen. Jahrzeitsstiffttngett. Sonntage den 28.-November : Therese Stern geb. Plaui- Stiftung.'' f; . ■■;•!' •>! : Montag, dfen 29, November: Sara'Weil geb. MAaleri Stiftung!• - ji i- '•> K Doriäersta'gV' den 2/Dezember: Hanna Falk-Stiftung. Freitag, 'den ZV Dezemfrer-. Lazarus Isä'äk-StifWn'g'."" " Nr. 47 Seite. 11 '* Liwjath Chen. Samstag nach Mincho, 4.15 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage: Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Die Alufim um Jakobs Ruhesitz" (Chanukamotiv). Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thpra und Mussar, raff 15.30—16.3*0 Uhr für Jugendliche agadische Gedanken aus mas naan. Sonntags 20.30—21.30 Uhr: htm. Dienstags 21—22 Uhr: Baale Batim .Tis»- Montags und Mittwochs 18.15—19.15 Uhr: a"a KTflS» n»»» -Probleme. Sonntags nach wu»- Sämtliche Schiurim finden statt in der Fichtestraße 5. Dozent: Rabbiner M. Feuerwerger. Herr Rabbiner J- Horovilz. Fichtestr. 5. Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim?"» siw — Schabbos 18-19 Uhr n"ron Herr B. Rachelsohn, mm nwa Dienstag 20.30 Uhr. Sandweg 6c. Rabb; Dr. M. Schlesinger, mv '»a für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr. Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4 und Schabbos nach Mincho, Schwanenstraße 12/11. Herr Dozent .J. Ehrentreu, »mn mit o'msn, Sonntag nach nma rfon, Uhlandstr- 39,1- Herr R-A. Dr. E.Posen o»n nisa, Sonntag nach nru» Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J. Sofer, 'nv ep, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18. I. Herr Rabb- Feuerwerger (f. Jugendl.). Sonntag 20.30- , 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr, Schabbos 16-17 Uhr, rjrmaa Agadische Abhandlungen aus rvo« rooa. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, sjpsö Kaa, Fichtestr. 5. Herr Zuntz, ß"fi uti», Sonntag nach rinn», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor n'in» unter Leitung des Herrn Zuntz (mv '»1) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. G. statt Jüdische Frauen Vereinigung und Agudistische Frauenortsgruppe. Am Montag, den 29. November und am Mittwoch, den 1, Dezember fallen wegen Chanuka der Vortrag und die Arbeitsgemeinschaft aus. Am Dienstag, den 1. Dezember, spricht Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer über das Thema „Vom religiösen Erwachen". Gäste, Damen willkommen. Englischer Sprachkurs der Agudas JJsroel- Jugendgruppe. Für Interessenten, die, über Kenntnis verfügen, findet Montags, 20.30 Uhr, im Heim, Schwanenstraße 12, unter Leitung von Albert Brinkmann regelmäßig ein Kurs in der englischen Sprache statt. Neue Teilnehmer können noch angenommen werden. Gesellschalt iür jüdische Volksbildung e. V. Samstag, den 27. November, 20.30 Uhr; „Spinoza, ein Jude des 17. Jahrhunderts". Vortrag von Dr. Lutz Weltmann. Eintritt frei. Jüdisches Lehrhaus, Frankfurt a. M. Der für Samstag, den 20. November vorgesehene Vortrag des Herrn Dr. Georg Lubinski, Berlin über „Berufsausbildung" fällt aus. Gebetzeiten. awn raw Freitag abend 4.05 Samstag naaüTi 6.50 Samstag morg. 8.00 Predigt Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag Abend 5.20 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Syna£og^. 6 55 2- Minjan 7.30., An G'ttesdienst anschließend: Lernen desD'Ti ">f?a- Vereins im Hörsaal Nachmittags 4 00 Tefillinlegen am Morgen 7.00 Familien-Nachrichten/ Geburten: Ein Sohn, F. Schapiro, Rosch Jeschiwo der Jeschiwo Etz Chaim, und Frau, Heide- Kalmthsut bei Antwerpen, Plattereystr. Barmizwoth; David, Sohn des Herrn Rabbiner Botschko und Frau, Montreux, Min nasr. Droschoh V"\rnn nV'ba r^'sn nisn. Norbert Simon, Sohn des Herrn Arno Bick und Frau Rosel geb. Bravmann, Darmstadt, Bismarckstr. 57. ri33n naizr — Max Moses, Sohn des Herrn Josef Plaut und Frau Gella geb. Weil, Freiburg i. Bri, Talstr. 12, am 4. 12. 37. na» naan — Jakob,. Sohn des Herrn Meier Nußbaum und Frau Klärchen geb. Kahn, Mailand, Via Gaspare Gozzi 8. fp» ras* — Walter Ernst, Sohn des Herrn Bertram Krieger und Frau Sali geb. Frankel, Mainz, Flachsmarktstr. 34, am 4. 12. 37. pari:» — Leo, Sphn.f von Frau Hermann R. Cohn-Ettlinger, Hamburg, Hansastr. 60. naan naw- .■; ■ Silberne Hochzeit: Herr Joel Jelen und Frau Neschke g«b;. Indien, Frankfurt' a. M., Herdersträß'e" 6'p;,' T8. Kislew. "" " ' '■■•