Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 12-13 (25.3.1937)
- Date
- 1937-03-25
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2450961-2450973--82915-2540876- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 35 mit mir durch das Zimmer schwebte, erhebt segnend die Hand: der. Sohn hat den Ehrenschild des Vaters blank und tadellos erhalten. . Was man von Palästina wissen muß.; . . vi, . _____ .. Das Jordantal ist in seinem nördlichen Teile versumpft, in seinem Mittelteil reichlich bewässert und gut bebaut. Im Süden zeigt es größtenteils den Charakter einer Wüstensteppe, mit Ausnahme der vom Wädi el Kelt bewässerten Oase von Jericho, Die Oberfläche des Hul©&ees liegt etwa auf glei* cker Höhe mit dem Spiegel des Mittelländischen Meeres, die Fläche: des Kinerethsees schon mehr als 200 m und die des Toten Meeres ^ar nahezu 400 m unter dem Meeresspiegel, Das Jordantäl ist ein Teil der großen Erdspalte," die sich vom Orontes durch Coele-Syrien und Palästina bis zum Golf von Akabaerstreckt. Die Jorlanniederung hat einen Flächeninhalt von 1256 qkm. - Ihre " Breite wechselt zwischen 2% und 20 km. In starken Windungen durchströmt der größte Fluß Palästinas den 'Längsgraben in raschem Lauf. In getader Linie gernessen 'ist er etwas über 100 km lang, fom Hulesee (+ 2 m) stürzen die Wasser des Jordans durch eine wilde Schlucht auf einer kurzen Strecke von 17 km mehr als 200 m zum Kinerethsee — 208 m). Bis zum Toten Meer (— 394 m) sinkt ler Jordan noch um weitere 186 m). (Das Hulegebiet besteht fast in der Hauptsache ius Sumpf und See, eine Art von Naturpark und Jagdgebiet, durch die (Mälariagefahr von Siedlern leither gemieden, Halbbeduinen»-ernähren sich äußerst, lescheiden durch Viehzucht, Fischfang und Herstelung von Schilfmatten. Sie wohnen in transportaben Schilfhütten. Auf dem von Siedlern bereits bereiteten Boden wurde früher Reis, jetzt Weizen md Mais gebaut. Nun soll das ganze Gebiet erchlossen werden. Zwischen der Besitzerin und einer Idischen Siedlungsgesellschaft ist ein Vertrag abgechlossen, und die Entwässerungsarbeiten haben schon egonnen. Der tiefblaue Kinereth-See, 170 qkm groß, (Großrankfurt 194 qkm) wird rings von Berken umsäumt, ie nur an wenigen Stellen zurückbleiben und einer leinen /Ebene'Raum geben. An seinem Westufer egt Tiberias mit'' seinen warmen Quellen. Südlich es Sees, wo der Jarmuk in^den Jordan einmündet, t ein großes Kraftwerk entstanden, das - aus den eiden Flüssen' den elektrischen Strom gewinnt, der taz Palästina versorgen soll. Im weiteren Verlaufe ist der anbaufähige Boden des von hohen Steilwänden abgeschlossenen Jordantroges. (Ghor) nur stellenweise/angebaut. Anbau ist nur mit Berieselung möglich und findet sich oasenhaft an den Mündungen von Nebenflüssen und an Quellen. Hier allerdings bringt der Boden alle Sorten tropischer Früchte, Frühgemüse und Getreide hervor. An besonders begünstigten Stellen erlaubt der Boden dreifache Ernten während eines Jahres. In der Umgebung von Jericho, wo in verwilderten Gärten wenige Palmen und allerlei Tropengewächse durcheinander wuchern, werden vorzugsweise Orangen und Bananen gepflanzt. Man trifft auf Rebstöcke, von denen man siebenmal im Jahre Trauben lesen kann, Trauben von einer Größe und Pracht, die uns an die Geschichte von. den Kundschaftern erinnern. O. Unsere Preis aufgäbe. Liebe Kinder! Die große Künstlerschlacht ist zu Ende. Ihr habt dem Preisrichter und Sachverständigen, (Herrn Zeichenlehrer J e i d «■ 1, viel Mühe, aber auch viel Freude mit Euren Arbeiten bereitet. Weit über 1000 Kinder haben sich an der Preisaufgabe beteiligt. Auch Fünfjährige wollten uns ihre künstlerischen Talente zeigen. Ganz besonders haben wir uns mit den netten Begleitschreiben gefreut. Wir haben die Zeichnungen in drei Gruppen ein? geteilt: Erste Gruppe die Arbeiten der 6= bis 10jährigen, Zweite Gruppe die Arbeiten der 10- bis 12jährigen, Dritte Gruppe die Arbeiten der 12- ,bis 14jährigen. 15 Preise hat der Verlag des ^.Israelit" gestiftet. Jede Gruppe erhält somit fünf Preise. Gerne hätten wir noch mehreren Kindern einen Preis für ihre mühevolle Arbeit gegeben. Vielleicht "bringen wir bald wieder eine Preisaufgabe. Die Preisträger sind; Erste Gruppe: 1. Preis: Jakob Feuchtwanger, Nürnberg G—W, Sandstraße 25 pt. 2. Preis: Mali Teitelmann, Frankfurt a. M,, Altegasse 73 3. Preis: Gerda Schwarz, Sprendlingen, Krs. Offene bach 4. Preis: Horst Bachenheimer, Salzwedel (Altmärkit Altperverstr, 34 5. Preis: Lothar Bender, Frankfurt a. iM., Röderbergweg 36 ••"Zweite Gruppe; 1. Preis: Julius Stern, Köln a. Rh., Horst Wessel» Platz 14, 2. 2. Preis: Ruth Dworsky, Kalmar, Schweden. 3. -Preis: Margit Wiesenfelder, Eschwege, Schulstr. 3 4. Preis: Josef Liebermann, Bratislava CSR., Vajanskeho nab. 6, 2. 5. Preis: Hanna Posen, Frankfurt a. M„ Wittelsbacher Allee 11, 1,