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Der Israelit · 1937-03-25 · Heft 12-13 (25.3.1937) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 12-13 (25.3.1937)
Date
1937-03-25
Page
– (sequence 28)
Language
German
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Seite 30 ♦Tö'V Nissan ist ein rechter Festmonat. Die Anmerkungen im Luach sind so gehäuft, daß es unmöglich ist, ihn in einer Nummer des Kleinen Israelit ausführlich zu besprechen. Ich kann Euch deshalb niir im Fluge durch den Monat führen. Das ist aber nicht schlimm, da Ihr ja in der Schule durch Behandlung der Hagadah und der Peßachyorschriften. ohne Zweifel gut vorbereitet seid. In diesem Jahre fällt iznnn 'fl mit enn W*n zusammen. Es werden deshalb . drei D^DÜ' ausgehoben. (Wann kann das noch vorkommen?) Im ersten liest man den Abschnitt der Woche, aus dem zweiten den des Neumonds, aus dem dritten II, 12, 1—20. Die Einweihung des Stiftszeltes in der Wüste fand an den ersten zwölf Nissantagen statt. Jeden Tag brachte ein anderer Stammesfürst sein Opfer, Darum fallen Tachanun und alle damit in einem Zusammenhang stehenden Gebete und Gebräuche im Nissan ,aus. Von Erew Pessach bis Ißru Chag einschließlich wäre das ohnehin der Fall. Der 13. Nissan genießt die Vorteile seiner Nachbarschaft mit, und der Rest des Monats ist gleichsam ein verlängerter Ißru Chag. Der Sabbat vor Peßach heißt aus verschiedenen Gründen ^»mn mW« Von der Kanzel herab werden die Vorschriften des bevorstehenden Festes bekannt , gegeben. Am Nachmittag liest man aus der Hagadah von W>n DHSS? bis naiK '\*r bufbnx pi- Die Vorbereitungen für Peßach, die ^schon wochenlang vorher beginnen, habt Ihr zur Genüge miterlebt: das Stöbern und gründliche Reinigen der. Wohnung, das „Schütteln", das Bak- . ken der Mazzot, und wo das nicht am Plätze geschieht, das 'Besorgen derselben wie auch das •Herbeischaffen all der Dinge, die man für diesen Jaum tauw braucht, dann das ,,Kaschern" und „Glühen" des Geschirres. Inzwischen ist der Raum in der Wohnung, auf dem Ihr Euch bewegen dürft, immer enger geworden. Am Abend vor . Erew Peßach wird yöltn p"H3 vorgenommen, das Haus wird nach Gesäuertem durchsucht. Am MOS 3*W selbst darf Chomez nur bis zu einer festgesetzten Zeit genossen werden, ebenso muß der Chomezverkauf zu einer angegebenen Stunde abgeschlossen sein, wie auch das Chomezverbrennen, an dem ja viele von Euch mit besonderer Freude sich beteiligen, zu einem bekanntgegebenen Zeitpunkte beendigt sein muß. Im Schacharisgebet fällt f-mn^ llöTö ebenso wie am Tyiö* aus, weil mit dem muv dem DankoDfer, Gesäuertes dargebracht wurde. Die Erstgeborenen fasten zur Erinnerung an ihre Rettung in Aegypten oder - beteiligen sich an einem Sijum, um sich das Fasten zu ersparen. Und dann kommt der sehnlichst erwartete Peßach mit den herrlichen Sederabenden, an denen . sich schon die Jüngsten unter Euch durch das Sagen der fllTWtl TV2 und alle anderen, durch Fragen und Erklärungen zur Hagadah, die Stimmbegabten durch Mitsingen * .der _ gebräuchlichen Gesänge auszeichnen können. Wenn Ihr danii spät in der Nacht zu Bette geht, braucht Ihr mir das gekürzte Nächtgebet verrichten. ~ Mit dem Mmchahgebet am Erew Peßach hört Wrsen tal umotor auf, Maschiw horuach von Mussäf am ersten Tag Peßach ab. In diesem Gebete wird in feierlicher Weise t-?o n*?sn vorgetragen, worin wir G'tt . um den regelmäßigen Niederschlag des Taues bitten, der die Erde und ihre Pflanzen erfrischen möge, was besonders für Erez Israel von großer Wichtigkeit ist. Am Vorabend des ^zweiten Pessachtages beginnt das Omerzählen, da Ihr auch nicht ein _ einziges Mal vergessen dürft, wenn Ihr die einleitende Brochoh immer sagen wollt. In' diesem Jahre haben wir keinen fiwn Matt'' weshalb *y>ttk D^TtPri ®rs* am ätzten Tag Peßach gelesen wird. Während an den zwei ersten Tagen das unverkürzte Hallel ertönt, wird vom ersten Tag Chaul Hamaued bis zum'Peßach-Ende nur Halb-Hallel gesagt.. (Warum?) Am Rüsttag zum siebten Tag Peßach dürfen wir Eruiw Tawschilin nicht vergessen, damit es erlaubt , ist, die Sabbatspeisen am Jaum tauw zu bereiten. Die Rumpelnacht, ah welcher Ihr sehr gerne beim Wegräumen des Peßachgeschirres und beim Herbeiholen des chomezdigen Gesehirres Eurer (Mutter helfen werdet, schließt Peßach, Tekufat Nissan ist am 26. des Monats, und am letzten Sabbat, an dem WKW aus der Thora gelesen wird, «(wievielmal habt Ihr die erste nttnQ in diesem Jahre gehört?) beginnen wir mit dem ersten Perek. Im nächsten Jahre werden wir rr'N auf Einzelheiten, die wirxnur kurz andeuten konnten, näher eingehen. Für dieses Mal wünsche ich Euch allen einen koscheren Peßach. O. K**tt ^TH' ein Lämmchen. Liebe Kinder! Wenn immer ich so ungefähr vier Wochen vor Peßach zu den Kindern in^der Schule sagte: Morgen wir,d Hagada' übersetzt, dann ging eine freudige Bewegung durch die Klasse. Die Hagada ist ja auch ein gar zu schönes Büchlein, darinnen finden wir so schöne Erklärungen, Erzählungen und 'Lieder, Und dann zuletzt die drollige Geschichte von dem Lämmchen. Die kennt Ihr ja. alle, aber ich will sie Euch mal etwas ausführlicher erzählen. Also hört mal zu: . 1. Früh morgens war der Vater hinaus gegangen, zu kaufen und zu verkaufen. Bald kam er wieder und brachte ein schneeweißes Lämmr chen mit, Da freuten sich die Kinder, sie streichelten es, gaben ihm Brot und Milch; es sollte doch nicht Hunger leiden. Das Lämmchen war müde geworden, es legte sich auf .die Erde und schlief ein. Die Kinder gingen wieder in das Haus zurück,

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