Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 11 (18.3.1937)
- Date
- 1937-03-18
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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18. März 1937 ... .■;.. .............. Da« wirkte; ,4st nicht nötig," lenkte er ein. „Ich bitte' nur, daß Sie .sich mit Ihrem Ehrenworte verbürgen, morgen ' früh zur festgesetzten Stunde, vor dem Amte zu erscheinen!" Das tat ich selbstverständlich. :( Am Samstag vormittag stand ich vor dem Gen: darmerie-Haup t m a n n , einem echten Russen in mittleren Jähren mit bleichem Gesichte und durchdringendem Blick. Er bot mir höflich Platz an, fragte, mich aus und setzte ein Protokoll' auf. Nun reichte er mir das Schriftstück zur Unterschrift Wieder die alte Geschichte. Ich suchte ihm klär zu machen, daß ich am Sabbat nicht schreibe. Der Gestrenge geriet in Wut, . „Sie wollen mir etwas vormachen; ein gebildeter Jude mit Doktortitel und glaubt mir einreden zu können, daß er am Sabbat 5 nicht schreibt. Menschen Ihrer Art haben sich von solchem Aberglauben längst emanzipiert." ,,Der Säbbat ist'aber für mich kein Aberglaube, sondern ein Gebot, das in unserer Thpra steht und in der / mündlichen Lehre;erklärt wird. Ohne Sabbat' hättenuw,ir uns , gewiß durch die Jahrhunderte und Jahrtausende der Leiden; nicht , behaupten kön=; nen. Allein, ich möchte mich hier , nicht in religiösej Gespräche einlassen:, denn nicht zu diesem Zwecke bin ich hierher geladen. Ich . bitte nur den Herrn Hauptmann * für den Fall,. daß er mir mißtraut, mich bis zum Abend zu verhaften. Nach Sabbatausgang will ich gerne das (Protokoll unterschreiben.";< Das wirkte wiederum vortrefflich^ Das Gesicht des Hauptmanns heiterte sich wie der Himmel nach einem; Gewitter auf. „Ich traue Ihnen vollkommen, „ich liebe von iNatür aus religiöse Menschen. So werde; ich selber dä& Protokoll' unterschreiben und bemerken, daß die Unterschrift "des Zeugen nicht erfolgen könne, weil der Zeuge als strenggläubige* Jude am Sabbat nicht schreibe . Ich bedankte' mich und wir verabschiedeten uns auf freundschaftliche Weise. Personalien: Altona, 14.i;März, In», der Großen Synagoge der \ Hochdeutschen Israelitischen Gemeinde Altona fand i die Amtseinführung/ des neuen Oberrabbiners vön\ Altona und Schleswig-Holstein, Dr. Theodor Wteisz, statt. Vertreter der Hamburger Deutsch-Israelitischen; und Portugiesisch-Jüdischen Gemeinden, der Hänibür=! ger Kultus verbände und der Gemeinden des schleswig-holsteinischen Provinzialbezirks waren zugegen. Der Gemeindevorsitzende, Sanitätsrat Dr. Frank, i begrüßte den neuen Rabbiner, dessen w-.Vorgänger! Oberräbbiner Dr. Carlebach, Hamburg, ebenfalls Worte1 der Begrüßung sprach. Oberräbbiner Dr. Weisz' ewiderte in einer Festpredigt, in der er die gemeinschaftliche Arbeit der Gemeinde und des Rabbiners in heutiger Zeit behandelte. Lehrer Meyer Meyberg " Oldenburg, 15; Marz." In tiefer Trauer würde die Gemeinde'/ Oldenburg i. O. durch das Hinscheiden ihres Lehrers Meyer Meyberg versetzt. Wer das gütige, stille'und doch so geistesrege Wesen des Verstorbeneri gekannt' ha.t, der weiß, was dieser Mann weit über den engen Kreis seiner Familie, der nun ihre Krone entrissen ist, einem großen Schüler* und Freundeskreis bedeutet hat. Das war ein Mann von altem Schläge, von üngeheudhelter Frömmigkeit, harmonisch 'ausgeglichen in Lehre und Leben! Ein Lehrer* der in seinem Berufe aufging, um für Thora und Awodah zu wirken, wo er nur konnte, der" durch .das_ Beispiel seines Les bens mitreißend und entwaffnend wirkte. Lehrer Meyer Meyberg war ein/Zögling der Präparänden- Schule'in Funkstadt, absolvierte darauf das Seminar in Hannöver und war als Junglehrer in Remagen, Vegesack' und Fürstenwal'de^ tätig, überall die IJerzen der Jugend im Sturme erobernd. Im Jahre 1902 kam er als Lehrer der- 'jüdischen Gen^nde nach Gidenburg und hätte nunl im Mai, sein x50. Lehferjubiläüm gefeiert in: derciS'tadt, in: der/er- 351-Jährelang-treuester Lehrer; und Führer gewesen ist. ' In unbeschrei'b? licher Liebe-. und Verehrung blickten die Schüler tu 'Km auf, und diese Liebe fand "noch einmal ihren beredten Ausdruckv.. als nach kurzer:) Krankheit Lehrer Meyer Meyberg von uns ging. . Der Oraun blieb bis zur. Ueberführung nach Hamburg, wo der Entschlafene die letzte Ruhestätte fand, in der Synagoge Oldenburg, wo Ehrenwachen sich ablösten. Vor der Ueberführung hielten Landesrabbiner Dr. Trepp, Lehrer" Har tog, Wifhelm^haven und .Benno, d e L e vy' tief empfundene Nachrufe'.^' —' Bei der Bei* Setzung ..in Hamburg würdigten Oberrabbiner Dr. C a r lieb ach und^Landesrabbirier, Dr. Trepp in hinreißenden Worten das Leben des .Entschlafenen. — hi alldem ^Schmerz um diesen edlen Jehüdi klingt tröstlich und versöhnend das Bewußtsein, daß es ihm Vergönnt: waty im;- letzten Jahre sö'ines arbeits- und segensreichen LebeniS' an der Seite/ seiner gleichge-« «hinten Gattin -das' Land seiner' Sehnsucht >KW»'pit n°ch vjn voller Rüstigkeit; zu schauen, Jrasan Berlin' ::15. März. / Früh;yolleWdet. durfte auf i*tt-es Geheiß; Frau Hedy- R b s en b 1 ut h [in. die . *:w»gkeit 'heimgehen;'' Am' 3V. Januar :wurcte .sie,,r 3fl' Jähre ^alt, inr>S al ä- (CSR),"von eitler riesigen .Traueb D «,r 1 « r ä .« I i X gemeinde geleitet, zu Grabe getragen. In den sieben Jahren ihres Wirkens in .Berlin haben wir alle Tugenden einer jüdischen Frau an ihr schätzen gelernt. Sie übte Gmilus Chesed in außergewöhnlichem Ausmaß.. Ihre Frömmigkeit, Reinheit, Wahrhaftigkeit, die peinliche Gewissenhaftigkeit in der Ausführung der Mizwoth überstiegen allesi Gewohnte; Erstaunlich war ihr für eine Frau selten großes jüdisches Wissen, mit dem sie ihr reiches Prof an Wissen in Einklang gebracht hat, ohne dies zur Schau zu tragen. Ihre grenzenlose Emunoh, ihre Sachlichkeit und Tatkraft halben sich in schwersten Lebenslagen; an denen ihr kurzes Leben_so reich war, in vorbildlicher Weise bewährt, .Die Elternyerehrung hat sie nicht nur, ihrem Vater gegenüber in Besonderem Maße -'geübt; sondern auch ihrem Schwiegervater gleich liebevoll entgegengebracht. Ihren Schwägern war sie eine treue Schwester. Das so herrlich Begonnene setzte sie fort, als sie vor zwei Jahren in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Die dort im Aufblühen begriffenen app» ft»a =Kurse sind zum'großen Teil ihr Werk. Noch kurz vor der nn'M hat sie unter Aufbietungihrer . letzten Kraft die "ün npbtn ms» geübt. Möge ihr ■ nw der schwergetroffenen Familie beistehen/ . - / ' ■ -.• .:. ■ •-; rrasm Vetter (Lahn), 14. März. Der Gemeindeälteste, Herr K a t z , beging seinen 8 0. Geburtstag. Auf Veranlassung des Krei&vorstehers Herrn Bankdirektor Rothschild wurde, aus; diesem Anlaß 'ein. G1t - ' tes dienst in der 'Gemeinde Vetter abgehalten/ bei dem Jlerr Provinziälräbbiner Peritz aus Märbürg die Festrede hielt und Herr- Bankdirektor, Rothschild als Kreisvorsteher, den Dankdes\ Kreises zum Ausdrück%brachte. Wir wünschen dem / Altersjubilar, der seit Myie^a'iiJahren den Voilbetördienst in der Gemeindeehrenamtlich versieht' und auch sonst die Seele desl.Gemeihdelebens ist, ehien': frohen Lbensabend in rüstiger'Gesundheit/ •■; Mönchsroth, 15, März: Auf unserem altehrwürdigen Bezirksfriedhof haben wir kürzlich Adolf Epp stein aus Feuchtwangen., Jm.;Alter von 77 Jahren zur letzten Ruhe bestattet^ Fr stammte aus einer; Familie, wo nicht nur >«"l^in und,;nisa gewissenhaft;;; geübt werden, sondern in, derv;sich (die Glieder heute noch mit amv ,no*bn i^ctäi{ijlvn< Sein .Vetter. übte'2 in Mörichsroth den verätitwortiiirgsvollen Beruf eines aus, wie es seirij^Bruder heuteWnöch tut.' In gleicher Weise betätigte sich derifDähingeschiedene im Zusammenwirken mit seiüef glfeichgesinnten Gattin, die ihm^jfpr einigen; Jahren im ITode vorausging, zum Segen. (— Ana Grabe scnilderte -Herr. Lehrer N e>u;m ä n n aus Feüchtwangen: die'; vorbildliche Lebensführung des. Verblichenen. ' 'a'asan {Rabbi Mayersohn ^'^XT» ., J Wien, 17: März. Nach längere^ r Krankheit ist Rabbiner M ä y e r s o h rL. abberufen worden* Rabbiner . Mayersohn gehörte lapge yTahre^^dem. Rabbinate der Wiener Kul= . tusgemeinde an ^und)hatte-seinen Wirkungskreis insbesondere in der sqgV Polnischen Schul, die als Tem- ' 5el dep Kultu^gemeiinde gilt. Er fungierte auch lange ahre .Yorisitzenäer.;des Beth .Din und der' Kommission, d^ /das.Kaschruthwesen der;Kultu®gemeinde unterstellt Hvar. Deto anerkannten. Talmudgelehrteh war; nicht imjner,: gegeben,. Frieden zia halten und Konflikte^.. mit,.gesetzes.treüen 'Teileri. der Ge- :-meihde aus dem' Wege zu 'gehen. In den letzten Jah- < ren zog er sich; vo.n .seiner- Amtstätigkeit zurück' und : lebte nur. . n^njV) nymn by. Mit Rabbiner - Mayersohn ■ wird Wien um ..einen Thorägelehrten von großer Bedeutüng ärmer.. n'asan" V^mi§it;lit^sr Frankfurt a. M,, 16. März. Eine eigenartige. ,,und ^originelle " Bereicherung des R*ü sttag.es z ü P e s - ■ s a ch wird von :der PaIastina=Zenträle' für die Teil-, nehriier der Sijumim zur [Verfügung gestellt, die am Erew Pessach veranstaltet, und bei denen für den jKeren iHäjischuw geworben werden soll, nämlich ' eine deutsche Uebersetzung des' im '$chewet. Jehuda .wi&dergegebenetivBer,ichtes. über -die'Darbringung des Pessachopfers. Durch die Lektüre, dieses Berichtes wird es möglich sein, die. altjüdische Sitte, sich mit dem Pessachopfer am Erew Pessach Nachmittag theoretisch zu beschäftigen, wieder in Deutschland zur" Blüte zu bringen. Die diesjährige Sefira=Aktion durch; die sogenannten v?Omertäsclichen" . soll auch in . diesem Jahr« durchgeführt werden. Die hierzu " nötigen Täschchen, wie auch die oben erwähnte;, Darstellung sind durch das Buro 'der Palästina-Zentrale .der Agudas Jisroel, Frankfurt a, M.,1. S'chwärienstr. 12, zu, beziehen. ,:. ' >p";;,'' '.' Heide (Belgien),, 15. März.- - - Am ^^$*K<W%tirde hier in der, je,schiwa,l4er Wihter-Snian! geschlossen. 77 Bachurim aup. sechis -verscliiedenen: Ländern haben in diesem Semester; in_r derr Jeschiwäi ^'gelernt. ' Sie:' verteilen sich wie folgt: Belgien 39i' Deutschland 20, Holland \ 15. Frankreich, England;und Polen jö 1. Anfragen und Anmeldungen ,für denu^Sömmer-Sinan, der am 15, Iiar beginnt, sind zu; richten, an Jeschiwa Ez Chaim, Heide/Antwerpen (Belgien}. Nr. 11 Seile 13 Berlin, ,16- März. Am Dienstag, den 16. März, fand unter dem Vorsitz des Oberschulrats Kleine der Schulabteilung für höhere Schulen beim Stadt* Präsidenten der Reichshauptstadt Berlin am Realgymnasium der Israelitischen S.y n a g o - gengemeinde (Adaß •■ Jisroel) ~' zu Berlin die Reifeprüfung der Unterprimaner statt. Wie bisher stets haben auch diesmal sämtliche Prüflinge die Prüfung mit Erfolg abgelegt. Der Hälfte von ihnen konnte das Werturteil „mit gut bestanden" zuerkannt werden. Die Schule hat damit auch in der, heutigen schwierigen Zeit ihre unerschutterte Leistungsfähigkeit bewiesen und erneut gezeigt, daß sie die Vor? aussetzungen der staatlichen Anerkennung erfüllt. Die öffentliche Entlassungsfeier findet Sonntag, den 21. März, vormittags 11 Uhr, in der Aula des Realgymnasiums, Siegmundshof 11", statt. Ein Jubiläum der Volksschule Morijah. Köln, 15. Mär2. Das 30jährige B.estehen der Volksschule Morijah festlich zu begeben, hatte sich, außer den Lehrern und Schülern, eine große Schar von Freun* den am Mittwoch, den 10. März, im großen Saale der Rheinlandloge eingefunden; Mancher mußte sich mit einem Stehplatz begnügen, und viele,' die zu spät kamen, mußten unverrichteter Sache heimkehren Die Feier wurde eröffnet durch einen von Herrn Lehrer Simons verfaßten und einer Schülerin der 1 Oberklasse gesprochenen Prolog. Alsdann begrüßte Herr Dr. 'Ha^r t h , der seit Gründung Leiter der Schule ist, die Erschienenen und gab einen kurzen U.eberblick über die Entwicklung der Morijah. Sie wurde am l. April .1907 von dem unvergeßlichen . Rabbiner rund Seminardirektor, Herrn Dr. Emanuel . .Carlebach: 's. ' als Uebungsschule des Jüdischen ^Lehrerseminars' mit 46 Schülern gegründet, die in zwei Klassen unterrichtet würden. Heute zählt die Anstalt ca. 170 Schüler, die auf 6 Klassen verteilt sind.1 Der Gemeinderabbiner,. Herr Dr. David Carlebach, beglückwünschte die Schule zu ihrem : Jubiläum und erteilte den Chower-Titel dem . unermüdlichen Lei- .ster, Herrn Dr. Jos. Harth, dem ebenfalls seit der Gründung sich mit ganzer Kraft der Schule widmen- >den Herrn Dr. Moses S t e r n, dem Direktor der höheren Schule Jawne, Herrn Dr. K 1 i b a ri s k y , für seine großen Verdienste um das jüdische Schulwesen und dem seine-wertvollen Dienste uneigennützig: jeder» zeit zur Verfügung stellenden Schularzt, Herrn Dr. Jül. O c h s. Der Vorsitzende der Synagogengemeinde Adaß Jeschurun, die heute!die Trägerin der Morijah ist, Herr Jonas Wolf, entbot die herzlichsten . Glückwünsche der, Gemeinde und übermittelte innig* sten 'Dank dem gesamten Lehrerkollegium für seine hingebungsvolle Tätigkeit im Dienste der jüdischen Jugenderziehung, besonders dem Leiter, Herrn Dr. Harth, den jahrzehntelang an der Schule wirkenden Herren Dr. Stern, Kanthai, Simons und Söffe, und der 12 Jahre an ihr tätig gewesenen ersten Lehrerin Frau Jenny Marx, geb. Löwenthal. Er verlas einen Brief der Reichsvertretung, die es bedauerte, nicht beim Feste vertreten sein zu können und unter herrlichenGlückwnschen ihre «Verbundenheit mit der Schule zum. Ausdruck brachte. Sodann begann die eigentliche Schulfeier, die aus. Darbietungen der einzelnen. Schulklassen bestand. Man käme in Verlegenheit, wollte man / einzelne Aufführungen, besonders lobend hervorheben. Alle Schüler und Schülerinnen boten ihr Bestes. Man regötzte sich an den entzükkenden Vorführungen der Kleinen nicht minder, wie an den ans Künstlerische streifenden Leistungen ider oberen Jahrgänge. Alles ohne Ausnahme, insbesoü* dere die in reinem Hebjäisch vorgetragenen und gespielten Stücke, atmete den sittlich erzieherischen jüdischen Geist, der an der Schule herrscht. Umrahmt wurde die Feier von Gesängen, mustergültig dirigiert von Herrn Oberkante/ Söffe und: fachmännisch begleitet von Herrn Musiklehrer Julius Goldberg; Der Vorsitzende des Schuivereins, Herrslsaac van Cle'ef,- sprach allenTeilnehmern aus dem Herzen,' wenn' er den Dank aller Zuhörer Lehrern und Schülern für das Gebotene, aussprach und sein Ap-; pell zum Eintritt in den. Schulyereui wird hoffentlich weithin Widerhall finden. Besonderer. Dank gebührt Herrn Lehrer Kanthal und dem nicht dem Lehrerkollegium angehörenden Herrn Lehrer F r e i m a r k , dia sich um das Gelingen der Feier äußerst verdient gemacht haben. — Der Abend war für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis, hatte doch jeder die Empfindung, daß an der Morijah wert-volles Gut gepflegt wird zu Gunsten der Ausbildung der jüdischen Jugend Kölns und Umgebung. Leipzig, 12. März. Der Hilfsvereini s r a e - iitischer Gewerbetreibender besteht in diesen Tagen 50 Jähre. Der Verein hat sich große Verdienste um die' Soz.ialarbeit innerhalb der jüdischen Gemeinde in Leipzig erworben. Insbesondere auf deni . Gebiet produktiver Fürsorge hat er schon vor Jahren. Erfahrungen sammeln können. Nach dem Jahre 1933 'hat-der Verein wertvolle-Arbeit auf sozialem Gebiete geleistet. §o hat er im letzten Jahre mehr als 400 Kinder mit Kleidungsstücken, beschenkt. Der Verein hat bereits im Jahre 1899 eine Darlehnskasse gegründet, die{ zahlreiche Existenzen erhalten konnte. :;: