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Der Israelit · 1937-02-25 · Heft 8 (25.2.1937) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 8 (25.2.1937)
Date
1937-02-25
Page
– (sequence 15)
Language
German
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fqpjSIg^l^SS^^ 25. FetfruaV 1937_ 14 t a e Iii Nr. 8 Seite 15 Die Frankfurter Woche- Fürsorgeausschuß der IRG. Wie bereits berichtet, versendet der Fürsorgeausschuß der IRG. eine Aufforderung ah .seine Freunde, i ihn, wie in den' früheren . Jahren(!„_ in den- Stand zu [setzen, die Bedürftigen, insbesondere' die verschämten Armen, mit Mazzoth und allem anderen-Nötigen zu den Festtagen zu versorgen. Das Bild auf dem Rundschreiben, das. wir hier wiedergeben, zeigt, worauf es in erser Reihe ankommt. „Wer hungert, komme und esse mit; wer bedürftag ist, komme und halte Pessach!" heißt es im Eihleitungsgebet. zum Sederabend. ... , Spenden sind auf Postscheckkonto Frankfurt a. M„ Fürsorgekasse IRG. 49792, oder direkt an Herrn Perez Mosbacher, Zeit 123, erbeten. Eintopf-, Pfund- und PessachrSpende^, Am Sonntag, den .14. März, sammeln wir Eintopf- Spende, PfundrSpende. und P es s c h - S p e hd e. Zum 1 e t z t e n Mal in diesem Winter ergeht /der dringende Ruf der Jüdischen Winterhilfe an Alle; Helft uns die schwere Aufgabe dieses Winters zu Ende zu führen! An unseren Feiertagen darf keiner unserer Briider in Not und Sorge sein! Die Jüdische Winterhilfe 1936/37 Frankfurt a. M. hat das Postscheckkonto: Ffm. 66600 (Fei-nspr. 43703). Konzert zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe Frankfurt a. M. Am Samstag, den 13^. März, findet im Großen Saal des Saalbaus das zweite-und letzte Konzert der Jüdischen Winterhilfe in diesem Jahre statt. Unter der künstlerischen Leitung von Max Neumann wird eine Reihe angesehener Solisten und.ein Orchester von 38 jüdischen Berufsmusikern einen „ Wiener A b e n d " veranstalten, der Werke von Beethoven, Mozart,. Schubert, Goldmark und Brüll und vor allem vokale und instrumentale Werke von Suppe, Millöcker, Johann Strauß (Vater und Sohn), Kreisler, Fall und Heuberger umfaßt. . Außer seltengehörten Stücken werden beliebte Werke sowie Arien und Duette aus „Der Operuball" und „Der liebe Augüstin" von Leo Fall geboten werden. Das vielseitige Programm und der bedeutsame Zweck lassen ein ausverkauftes Haus erhoffen. Pessachgeschirr für Kibbuzim. Von der Palästina-Zentrale der Agüdas Jisroel, Frankfurt a. M., Schwanenstraße 12, wird^ uns geschrieben: Für die agudistischen Kibbuzim Gedera und K f a r S a b a wird noch P e s s a c h G e s c h i r r benötigt. Die Palästina-Zentrale der' Agudas Jisroel hat Gelegenheit, noch rechtzeitig vor 'Pessach geeignete« Pessach-Geschirr, wie, Eßgeschirr und größere Kochgeräte nach Erez Jisroel zu schicken lind wir bitten daher, uns möglichst gut erhaltenes, einwandfrei koscheres Pessach=Geschifr zur Verfügung zu stellen. Telefonische Anmeldungen unter 47 324 genügen; die Palästina-Zentrale-läßt das Geschirr abholen. Jahrzeitslernen für Rabbi Jakob S. Posen V"22T- In diesem Jahre findet das Jahrzeitslernen der ehemaligen Schüler von R. Jakob S. Posen, ^"XT am Montag, den 1. März (19. Adar), abend® 20.30 Uhr, im Jakob-Posen-tZimmer Hermesweg. 5—f, 2. statt. Es wird um, Beteiligung aller ehemaligen .tanrtbh gebeten. : . „Aus dem Ghetto zum freien jüdischen Staat". Am Samstag«; abend sprach inv „Vereinshaus", ^chersheimerlandstr. Georg Kar e s k i , Berlin, an Stelle des für .diesen Abend angekündigten Rabbiners frof. Dr. Blau,/Oderberg. Es wardas dritte Mal innerhalb eineinhalb Jahren,. daß Georg Kareski, zum Frankfurter Publikum sprach, Er glossierte eingangs •das Ruhebedürfnis gewisser Kreise-,; die es nicht vertragen.;''j^'Öi^.evi'r^«nn\ - nlä'ni über, die Dinge spräche, ,uö4 6w':dbn:ii^:6I|^'Hnc^i^'e. seien. Es h^te^,süäfksichts der jüdischen Situation inder ganzen ^elt, ■däs Gewissen wachzurufen. Südafrika s«ii beispielsweise ein leeres Land, das1 dringend neuer Menschen* massen bedürfe] und doch 'genüge "die Einwanderung von etwa 3000 jüdischen Mensehen aus Deutschland schon, daß die Gesetzgebung die Einwanderung dros- . sele. Aus dieser Maßnahme könne man mit Leichtigkeit eine völlige Sperre machen. Jüdische Mitglieder des Parlaments 'haben für diese Maßnahme gestimmt, und man nehme diese. antinationaljüdische Haltung mehr oder weniger widerspruchslos hin. — .Auf .die katastrophalen Verhältnisse in Polen übergehend, nannte Kareski die Bemühungen, die Unterstützung amtlicher Stellen für den Umbau und Neuaufbau jüdischer Wirtschaftskraft zu erhalten, .illusionär. Es gebe hur eine Möglichkeitj und das 'sei die Massenauswanderurig. Wer fremd sei in einem Staat, das bestimme die Mehrheit, und überall, wo wir'die Minderheit seien, müßten wir. die ■ Rolledes Schutz= Juden spielen. Dieses Schutz-Judentum sei zu überwinden, und an seihe Stelle. müsse ein Staatsvolk treten. Und das sei eine Frage* die nicht allein abhänge von politischen Bedingungen, vielmehr sei sie vor allem abhängig von uns-selbst. Daß eine Weltmacht wie Rom der' allergrößten Anstrengung bedurfte, um den; jüdischen Staat zu zerschlagen, und in Bethar auf der Kampfstätte nicht ein Ueberlebender blieb, sei — so sagte der Redner — beweiskräftig genug für die Todesverachtung und nationale Stärke des Judentums. - 'Die jüngsten Erklärungen des französischen Kolonialministers nannte der Sprecher des Abends eine Verhöhnung des jüdischen Volkes. Heute mache man sich lustig über:-den Realpolitiker Jabotinsky und sei ' so närrisch, zu glauben, daß die Judennot durch die Hilfe von .irgendwelchen parlamentarischen Ihstanzen usw. gemildert werden könne. Es bleibevnur übrig, die Juden Polens zu evakuieren, wozu allerdings ungeheure Opfer an Geld nötwendig seien. Was vor der Königlichen Kommission von .Weizmann gesagt worden sei, sei unzulänglich. Er hätte vor allem darlegen müssen, daß die Juden vor den Arabern das Land, besessen, und zweitausend Jahre hätten sie nicht aufgehört, zu glauben, daß die Sonne der Freiheit auch unserm Volke wieder leuchten wird. — Bemerkenswert sei es, daß Üssischkin, der Nestor der Zionisten, aus sogenannten Gründen der Disziplin geschwiegen hätte, stati ans Rüder zu springen, und männlich zu handeln! Jabotinsky hätte gesagt, daß sechs Monate Unruhe von der Verwaltung Pa* lästinas verschuldet worden sind, und deshalb begreife man, daß sie ihm die Einreise ins Land zum Erscheinen vor der Königl. Kommission verwehrt habe, obgleich die letztere ihn zulassen wollte, um auch die Revisionisten zu hören. — Nach Kare&kis Meinung gibt es keinen anderen Weg für die Juden* heit, soll er zur Freiheit führen, als den der Staats* volk-Werdung. Diesen Glauben zu wecken,, sei die Aufgabe der Staatszionisten. „Vielleicht muß man wirklich mal einige hunderttausend Menschenleben aufs Spiel setzen, und warum, sollen wir nicht mit Blut Opfer bringen. " wo Hunderttausende auf den Schlachtfeldern im Weltkrieg (gefallen sind!" Die Erziehung zur Wehrhaftigkeit sei notwendig, und deshalb habe Wolfgang von Weisl neuerdings in Genf Schritte unternommen, um. die Schaffung einer größeren Legion wie die im Jahre 1915 von Jabotinsky gegründete zu ermöglichen. . Ha. Für die AermSten der Armen. Der Fürsorge=Verein für israelitische Nerven» und Geisteskranke e. V. Aschaffenburg a.. M. (Postscheckkonto: Nürnberg Nr. 3527) versendet einen Auf ruf , in dem er herzlich bittet, der Kranken in Liebe zu gedenken und den Verein nicht zu verlassen in der Erfüllung der heiligen Pflicht. Denn nicht nur um Kranke schlechthin handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle, sondern um zweifach unglückliche Menschen, bei denen zur Krankheit sich Not und Armut gesellt. ■ Martha RoSenberg Nach schwerem .Krankenlager entschlief Martha R o s e n b e r g', deren Leben erfüllt war von wahrhafter Frömmigkeit. Aus einem angesehenen frommen Elternhaus© stammend, war es ihre höchste Befriedi* gung, ihre Lebensführung in streng traditionellem Sinne gestalten zu können. So war sie nahezu 20 Jähre im Hause der Familie Max Grebenau — und besonders nach dem Ableben des Herrn Grebenau — in vorbildlicher und hingebungsvoller Weise den Angehörigen eine edle, gütige Freundin und Helferin, die aber auch in weiterem Bekanntenkreise geschätzt wurde und unvergessen bleiben wird. n-a«* Orchesterkonzert des Kulturbundes. Generalmusikdirektor Prof. Julius Prüwer lei* tete sein Programm mit . dem . concerto grosso von Ernest Bloch ein. Vor cä. sieben - Jähren hörten wir dieses1" Werk als Erstaufführung .in einem Konzert der Museumsgesellschaft in der meisterlichen .Interpretation von Brunp Walter. Der 'günstige und nachhaltige Eindruck, den wir dama'ls hatten,, haf sich jetzt bei; der Wiederbegegnung mit dem Werke noch mehr ver*, tieft. Mit dem alten-.concerto grosso-Stil eines Händeis hat: die ■Komposition nur die äußere Form und Einteilung ■•' gehiein. Bloch durchdringt es ihit dem neuen, ' modernsinfonischen. .Stil. . Der Klavierpart würde von Prüwer trefflichst dürchgeführtj Die Solistin id^eip Abends, die hier nicht unbekannte Altistin Ruth Arn df/ K i seh, sang mit ihrer gepflegten Stimme Arien von Händel, Mendelssohn und Lieder von Wolf. Prüwer war ein stilgewandter und sicherer Begleiter. Zum Schluß hörte man eine stilge-' rechte Wiedergabe der Sinfonie in d=dur (Londoner) von Haydn. Alfred Kahn. Chorkonzert. In einem Chorkonzert, das der J ü d i s c'h e K a irinerchor unter Lejiurig von" Dr. Nathan Ehre n - r ei c h im Rahmen des' Jüdischen Kulturbundes äiri Samstag, den 1. März, abends 8 Uhr, im- Vereinshaus veranstaltet, . gelangen' Ghorgesänge von Brahms-,' Schubert, Hasler, Bartok zum Vortrag. Die Klavier* begleitung hat Lilly>;-; S c h w'ä r z M a y er h öf er übernommen. Im zweiten Teil dieses Konzerts findet die Uraufführung der Kantate „Jakob und Esau" von Rosy Geiger-Kullmann ■ mit dem. Text von Alfred- Auerbach statt, bei. der als Solisten mitwirken: Lore Michaelis (Sopran),;Pätila L e vi (Alt), Rolf San-: d e r (Tenor), Hans A si e h'he i m (Bariton). Am Flügel: Rosy G e i g e r -K u-11 m ah n;. Puirim-Zeitnng. Das L imud-Ä.m t der E P. A. J. stellte einige Purimblätter zusammen ^verantwortlich zeichnen Fried und Fred), die. in';'l&iipi£et' ^7eise''judisehe..Frägen des Tages, :auch'. AgüdaprpbTeme behahdelri. Da die Parodien und Einfalle auch am Schuschan-Purim noch gelesen , werden können, so sei, hier. a8f.' die Ausgabe, die zum .Preise, von. 20 Pfg. zu. haben '.ist',, verwiesen. ' " ' '^' o ' | . '-" Berichtigung. . In der Besprechung des Mischnatraktat „Tamid''. in der Nummer ypm 28. 'Januar 1937 handelt es sich um die Ausgabe .von Dr.. A. B r o d y (nicht Brodz). :. Zu dem Nachruf: auf Frau Else Dickermänri in der jüngsten Nummer des „Israelit" -ist zu berichtigen,- daß die Heimgegkhgehe erst 37 Jahre (nicht 57} alt geworden isti " '. Frankfurter Vereinskälender. Verem Mekor Chajim. Schabbös morgen nach Schluß der Synagoge: D'i'Hf Herr R.-A. Dr. E. Poseja;'' — nachmittags 4 Uhr iiri ■ Vereihslokal, apy» Herr Rabb. H. Mayer. — nachm. 3.45 Uhr im Hörsaal: Chumiseh mit Ra£ehi/ HftTf Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, piK t)0Y>. Herr S. Schachnowitz. —• vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, onia» -[in, Herr R A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, Kim, Herr J.' Soff er. — nachm. 5.45 Uhr im Hörsaal) Vortrag des Herrn cahd. med. Alex- Zimmermahn über: „Assimilation und Nachahmung" Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal: mva- Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (pVin) naa, Herr Rabb. Dr. J. Breuer.- Dienstag (auch Freitag) morgens nach , Schul, niWB, Herr R'-A« Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch Donnerstag) im Lokal, mm, Herr R.rA. Dr. E. Posen. JahrzeitsstUtungen. Schabbos, 27. Februar: Heinrich Hanau-Stiftung. Schabbos, 27. Februar: Marianna Wallach-Stiftung. Sonntag, 28. Februar.: Theodor Mayer-Stiftung. Montag, 1- März : Johanna Eliason geb- Weil-Stiftung. Montag, 1. März: Lina Stern geb, Stern^Stiftung. Freitag. 5. März: Moses Loeb Rosenbaum-Stiftung., . Freitag, 5. März: Marcus,Hirsch-Stiftung. ' ' „Jüdisch-wissenschaftliche LehrknrSe". Sonntag abend 8 Uhr im Vereinslokal: „Ausgewählte Stücke aus der Tefillo", Herr Studienrat J. Kaufmann. Liwjäth Chen. Sabbat nach Mincho 4 45 Uhr im Hörsaale Friedberger-Anlage, Vortrag des. Herrn Schachnowitz über: „Vom Chorew bis zum Karmel". Agada:» Jisroel-Ortsgrappe. * Thora und Massar. Der Baäle Battim-Schiur des Herrn R.-A. Dr. M. Schlesinger findet ab kommenden Schabbos svr\ 'D, wieder redelmäßig am Schabbos nach Mincho (17 Uhr) und Mittwoch 20.30 Uhr in deJH Wohnung des Dozenten. Schwänenstr. 12, statt. \ (Alle Schiurim wie üblich) Gesellschaft für jüdische Volksbildung. . Sonntag, 28. Februar 20.30 Uhr.. „Ezechiel u. wir"' Rabbiner Dr. Maybaum, Berlin. — Montag. 8. März 20.30 Uhr. „Leopold Kompert", Dr. Eduard Schreiber, Frankfurt a. M- — Sonntag. 21. März 20 30 Uhr; „Pesach- Weihestuhde". Rabbiner Dr. Lazarus, Wiesbaden. Gebetzeiten. XVTi TftV> Freitag abend 5.30 , .. . . Samstag naawn 6.50 Samstag morg. 800 Samstag nachm. 1.00 und 4.30 Samstag abend 6.50 .; Wochehg 'ttesdienst: Hauptminjan. in der Synagoge 6.30 . 2. Minjan 7,30 AnG'ttesdienstanschließend: Lernendes o»»n.ipa- . 'Vereins im Hörsaal Nachmittags 5.3jO, ,; Tefillinjegen am Morgen 6.20

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