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Der Israelit · 1937-02-18 · Heft 7 (18.2.1937) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 7 (18.2.1937)
Date
1937-02-18
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 28 leicht spricht G'tt durch den Mund der Kinder zu uns. Und da er sie erreicht hatte,, fragte er sie nach dem Posuk, den jeder von ihnen heute in der Schule gelernt. Der erste Knabe sagte: Ich habe einen Vers aus (3, 25) gelernt, er lautet •Kian 'd qw n*w»i öians ins» xtd „Fürente dich nicht vor plötzlichem Schrecken und vor der Frevler Ungestüm." Der zweite Knabe antwortete: x ♦^p na» ■»a-bip» "in rm nani nxsr ixy „Ratet Rat, er wird zerstört, redet Wort, es wird nicht bestehen, denn mit uns ist G'tt" (Jes. 8, 6). Und der dritte Knabe: 'n'"»w» bnpx -»as nn-w isrv. »in napt isn U^öKl VaöH KttW-Und bis zum Alterbin ich es, und bis zum Greisenalter werde ich es tragen. Ich habe gemacht, ich werde erheben, ich werde, tragen, ich werde erretten (Jes. 4, 3). Mordechai reichte den Knaben die Hand und sagte: Ich danke euch, für die Kunde, die ihr mir gebracht. Ja, G'tt wird uns helfen, auf ihn wollen wir vertrauen. Er hat geholfen und wird auch helfen. Geht, und lernet fleißig. Als Mordechai sich umschaute, stand Haman hinter - ihm. „Was haben die Knaben zu dir gesagt?" fragte er, „daß du so sorglos bist." „Sie haben mir gute Botschaft gebracht, ich fürchte dich nicht" gab ihm Mordechai zur Antwort. II. Was aber war geschehn? Nebukadnezar, der König von Babylonien, hatte das Reich Juda erobert, den Tempel zerstört und die Bewohner des Landes nach"*Bäbylonien in die Gefangenschaft geführt, das ist natürlich nicht so zu verstehen, als ob sie nun alle in die Gefängnisse hinein, und ihr Leben hinter dicken Kerkermauern verbringen mußten. Nein, so nicht. Das ganze Land war ihnen gleich -einem Gefängnis, sie konnten nicht wieder zurück in ihr Heimatland. Und darum, trauerten und weinten sie. „Trauernd saßen wir in Babel an der Flüsse Rand. Weinten, weinten, Weil verloren uns das Heimatland. Nicht singen konnten wir, weil zu groß die Leiden, Und die Harfen hängten wir an die alten Weiden. . „Singt uns ein Lied von 'G'tt, der sprach: „Es werde" . Wie können singen wir das Zionslied auf der fremden Erde?" Das babylonische Reich blieb aber nicht lange mehr selbständig. Die Perser kamen und eroberten das Land. Babylonien war nun eine persische Provinz geworden. Bald wohnten die Juden in den- Dörfern und Städten des großen und weiten Reiches. Sie wurden von den persischen Königen milde und freundlich behandelt. Sie erhielten Felder und Gärten, sie bauten sich Häuser, und vor allem, sie konnten leben, wie die Taurö es ihnen vorschrieb. Sie taten} wie der Prophet Jeremia ihnen von Jerusalem aus geschrieben: „Suchet das Wohl des Landes, dahin ich Euch geführt, und betet für es zu G'tt; denn sein Wohl ist auch euer Wohl." -Und sie hörten auf das Wort des Propheten Jecheskel, der mit, ihnen in die Gefangenschaft gegangen war.. Viele von ihnen nahmen hohe Ehrenstellungen ein, so waren sie glücklich und dankten G'tt dafür, daß er sie auch im fremden Lande nicht verlassen. Das sollte nun plötzlich anders: werden. Ein schwacher und launenhafter König saß auf dem Thron. Sein Minister Haman hatte es verstanden, sich die Gunst des iKönigs zu erringen; Der König erließ ein Gesetz, daß jeder, der dem- Haman begegnet, sich vor ihm bücken solle. Das taten alle, nur der fromme und unerschrockene Mordechai nicht. Mordechai bückte sich nur vor G'tt, nicht vor Menschen. Und Haman trug ein Götzenbild auf seiner (Brust. - Als Haman merkte, daß Mordechai sich nicht vor ihm bückte, ergrimmte er sehr und sann auf Rache. Aber nicht nur Mordechai, alle; Juden sollten sterben. Er ging zum' König und sagte:] Es lebt ein Volk zerstreut und abgesondert unter den Völkern deines Reiches, es hat seine besonderen Gesetze, und die Gesetze des Königs befolgt es nicht! Wenn es dem König gefällt,, so ergehe eine Verordnung, dieses ganze Volk zu vernichten. Der König gab dem Haman seinen Siegelring und sagte: „Das Volk ist in deine Hand gegeben, tue mit ihm, wie diu es Sur gut hältst." Sogleich wurden Eilboten ausgesandt, die überall im ganzen Land des Königs . Befehl bekannt machten, daß alle Juden am 13. Adar getötet werden sollen. Der König und Haman setzten sich hin, zu zechen; in der Stadt war tiefe Trauer. * - .;. Da sprach der Knabe wie ein Prophet zu Mordechai: „Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken und vor der Frevler Ungestüm. * ":, Wenn du morgens das ipbv -gebetet hast, und hinaus mußt ins harte Leben, dann spricht heute noch der Knabe zu dir. XTn v Fürchtest du, daß alles zerbricht, hoffe auf G'tt, er verläßt dich nicht. . / (Fortsetzung im nächsten Jahr.) - EMKA. Preisaufgabe. Liebe Kinder! Ich hoffe, daß Euch die Purine nummer des „Kleinen Israelit" gut gefallen wird. Um Euch noch eine Purimfreu.de -zu ^bereiten, will ich Euch eine Preisaufgabe. stellen. Für die Kinder, welche beiliegende Federzeichnung (von Herrn Zeichenlehrer JeideVji am schönsten ausmalen, und ausschmücken können, hat der Verlag schöne Preise gestiftet. Es können sich an diesem Wettbewerb Kinder bis -zum Alter von 15 Jahren betenigen. 'Letzter Einsendungstermin: 5. März a. d. Verl; d. ^Israelit". Ich wünsche Euch allen Erfolg und Preis. Deka.

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