Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 6 (11.2.1937)
- Date
- 1937-02-11
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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Seite 23 Kisten verpackt, zur Bahn gebracht und nach Haifa befördert Von hier aus treten sie die Reise nach Europa an. Nachdem es einige Tage fest geregnet hat, als ob alle Englein im Winter das Wasser mit Eim-ern: ausgießen würden, hellt sich der Himmel plötzlich .wieder auf, die Sonne lacht am Himmel,-.und es ist so warm wie an einem Junitag dort bei Euch. Zuweilen kommt ein Wind und rüttelt und schüttelt an. den Apfelsinenbäumen. Dann ist plötzlich der. Boden mit gelben 'Früchten bedeckt. Da holt man einen .Sack, und -100—150 Früchte steckt man hinein. Gelt, das wäre was für Euch? Wollt Ihr mehr wissen, so schreibt an den „Kleinen Israelit". Euch allen recht herzliche Erez Jisroel-Grüße von Eurer Tante Lilo. Hebräische Zahlzeichen. (Fortsetzung.] Nun zu einigen Beispielen aüs dem praktischen bürgerlichen und religiösen Leben. Hier sei vorausgeschickt, — das um anzudeuten, — aß die Buchstaben nur Ziffern und nicht ein innvolles Wort bezeichnen wollen, am Ende, bezw. bei mehreren verbundenen Buchstaben vor em fetzten ein ^Kürzungszeichen angebracht wird, .* Also 1 4, ybw 333 aber &w Schnee. Die Wochentage werden durch Buchstabenziffern wiedergegeben; es bedeutet also 'St BT Sonntag, '3 qv Montag, '5 öv Dienstag usw. Hier können wir gleich eine praktische Kalenderregel anknüpfen, die Ihr Euch merken wollt. Sie lautet: nöB VH3 K^ .Wn ttTKI H8-^' d. h. Der erste Tag rosch haschonoh fällt nie auf olef, doleth .und wov, will heißen, nie auf Sonntag, Mittwoch und Freitag; ferner: Der erste Tag Pessach nie auf Montag, Mittwoch, Freitag. Atich die Jahreszahlen werden natürlich durch solche Buchstaben gekennzeichnet; wir schreiben jetzt 5697; dies heißt p»sb T"X1IV Der Zusatz p"ö^> bedeutet |Dj? tJlöV nach der abgekürzten Berechnungpda die Anzahl der Tausender fast stets weggelassen wird. Will man aber auch diese angebeji, so geschieht es, indem man den Buchstaben der Tausender gesondert, meist verstärkt, vorausstellt und ya^ -^VU Ü*1S^ (nach der: großen Berechnung) oder äuch ya^D^IST nttna^ (nach der Weltschöpfung) dahinterstellt, also rsV rrm 'n 5697. Für heute mögen diese kurzen Ausführungen aus einem interessanten Kapitel genügen. Wir werden s. G. w. bald dieses Thema zu erweiternversuchen, wenn Ihr Freude an ihm habt, und es* wird sich dann, auch manches Amüsante und Unterhaltende ergeben, das sicher Euer Interesse erweckt; < Str. : Aller Anfang ist schwer. Der Landstreicher. Freitag Abend ist's. Schon bricht. . Mild die Winternacht heran. - Vollmond streut sein Silberlicht Ueber Wiesen, Feld und Tann'. Einsam bin ich und verlassen. •Müde lehne ich das Haupt - An den Baumstamm fremder Straßen. Schuh' und Kleider sind bestaubt. Freitag Abend! Im die Kindheit Schweift mein trüber Sinn zurück; Längist versank die gold'tie Zeit Meiner Jugend Eiland- Glück. — Vater einst, im Feierkleide, Wandelte zum G'tteshaus. Mütterchen, in steifer Seide,' Bindet einen Blumenstrauß, Nie vergesse ich da« Zimmer In der Kerzen wannen Schein. Sabbatlicher Weihe Schimmer Hüllt die trauten-Möbel'■ein. ~ Und die alte Köchin' Trade Klappt mit Tellern , in der Küche. Aus den Töpfen in. der Grude " Steigen Speise-Wohlgerüche. ■ . Gut© Mutter, sanft und linde, Legt die liebe Hand zum Segen .„ ~ Auf die Locken ihrem Kinde Nimmt des Söhnleins Kuß entgegen. :Äuf des Tisches weißem Linnen Duftet frische® Weizenbrot! Lang ist« her.--~— Die Tränen rinnen Langsam in den Straßenkot. „ -Doch die Lippen formen Lieder! -"■ Von der . steilen Bergeswand Schallt Lecho Daudi hernieder, '.r— Wie ein Gruß aus Jugendland. r .feK.