Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1937-02-11 · Heft 6 (11.2.1937) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 6 (11.2.1937)
Date
1937-02-11
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2450961-2450967--82788-2540743
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite,22 dieser heiligen Handlung . teilnehmen, weshalb das Volk schon vorher an seine Reinigung gar mahnt wurde. w O. ' Wie stelle ich mir eine Mappe zum „Kleinen Israelit" her? Liebe Kinder, die vielen Briefe, welche ihr mir gesandt ^habt; beweisen, wie sehr ihr euch mit' dem „Kiemen Israelit" freut. Und' nun will - ich auch halten, was ich euch versprochen habe. Wir wollen heute eine Mappe herstellen, in welcher ihr eure Kihderzeitüng aufbewähren könnt.. Gut aufgepaßt, und es wird euch gelingen. Wir, schneiden zwei gleich große Pappen 28X19 cm und einen Streifen aus starkem Papier 28X7 cm. Auf diesen Streifen kleben wir die beiden Pappen so, daß ein Abstand von 2 cm4 entsteht, (Rücken der Mappe). Jetzt schneiden wir noch einen Streifen 27X7 cm und 6 Streifen 27X4 cm. Diese knicken wir in der Mitte und nähen sie mit Zwirn auf den großen Streifen. Nun wollen wir das Aeußere der Mappe herstellen. Dazu könnt ihr euch beim Papierwarenhändler Künstler- oder blaues Lederpapier kaufen.. Dieses Papier wird so groß geschnitten, daß ein Rand von 2 cm um die Mappe stehen bleibt. Bevor wir jedoch dieses Papier aufkleben, schneiden wir zwei einfarbige Papiere ^27X18 cm (für die inneren Wände). Und nun beginnen wir mit dem Kleben. Das zugeschnittene Außenpapier wird mit dünnem Buchbinderleim bestrichen und . die Mappe so daraufgelegt, daß die Einschläge auf allen vier. Seiten gleichmäßig vorstehen. Wir drehen das Ganze so um, daß das Papier nach oben zu ■ liegen kommt und reiben dasselbe mit der Handfläche gut an. Die Mappe wird wieder in'1 die-erste Lage gebracht, und die Ecken des Papiers werden mit der Schere bis auf ca. 3 mm abgeschnitten. Jetzt schlägt man das überstehende Papier tun und zwar erst auf zwei gegenüberliegende Seiten, und dann werden die beiden anderen Seiten eingeschlagen. Und nun wollen wir die Mappe von innen bekleben. Zuerst ' das Mitfelstück! Das Papier, .auf welchem, die sechs Streifen genäht sind, wird mit Lelm bestrichen und aufgeklebt. Jetzt bestreichen wir die beiden Papiere (27X18) mit Leim und kleben sie auf die Innenseiten. Achtet aber darauf, daß ein gleichmäßiger Randabstand bleibt. Die Mappe ist fertig. Sie wird ca. 12 Stunden lang gepreßt, und ihr könnt dann die vorhandenen Nümmern des „Kleinen Israelit" einkleben.. Wer seine Mappe verzieren will, kann auf die Außenseite der Mappe den von Herrn . Zeichenlehrer Jeidel gezeichneten Kopf der Kinderzeitung kleben. Wer eine solche Verzierung haben will, schreibt es mir. Für Porto und Ausiagen^bitte „ ich eine 10 Pfg.-Marke beizulegen. Und nun an die ArbeitI \ r : Viel Glück und gut Purim. wünscht euch; euer . Deka (D. Katz, Frankfurt a. M., . Oberer Atzemer 9, I.) (Fertige^ Mappen sind zum Preise von Mk. 1.50 im Verlage, des,„Israelit" zu haben.) ♦Dwn tii^i min y»ö Hade r a , den 20, Tewet. - Seht Ihr, liebe Kinder, ich bin schon verheiratet und lese doch so gern den „Kleinen Israelit". Nun will ich Euch von Zeit zu Zeit darüber berichten, wie es hier in Erez aussieht. Ihr wißt, ja von r~nsy TDl? an beten .wir jeden Tag dreimal ewan TWI min üMPö G'tt soll den Wind wehen lassen und soll uns Regen geben. Da muß; "ich Euch gesteben, daß ich nie so recht verstehen konnte, als ich noch in der deutschen Hei- •' mat war, warum man vom Eingang des Winters an um Wind und Regen betet. Im Winter gibt es doch Eis und Schnee, die Natur schläft und wir bitten um Wind und Regen. ^Freilich sagte man mir immer, dieses Gebet , beziehe sich ja auf Erez Jisroel, wo unsere Väter hauptsächlich sich mit Ackerbau beschäftigten. Und doch," ich konnte es nicht so recht begreifen. Heute, da ich in Erez lebe, und vom Morgen bis zürn Abend im Pardeß (Garten) arbeite, verstehe ich es, warum wir hier und in der ganzen Welt die/ jüdischen Menschen gerade im .Winter um . Wind und Regen bitten. Wind und Regen bedeuten für den palästinensischen Bauer die Vorbedingungen zur Ernte. Wenn vom heißen Sommer die Erde völlig ausgetrocknet ist, Gräser und Blumen verbrannt zu Boden liegen, erwartet man sehnsüchtig mit Beginn des Suckot-Festes den Regen. Doch erst nach einem heftigen Wind, der vom Meer her die Wolken treiben muß, kann der ersehnte,Regen fallen. Und deshalb unser. Gebet um Wind und Regen. — Sobald der erste Regen gefallen ist, atmet alles erleichtert auf, die Natur wacht auf zu neuem Leben. Ueberall wird's grün, die Bäume beginnen zu blühen, der Bauer bringt den Samen in den Boden, und schon naöh einigen Tagen sieht man die - jungen Pflanzenen emporwachsen. Ebenso warten die Pardessanten -fdas sind -die Besitzer der Apfelsinengärten und mit ihnen alle ihre Arbeiter auf Regen, denn nach dem ersten Regen beginnen innerhalb 24 Stunden die Früchte zu reifen. Sie iärben sich gelb, und nun kann die Ernte beginnen. Am frühen Morgen versammeln sich die Arbeiterinnen im Pardeß, Jede erhält einen Pflücksack und eine Schere, und jede Frucht muß nun vom Bäume geschnitten - und vorsichtig in den Sack gelegt werden. Vom Sack kommen die Apfelsinen : in Kisten, die von einem Fuhrwerk \ ins Packhaus gebracht werden; Dort werden •die'-:_Fruch^-5or'-. tiert, gestempelt, in Papier eingewickelt, in

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.