Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 3 (21.1.1937)
- Date
- 1937-01-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Plppjpg^^ >";r'' "■• '-" y WWfl» ' '■■ .->'; V Frankfurt a. M. 21. Januar 1937 9. Schebat 5697 Nummer 3 ■ ■ Die hat ihre ' Jerusalem, 19. Januar. Die von der Kgl/ Kommission durchgeführte Untersuchung ist, soweit sie sich >aui - Vernehmungen stützt, am 18. Januar abgeschlossen worden, Die Vernehmungen, die in 30 öffentlichen und 18 nichtöffentlichen Sitzungen er- Jolgten, sind mit Erklärungen des High Commisj sioners Sir Arthur Wauchope eröffnet und beendigt worden. Einer: arabischen Pressemeldung zufolge hat die Kgl. Kömmission zehn große Kisten bestellt, um die im Laute der Untersuchung vorgelegten Dokumente nach England befördern zu lassen.; Die Ernennung der. Kgl. Kommission war in der Sitzung des Unterhauses vom 15. Juni 1936 durch den damaligen Minister für die Kolonien, J H. Thomas,, angekündigt worden^ Der jetzige Kolonienminister, Ormsby-Gore, gab die Ernennung und Zusammensetzung der Kommission am 17. Juli bekannt. Am 5. Oktober begab sich .lie' sechsgliedrige Kommission, der Lord Peel als Vorsitzender, Sir Horace R u m b o 1 d als stell- ' vertretender Vorsitzender, femer Sir M -rrs Carter, Prof, Reginald Coupland. Laurie Hammond und Sir Harold angehörten, nach Palästina, wo sie am ber eintraf. Am 12. Oktober fand Eröffnungssitzung statt, bei der na-: v ^rüßungsansprache des High Commissiorier Lord Peel die Aufgeben und Befughisse der Kommission darlegte. In den ersten Tagen des Aufent-'l balts hat die Kommission eine Reihe palästinensische Städte und Siedlungen besucht. Auch :n den Fausen zwischen den späteren Sitzungen:; -wurden Reisen über Land und nach Transjorriani'en unternommen. Eine formelle Vernehmung des Emirs von Transjordänien fand nicht statt. [Berichte über die letzten Verhandlungen befinden sich auf Seite 9.) ' Kommission abgeschlossen. dessen Forderungen in scharfem Gegensatz zu. denjenigen der Radikalen und Mufti-Anhänger stehn. Von den gemäßigten Arabern werden folgende vier Forderungen erhoben: 1. Es soll ein Legislative Council eingesetzt werden, der die Rechte der Juden und der Araber garantieren; soll. 2. Es soll eine ständige Kommission zur Regelung der Einwanderung geschaffen werden; in der Kommissionsollen Araber, Juden und Engländer vertreten sein. 4|j/3. Es soll ein starkes Sicherheitswesen eingerichtet werden, durch, das Gewähr dafür geboten wird,, daß es nicht wieder zu Unruhen in Palästina kommen kann. ' -4. Das englische Palästinamandat soll in Kraft bleiben,. . . Aus dem Inhalt: Der General verläßt Palästina . . Seite 2 Französische Kolonien für Judensiedlongen Seite 2 u. 4 Neue Einwanderungsgesetze in Südafrika Seite 2 u. 5 Mazzoth für Barcelona.......Seite 2 Jüdische Wohlfahrts- und soziale Arbeit Amerika.............Seite 2 Wochenrundschau.......... Seite 4 Wege zur Heimat . .......Seite 5 Über die Tätigkeit des Keren Hatorah ' Seite 6 Warschauer Brief .......... Seite 7 Erez Israel..........Seite 9 u. 10 Beilage: Erziehung und Lehre * » - \"\ .. Ein Vferstähdigüngsvorschlag gemäßigter Araber. j London, 19. Januar. 1 Dem ,.Daily Herold" wird aus Jerusalem telegraphiert, daß eine Gruppe promineat e r p a. i ä s t i n e n s i s c h e r A r.a b 6 r , die r ■ i — ■ ■ \ " ' ' sowohl zu den arabischen R a d ik alen wie zur M U f 't i.- G r u p p ein O p p o s i 11 o n steht, den kgl. Kommission vor ihrer Rückreise ein Memorandum überreichen wird, das als ein Verständigungsvorschiagt angesehen werden kann und I. Die Aufmerksamkeit der jüdischen Welt ist heute auf die Königliche Kommission gerichtet, die über die weitere Entwicklung des Nationaiheims ihr Votum aussprechen soll. Wenn auch die von der Aguda vertretene Weltorthodoxie allen Grund hat, mit der Aufnahme zufrieden zu;sein, die die Kommission den Wortführern der Thora und der-Forderungen der Thora bereitet ihat, so erfüllt gleichwohl auch die Weltorthodbxie die schwere Sorge um-die Ausführung des Mandats, dessen vielfach unpräzise Fassung von der Kommission ausgelegt, und dessen erhebliche Lücken -von der Kommission ausgefüllt werden sollen. Auslegung und Ausfüllung des Mandats fallen durchaus iri die Kompetenz der Kommission, .und es . hat leider nicht den Anschein, daß beides im Geist des Wohlwollens und unbedingter Objektivität "geschehen werde. In einer Zeit, da der. polnische Staat seinen Millionen Juden unverblümt; zu erkennen gibt, daß ihre Anwesenheit m Polen höchst unerwünscht und ihre schleunige Auswanderung ungemein erstrebenswert sei, sich zugleich keineswegs nur mit theoretischen/Wünschen begnügt, . ihnen vielmehr durch eine Kette vexatorischer und existenzr schmälernder Maßnahmen fühlbaisten Nachdruck verleiht, haben Mandat und Nationalheim eine unerhört gesteigerte Bedeutung. Gewiß ist das * iationalheim gegenwärtig noch nicht imstande, Lie polnischen Massen mit jener Schnelligkeit aufzunehmen, die von den polnischen Gastgebern offenbar gern gesehen würde. Aber schon das Vorhandensein des Nationalheims, schon die reine Tatsache einer fortdauernden, nur durch die Aufnahmefähigkeit des Landes begrenzten Alijäh ist in hohem Maße geeignet, unseren vom Zwang zur Auswanderung bedrohten Brüdern, wo immer sie weilen, ermunternde Hoffnung, seelisch stärkende Ausblicke zw verleihen und n damit vor Verzweiflung zu schützen. Wer ein Elternhaus besitzt, fühlt sich auf Erden niemals ganz verlassen, selbst wenn er weiß, daß vielleicht im Augenblick das Elternhaus für ihn keinen Platz liat. Es bleibt eben dennoch das grundsätzlich zur Aufnahme und zu liebevoller Stättebereitung allzeit gerüstete Heim. — Die dunkeln Wolken, die sich über dem Nationalheim zusammenballten, können der Weltorthodoxie, bei allem Schmerz und bei aller wachsenden Sorge, Ueberraschung nicht bereiten. Von Anbeginn wußten wir das Nationalheim, verunreinigt durch Sabbatentweihung und geistigen Kindermord, in schwerster Gefahr. Der G'tt des Landes ist derselbe, wie vor Jahrtausenden. Er duldet auf die Datier die Höhnung der Thora im Lande der Thora nicht. Die dun- (Fortsetzung siehe Seite 3.) /