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Der Israelit · 1936-12-17 · Heft 50 (17.12.1936) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 50 (17.12.1936)
Date
1936-12-17
Page
– (sequence 15)
Language
German
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SS^^^ö?!^?^^!^»!^?^*^«^ : 17iv Dezemter 1936 D I s r a elit Nr. 50 Seite 15 :"t Agudas Jisioel-Ortsgruppe." '' Thora and Massar. Herr Rabbiner Josef Horovitz, Fichtestr. 5, jeden mv, 15.45 Uhr, n«n pari iso. Herr Dozent J. Ehrentreu. tf»in mit D'Bnss, Sonntag nach nro» rbsn, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner Mannes, mma 'n, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A» Dr. E. Posen own msa, Sonntag 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B./Rachelsohn, mra nawn Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M- Schlesinger, mv 'öa für Baalebatim. Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos 16.15 Uhr, Schwanen straße 12. Herr J- Sofer, w «p, täglich 12-13 Uhr am Sonn tag 11-12 UhT, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, n'"n rniR, Sonntag nach nnn», Rabbinatszimmer Friedberger, Anlage 4. Herr M. Feuerwerger, rs 'on inisa (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20.30 Uhr, Fichtestr. 5 o»n für Jugendliche, Schabbos 1/24 Uhr jtM inra inas (für Baalebatim), Montag und Mittwoch 18.30- 19.30 Uhr ebenda. Der Schiur vor imniP unter Leitung des Herrn Feuerwerger (/lijrap '»a) findet um 6 15 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der L R. Gstatt- Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Am Mauzoe Schabbos, 19. Dezemb-, 21 Uhr, findet sich die Gruppe wiederum zusammen, um unter anderm auf Wunsch der'Mitglieder einige Stücke aus der TibsT) durchzuarbeiten. Der Abend wird — außer einer vorgesehenen Überraschung — auch noch einen gemütlichen Teil bringen, so daß auch dieses Mal die Besucher vollauf zufrieden sein dürften- Damen, auch Gäste sind aufs herzlichste willkommen. Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 21. Dezember, abends 8.45 Uhr wird Herr R.-A. Dr. Elieser Posen im Hörsaal, Friedberger Anlage 5 sprechen über: „Und wieder sind die Frauen. . . ."• Gäste, Damen willkommen. Jüdische Frauenvereinigung E. V. Dritte gemütliche Zusammenkunft mit Rezitationen am Mittwoch, den 23. Dezember nachmittags 4 Uhr im Sitzungssaal, Friedberger Anlage. Gebetzeiten. wri' nitf Freitag abend 4.00 Samstag n»3Pn 7.05 Samstag morg. 8-00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag abend 5.15 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 7.10 2. Minjan 8,10 AnG'ttesdienstanschließend; Lernendes D"n npa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 4.15 Tefillinlegen am Morgen 7.18 Die Frankfurter Woche. Der große Sijum. Der große Sijum des Schaß -Vereins fand dieses Jahr im Rahmen eines Gesellschaf tsabends der Gemeinde Israelitische Reldgionsgesellschaft statt. An dem bereits geradezu traditionellen Programm der Feier änderte der neue Rahmen nichts. Etwa 300 Mitglieder und Gäste aus allen Schichten und Altersgraden der Gemeinde waren in der Aula erschienen. Der Hadran=Vortrag des Herrn IL-A. Dr. Schlesinger, zu dem sich auch Hörer, die am Feste selbst nicht (beteiligt waren, einfanden, war wiederum ein Meisterstück halachisaher Feinarbeit, das da® ganz© weite Gebiet des Themas umfaßte und mit wahrem ni^ni die Begriffe nach allen Ausstrahlungen behandelte und klärte. Bei den gedeckten Tafeln, für die sich wiederum 'üe Damen des Vorstandes sehr verdient machten, leitete, wie immer, der Vorsitzende des Schaß-Ver- (ins, Herr B, Rachelsolln, die Reihe der Reden JUit einer geistvollen Abhandlung ein über den Wert, die Bedeutung und die, absolute5 Notwendigkeit der „iotischen Zerlegung" in der. Halacha, des von vielen als spitzfindig verschrieenen Pilpul, dem es aber in Wahrheit, wie bei allen exakten Wissenschäften, nur; auf die Präzisdon und .die» scharfe Abgrenzung der; Gebiete und Begrffe ankommt. Herr .Gemeinderabbiöer Josef Horovitz folgte mit einer sinnreichen Rede, über. die- Ma^^Seipiiieäfor und'die rrn, die in. Wahrünig des'-heiligen Makkabäererbes,. sich als ~l»aa' '„Söhnfe^u nrd Baumeister" bewähren.>Im Namgn5 des Vorstandes . und der VerwMrung .xl'er;.Gemeinde.: I. R. G. überbrachte Herr Rechtsanwalt Dr. Gold schmidt herzliche Grüße, darauf hinweisend, daß hier die Gäste der I. R. G. ihre Bewirtung mit den geistigen Darbietungen in idealem Maße selber stellen. Herr Rabbiner Dr. Mannes benutzte die Ge legenheit, ein paar mahnende- Worte zur besseren Wahrung der Ruhe beim Gottesdienste auszusprechen, Wie4 üblich, schloß Herr Redakteur S. Schachnowitz die Reihe mit einer Rede, die in humorvoller Form tiefernste Fragen der Zeit .streifte. Ein kurzer historischer Ueberblick, nach den Feststellungen Rabbi Jizchok Halevis, diente dem Nachweis, daß wir einzig den Makkabäern die Entstehung von Mischna und Talmud, somit auch die Möglichkeit des Lernens, heute danken. Die Herren Grünglück, Engel mayer und Ziwiakowsky erfreuten zwischendurch .die Gäste mit Vortragseinlagen. Gegen Mitternacht nahm, das Fest mit dem Tischgebet sein harmonisches Ende. Zur Ausstellung in der Israelitischen Volksschule. Man mußte nicht erst Fachmann sein, um bei einem Besuche der am letzten Sonntag geschlossenen Ausstellung in den Räumen der Israelitischen Volksschule die Zeichen= und Bastelkunst unserer Kleinen zu bewundern. Man sah dabei Gegenstände, die von einem eigenen Kunstwillen zeugen und andere, die ein ehrliches Bemühen, durch gute Schulung gefördert, aufweisen. Die Ausstellung gliederte sich in vier Gruppen, die Arbeiten aus dem Zeichen-, iNadelarbeits-, Hauswiitschafts- und Werkunterricht umfaßten. In den Erzeugnissen des Zeichenunterrichtes lebt das jüdische Jahr vor unseren Augen auf. Bilder zur Haggada, die blumengeschmückte Synagoge, die Laubhütte in allen Größen und Ausführungen, die Rosch= . haschanah-Glückwunschkarte, 'die in allen Formen und Farben gemalten Menoroth, die Obstkörbe des 15. Schwath, die Gestalten aus der Megillah spiegeln die zeitgegebene festliche Stimmung der Kinder wider. Es liegt nicht allein Können, sondern auch Andacht, zuweilen sogar köstlicher Humor in den Ausführungen. Wir sahen Einzelarbeiten und kollektive Klassenleistungen. Wie schön und lieblich die von den „Großen" nicht ohne Stolz und Selbstbewußtsein ausgeführten Einladungskarten an die A-B=C-Schüt3 zen, wie sauber und korrekt etwa die Mappen, in denen treue kleine Leser die einzelnen Nummern des „Kleinen Israelit" sammeln und aufbewahren! Im Ausdenken von Entwürfen für den Chanukahleuchter sind die Kleinen schöpferisch und .unerschöpflich. In dieser Sammlung deutet schon manches Stück auf ein Talent hin, das wegweisend in den Beruf sein müßte. Die Sammlung N a d e 1 a r b e i t zeigte in der Oberstufe allerlei nützliche Dinge, wie Kissen, Pullover, Handtaschen usw. Die Unterstufe steht im Sticken, Häkeln und Stricken kaum nach. Freilich sind hier die mit rührender Liebe gefertigten Puppenkleidchen vorherrschend. Den Schulküchenunterricht erhalten die Mädchen im letzten Schuljahre in der H a u s h a 1 t u n g s s c h u 1 e. Auch von den Erfolgen auf diesem Gebiete sprachen manche liebliche Zeugen auf dem Ausstellungstisch. Im Werkunterricht werden die Kinder angeleitet, Gebrauchs- und Ziergegenstände herzustellen, woraus die schönen Mappen, Kästen und Tabletts auf dem Tische entstanden sind. Alles in allem war die Ausstellung ein erfreuliches Zeugnis für die manuelle Betätigung in der Schule, die gerade heute neben den geistigen Leistungen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Für die Vorbereitung und Instandsetzung der Ausstellung haben sich Frl. M. Posen und Herr Lehrer G. Erlebacher verdient gemacht. Letzterer leitet zusammen mit den Herren D. K atz und Strauß den Werkunterricht. Auch die Klassen des Herrn Nathan J e i d e 1 waren mit guten Zeichnungen vertreten. All« Klassen waren an der Ausstellung mit der Liebe vertreten, wie sie aus jedem Gegenstande auf den Tischen und an den Wänden zu uns sprach. Verein Mekor Chajim. Vielfachem Wunsche Rechnung tragend, Hnden nunmehr die Vorträge am Sonntag Nachmittag jeweils direkt anschließend an den Mincha-G't-- t e s d i e n s t in Schul statt und nicht mehr, wie bisher, um 6 Uhr, was auch schon für diese Woche gilt. Im Rahmen der Jüdisch-Wissenschaf fliehen Lehrkurse beginnt diese Woche der Zyklus „Einführung in das jüdische Recht" unter Leitung des Herrn Dr. phil. B i b e r f e 1 d Und zwar Sonntagabend 8.30 Uhr im Vereanslokal. Gäste,' Damen und Herren, willkommen, ' Abarbanel-Vortrag im Mekor Ghajim. In Fortsetzung, seines j/Marranen"-Vortrages spricht Herr Redakteur S. Schachnowitz diesen Sohntag im Hörsaal Friedberger Anlage speziell über; d a s, L.eb en u_nd Wir k e"n v'Ö n D on Jd z c h a k A barb a n e 1dessenvj5Ö0jähriger Geburtstag dem-' nächst, in Lissabon gefedert wird'.' Der Vortrag findet, (nicht wie sonst, um 6 'Uhr), sondern unmittel=; .l-::-.:- ' ■> ' Ii / v" . : — ft;;, ., , Spendet zu jeder Zeit der jüdischen Winterhilfe! bar nach dem 3-nym nn;a -G'ttesdienst in der Syr nagoge 41/, Uhr statt. Gäste, auch Damen, willkommen. Jüdische Frauenvereinigung' und Agudistische Frauenortsgruppe. Am Montag, den 7. Dezember, hielt Herr Rabbi* ner Dr. Joseph Breuer einen Vortrag über das Thema „Erziehung zum Beruf". Ausgehend von der Frage der Berufswahl, die sowohl Eltern als auch Kinder vor schwerste Aufgaben stellt, die in der Gegenwart eine außerordentliche Steigerung erfahren, mit der auch die Gefahr eines verfehlten Berufs mehr denn je verbunden ist, entwickelte der Vortragende die Momente, deren Beherzigung dem bewußten Juden die Berufung zu seinem jüdischen Lebensberuf als vornehmste Lebensangelegenheit erscheinen lassen. Redner kennzeichnete die Wege, auf denen die Erziehung zu diesem das Leben erfüllenden Beruf zu erfolgen hat und wies die unverlierbaren Werf© nach, die er dem Leben verleiht, mit deren Besitz das Leben sich Güter sichert, die ihm, unabhängig von jedem sogenannten menschengesellschaftlichen Beruf, der sich nur als Rahmen darstellt, innerhalb dessen der g'ttgewollte Lebensberuf zu erfüllen ist, zur Quelle wahrer Befriedigung und Beglückung gereichen. — Die wundervolle Rede hinterließ einen tiefen, nachhaltigen Eindruck auf alle Anwesenden. Noar Agudati - Snif. Nachdem nun Chanukah vorüber ist, finden die Arbeitsgemeinschaften unserer Snifim wieder regelmäßig statt. Es ist weiterhin auch dringend nötig, daß sich unsere Chawerim und Chawerot wieder vollzählig daran beteiligen. Wir verweisen auf unseren Arbeitsplan, den wir kürzlich an dieser Stelle veröffentlichten. Insbesondere bitten wir sämtliche Chawerot, am kommenden Montag, den 21. ds., 20 Uhr, zu einer wichtigen Besprechung ins Heim Schwanenstraße 12 pt. Noch nicht erfaßte Chawerim möchten sich in den nächsten Tagen bei der Snifleitung melden. Auf Einladung des Snif Noar Agudati spricht hier in nächster Zeit der Verfasser der bekannten Bücher „Welt der Gebete" und „Licht der Ewigkeit". Herr Rabbiner Dr. Elie Münk, Ansbach. — Einzelheiten werden noch bekannt gegeben. Eine Chanukah-Feier im Kinderhaus. An der Feier im Kinderhaus, zu der Frau Oberin Amram viele Freunde deö Heimes gebeten hatte, hatten sie alle Teil, die darin betreut werden: die Allerkleinsten auf dem Arm ihrer Mütter, die Kleinkinder und die Schulmädchen als Akteure, Die Feier wurde getragen von dem Geist, der immer und nicht nur an Festtagen in diesem Heim herrscht, und der Beschauer spürte, an den leuchtenden Gesichtern und der Unbefangenheit der kleinen Darsteller, daß hier das ganze Jahr der Frohsinn spricht. Wir belauschten die Kleinen bei entzückenden Märchenspielen, zu bunten Reigen ertönten Iwrith=Gesänge, eine kleine historische Revue zeugte vom Verständnis der größeren Mädchen für jüdische Vergangenheit. Eine vortrefflche Gymnastik-Vorführung war eine Folge von Uebungen, die die Mädels im Leben ertüchtigen sollen. — Kein Meisterregisseur hätte eine ergreifendere Szene stellen können, wie sie das Bild beim Entzünden bot. Umringt von allen ihren Schützlingen und den tüchtigen Helferinnen stand die Frau, deren Lebenswerk das Kinder-Haus darstellt. Vor jedem kleinen Jungen stand die brennende Menora, und um die Wette strahlten die Kerzen und viele dankbare Augenpaare ihre „Obeli" an. R. S. Palästine & Orient Lloyd. Nächste Abfahrten nach Palästina: 19 3 7: 1. Januar ab Marseille Mariette Pacha; an Haifa 7. Jan. 6. Jan. ab Triest Galilea; an Haifa 11. Jan. 8. Jan. ab Marseille Patria; an Haifa 14. Jan. 9. Jan. ab Genua Esperia; an Haifa 14. Jan. 13. Jan. ab Triest Gerusalemme; an Haifa 18. Jan. 15. Jan. ab Marseille Champollion; an Haifa 21. Jan. 20. Jan. ab Triest Galilea; an Haifa 25. Jan. 22. Jan. ab Marseille Providence; an Haifa 28. Jan. 23. Jan, ab Genua Esperia; an Haifa 28. Jan. 27. Jan. ab Triest Gerusalemme; an Haifa 1, Febr. 29. Jan. ab Marseille Marietta Pacha; an Haifa 4. Febr. 3. Febr. ab Triest Galilea; an Haifa 8. Febr. 5. Febr, ab Marseille Patria; an Haifa 10. Febr. 6, Febr. ab Genua. Esperia; an Haifa 11. Febr. 10. Febr. ab Triest Gerusalemme; an Haifa 15. Febr. — 11.-Febr. ab Neap ed: .Sonderfahrt mit 33.000 Tonnen- Dampfer „ R om a " an Haifa 16. Febr. Mitgeteilt von: «Patestine & Orient Lloyd, Frankfurt a. M., .Steinweg. ,9.. (

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