Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 49 (10.12.1936)
- Date
- 1936-12-10
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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- Franz Rosenzweig 2× ep/1004530
- Ernst Simon 1× ep/1009494
- Hasdai ibn Shaprut 1× ep/1002745
- Isaiah 1× ep/1005097
- Josel of Rosheim 1× ep/1002672
- Judah Halevi 1× ep/1002737
- Judah ha-Nasi 1× ep/1002917
- Karl Wolfskehl 1× ep/1025782
- Ludwig Strauss 1× ep/1009287
- Maimonides 1× ep/1002614
- Martin Buber 1× ep/1009258
- Moses Mendelssohn 1× ep/1006237
- Rashi 1× ep/1002670
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S\r-~:'3f■ $*"^r*J?"" Seite 4 Nr. 49 Israelit 10. Dezember 1936 '; » Sefer Niw Seiatajim. Von Nathan Adler. Ein Schiurbtich für .die Hand der Lehrenden und Lernenden in Gemeinde und Familie. Dem ersten Band dieses Namens läßt der Verfasser in diesem zweiten Teil eine Fortsetzung folgen, die so manchen auf einsamen Posten stehenden Lehrern -und .Sprechern ein willkommenes Geschenk sein dürfte. Es ist nicht Jedermanns Sache, aus Agadah und Midrasch die Stellen zusammenzusuchen, die auch dem weniger Geschulten und weniger Vorgebildeten eine Anknüpfung an unser persönliches Leben ermöglichten. In dem vorliegenden Büchlein tritt der Verfasser als Sammler und Ordner hinter die Aussprüche unserer Weisen zurück, begnügt sich damit, einige Winke zu geben und überläßt es im übrigen dem Lernenden, den gewiesenen Weg in seiner Weise weiter zu gehen. Not und Hoffnung. Gedichtsammlung für jüdische Schulen. Leipzig C. 1. 193 6. Gustav Engel Verlag. 111 Seiten, Format 8°. Preis Mk. 1.80. Nachdem Leo Deutschländer mit seinen Westöstlichen Dichterklängen den Anfang damit gemacht hatte, Poesie und Prosa ijüdischen Inhalts, auch wenn sie von nichtjüdischer Seite kamen, soweit sie nur •der ganzen Haltung und dem Motiv nach jüdisch waren, für die jüdischen Schulen zusammenzustellen, war immer wieder der Versuch gemacht worden, weiterzubauen, den immer reicher -werdenden Stoff zu sichten und für den Deutschunterricht nutzbar zu machen. Am reichhaltigsten war bis jetzt die Zusamt menstellung von Emanuel Bin Gorion, aber zur Einführung in den Schulen dürfte es zu kostspielig sein. Das vorliegende 'Buch ist zwar nicht das endgültige Lesebuch für die jüdische Schule, aber tinter den bisher herausgegebenen Gedichtsammlungen die beste. Mikraot. Lesestücke für Schule und Selbstunterricht. Auslese aus der hebr. Beilage der Jüdischen Rundschau. Berlin. 1936. Verlag Jüdische Rundschau. Preis 90 Pfg, Das 48 Seiten starke Heft enthält punktierte und unpunktierte Texte mit Erläuterungen. Interessante Stücke, Geschichten, Gedichte, Aufsätze und verschiedenes aus dem weiten Gebiet . der Literatur, der Geschichte und des Lebens unseres Volkes. Die Auswahl der Stoffe ist natürlich der Tendenz der Jüdisehen Rundschau entsprechend, aber bei dem Mangel an in Deutschland herausgegebenen Lektürebüchern ist das Heft für Erwacksenenkur.se im zweiten oder dritten Jahrgang nur zu empfehlen. E. Von Malchus Jisroel bis Malchus Schaddai Von Dr. Benzion Fessler. Kolomea, Verlag Jahadus. 16 S. Kenntnis des Judentums zu verbreiten und Liebe zum Judentum zu erwecken, dieses vornehme Ziel hat sich, der Verlag Jahadus in Kolomea gesteckt unter Führung des bekannten Dr. Fessler in Kolomea, der in den Impulsen jugendlichen Optimismus dieser Broschüre die Zeiterscheinungen zu werten versucht, welche eine stärkere Betonung des religiösen Momentes an das ■ Tageslicht treten lassen, so insbesondere die diesbezüglichen Beschlüsse des Kongresses der Revisionisten. Er erblickt darin den Weg zur Einigung der Juden unter dem Zeichen der Primats der Thora. 2Wnb nV' Verlag ijnn -löWH' Warschau ' Ein Vademecum für die misrachistische Jugend. Ein ernster, erfahrener Mensch spricht in diesen Zeilen. Scharf in der Kritik gegen die Größen der vergangenen Zeit und gegen alle Zeitgenossen, die nicht seiner Anschauung sind. Doch manches können auch Andersgesinnte daraus lernen. TVKhwb m^yan* Verfasser und Verleger P. G r a - j e w s k i. Jerusalem. Wer je in Jerusalem sich auch für die geistige Entfaltung interessiert, hat R. Salomo Ahron Wertheimer besucht, hat sich mit ihm von seiner tiefschürfenden Forschung über die Synonyma unterhalten, hat ihm Dank gesagt für seine historisch bedeutsame, bahnbrechende Erschließung der Gemoro gesprochen. Diese Broschüre gibt in kurzen, scharfen Zügen ein Bild seines Wesen© und seine® Forschens, Sie sei Freunden der jüdischen Literatur wärmstens empfohlen. Verfasser und Verleger ist P. Grajewski, Jerusalem. 'jOV TDX'V Von R'Josef Schwarz. Oradea. Selbstverlag des Verfassers. Druck Rubinstein, Oradea. 302 S. Das Werk stellt ein doppeltes dar, eine Bereiche* rung der Responsenliteratur und wertvolle biographische Notizen über Vater und Großvater des Verfassers, die über manche Vorgänge des Gemeindelebens im alten Ungarn Licht verbreiten. Eine stattliche Reihe aktuellster religiöser Problerne ist mit staunenswertem Wissen und logischer Klarheit bearbeitet. Die Zahl der Korrespondenten zeigt, daß der Verfasser für die Gelehrten seiner Heimat eine Autorität ist; ein Blick in das Werk zeigt, daß er diese Autorität verdient. Schwierige Talmudstellen finden Erklärung, ein liebevolles Sichversenken führt zur Quelle der Minhagim. Wir empfehlen dieses Buch jedem Thorakundigen. Gleichzeitig bietet es, wenn man die Probleme, welche an den Studien* tisch des Verfassers gebracht wurden, genau betrachtet, ein sehr interessantes religionsgeschichtliches Bild für die Schwelle, welche vom Rationalen zum Transzendenten führt. P. K. Almanach des Schocken-Verlags auf das Jahr 5697. Schocken-Verlag, Berlin. Unter den Schocken=Büchern, die wir in letzterer Zeit laufend besprochen bezw. registriert haben, nimmt der obgenannte Almanach eine besondere Stellung ein. Es ist ein rotes schönes echtes Schockenbuch von über 180 Seiten, vollgestopft 'mit Wissen und Weisheit au® allen Teilen und Zeiten der jüdischen Literatur. Aeltere und neuere hebräische Dichtungen in guter Uebersetzung, richtiger in intuitiver Umdichtung (Karl Wolfskehl) werden von Midrasch= Sentenzen und Aussprüchen; des Maimonides abgelöst. Skizzen über die Vertreibung der Juden aus Spanien, die Herkunft der palästinensischen Araber, Abhandlungen aus 'der Kabbala und altjüdischen Philosophie, Aussprüche alter und neuer Weisheit folgen in losem Zusammenhang aufeinander. Es .erübrigt sich, auf die einzelnen Essays einzugehen. Die Namen der Mitarbeiter, u. i. Leo Baeck, Jizchak Fritz Bär, G. Scholem, Schmarja 'Lewin, Martin Buber, Ludwig Strauß, S. J. Agnon, N. N. Glazer, Franz Rosenzweig, Ernst Simon u. v. m. sind als Vermittler wertvollen jüdischen Gedankengutes bekannt, wenn auch nicht alle Teile desi Almanach den religiös denkenden Juden gleichmäßig und restlos befriedigen. So möchten wir uns mit der in den Briefen Bubers an Franz Rosenzweig vorgenommenen Definition von Offenbarung und Gesetz keineswegs identifizieren. Es bedarf u. E. auch keines mühsamen Nachweises (Heinrich Grätz: „Ueber den Talmudismus"), daß „der Talmud ein echtgeborener Sohn des> Judentums «ei und nur in den Voraussetzungen des Judentums seinen Bestand haben konnte", Das Niveau des Sammelbuches bleibt darum gleich hoch. Jüdische Gestalten urad ihre Zeit. Eine Geschichte des jüdischen Geistes von Moses bis Mendelssöhn. Berlin W. 15. P hi lo - Verla g. Das Buch stellt die dritte Nummer der Schriftenreihe der Z. V.-Zeitung dar und enthält 22 Mono* graphien großer Männer in der jüdischen Geschichte. Aus der biblischen Zeit werden uns die Gestalten von Möses, David, Jesaja, Josua und Esra vorgeführt. Aus der späteren Geschichte sprechen Philon, Bar Kochba, Jehuda Hanassi, Mar Samuel zu unsi Auch die gaonitische und kastilische Zeit ist mit Saadia, Chasdai ibn Schaprut und Jehuda Halevi vertreten. Von den großen Lehrern des deutschen Mittelalters treffen wir in diesem Sammelbuch nur Raschi, aber auch eine Beschreibung des „Buches der Frommen" und einige© aus dem Leben Rabbi Joselmans von Rosheim. Im Bestreben, die jüdischen Gestalten von ,.Moses bis Moses" (Mendelssohn) zu erfassen, schließt das Buch mit einer Abhandlung über Moses Mendelssohn, Dazwischen vermißt man aber viele, die es wohl "auch verdienten, auf die Galerie ihre Zeit verkörpernder ijüdischer Geistesheroen zu kommen, Schreibweise und Darstellung der einzelnen Kapitel, die von verschiedenen Autoren stammen, sind nicht gleichmäßig und auch nicht gleichwertig. Im Ganzen aber bietet das Buch wichtige Ausschnitte aus der jüdischen Geschichte und ist, besonders für die jüngere Generation, zu empfehlen, —tz. aiis im DAS LICHT DER EWIGKEIT Einführung in das Weltbild der Jüdischen Überlieferung uon Rabbiner Dr. £lie Münk in Rnsbadi mit öeleirtuorten der Herren Rabb. Dr. P. Kohn, Rnsbadi und Dr. R. Klein, tlürnberg 252 Seiten Preis foroscl*. Mk. 4.— Leinwandband Mit. 5.— In fünf Kapiteln: Die Welt / 6'tt / Der Mensch / Israel / Die thora / toird in dieser ebenso tiefschürfenden wie ergreifenden Darstellung-ein poUstättdiges Weltbild des Judentums entrollt. Dieses hunstuoll aufgebaute Weltbild wird aus dem unerschöpflichen öedankenschafe geformt, der in der klassischen £iteratur der ältesten jüdischen {Überlieferung, der Kabbala, verborgen liegt. 2um ersten Mal erfährt diese ßteratur im deutschen Sprachkreis eine ihrer würdige Bearbeitung, die zugleich ihre ewig zeitgemäßen Werte offenbart, ihre oon logischer Klarheit beherrschte Weltdeutung und ihre so unendlich trostreiche und unendlich gefühlsinnige Hebensauffassung. fUle weltanschaulichen Tragen und Probleme, die Herz und Oerstand des Menschen bewegen, werden unter diesem „Cichte der ewigheit" einer ganz neuartigen Cösung zugeführt, und aus dieser grandiosen Perspektiue wächst schließlich das 6ebäude des Judentums in lichtooller Erhabenheit heruor. Für all' diejenigen, die sich in unserer haltlos gewordenen Zeit nach einem neuen Zugang zum Judentum oder nach einer Derriefung in seine Weltanschauung und seine religiöse Pra*is sehnen, bedeutet dieses Buch geradezu eine Offenbarung. Es wird in einer trüben und sorgenvollen Pertode der jüdischen 6eschichte Dielen zum wahren Führer und Tröster werden. Zu beziehen durch alle besseren Buchhandlungen wie auch direkt vom Verlage VERLAG DES ISRAELIT UND HERMON G.M.B.H., Frankfurt m Main, 12 Postscheckkonto 19802.