Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1936-11-12 · Heft 45 (12.11.1936) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 45 (12.11.1936)
Date
1936-11-12
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2450909-2450953--82547-2540507
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 1 Adolf Frankt, der vor kurzem heimgegangene Präsident der Orthodoxen Landeskanzlei in, Ungarn, fand bei seiner aufreibenden Tätigkeit für den Klall -noch y^iZeits täglich*<mit -seine < Enkelkindern zu lernen* (Das Bild stammt aus dem Jahre 1930). sere Väter sind also nicht, wie mancher vielleicht geglaubt, tagtäglich vom Morgen bis zunf Abend spazieren gegangen. Sie haben, wenn;auch nicht körperlich, geistig gearbeitet. Ein. 'Sklavenvolk war aus der Aegypter Land; gezo- :gen, ein freies und religiös, hoch gebildetes Volk durchschritt' den Jordan.. " : ' : 613 Ge- und Verbote hat G'tt urisern Vätern jn der Wüste gegeben. Aber einige tausend Jahre vorher schon hatte, die Menschheit von G'tt sieben Gesetze erhalten;" man nennt sie- -fiixa J1J 'Jl'die. sieben noachidischen Gesetze". Ihr findet sie angedeutet-im 1. B. M. Kap. 2, V. 16. Aber hört zu, ich will sie Euch geben: v v? 1. Die Menschen sollten nicht in Wildheit feben wie, die Tiere des Feldes. Die.,.Meuchen, sollten Richter einsetzen, sonst würde einer-den' andern lebendig verschlingen.^ Wenn zwei Meti-i sehen einen Streit miteinander haben, dann soll-;: ten sie vor den Richter gehen und nicht sollte der Starke den Schwachen unter drücken.^ 2. Der Name G'ttes sollte einem jeden Menschen heilig sein, vor G'tt sollte jeder Ehrfurcht baben und ihn nicht schmähen und nicht lästern.' 3. Nur G'tt allein, dem Schöpfer der Welt, sollten sie dienen, nur zu ihm sollten sie beten.; Aber nicht zu Sonne und Mond, nicht zum Tiere, nicht zum Gebilde aus Holz oder Stein sägen: Du bist unser G'tt. . >' 4. Das heiligste und höchste Gut, das der; Mensch besitzt, das ist sein Leben, das Hat ihm; G'tt gegeben, und nur er allein kann es ihnrwie-. der nehmen, Wer einen andern; tötet, ist ein (Mörder, seine Sunde, kann . nicht gesühnt werden-*;, denn ist die Seele einmal dem Körper entflöhen,:, der Mensch kann dem toten Körper die Seele nicht wieder einhauchen. Darum nicht Menschen- " b'lut vergießen. /• . :.:;. '-i ■ : h : | •-; £>:." Die Menschen Sollten "sieh; nicht bis i:um Tiere erniedrigen. Jedes?-ölted: de| Fä:milie| danach' streben, sich die Reii^it . des: Leben^ zu - wahren. : '; '~ 6; Was der Mensch besitzt, Jia^t er sich; im Schweiße seines Angesichtes erworben und |G'tt Kät es , ihm gegeben. Niemand hat das Recht, es ihm streitig zu machen, "noch weniger, es ihm zu nehmen; Darum nicht rauben und nicht stehlen. . ~ 7. Groß ist der Se^i,;Vden iG'tt dem Menschen gegeben. Aus derjEräe kommt die Pflaüze. ADer Mensch schneidet'sie ab, gräbt sie aus.^und 'TlyisMt^ gibt es eine Grenze,,, darum Jiicht essen, T was G'tt zu esseii;y.e^^|eh hat Vor Willem nicht dem Tiere ein S^^kfafieisch aus dem Körper schneiden, solange es noch lebt. Denn auch das Tier fühlt "den Schmerz. '.. . '.. :. . •' " ■ ' ... \. : l Und wenn nun die Menschen leben, wie G'tt es; geboten, dann wollte G'tt immer auf Erden sein.: Und die . Erde wäre dann ein .großeis Paradies, jiicht Sorgen, nicht Krankheiten würben den ^enschien qiiälen. ÖhneA Mühe und Arf>el£ wütde die Erde ihren Segen-geben./ Ab er die Menschen ließen ein Gebot nach dem andern:'fällen... Auf l£rden sah es traurig aus. Die 'heilige Schrift gibt uns getreulich Kunde ^yöi^"- wifc^c^enseten nacheinander immer mehr von O tt sich entfernten, und die" ^eiseh sagen uns',, wie G'tt darum sich wieder weiter --und weiter voii derlErde entiernte. Lassen wir die Tora, und 4*e Weisen •sprechen. ^; \ ' - ^'' : ." (Wird fortgesetzt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.