Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 38 (16.9.1936)
- Date
- 1936-09-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 14 Nr. 38 D. « r I. s, r « e-1 - i t i^. September 1936 ... jibte er seine Berufstätigkeitr ans. Von 'dort eilte er in die stille Zurückgezogenhiedt des trauten Heimes,, wo -seine gleichigesinnte Gattin als fromme Prdesterin waltete. Ihrer Ehe war der Kindersegen versagt. Daher war beider Gatten Streben gewesen, . stets durch liebevolle Sorgfalt, wie dies Elkaha, Hannas Mann, tat, über diese ungestillte Sehnsucht sich gegenseitig hinwegzutrösten. Sein reiches1, frommes Gemüt offenbarte sich in der Oeffentlichkeit, wenn ihm Gelegenheit geboten wurde, als nax wbv zu wirken. Wie flössen da in frommer Andacht die vertrauten und geläufigen Gebete von den Lippen. Die beflügelten Melodien führten ihn und die gehobenen Zuhörer aus der -Enge in die Weite, aus den Niederungen des Erdenleids rä die freien Höhen der Hoffnungsfreudigkeit. Auch versah der Verstorbene ehrenhalber das Verwalteramt in der Adolf Stern'schen Leihkasse. Hier galt die schwere Aufgabe zü lösen, den Interessen der Leihkasse wirksamen Nachdruck zu verleihen, ohne die empfindsamen Schuldner zu verletzen. Nun ist D. Löb im Alter von fast 77 Jahren abberufen worden. Es trauert nun um ihn in herbem Schmerze die vereinsamte Gattin, und wir alle beweinen den guten Menschen und lieben Freund, Die Ehrung des Verstorbenen durch den C h o w e rt i t e 1, erteilt vom Gemeinderabbiner der I. R. G., dessen verständnisinniger Zuhörer der Verstorbene stets gewesen, und das 'Bewußtsein, daß das Andenken dieses frommen .Mannes 'bei allen, die ihn kannten, stets in hoher Wertschätzung stehen wird, möge seiner Witwe Linderung und Trost bereiten. n-nxan Jüdisches Heilpädagogisches Seminar Frankfurt a. M. Das H e i 1 p ad a g o g i s c he Seminar, welches ©einen Sommerlehrgang mit einem Tageskursus im Israelitischen Heilerziehungsheim Marburg (Lahn) unter Leitung von Dr. Arnold Merzbach am 5. Juli beschlossen hatte, wird seinen dritten Lehrgang vom 14. Oktober bis 9. Dezember 1936 veranstalten. . Mit Rücksicht auf die auswärtigen Hörer sind die Vorlesungen auf Mittwoch verlegt worden, da Reisezuschüsse nicht mehr gewährt "werden können. Es werden folgende Veranstaltungen stattfinden: Dr. phil. Hermann Weil: Jugendpsychologie auf Grundlage der Typenlehre (mit Experimenten). 14., 21. und 28. Okt., 20—22 Uhr. — Dr. med. Arnold Merzbach: Nervöse Sprachstörungen im Kindes* alter. 4., 11. und 25. November, 19.30—20.30 Uhr. — Dr. Max Meyer: Schreib- und Lesestörungen. im Schulalter. 2. Dezember, 19.30—20.30 Uhr. — Dr. med. Max Meyer und Dr. med. Arnold M e r z b a c h : Uebungen über heilpädagogische Diagnosestellung. 4., 11. und 25. November und 2. Dezember, 20.30—22 Uhr. — Lehrer A. Alb recht: Erziehung und Unterricht ininderbegabter Kinder. 9. Dezember;.. 20—22. Uhr. — Sämtliche Vorlesungen finden im J u g e n dheim, Es c h e rsh eimi er L ands t raße 65, 1. Stock statt. Neue Hörer sind nach Voranmeldurig und Aufnahme zugelassen. An den Einzel Vorlesungen können auch Gasthörer teilnehmen. Anfragen an Frl. M. Levi, Frankfurt M., Fräuensteinstr. 18 Tel. 57212. Die Aermsten der Armen. Der FürsoTgesVerein für israelitische Nerven- und Geisteskranke e. V. Aschaffenburg a. M. erläßt einen Aufruf, in dem sich folgende Sätze befinden: „Religiöse Vorstellungen und religiöse Instinkte haften am stärksten und nachhaltigsten in der Seele der 'Kranken; sie bilden auch für den Arzt zumeist die einzige Anknüpfung zur Erziehung von Besserung und Heilung. Der Wunsch, den Gesetzen der Religion entsprechend verpflegt zu -werden, wurzelt fest in der „ Seele des jüdischen Kranken.-' Diesen ihren Wunsch zu erfüllen und mit der Erfüllung dieses Wunsches Licht hineinzusenden in ihr sonst lichtloses Dasein, das ist die Betimmung unseres Vereins und das muß auch der Wunsch aller Einsichtigen und für Religion und Menschenliebe erglühenden Glaubensbrüder und Glauhens&ckwe&iern sein. Wir bitten darum herzlich, der Kranken in Liebe zu gedenken und uns nicht zu verlassen in der Erfüllung der heiligen Pflicht, für sie zu sorgen. Denn nicht nur um Kranke schlechthin handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle, sondern um zweifach unglückliche Menschen, bei denen zur Krankheit sich Not und Armut gesellt." Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgens nach Schluß der Synagoge: D^'l, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4 30 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. (Alles andere wie üblich.) Jahrzeitsstiitnngcn. Mittwoch, 23. Sept.: Moritz Kallmann-Stiftung. Freitag, 25. Sept.: Isaac Rothschild-Stiftung. Llwjath Chen. Samstag nachm. fällt der Vortrag wegen der Droscho des Rosch Jeschiwa in der Thoralehranstalt aus. Agudas Jisroel-Ortsgrnppe. Thor« and Mussar. (Alle anderen Schiurdm wie üblich.) Agudas Jisroel-jVIädchengrupp«. ' Schabbos vörmitt; IOV2 Uhr im Heime, Schwanenstraße 12, Tnach-Schiur-des. Herrn Julius Lewin. „Das Buch Samuel".- Gäste willkommen. ' Die Presseschau in der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Am Schabbos, 3. Tischri (19. Sept.) 17.45 Uhr^ wird die jüdische Presse der verschiedenen Länder besprochen und das, was' von besonderer Bedeutung ist, diskutiert werden. Gäste sind dazu herzlich eingeladen; Zusammenkunft: Schwan enstraße 12. Zusammenfassung der Jüdischen Hausgehilfinnen durch' die Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Wir erinnern an* die Notiz vor zwei Wochen, Erneut richten wir an die Hausfrauen den Appell, uns die Namen ihrer Angestellten bekanntgeben zu wollen, um in aller Kürze unser Vorhaben in vollem Umfange durchführen zu können. Die Pflicht zur Solidarität, das Verantwortungsbewußtsein gegenüber jedem jüdischen Menschen, gebietet, unsre Aufgaben zu fördern. Meldet ohne Aufschub Eure Hausangestellten der Mädchengruppe der Agudoh. (Tel.. Neuburger 52825). Jahrzeitslernen. Mittwoch, 16. Sept;, findet nach dem Daf Jaumi5 Schiur im Lokal des Mekor Chajim um 13 Uhr ein Jahrzeitslernen anläßlich des Todestages von Sally Michel ^"si statt. Gebetzeiten. nwn Mittwoch 'abend 6.15 Donnerstag u. Freitag morgens 5.55, 1. TagPred.- Nachmittagsi 4.30 Donnerstag abend 7.20 Freitag abend 6.00 Samstag nnawn 6.50 Samstag morgens 8.00, Predigt , Samstag nachmittag 1.Q0 und 4.30 Samstag abend 7.15 Wochengottesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 5.30 Sonntag morgens '^"u dis 5.15 An den G'ttesdienst anschließend: Lernen des D^n npn =Vereins im Hörsaal Nachmittags 5.45 Sonntag nachmittag 6.00 Fastenbeginn 4.17 Fastenende 7.08 TefilLinlegen am Morgen 5.20 Sie wollen durch tüchtige Handwerker bedient und von leistungsfähigen Geschäften beliefert werden? Dann berücksichtigen Sie bitte fortan unsere Inserenten! FRANKFURTS HANDWERK u. EINZELHANDEL VON A BIS Z W Autovermietung Auto - Vermietung Bernhard Rosenberg BLEICHSTRASSE 4 , Telefon 2 718 5 ■ Buchhandel Antiquariat U J, r S. W. 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