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Der Israelit · 1936-08-27 · Heft 35 (27.8.1936) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 35 (27.8.1936)
Date
1936-08-27
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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27. AuguM 1936 Der Israelit Nr. 35 Seite 15 Hamburg; 24. Aug. Wie uns die Palestine S h i p p i n g Company L t d., Haifa, Eigentümerin des bekannten jüdischen Schiffes „Tel Awiw", mitteilt, v/ird von Kreisen, die anscheinend der jtidisehen Schiffahrt nicht wohl wollen, das Gerücht verbreitet, daß die genannte Linie mit der italienischen Schiffahrtsgesellschaft Lloyd Triestino in Verhandlungen zwecks Uebernahme des jüdischen Schiffahrtsunternehmens auf dieser Linie stehe. Die Palestine Shipping Company Ltd. Haifa legt Wert darauf, festzustellen, daß an diesem Gerücht nichts Wahres ist. Die Palestine' Shipping Company Ltd. Haifa denkt gar nicht daran, den Gedanken nationaler jüdischer Schiffahrt aufzugeben. Sie hat seinerzeit bei dem Llcyd Triestino lediglich angeregt, und zwar durch Vermittlung eines Mitgliedes der Exekutive, eine Vereinbarung hinsichtlich einer einheitlichen Passagier- und Frachtratenpolitik zu treffen. Diese Anregung ist von dem Lloyd Triestino zurückgewiesen worden. Darüber hinaus haben irgendwelche Verhandlungen mit dem Lloyd Triestino niemals stattgefunden, so daß die Gerüchte über Verkaufsverhandlungen der Palestine Shipping Company Ltd. Haifa oder de® Dämpfens „Tel Awiw" jeder Grundlage entbehren. Die Frankfurter Woche, Leo Bodenheimer ^''ST Am ViVk rrn 'a trugen wir Leo Bodenheimer auf dem Friedhofe der Religionsgesellschaft zu Grabe. Noch bis vor wenigen Wochen konnten wir ihn täglich mit raschen, fast jugendlichen Schritten ins G'tteshaus oder ins Geschäft eilen sehen und ahnten nicht, daß seinem Lebensziel so bald schon ein Ende bereitet war. 1874 geboren, war er ausgezeichneter Schüler unserer Realschule und mußte nach gründlicher Ausbildung im In- und Auslande schon in ganz jungen Jahren die Leitung des väterlichen Geschäfts übernehmen, dem er dank seiner hervorragenden Tüchtig* keit und klugen Umsicht, Größe und Ansehen verschaffte. Bei alldem war er sich stets der Verpflichtung bewußt, die ihm seine von 'n verliehenen hohen geistigen und materiellen Mittel geboten. Aber über allem Beruflichen war sein Denken und Handeln stets beseelt von nh>"a "ma mm T\abn- Bewundernswert war das große Wissen, das er sich in jahrelangem emsigem Studium teilweise selbst erworben hatte. Wie er es verstand, in eine schwierige Gemoro-Stelle einzudringen, so war es sein Streben nach unbedingter Klarheit, das ihn jedes Wort des Lehrers und der Lehre — bei einer felsenfesten E=r>ö3n 1-I31BR — mit kritischem Blick betrachten ließ. Von seiner minn rinn« zeugt auch seine reichhaltige D'-so -Bibliothek. Leo Bodenheimer war viele Jahre unermüdlich tätig als Mitglied der Chewro Kadischo und auch hier hatten wir häufig Gelegenheit, seine gründliche Vertrautheit mit Tnach und Schaß zu bewundern. Die Vorträge im Rahmen unserer Kehilloh sahen ihn ebenfalls als einen aufmerksamen Zuhörer. Die verschiedenen Gremien unserer Kehilloh, der er zeit seines Lebens, in unverbrüchlicher Treue verbunden war, so u. a. der Schulrat, wußten seinen klugen und präzisen Rat zu schätzen. Sprach er doch niemals anderes aus, als das, was sein Herz dachte. Die Unversehrtheit der Prinzipien unserer Gemeinde war ihm Herzenssache. Für die Interessen der Breuer'schen und auch der Schneiderschen Jeschiwoh standen sein Sinn und seine Kräfte jederzeit bereit und er zählte häufig deren Bachurim zu den Gästen seine© Hauses. Im Verein mit der gleicbsitrebenden (geb. Dülken aus. Köln) Gattin machte Bodenheimer sein Haus im wahren Sinne zu einem. Mikdoseh meat, in dem tage und nachts Limud Tauroh nicht verstummte und wo sich ein Kreis viele Jahre hindurch regelmäßig zur Tefilloh Bezibbur einfand, nachdem er Mizwas „Kesiwas Seif er Tauroh" selbst erfüllt hatte. Mit berechtigtem Stolze konnte er auf seine Kinder blicken, deren Lebensführung; — auch in räumlicher Entfernung vom Elternhause — ganz den vorbildlichen Traditionen desselben entspricht. Es bedeutete ihm eine große Entbehrung, seine Kinder und Enkel in den letzten Jahren nicht mehr immer um sich haben zu können, aber es war ihm gegönnt, den Kindern und Enkeln, die an sein Krankenlager herbeigeeilt waren, noch einmal seine nana zu spenden. Hesped blieb, wie es seinem Sinne entsprach, wegen rri aus. Die zahlreiche Trauergemeinde, die ihm die letzte Ehre erwies, brachte nochmals, die Werts>chätzung zum Ausdruck, die sich der Heimgegangene auf seinem leider allzufrüh beendeten Lebensweg erworben hatte. n-Kin Mussarvortrag im Verein Mekor Chajim, Im Rahmen unserer Elulveranstaltungen findet diesen Gonntag, den 30. August, um 7.15 Uhr im Hörsaal der zweite Müssarvorfcrag statt, zu dem Herr Daj an Dr. M. Schlesinger als Redner gewonnen wurde. Reger Besuch dieses Vortrages erbeten. Mädchenseminar des Noar Agudati. Vom Nöar Agudati, Bund agudistisch-chaluzischer Jugend, wird uns geschrieben: Das in weiten Kreisen bekannte Mädchen- Seminar des Noar Agudati eröffnet das Wintersemester 1936/37 zum 12. Oktober. Nenanmeldumgen zu diesem Semester sind schon jetzt zu richten an ELsbeth Kleve, Hamburg 13, Bogen« straße 27 oder an die Bundesleitung des Noar Agudati, Frankfurt, Schwaneristr, 12. Predigten für Landgemeinden. Die „Freie Vereingiung für die Interessen des orthodoxen Judentums" Frankfurt a. M-, Schwanenstraße 4, versendet, wie alljährlich, auf Wunsch an Kileingemeinden Predigten für Rosch-ha- ®chono, Jimkippur und S u k k o t h. Die Predigten sind besonders für solche Gemeinden gedacht, die keinen Lehrer haben, und von einem hierzu ge eigneten Herrn vorgelesen werden können. Eine Bezahlung wird nicht verlangt, sondern aus1 schließlich eine Vergütung für die durch Vervielfältigung und Versand entstehenden Kosten, die sich auf ca. Mk, 1.50 belaufen. Die Besteller werden daher höflich gebeten, .diesen Betrag auf das Postscheckkonto der Freien Vereinigung f. d. I. o. J. Nr. 9822, Frankfurt a, M., zu überweisen. Betrag und Bestellung müßten bis spätestens 2. September (15. Elul) in Händen der Freien Vereinigung sein, da sonst für rechtzeitiges Eintreffen der Predigten keinerlei Gewähr geleistet werden kann. Der Wandkalender der Israelitischen Waisenanstalt. Der Wandkalender der Israelitischen Waisenanstalt zu Frankfurt a. M. fiel diesmal in seiner lichten, farbenreichen Aufmachung ganz besonders schön aus. Der Vorstand überreicht ihn den Freunden der Anstalt mit einem Begleitschreiben, in dem folgende Angaben enthalten sind: „Wir haben einerseits eine immer größere Belegziffer durch eine ganze Reihe dringendster Aufnahmen, vornehmlich vom Lande und der Mehrzahl der Kinder aus der Diezer Anstalt und stets steigende Ausgaben! Dem gegenüber steht der dauernde Wegzug bisheriger besonders guter Freunde, vielfach auch erheblicher Rückgang von Spenden der Verbleibenden, also ständiger Ausfall an Einnahmen! Wir vertrauen auf den bewährten Opfersinn unserer Glaubensgenossen und bitten auch Sie: Helfen Sie nach Kräften mit zur Erhaltung des Heimes verwaister Kinder."' Briefkasten. 'S. J, E. Man kann nicht sagen, daß das T beim Leienen von der Thora vorgeschrieben (kitiisiö) sei, doch ist der Brauch des Hindeutens auf die Buchstaben uralt und geheiligt. (Siehe Raschi zu nwia 'oa Seite 62 Gewiß ist pnpn beim Leienen noch wichtiger wie nil'H» doch ist nach Möglichkeit auch auf korrekte Beachtung der mraa zu sehen. Genau läßt sich die Zeit für Entstehung der mr« oder trj'öffü nicht angeben. Nach Kusari (Kap. 3) haben sie die Männer der Großen Synode nach Ueberlieferung aus der Zeit von Mosche abgefaßt. Eben Esra wünscht von allen Bibelkommentatoren kategorisch, daß sie bei ihren Uebersetzungen und Deutungen den D'nsru Rechnung tragen. Rabb. M» J. in Str. Dienstag mittag kommen Artikel zu spät für die laufende Nummer. Im übrigen wird .diese Woche im „Israelit" das Thema in ähnlicher Weise behandelt. H. S. D. Die rma la-Feier findet am 6. November niT^n's statt E. C. in T. Wir haben in letzterer Zeit so viel über dieses Thema gebracht, daß wir eine kleine Pause eintreten lassen müssen. Alter Abonnent. Es wird dies in dien Dezisoren' angeordnet, weil das Zusammenkochen oder Zusammenessen von Fisch und Fleisch verboten ist. — Ist der Topf von Fleischresten befreit, dann ja. — Man darf nicht Fische mit Fleischfett backen. Familien-Nachrichten. Geburten: Einen Sohn, Selig Wolf und Frau Betty geb. Griinfeld, Jerusalem, P. O. B. 168, nm naw. Barmizwoh: Jona, Sohn des Herrn Aron Mainzer, Frankfurt a. M.f Klan *a tü.v, Synagoge Friedberger Anlage. Silberne Hochzeit: Gustav Mühlfelder und Frau Nanny geb. Levi, Hans Handwerkstr. 63, 3, September. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgens nach Schluß der Synagoge: a»sn, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4.30 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. Schabbos nachm. 4.15 Uhr im; Hörsaale Friedberger Anlage, Ghumisch und Raschi, Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach- Schul, fai» cjov. Herr S. Schachnowitz.,Vvorm. 9 Uhr im Vereinslokal, on->a« H». Herr R.A. Dr. Schlesinger.— nachm. 6-15 Uhr im Hörsaal, (auch für Damen), „Haftauro" Herr Rabb. Mayer. — Sonntag vorm- 9 Uhr im Vereinslokal, mna, Herr J. Soffer. Sonntag abend 7.15 Uhr im Hörsaale, Mussarvortrag des Herrn R.-A. Dr. M. Schlesinger. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: mwn- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, (]»hn) Kiaa, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, flWB, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr im Vereinslokal, maa, Herr R.-A. Dr. E. Posen- Jahrzeitsstiitungen. Sonntag, 30. August: Aron Wolf-Stiftung- Liwjath Chen. Samstag 574 Uhr nach Mincho im Hörsaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Die fünfte der Trosthaftoroth". Agudas Jisrofcl-Ortsgrnppe. Thora and Massar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitzt"S 'Oa (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr. Fichtestr. 5. — Sabbat vorm. 11-12 Uhr (für Jugendliche) o«n m«, Fichtestr. 5. — Aus „Chofez Chajim" (für Jugendliche), natz? 4.30 Uhr,, ebenda. — Messilas Jeschorim. 5.30 Uhr. Herr Dozent J. Ehrentreu, »am mit o'cnaa, Sonntag 18 Uhr, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner Mannes, maia '3-r, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen avn irran, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B- Rachelsohn, mna nawa Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M. Schlesinger, rat? 'aa für Baalebatim. Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos 17.30 Uhr, Rabbinatszimmer, Friedberger Anlage. Herr J. Sofer, '»BT» tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, o'Ti min, Sonntag nach n»*wra, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Agudas Jisroel-Madchengruppe. Schabbos vormitt. IOV2 Uhr im Heime, Schwanenstraße 12, Tnacb-Schiur des Herrn Julius Lewin. „Das Buch Samuel". Gäste willkommen- Gebetzeiten. ssn "o na» Freitag abend 6.45 Samstag naapn 6.50 Samstag morg. 8 00 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 8.05 Wochengottesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 Daran anschließend: Lernen des B"n *ipa-Vereins im Hörsaal Zweiter Gottesdienst im Hörsaal 7.30 Nachmittags 6.30 Tefillinlegen am Morgen 4.45 SOEBEN ERSCHIEN: ANLEITUNG ZUM TALMUDSTUDIUM von NAPHTALI COHN ERSTES HEFT ZU TRAKTAT SABBAT ABSCHNITT I Das Werk umfaßt 52 Seiten einschließlich einer hebräischen Anmerkung von Rabb. Wolf S. Jacobson, Kopenhagen Diese grundwissenschaftliche und troizdem populäre Einführung in das Talmudsiudium wird gerade heute, da der Talmud so vielfach verkannt wird, jedem Lernenden von größtem Nutzen sein. Zu beziehen zum Preise von RM. 1.50 VERLAG DES ISRAELIT u. HERMON GmbH. Abteilung Hermon-Verlag Frankfurt a. M,, Schützenstrafle 12 Postscheckkonto: Frankfurtmain Nr. 39592

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