Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1936-07-30 · Heft 31 (30.7.1936) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 31 (30.7.1936)
Date
1936-07-30
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2450909-2450939--82295-2540240
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 31 Seite 15 » DER ISRAELIT U das älteste jüdische Blatt Deutschlands, die gehaltvolle und traditionstreue Wochenzeitung gehört in jedes jüdische Haus! Vermischtes. Hamburg, 23. Juli. Es wird berichtet, daß der Deutsch - Israeli tisicihe Synagogenver band Rabbiner Dr. L i c h.t i g und Joffe zu D a - janim und festen Beisitzern seines Bet Din ge wählt hat. Die beiden Herren hatten bisher schon die Amts.g«schäfte. des Oberrabbinats ausgeübt, als es noch nicht besetzt war. Sie werden in Gemeinschaft mit Oberrabbiner Dr. Ca rieb ach das Oberrabbinat de® Deutsch-Israelitischen Synagogenverbandes bilden. Flehingen, 27. Juli, Familie Berthold Acker* mann und Max Heumann werden in den nach* sten Tagen auswandern. Wir verlieren damit unsere tatkräftigsten Mitglieder. Herr Berthold Ackermann war außerdem langjähriger Vorsteher und Hilfsvorbeter unserer Gemeinde. Herr Neumann war ein großer Wohltäter. — Wir sehen seit kurzer Zeit unsere einst -— noch vor wenigen Jahren — blühende Gemeinde schwinden. Möge eine bessere Zeit dem Einhält gebieten, damit nicht i~n eine der würdigsten Gemeinde dem Verfall anheimfällt! Personalien. Breslau, 24. Juli. Am 17. Siwan verschied in Tel Awiw David Birnbaum, früher Breslau. Einer alten Fürther Familie -entstammend, in der Thora und Gemilhis Ghe&ed ein Heiin hatte, war es stets sein Bestreben, im Sinn© seiner Vorfahren sein Leben zu führen. Ein echter '*nn> und mw p, hat er es auch, unterstützt von! seiner trefflichen Gemahlin, verstanden, seine Kinder auf den Weg der Thora zu verweisen und hatte die Freude, seine Bemühungen in dieser Richtung von Erfolg gekrönt zu sehen. Keine Zeit war ihm zu früh oder zu spät, wenn es hieß, einen *iw» zu lernen oder einen Kranken auf5 zusuchen und ihn durch seine Anwesenheit über sein Leid hinwegzuhebeh. rraxan Wuppertal, 27. Juli. Am 29. Siwan verstarb Philipp Blumenthal im vollendeten 80. Lebensjahre. Die konservative Gemeinde Ad aß Jesciurun, zu der er sich weltanschauungsgemäß bekannte, bes klagt in dem Heimgegangenen den Verlust eines ihrer bewährtesten Mitarbeiter. Er gehörte dieser Gemeinde nicht nur schon bald nach ihrer Gründung an, sondern war auch etwa vier Jahrzehnt«, ihr verantwortlicher Leiter und tatkräftiger Förderer. Durch große Energie und Willensstärke hat er es erreicht, seine Gemeinde über alle Schwierigkeiten der Zeit hinweg in ihrem Bestand zu erhallten. Seine Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen, kein Weg war ihm zu weit, wenn es galt, die Not. seiner Mitmenschen zu lindern. Bis vor wenigen Jahren bekleidete er das Ehrenamt als Wohlfahrtspfleger und zeigte in dieser Eigenschaft sehr viel Liebe und Verständnis für die ihm anvertrauten Armen. In aufrichtiger Trauer, aber auch in tiefer Dankbarkeit nahmen daher «eine vielen Freunde und Gesinniungsgenossen am Grabe Abschied von ihm. Ein recht ansehnliches. TrauergefoJge geleitete ihn zu seiner letzten Ruhestätte. Herr Rabb.. Dr. .Philipp stellte in den Mit» telpunkt seiner Trauerrede den Schabbosgedanken, der bei dem Verstorbenen ganz und gar Lebensinhalt gewesieri ist. Nach sechstägiger unermüdlicher Arbeit war für ihn der Schabbos ein Ruhetag, ganz •im Sinne unserer Thora, gewidmet »einem G'tt und seiner Familie. n*ax3n Die Frankfurter Woche. Gedenkfeier der Israelitischen Religionsgesellschaft anläßlich der Wiederkehr des zehnjährigen Jahrzeitstages Ton Rabbiner Dr. Salomon Breuer V"ST- Am ]irn na» den 6. Aw, zur «selben Stunde nach Mincha, da vor zehn Jahren unser großer Raw Dr. Breuer b"W seine Gemeinde verließ, veranstaltete die Verwaltung der Israelitischen Religionsgesellschaft 'eine dem sabbatlichen Charakter angepaßte Stunde des Gedenkens in der trotz der Ferienzeit stark besuchten Synagoge. Herr Räbbinats=Assessor Dr. Elieser P o s e n verstand es, dieser Gedenkfeier die eigene Note zu geben. Einleitend wies er darauf hin, daß Rabbiner Breuer b"it nicht allein der Gründer der Frankfurter Jeschiwa, sondern auch" der treue Wahrer und Mehrer des kostbarsten Erbes, das ihm sein großer Vorgänger ^"ST hinterlassen hat, nämlich der Adaß Jeschurun. Nicht der Trauer sei diese Gedenkstunde geweiht, sondern der Würdigung und Erinnerung für diejenigen, die den Frankfurter Raw nicht mehr gekannt und für diejenigen, die in dem Denken an seine kraftvolle Persönlichkeit Stütze und Halt auch in der SOEBEN ERSCHIEN: ANLEITUNG ZUM TALMUDSTUDIUM von NAPHTALI COHN ERSTES HEFT ZU TRAKTAT SABBAT ABSCHNITT I Das Werk umfaßt 52 Seiten einschließlich einer hebräischen Anmerkung von Rabb. Wolf S. Jacobson, Kopenhagen Diese grundwissenschaftliche und trotzdem populäre Einführung in das Talmudsiudium wird gerade heute, da der Talmud so vielfach verkannt wird, jedem Lernenden von größtem Nutzen sein. Zu beziehen zum Preise von RM. 1.50 VERLAG DES ISRAELIT u. HERMON GmbH. Abteilung Hermon-Verlag Frankfurt a. M., Schützenstraße 12 Postscheckkonto: Frankfurtmain Nr. 39592 Gegenwart suchen. In packender Weise zeigte der Redner, anhand von Tihoraworten von Rabbiner Breuer ^"sr selbst, wie er seine Aufgabe als Führer der Gemeinde als Schaumer Mischmereth Hakaudesch begriffen und durchgeführt hat. Ein von Herrn Oberkantor Peissacho witsch vorgetragener Jiskor aus dem Memorbuch der Gemeinde beschloß die ungemein eindrucksvolle Ge* denkfeier. Autofahrt nach Worms, Die „Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V." Frankfurt a. M. veranstaltet am Sonntag, den 30. August eine A u t o b u s - Fahrt nach Worms zur Besichtigung der jüdischen Gedenkstätten und Sehenswürdigkeiten unter 'sachkundiger Führung. An der Fahrt können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Voraussichtlicher Preis für Hins und Rückfahrt RM, 2.50, Verbindliche Anmeldungen bis spätestens 15. August an das Sekretariat (Frau L. Jourdan, Frankfurt a. M., Friedrichstraße 26) erbeten. Altersjubiläum. Frau Bertha Hirsch geb. Schwab begeht am 9. August ®. G. w. in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 9 0. Geburtstag. Frau Hirsch ist die einzige noch lebende Schülerin der Samson Raphael Hirsch-Sohule zur Zeit ihrer Gründung. Schon vor zehn Jahren, zu ihrem 80. Geburtstage, konnten wir an dieser Stelle schreiben: „Frau H. verkörpert das Prinzip; VWöPi »nna»- Sie findet ihre Befriedigung darin, andre zu erfreuen. Die Jubilarin war die treue Gattin des beliebten Simon Hirsch und die Tochter des allen Frankfurtern bekannten Josef Schwab V*r- Letzterer erreichte das Patriarchenalter von 100 Jahren und versäumte bis an sein Le^ bensende keine "»"DM ni"Sn " Wir schließen uns dem heute an und wünschen der verehrten Patriarchin ein weiteres schönes Leben im Kreise ihrer Kinder und Enkel. m» on»yi n«a ij? Um eine eingehende Berichterstattung über die von Dienstag, den 4. August bis Donnerstag, den 6, August, in Marienbad tagende KENESSIO MECHINO zu ermöglichen, kommt die nächste Nummer unseres Blattes statt am Donnerstag erst am Freitag, den 7. August, zur Ausgabe. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajün, Schabbos morgens nach Schluß der Synagoge: d'3'*t, Herr R.-A. Dr. E. Posen- — nachmittags 4.30 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. — 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal, Midrasch-Vortrag des Herrn Dr. Theodor Guttmann über: „Trostgedanken". . Schabbos nachm. 4.15 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, Chumisch und Raschi (Selbstlernen), Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fiaiK «jtnv Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, nmas pa, Herr R.A. Dr. Schlesinger, —" nachm. 615 Uhr im Hörsaal, (auch für Damen), „Haftauro" Herr Rabb. Mayer. — Sonntag vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, mas, Herr J. Soff er. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: ni»a- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, («nna Raa) xiaa, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, ni»a, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr im Vereinslokal, Kiaa, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jihrzeitsstüttmgen. Dienstag, 4. August: Sälly Goldschmidt-Stiftung. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Rabbiner Mannes, hwia »rn, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen o»rt nixa, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, rnna n»B Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. Herr J. Sofer, »m» tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, D"n nhin, Sonntag nach «>*in», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Verband polnischer Staatsburger. Anmeldungen und Sprechstunden täglich vorm. 10-1 Uhr. Zeil 7 außer Samstag und Sonntag. Gebetzeiten. pnnni nni* Freitag abend 7.35 Samstag naa»n 6.35 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 9.05 Wochengottesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 Daran anschließend : Lernen des b»rir*ip>a-Vereins im Hörsaal Zweiter Gottesdienst im Hörsaal 7.30 . Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3:55 Familien-Nachrichten. Barmizwoth: Eli, Sohn des Herrn Salomon Fischmann, Berlin NW- 87, Hansaufer 2, ap* ha», Synagoge Siegmundshof. —Weruer, Sohn des Herrn Vorsteher Louis Wolffs, Emden, Kl. Faldernstr. 8,.ap>y na». — Leo, Sohn der Frau M. Gutmann geb. Emanuel, Fulda, Judengasse 10, ap» na». Vermählte: Salomon Bamberger, Mirjam Seligmann, 11. Aw, Kibbuz Noar Agudati, Kfar Saba. 1 Steimteg 9 /fas ruh fux Sie massgjsdmck GELLHORN Spß^Mhaus! Sonder-Angebote im Sommer-Schluß-Verkauf Modewaren Strumpfe Handschuhe Unler-Kleldung |$

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.