Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1936)
- Date
- 1936-07-16
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2450909-2450937--82261-2540204- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
16. Juli-1936 Der Israel i t Nr. 29 Seite 15 ]ich in New York verstorben war, fern den Seinen, fern seiner Gemeinde, die ihm noch heutigen Tages die alte Liebe und Treue' voll bewahrt. In sehier Predigt am Vormittag schilderte sein Amtsnachfolger, Rabbiner Jacobso n, die Persönlichkeit Dr. Wincklers^-yan, der im Sinne der Vorschrift des Tomid ynfl nb» uvb a->yo sein ganzes Leben restlos und unermüdlich einsetzte, in Kopenhagen einem von allen Strömungen und Strebungen der Zeit völlig freien Judentum Bekenner und Erfüller zu gewinnen. Er war der Mann, der die orthodox« Gemeinschaft gestaltete^ die Aufgabe seines Nachfolgers kann nur sein, sie zu verwalten und zu erhalten. Nach dem Minchogebet fand ein Sijum auf Gemoro Schabbos statt, die im täglichen Baale Battim-Schiur. der Machsike Hadaß allmorgendlich im Anschluß an rvmtp nVsn in etwa zwei Jahren durchgelernt wurde. Der Hadron gab dem Rabbiner wiederum Gelegenheit, zu betonen, wie. unendlich viel die ganze skandinavische Judenheit Rabbiner Dr, Winckler noch heute verdankt. Eine t-pwbti mwo.r zu der Herr Jakob Kahn die Schiurteilnehnrer und die anderen Bne Tauro des Machsike Hadaß geladen hatte, war der würdige Abschluß dieses Tages des Dankens und Gedenkens! Einige Tage vor dem Jahrzeit war zur Gründung einer „Mischnajauisi Chewro" aufgerufen worden, deren Mitglieder alljährlich r\:vn ■»-no nwE? untereinander verteilen und m. G. H. immer am 21. Tamus-, dem Jahrzeitstag von Rabbiner Dr. Winckler Vst. beenden sollen. Der Aufruf fand über den Kreis der; Machsike Hadaß bei treuen Anhängern und Schülern Dr. Wincklers so starken Widerhall, daß am Jahrzeitstag selber schön fast alle mroo» fvergeben waren. .'d^ViS D^n o">inj?3 jnrpaa. Die wahrhaft Frommen leben auch nach ihrem Tode, doppelt dann, wenn die Kraft ihres irdischen Wirkens so groß war, daß sie immer wieder den Kreis, „dessen Augen den Lehrer schauen durften", belebt und anfeuert, dem großen Vorbilde nachzustreben! Pömbsen i. Westf., 10. Juli. Am onrs niv beging die kleine, ca. 250 Jahre alte westfälische Synagogen» gemeinde zu Pömbsen das f ü n f z i g j äh ri g e B e - steh en ihr er Synagoge. Von Nah und Fern waren die Verwandten der ortsansässigen Familien und Mitglieder der Nachbargemeinden herbeigeeilt, um dem Festg'ttesdienst beizuwohnen. Lehrer S. Grunewald, Reuthen, hatte die feierliche Ausgestaltung des G'ttesidiens'tes übernommen. Andächtig lauschte die Gemeinde den vertrauten, innig vorgetragenen Melodien. Die Ansprache hielt Prediger S. Grunewald, Siegen, Herr Grünewald schilderte die Lage der damaligen Juden in Pömbsen, gab die Beweggründe für den Neubau an und' zeichnete mit geschichtlicher Treue ein Charakterbild des Gemeind&votsi&hei'ß Isaair Rose &■. A., der Führer, Lehrer und Vorbeter war und es verstand,: einen Mittelpunkt in der Gemeinde, eben dieses- G'tteshaus, zu schaffen. Richtunggebend war unsern Ahnen die Religion, die sie lebten und liebten. Eine Mahnung geben uns die Toten in der heutigen Zeit:, ,Lernt das Judentum aus den Quellen, lebt es euern Kindern vor, und ihr werdet es lieben,!" Darauf trug Lehrer S. Grünewald, Beuthen, in ergreifender. Weise, das 1"ö» vor. . Die schlichte, aber eindrucksvolle Feier verfehlte, ihre Wirkung nicht. Familien-Nachrichten» G e b ur t e n : Ein Sohn, Räfäel Deutsch und Frau B ertelgeb. Kleinmann, Jerusalem, Sqhaare Zedek Hospital B a r m i z w o t h : Leo,; Söhn des Josef Ädest, Ffm., Ostendstr. 28, Synagoge Kol Jakow, Rechneigrabenstraße~12, IL, 'J?oa nusa'a na«?. — Ludwig, Sohn der Witwe Betty Steindecker geb. Oppenheimer, Burgpreppach/Ufr., »yoa moa 'ö rnfr. — Alfred, Sohn des Bernhard Bechhöfer und Frau Klara geb. Glauberg, Bechhofen, 'yba hiba' 'B tav. Die Frankfurter Woche- Die Bevölkerungsbewegung in der Gemeinde Frankfurt a» M, Im „Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde" Frankfurt a. M. wird eine statistische Uebersicht über die Bevölkerungsbewegung innerhalb der Gemeinde für den Monat Mai veröffentlicht. Aus ihr ist hervorzuheben,- daß gegenüber dem Monat Mai des Jahres 1935 sich die Zahl der Eheschließungen erheblich erhöht hat. Es sind 28 Ehen in diesem Jahre im Vergleich zu nur 11 im Mai 1935 geschlossen worden. Die Zahl der Geburten hat sich in dem Monat gegenüber dem .gleichen .Zeitraum des Vorjahres von 8 auf 6 vermindert. Ausgetreten aus dem Judentum sind in Frankfurt a. M. im Mai 4 Personen, wieder eingetreten eiue. Im Mai 1935 belief sich die Zahl der Austritte auf 2, die der Wiedereintritte auf 4. Interessante Angaben werden über die Wanderungsbewegung gemacht. Von auswärts sind nach Frankfurt a. M. insgesamt 295 Personen (145 Männer und 150 Frauen) zugezogen. Im Mai 1935 waren es nur 131. Von den Zuziehenden kamen aus Gemeiniden innerhalb Deutschlands 269 Personen. Unter ihnen waren 202 Ledige (und zwar 104 Frauen und 98 Männer) und 43 Familien, die aus 36 männlichen und 31 weiblichen Angehörigen bestanden. Die restlichen Zuzüge' verteilen sich auf Personen, die aus dem Ausland und von nicht weiter angegebenen Orten nach Frankfurt a. M. kamen. Fortgezogen aus Frankfurt a. M. sind insgesamt 288 Personen. Im Mai 1935 waren es nur 119. Nach Orten innerhalb Deutschlands sind 134 Personen fortgegangen, nach dem Ausland 114 (im Mai 1935: 44). Unter den nach dem Ausland Verzogenen befanden sich 68 Ledige und 29 Familien mit 21 Männern und 25 Frauen. Mit unbekanntem Ziel verzogen 40 Personen. Großer bunter Abend. Am Donnerstag, den 30. Juli, 20.30 Uhr, vereinigen sich im großen Saal des Vereinshauses, Eschersheimerlandlstr. 27, Edith Eisenheimer, Trude Rosenbusch (Auerbachj)i, Erni Stern (Feitier), Sofie SeH'gTnann, Hans Assen heim, Alfred Auferb ach, Theo R atner und Max Firnb e r g zu einer großen sommerlichen künstlerischen Veranstaltung. Zur Aufführung gelangen Frühlingsstimmenwalzer, kurze Stegreif-Bühnenszenen, Volkslieder aus Frankreich, Italien und Ungarn, sowie jiddische Lieder und Bravourstücke für Violine. Karten in den bekannten Verkaufsstellen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgens nach Schluß der Synagoge: . D^a't; Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4.30 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayen — 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal, Midrasch-Vortrag des Herrn Dr. Salomon Adler. Schabbos nachm. 4.15 Uhr. im Hörsaale Friedberger Anlage, Chumisch und Raschi (Selbstlernen), Herr Julius Lewin. .Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, faiK t\ov. Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, bmas pa, Herr R.A. Dr. Schlesinger. — nachm. 615 Uhr im Hörsaal, (auch für Damen), „Haftäuro" Herr Rabb. Mayer. — Sonntag vorm- 9 Uhr im Vereinslokal, «naj, Herr J. Soffer. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: mvn- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, Onus 833) mas, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, napa, Herr R.-A. Dr. E.' Posen. Dienstag (auch Donnerstag") abends 7 Uhr im Vereinslokal, maa, Herr R.-A- Dr. E. Posen. Dem Chumisch und Raschi-Schiur (Selbstlernen) dessen Leitung in den vergangenen Wochen verschiedene Herren vertretungsweise übernommen hatten, steht nunmehr wieder Herr Julius Lewin vor; wir bitten um rege Beteiligung. Jahrzeitsstiitungen. Schabbos, 18. Juli: Jettchen Stern geb. Stern-Stiftung. Dienstag, 21. Juli: Moritz Lewin-Stiftung. Dienstag, 21. Juli; Ludwig Zinkes-Stiftung. Mittwoch, 22. Juli: Gertrud Moses-Stiftung. Mittwoch, 22. Juli: Julius Hirsch-Stiftung. Freitag, 24. Juli: Siegfried Weil-Stiftung. Liwjath Chen. Die Vorträge fallen in den nächsten nirav aus. Die Wiederaufnahme der Vorträge wird hier bekanntgegeben. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Rabbiner Mannes, m5*n »ri, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen qvt\ msa, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, mim tarn Dienstag 20.30 Uhr. Sandweg 6 c. Herr J. Sofer, 'ar *p, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, D"n mw, Sonntag nach Jin'ro, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Verband polnischer Staatsbürger. Anmeldungen und Sprechstunden täglich vorm. 10-1 Uhr. Zeil 7 außer Samstag und Sonntag. Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Sonntag, 26. Juli, Führung durch den alten israelitischen Friedhof am Dominikanerplatz (früher Börneplatz). Erläuterungen: Prof. Dr. M. Werner. Treffpunkt: Eingang zur Kastellanswohnung der Synagoge am Dominikanerplatz, 10 Uhr. Gebetzeiten. •>yob mt?a na» Freitag abend 7.45 Samstag naswn 6.35 Samstag morg. 7.45 . Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 9.25 Wochengottesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 Daran anschließend : Lernen des Q"n npa-Vereins im Hörsaal Zweiter Gottesdienst im Hörsaal 7.30 Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3.30 I ix ii n s e r e m Verla g e e r s c KI e ri: Dbis? nia LICHT DER EWIGKEIT Einführung In das Wellbild der Jüdischen Überlieferung üon Rabbiner Dr. 6Ue TYlunk in Rnsbadt mit Geleitworten der Herren Rabb. Dr. P. Kohn, Rnsbadi und Dr. R. Klein, TUirnberg 252 Seiten Preis brosch. Mk. 4.— Leinwandband Mk. 5.— ZfVL be^iehen dur ch alle besseren Buchhandlungen wie auch direkt vom Verlage VERLAG DES ISRAELIT UND HERMON G. M.B.H., Frankfurt am Main, Scliülzenstrafie 12 Postscheckkonto 19802.