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Der Israelit · 1936-05-20 · Heft 21 (20.5.1936) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 21 (20.5.1936)
Date
1936-05-20
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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20. Mai 1936 j Oer Israelit Nr. 21 Seite 15 menden Herl)stfeiertagen ganz besonders für ihre Hin- 1 gäbe zugunsten diestes heiligen Zweckes. „Wir möchten heute," so führte Herr Dr. Merzbach weiter au®, „unsere Mitglieder, Freunde und Gönner bitten, unser kAeines G'ttesiriaus aufzusuchen und, aus eigener Anschauung zu sehen, welch wertvoller Bestand für unser Siechenhaüs diesier heilige Raum geworden ist. Insbesondere möchten wir hierbei die Bitte. aussprechen, Gelegenheit zu nehmen, auf die Einrichtung unserer Jahrzeits- und' Gedächtniisistiftungen weitere Kreise aufmerksam zu machen. Ist doch unsere Anistaltssynagoge zu einer bleibenden Stätte pietätvoller Erinnerung geworden. Da sich, wie eingangsi erwähnt, fast nur Schwerleidende jetzt bei uns befinden, richten wir insbesondere an unsere Mitglieder und Freunde die Bitte, in ihrer Hilfsbereitschaft für unser Lieb.eswerk nicht zu erlahmen und nach Möglichkeit für die Einrichtungen unseres Hauses und hierdurch unmittelbar für die armen Kranken zu werben. Der Dank dieser Hilfsbedürftigen, denen wir die Zufluchtsstätte erhalten müssen, ist ihnen allen sicher." Nunmehr erstattet der Vorsitzende, Herr Dr. M e r z b a c h , den Kassenbericht und verliest anschließend den Revisionsbericht der Revisoren. Die Mitgliederversammlung nimmt hiervon Kenntnis und erteilt dem Vorstand Entlastung. Nach Dankesworten des Vorsitzenden an die anwesenden Mitglieder wird die Generalversammlung geschlossen. Erholungsfürsorge, Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M. und Vorstand der Jüdischen Wohlfahrtspflege erlassen einen Aufruf an die Gemeindemitglieder, in dem folgende Sätze enthalten sind: Die „Jüdische Wohlfahrtspflege" hat in immer steigendem Maße während des ganzen Jahres die Wirtschafts-, Jugend-, Kranken- und Auswandererfürsor.ge für die jüdischen Hilfsbedürftigen Frankfurts durchzuführen. Hierzu tritt während des Sommers die Erholungsfürsorge. Nur Müttern, die für eine große Familie sorgen, nur im Erwerb Stehenden, deren Arbeitskraft erhalten oder wiederhergestellt werden muß, kann diese Fürsorge gewährt werden. Für sie zu sorgen, ist Erfordernis, soll die Zahl der Hilfsbedürftigen nicht steigen. Aber auch für unsere Kinder und Jugendlichen muß gesorgt werden. Ihr Gesundheitszustand hat sich erheblich verschlechtert. Die Ernährungszulagen, die wir gewähren, genügen nicht, um die Kinder bei Kräften zu erhalten. Unsere Aerzte fordern deshalb gerade in diesem Jahre neben der Beibehaltung der laufenden Ernährungszuschüsse die Durchführung ausreichender Erholungskuren. Unsere Aufgabe ist es: Erholung zu schaffen für 600 Kinder, für Mütter und für alle, deren Kräfte wiederhergestellt werden müssen! Wenn alle helfen, kann allen geholfen werden! Jede, auch die kleinste Gabe ist erwünscht! Kammermusik des Mendelssohn-Trio. Das obengenannte Trio, bestehend aus dem hervorragenden CelEsten Prof. Felix Rob. Mendelssohn, der leider Frankfurt verlassen hat, um einem Ruf nach USA. zu folgen, Kapellmeister Mor. Meier (Klavier) und Dr. Adolf Gott hilf (Violine) brachte in seinem letzten Konzert 'die B-dur-Trios, von Mo-r zart, Beethoven und Schubert. Das Trio fesselte durch die klare lind Stilgerechte Wiedergab© der W^rke. Allerdings wäre dem Primsgeiger Dr. Gotthilf, der an sich über eine gute Spieltechnik verfügt, etwas mehr Gefühlswärme in seinem Vortrag zu wünschen. Mendelssohn besteht immer wieder durch sein reiches, technisches Spiel, zu dem sich auch die geistige Einfühlungskraft gesellt. Kapellmeister Mor Meier war einfühlender und spielgewandter Partner. Konzerte des Kulturbundes. Als Erstaufführung hörte man das Klavierquartett op. 30 von Berthold Goldschmidt, eine® der talentiertesten und stärksten Repräsentanten der jungen Musikgeneration (Mendelssohnpreis 1925). Das Werk zeichnet sich durch gutes hatnid-werklicheiSi Können aus. Dazu klare, geistige Disposition und absoluten Einschlag eigener Wege. Das Andante könnte von Mahler beeinflußt sein. Dann hörte man u. a. das Klaviertrio op. 50 von P. Tscbaikowsky in stilgerechter Interpretation. Um die Ausführung der Werke machten sich verdient Ernst Drucker (Violine), R. K a r p (Bratsche), Ary S c h u y e r (Cello) und L. Schwarz- Mayersohn (Klavier). Das. im dichtgefüllten großen Saalbausaal stattgefundene Konzert war das letzte der Spielzeit 1935- 1936. Es legte gleichsam rückschauend nochmals Zeugnis ab über die im Verlaufe des Winters geleistete Arbeit. Es ist erfreulich, festzustellen, wie durch emsige Arbeit und Fleiß, Höchstleistungen erreicht worden sind. Der erste Teil des Konzertes brachte zwei Chorwerke, a) Das Schicksalslied von Brahms, b) Die Walpurgisnacht von Mendelssohn- Bartholdy. Die Leitung hatte Dr. Kurt Singer (Berlin), früher Intendant der Städt. Oper Berlin-Charlottenbuiig, der die Chöre (Jüd. Chorvereinigung und Jüd. Kammerchor) zu einer Höchstleistung von Tonreinheit und Klangdisziplin führte. Die Solisten, Hans Asse nheim (Bariton), Ernst Liebermann (Tenor) und Paula Le vi (Alt) gaben ihr Bestes. Zum Schluß brachte Hans W. Steinberg mit dem Orchester die V. Sinfonie c-moll von Beethoven in einer klaren und zwingenden Interpretation, die das gewöhnliche des Durchschnitts weit überragte. Das Orchester erreichte eine seltene Spielfreudigkeit und Klangschönheit und zwar in all seinen Instrumentalgruppen, Lebhafte Ovationen bezeugte dem Dirigenten und Orchester den Dank der ergriffenen Hörerschaft. Konzert zu Gunsten der jüdischen Blinden. Im großen Saalbausaal fand zu obigem Zwecke ein Konzert statt, dessen erster Teil von Prof. Hans B a ss e r m a n n (Violine), der mit vollendeter Technik Stücke von Bruch, Strauß usw. spielte und von Magda Spiegel, die mit ihrem üppigen Alt Arien von Verdi, S. Säens usw. sang, bestritten wurde. Beide Künstler wurden von Dr. Willy S a I o m o n am Flügel trefflichst begleitet. Der zweite Teil war der heiteren Muse gewidmet. Willy Prager, der hervorragende Conferencier, fesselte sein Publikum durch heitere Chansons, Camilla S p i r a, die bekannte Operettensoubrette, erntete mit ihren Ge&angsvorträgen großen Erfolg. Max F i r n b e r g war am Flügel ein gewandter Begleiter. 1 A, K. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgens nach Schluß der Synagoge: ann, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4 30 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. — 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal, Midrasch-Vortrag des Herrn R.-A. Dr. Schlesinger. Sonntag abend 8-15 Uhr im Hörsaal, Vortrag des Herrn Gemeinderabbiner Jos. Horovitz über; „Das Ziel der Zählung": Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, piK «pY». Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, omas pn, Herr R.A. Dr. Schlesinger. — nachm. 6.15, Uhr im Hörsaal, (auch für Damen). „Haftauro" Herr Rabb. Mayer. — Sonntag vorm- 9 Uhr im Vereinslokal, siaa, Herr J. Soffer. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: mpn- Mitglie derlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, (a-inn tan) mm, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag abend 11 Uhr im Vereinslokal, Schwuos-Lernen. Liwjath Chen. Samstag 5lU Uhr nach Mincho im Hörsaal Friedberger Anlage. Vortrag des Herrn S. Schachnowitz „Perekausklang". Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. l"S 'on (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr, Fichtestr. 5. — Sabbat vorm. 11-12 Uhr (für Jugendliche) n«n mR, Fichtestr. 5. — Aus „Chofez Chajim" (für Jugendliche), Kar 4.30 Ubr. ebenda. — Messilas Jeschorim. 5.30 Uhr. Herr Dozent J. Ehrentreu. Min mit cpanaa, Sonntag 18 Uhr, Uhlandstr- 39. Herr M. Feuerwerker, r* 'on x*i»a (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20.30 Uhr, Fichtestr. 5 D'J'T für Jugendliche, Schabbos 1/24 Uhr "\vi lnrs susa (für Baalebatim), Montag und Mittwoch 18 30- 19-30 Uhr ebenda. Herr Rabbiner Mannes, n-rna D'i'H, Schabbos 4 Uhr im Rabbinatszimmer, Friedberger Anlage. Herr R.-A. Dr. E. Posen avn msa, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, mna nivis Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M- Schlesinger, nsv 'na für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos 17.30 Uhr, Rabbinatszimmer, Friedberger Anlage. Herr J. Sofer, *av ep, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, n"n mm, Sonntag nach Jmn», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor ii'in» unter Leitung des Herrn Feuerwerker (rnjrap '»J) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. G. statt- Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Die folgenden Kurse finden regelmässig statt: „Chumisch mit Raschi", Leiterin Frau Kella Löwenthal, Montag abends 8 Uhr in der Kanzlei, Friedberg.- Anlage 5. — Ferner Iwrith für Anfänger, Leiter Willy Wolf. — Iwrith für Fortgeschrittene, Leiter Dr. Salomon Adler. — Schneiderkurse, Leiterin Frau Lina Loeb. Kursananmeldung bei Frau Meta Posen-Prins, Fichtestraße 8, Telefon 45969. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos vormitt. IOV2 Uhr im Heime, Schwanenstraße 12, Tnach-Schiur des Herrn Julius Lewin. Das Buch „Nechemja". Gäste willkommen. Gebetzeiten. *in»3 rav Freitag abend 7.35 Samstag nnawn 6.35 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 9.10 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3.15 jTisnntp Dienstag abend 8.00 Mittwoch und Donnerstag ncapn 6 20 Mittwoch und Donnerstag morg. 7.30 2. Tag Predigt Mittwoch und Donnerstag nachm. 1.00 und 5,00 Mittwoch und Donnerstag abends 9.20 - I I Stdnmeg 9 /hsnuifk Sie massgjedmck GELLHORN Sfi^^aMaus/ mm STRÜMPFE KRAGEN ♦ HANDSCHUHE ♦ UNTERKLEIDUNG - GÜRTEL ♦ BLUMEN ♦ TÜCHER HOTEL MEYER (früher Villa Bismarck) Bad Neuenahr Lindenstr. 4 / Telefon 743 1. Verpfleg. Diät nach ärztl. Vorschrift BAD KISSINGEN San.-RatOr.P.Münz Dr. Alfred Münz Im Hause preis w e r t e Zimmer. nwin» in MARIENBAD in David Leitner's Hotel National Günstige Pensionsarrangements f; Voranmeld, empfehlenswert BADKUDOWA Ieie9 Villa Löwy Ärzll. geleWei (Dr.Triest) INTERLAKEN Berner Oberland Der geeignete Platz für ihren Erholungs-AufenihaH. 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