Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 17 (23.4.1936)
- Date
- 1936-04-23
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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23. April 1936 Der Israelit Nr. 17 Seite 15 führungsidee des Regisseurs Dr. Signer-Berlin, den „Fidelio" außerhalb des Tdieaterhauses im Saalbau darzustellen, eingehen. Die Solisten der Premiere erläutern durch musikalische Beispiele den Vortrag. Die erste Aufführung des „Fidelio" findet am Mittwoch, den 29. April, abends 8 Uhr im Saalbau statt. Abonnements und Gutscheine haben Gültigkeit. Karten im Preise von Mk. 1.— bis Mk. 3.50. Jüdisches Lehrhaus Frankfurt a. M. Im Mai beginnen folgende Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften: Montag, den 4. Mai," Lei- bowitz: Sprachliche und stilistische Uebungen im Hebräisch für Fortgeschrittene, 19.30; Werner: Französische Ag. 20.30; Leerbachstr. 14, Salomon: Der Stil der Musik um die Jahrhundertwende, 19; Bockenheimerlandstr. 23, Neuhaus: Mischna Sanhedrin, 20.30; Hermesweg 7, Kantorowicz: Grundlagen und Praxis der Jugendwohlfahrtspflege, 17; Meyer: Psychopathologie des Kmdesalters, 19.30; Merzbach; Neurosen des Kindes, 20.30 — Dienstag, den 5. Mai, Salzberger: Jüdische Sagen und Märchen, 20; Leinde: Hebräische Uebungen für Anfänger, 20.30 Uhr, Epstein: Die Lage der Juden in der Welt, 19.30; Unterlindau 21, Horovitz: Maimonides, 19.30. — Mittwoch, den 6. Mai, Buber.* Der Chassidismus, 20; Philämthropin, Weil: Chemie des täglichen Lebens. — Donnerstag, den 7. Mai, Strauß: Bibellesen, 19; Strauß: Philosophie, 20.30; Werner: Englische Ag. 20.30 Uhr. Konzert Gerhard Kander. Mit dem erst 14jährigen Geiger Gerhard Kander wurde dem Publikum eine interessante Persönlichkeit vorgestellt. Man hat es hier nicht mit einem sogenannten „Wunderkind" zu tun, sondern mit einer Erscheinung, die sehr ernst genommen werden will und soll, denn Kander ist kein Künstler, der durch virtuose Mätzchen besteht, sondern er geigt eben. Er ist in technischer Beziehung einwandfrei und versteht es auch, .die sich zur Vortragsifolge ausgesuchten Werke auch geistig und seelisch zu gestalten. So hörte man von ihm iu. a. die schwierige d-moll-Sonate von Brahms, das Violinkonzert von Bruch, von Dr. Willy Salomon trefflichst begleitet. Es ist zu hoffen, daß unter der Fürsorge seines Lehrers, Prof. Carl Flesch, Kander eines Tages die Hoffnungen erfüllt, zu denen er heute schon berechtigt. Mahler-Brahmskouzert des Kulturbundes. Zur Wiederkehr des 25. Todestages Gustav Mahlers (1860—1911) brachte der Kulturbund die Sinfonie in d-dur Nr. 1 zu Gehör. Gustav Mahl er, der Sinfoniker, war wie Anton Bruckner (1824—1896) gegen Ende des 19. Jahrhunderts um die Jahrhundertwende eine der bedeutendsten Gestalten. Während schon z\t Lebzeiten Mahlers sein Ruhm als Opernchef der Wiener Oper, der er Weltgeltung verschaffte, als Dirigent größten Formats, anerkannt und bewundert wurde, war der Komponist Mahler heiß umstritten und umkämpft. Durch das Eintreten Willem Mengelbergs, vor allem aber Bruno Walters (ein Schüler Mahlers) für sein sinfonisches Schaffen, erhielt auch der Musiker Mahler Weltgeltung, und seine großen Werke sind aus den Programmen der internationalen KonzertgesellFchaften nicht mehr fortzudenken. Literarisch setzte sich Paul Bekker mit seinem grundlegenden Werke „Gustav Mahler und seine Sinfonien" für ihn ein. Die Wiedergabe der ersten Sinfonie durch Steinberg gelang vorzüglich und der Hingabe des Orchesters ist es zu verdanken, daß das Werk klangschön und stilgerecht erklang. Der Sinfonie voraus ging das Violinkonzert von Brahms, von Konzertmeister Esrdel Drucker technisch und geistig vollendet geformt. A. K. Autorenabend. Die beiden Frankfurter jüdischen Autoren Alfred Auerbach und Dr. Bernhard Hirse h berg- S ehr a der veranstalten am Montag, 4. Mai, einen Abend beschaulicher Dichtung aus ihren Uebertragungen und eigenem Schaffen. Der Ton des Abends ist auf besinnliche Schau und innerliche Werte eingestellt. Die beiden Schaffenden bringen Charakterbilder aus Ost und West, Kurzgeschichten, Phantasien und einen gemeinsam geschaffenen Dialog: „Kaufleute!?" — Alle Teile des Abends werden von den Autoren zum ersten Male gesprochen. (für Jugendliche) n«n mit, Fichtestr. 5. — Die Mussarlehre des Rambam (für Jugendliche), Jiaw 4.30 Uhr, ebenda. — Messilas Jeschorim. 5.30 Uhr. Herr Dozent J- Ehrentreu. ffain mit o'Ensö, Sonntag 18 Uhr, Uhlandstr. 39. Herr M. Feuerwerker, TT 'on mm (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20.30 Uhr, Fichtestr. 5 trj'T für Jugendliche, Schabbos ^4 Uhr //uff msVn, wt»k inaj (für Baalebatim), Montag und Mittwoch 1830— 19-30 Uhr ebenda. Herr R.-A. Dr. E. Posen own mxn, Sonntag ll3/4 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, mm nwo Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M. Schlesinger, na» 'm für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr, Schwanenstr. 12. Herr J. Sofer, »öl» *p, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, D"fi mix, Sonntag nach nnn», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor jvnrro unter Leitung des Herrn Feuerwerker (nijrs» 'na) findet um 6.15 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. Gstatt- Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos vormitt. IOV2 Uhr im Heime, Schwanenstraße 12, Tnach-Schiur des Herrn Julius Lewin. Das Buch „Nechemja". Gäste willkommen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Schabbos Abend 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal Midrasch-Vortag des Herrn Moses Oelbaum. Samstag morgens nach Schluß der Synagoge: o^n, Herr R.-A- Dr. E. Posen. — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. Meyer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, föiR t\ov Herr S. Schachnowitz, — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, omax "pn, Hen\R.A. Dr. Schlesinger. — nachm. 5.45 Uhr im Vereinslokal, (auch für Damen), „Haftauro" Herr Rabb. Meyer. (Alles andere wie üblich.) Jahrzeitsstiftungen. Mittwoch, 29. April; Helene Mayer geb. Bloch-Stiftung. Liwjath Chen. Der Vortrag fällt wegen der Droscho des Herrn Rabbiner aus. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora and Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. 'Mi pr tmio (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr, Fichtestr. 5. — Sabbat vorm. 11-12 Uhr Gebetzeiten. mx» wnn T)iv> Freitag abend 7.00 Samstag 7itt3«?n 6.50 Samstag morg. 8 00 Samstag nachm. 1.00 und 5.00, Halach, Vortrag. Samstag abend 8.25 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 4.10 Familien-Nachrichten. Barmizwoth; Albert, Sohn der Witwe Klein, Frankfurt a. M-, Waldschmidtstr. 7, Israel. Waisenanstalt, Ffm„ Röderbergweg 87, 25. April 1936, spimi tue? snxn. — Jakob Zehner, Israel. Waisenanstalt, Frankf.- Main, Röderbergweg 87, 2- Mai 1936, wvip -nrw naw. — Herbert, Sohn des Jacob Cahn und Frau Jetty geb. Ichenhäuser, Mainz. Walpodenstr. 5, d'ptp nrm na». Verlobte: Bettina Borngässer, Rodheim v. d. Höhe - Max Löwenthal, Frankfurt a. M., Hermesweg 7 bei Rabb. Donath, 25. April 1936. — Erna Kresch, Fulda - Josef Kellermann, Frankf a. M.-Rananah. 8 0. Geburtstag: Samuel Hartogsohn, Emden- Ostfriesland, Schoonhovenstr., 28. April 1936. (^ettkotn, ^tzinwey9, dzi 4~la.u6 det mocliöek ^LLeid^nl^CLme - nickt tmetzt <zbet be55et! MODISCHE KLEINIGKEITEN UND ZUTATEN FÜR DIE HAUSSCHNEIDEREI IN UNGLAUBLICHER AUSWAHL sMxSxxn» Ideale Schuhe gegen Fußbeschwerden Goethe-Schuhhaus GOETHESTRASSE 28 Sabbat-Anfang und Ausgang snxa spim rn» O r t Anfang Uhr ] Min. Datum Ausgang | Uhr | Mio. Frankfurt am Main 7 j 00 25. 8 25 Berlin 7 15 April 8 06 München 7 ' 00 1936 8 01 Köln 7 15 8 30 Stuttgart 7 I 15 3. 8 15 Breslau 7 i 15 T'S 7 48 Nürnberg 7! 00 vnn 8 09 Hamburg 7! 20 8 30 Würzburg 7 | 15 1 1 8 20 Dach London Tüchtiges frommes Mäd di e 11 für Küche und Haus per Ende Mai gesucht. Off. m. R ef erenzen an Mrs. H. A. Goodman 27, Lordship Park London N. 16. 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