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Der Israelit · 1936-03-26 · Heft 13 (26.3.1936) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 13 (26.3.1936)
Date
1936-03-26
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
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26. März 1936 D Israelit Nr. 13 Seite 13 Dr. >M. Schlesinger als Vorsitzender, Ernst Adler, Sigmund Aumann, Dozent Julius Ehrentreu, Rechtsanwalt Dr. Salomon Goldschmidt, Josef Rosenbaum, Fritz Stern, Kassierer, Carl' Zuntz. Herr Studienrat Dr. Schüler hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, die schultechnische Ueberwachung zu übernehmen. i Ein Kreis von Damen — Frau Selma Bluiment h a 1, Frau Johanna Stern, Frau Selma Steirn und Frau A u m a n n - L a n d a u — steht der; iHeimleitung. beratend und helfend zur Seite. Auch an anderen Orten werden von der Ag-udas Jisroel s. G. w. bald solche Heime errichtet werden. Alfred Schwarzschild V'XT« Eine markante Persönlichkeit ist mit Alfred Schwarzschild aus unserem Kreise ausgeschieden. Schwarzschild entstammte einer Altfrankfurter jüdischen Adelsfamilie, die zu den Stützen unserer Kehilla seit ihrem Bestehen gehörte. So fiel seine Jugend in die Gründungszeit unserer Gemeinde und er hatte das Glück, in der Schule von S. R. Hirsch und in unmittelbarer Nähe des großen Rabbiners all die Ideale und Voraussetzungen in sich aufzunehmen, die ihn später zu dem vollendeten DJ? mvi-Jehudi formten. In der Sphäre von Selig Goldschmidt b"^i< aus dessen Haus er sich die gleichgeartete Gattin holte, erstrahlte ihm die ^Höhensonne, in der seine menschlichen und jüdischen Qualitäten vollends ausreifen konnten. Dort kam er auch in die Nähe von Rabbi Mosche L e w i n ^"Stri bei dem er lange Jahre Lernstunden genoß. Auf der Höhe des sozialen Lebens, als Mitchef eines Welthauses, blieb er doch im Innern ein schlichter, frommer Jude, mit tiefem jüdischem Empfinden, beseelt von G'ttesfurcht und Liebe zur Thora. Sein Gebet (bis vor wenigen Jahren war er noch täglicher Besucher unserer Synagoge) wurde in einem Anstand und einer Andacht verrichtet, daß es Andere mitriß. Sein G'ttvertrauen brachte ihn über manchen Schmerz im Leben — es wurde ihm vor vielen Jahren ein Sohn im blühenden Alter genommen, und vor wenigen Jahren wurde die Gattin, mit der er ein musterhaftes glückliches Leben führte, von der Seite gerissen — hinweg. Viele Ehren und Aemter standen dem Manne von Welt und Wissen offen, aber er suchte keine Ehren, sondern Arbeit, wo sie am verantwortungsvollsten war. Lange Jahre hatte er seinen Sitz im Schulrate unserer Gemeinde. Im „Hilfsverein für die Lungenkranken in Nordräch" übte er das Präsidentenamt bis zuletzt aus. Er betätigte sich auch im „Vereinzur Aussteuerung jüdischer bürgerlicher Töchter". Hatte er in den genannten Vereinen Gelegenheit, sich in rrpa und nosan zu betätigen, so weihte er ein gut Teil seiner Tatkraft dem nan tvbftt denn er 'gehörte lange Jahrzehnte zu den tätigsten Mitgliedern der Bruderschaft D'nap"? pTi» bei der er nie ein Sabbatierhen versäumte und zuweilen auch selber vorlernte. Wie man ihn auch sonst bei vielen, besonders wissenschaftlichen und Geschäftsvorträgen oft in der vordersten Reihe sah. Alfred Schwarzschild, der stets aufrechte Mann, hat ein Alter von 78 Jahren erreicht, ist aber dennoch zü früh von den Seinen und uns allen gegangen. Möge Kindern, Enkeln und Urenkel, wie dem ganzen Familienkreise und allen, die heute um den lieben Menschen ehrlich weinen, seinen Trost angedeihen lassen. rraxan Marcus Tannenbaum s. A. Kaum in das 70. Lebensjahr eingetreten und von großem Freundes- und Verehrerkreis gefeiert, ist Marcus Tannenbaum am 6. März 1936 (12. Adar) nach schwerer Krankheit den Seinen und der ganzen Gemeinde durch den Tod geraubt worden. Ein Ler ben, nur der Familie und' der Gesamtheit gewidmet, ganz Selbstlosigkeit und Uneigennützigkeit, hat damit ein Ende gefunden. Wo er stand, da stand er fest. Wo er vorstand, war er mit seiner ganzen starken, und doch so anspruchslosen Persönlichkeit dem Bezirk hingegeben, in den man ihn gerufen. Die Kur-: anstalt für Israeliten in Bad Soden a. T., die Jüdische Haushaltungsschule, der Verein „Gegenseitigkeit", der Jüdische Arbeitsnachweis, die Frankfurt-Loge — sie., alle haben mit seinem Heimgang einen sehr empfindlichen, herben Verlust erlitten. Nicht nur die unermüdliche Tätigkeit des Entschlafenen, sein reges Interesse für alle Einzelheiten und Einzelfälle der Anstalten und Wohlfahrtsbestrebungen, — vor allem das warme Herz, das absolute Gerechtigkeitsgefühl, die aufopfernde Hingabe an die Werke der Menschenliebe, alle (diese Vorzüge des Verblichenen sind beispielgebend, und werden in der nun gerissenen Lücke tief .empfunden werden. Wohl am meisten aber verliert in: ahm die Synagoge Unterlind.au, in, der er, fast ein, Jahrzehnt, dem Vorstand, in den letzten Jaiiren als', Vorsitzender angehörte. Mit ganzem Herzen, mit - seiner ganzen tiefen Frömmigkeit, mit .natürlicher Vornehmheit, mit voller Hingabe sei- ' nes Ichs "verwaltete 'er dieses Amt/"versäumte keinen G'ttesdienst, hielt seine^Würde und Ordnung aufrecht, er war ein Pameß manhig von echtem Schrot und Korn. Die Gemeinde achtete und würdigte in ihm den^ schnell erkannten Wert seiner Persönlichkeit und seines Wirkens. ■ ..... . -r. ■ Äm'Söntag, den 15. März, veranstaltete ,ifian ihm.; zu^hreh'idie am Grabe des PurimfesteSjhalb©r, unter-. bliebene Trauerkundgebüng." Nach einem Ghorgesang und einer großangelegten Würdigung dieses schweren Verlustes durch Gemeiniderabbiner Dr. Jakob Horovitz kamen die Vertreter obengenannter Verwaltungen zu Worte, um dem großen Schmerz Ausdruck zu geben, der durch den Heimgang dieses wackeren Manne's die Herzen aller, die ihn kannten und ihn ob seiner Verdienste achteten, ergriffen hat. fraxjn Kinderoper ha der Israelitischen Volksschule. Es wäre zu begrüßen, wenn die Kinder der Israelitischen Volksschule öfters in der Oeffentlichkeit ihre Kunst zeigten. Denn reines — den kindlichen Fähigkeiten entsprechendes Können wurde einem zahlreich erschienenen Publikum geboten, als zum Ende des Schuljahres „Herscheie Ostropoler" seine Reise zu den Chelmern unternahm. Die Begeisterung auf der Bühne fand lebhaften Widerhall im Zuschauerraum. Man spürte während der ganzen Aufführung, daß dieses Spiel erdacht, vertont und einstudiert war von einer Persönlichkeit, die Schulmann und Musiker zugleich ist, von einem Menschen, der weiß, wie Melodien klingen müssen. Die Chöre klangen rein und wurden mit feinem Gefühl geleitet, so daß auch der anspruchsvolle Zuhörer befriedigt sein könnte. Die gesamte Bühnenausstattung war dem Milieu der Chelmer Juden angepaßt. Chelmer Streiche wurden mit herzhaftem Humor gegeben. SOEBEN ERSCHIEN: ANLEITUNG ZUM TALMUDSTUDIUM von NAP H;T ALI COHN ERSTES HEFT ZU TRAKTAT SABBAT ABSCHNITT I Das Werk umfaßt 52 Seiten einschließlich einer hebräischen Anmerkung von Rabb. Wolf S. Jacobson, Kopenhagen Diese grundwissenschaftliche und trotzdem populäre Einführung in dasTalmudsiudium wird gerade heute, da der Talmud so vielfach verkannt wird, jedem Lernenden von größtem Nutzen sein. Zu beziehen, zum Preise von RM. 1.50 VERLAG DES ISRAELIT u. HERMON GmbH. Abteilung Hermon-Verlag Frankfurt a. M., Schützenstraße 12 Postscheckkonto: Frankfurtmain Nr. 39592 Herr Rektor Ochsen mann gab in seiner Begrüßungsrede die theoretische Begründung dieses Spiels; er zeigte, daß die Schule, getreu ihrer alten Tradition, den Erfordernissen der augenblicklichen Situation gerecht zu werden sucht, indem sie mit aller Intensität ihr Ziel verfolgt. Auch die Feierstunden der Schulen sollen dem Ausdruck geben. ' Herr Siegfried Kö strich hat seinen reichen, pädagogischen, und musikalischen Fähigkeiten in diesem Spiel sinnigen Ausdruck gegeben und gezeigt, wie man mit Kindern Theater spielen muß. Das Orchester bestand aus den Herren: M. Kuttner, Döblin, Hainebach, Frl. Schnerb und Klärchen Wohlfahrt am Klavier, die alle ihr bestes Können aufwandten. Herr Gustav Erlebacher besorgte die Bühnenausstattung und hatte viele, schöne Bilder gemalt, die besonders'im dritten Akt hervorragend waren, und seine Schüler hatten die Programme gezeichnet. Frl. Nechama.Posen verfertigte in den Handarbeitsstunden mit den 12- und 13jährigen- Mädchen die Kostüme, und alles trug zu dem guteri Gelingen der Kinderoper bei, und die Kleinen und die Großen hatten einige;<f«r;ohe Stunden. Ein neues Heim des Noar Agudati. , , ,< Vom Noar Agudati wird uns geschrieben: Wir benötigen für ein neu zu eröffnendes Heim folgende Einrichtunjgsgegenstände und wären für frdl. kostenlose Ueberlassung sehr dankbar: Eine Anzahl Tische, Stühle, Wäsche- und Bücherschränke, Kommoden, Metallbetten mit Matratzen, Küchenmöbel und -Geräte, Geschirr, Brotmaschine, großer Küchenherd, Grude, Eisschrank, Dezimal- oder Personenwage, Tisch- und Bettwäsche, Vorhänge, Beleuchtungskörper, Schabbosuhr, Nähmaschine, Schreibtisch und Aktenschrank. Mitteilungen erbeten an die Bundesleitung des Noar Agudati, Schwanenstr. 12, 1. Tel. 46315. Centraiverein Landesverband Hessen-Nassau und Hessen Ortsgruppe Frankfurt a. M. Die Geschäftsstelle Frankfurt a. M. des Centraivereins, die den Ort Frankfurt a. M. sowie den Regierungsbezirk Hessen-Nassau und das Land Hessen betreut, erweitert ihre Büro- und Sprechstundenräume. Ab 1. April 1936 befindet sich die Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Steinweg 9, Zimmer 75—77, Tel. 25403. Sprechstunden: Montag, Mittwoch, Freitag von 11—13 Uhr, sonst nach vorheriger telefonischer oder schriftlicher Anmeldung. Familien-Nachrichten. Barmizwoh: Martin, Sohn des Herrn Sally Weil u, Frau Harriet geb. Joelson, Berlin NW. 21, Dortmunderstraße 7. 4. April 1936. — Gustav, Sohn des Herrn Rabbiner M. Jakobovits u. Frau Hanna geb. Lipstadt, Strasbourg, 3 Place de Bordeaux. Vinn rov 4. April 1936. Verlobte: Siddy Weil und Karl Hermann, Frankfurt a. M., Windeckstr. 35. 8 0. Geburtstag: Frau Mathilde Rothschild, Krenzlingen, 1. April. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgens nach Schluß der Synagoge: nwi, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. Meyer — abend 9 Uhr im Vereinslokal, auch für Damen, „Dinim zu Pessach" R.-A. Dr. E. Posen. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, pniK tjov Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, aniax jxo, Herr R. A. Dr. Schlesinger. — nach 5.45 Uhr im Vereinslokal, (auch für Damen), „Haftauro" Herr Rabb. Meyer. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: mva- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, (mna *aa) maa, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, na»a, Herr R.-A. Dr. E, Posen. Dienstag (auch) Donnerstag abends 7 Uhr im Vereinslokal, maa, Herr R.-A. Dr- E. Posen. Sonntag vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, »naa, Herr J. Soffer. Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 28. März: Helene Apelt geb. Leucht-Stiftung. Schabbos, 28. März: Ester Swetzki-Stiftung. Sonntag, 29« März: Ernst Ascher-Stiftung. " Dienstag- 31- März: Salli Frankenthal-Stiftung. Freitag, 3. April: Schjaumoh Simon Kallmann-Stiftung. Agudas Jisroel-Ortsgrappe. Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitzpr «»sie (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr, Fichtestr. 5. — Sabbat vorm. 11-12 Uhr (für Jugendliche) D"n rns, Fichtestr. 5: — Die Mussarlehre des Rambam (für Jugendliche), rav 4.30 Uhr, ebenda. — Messilas Jeschorim. 5.30 Uhr. Herr Dozent J- Ehrentreu. pain mit o'cnsa, Sonntag 18 Uhr, Uhlandstr. 39. Herr M- Feuerwerker, 1'9 'OB maa (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20.30^ Uhr, Fichtestr. 5 ann für Jugendliche, Schabbos Uhr ,rav niaVn, inr« maa •ym (für Baalebatim), Montag und Mittwoch 1830— 19.30 Uhr ebenda. Herr R.-A. Dr. E. Posen nwn nisa, Sonntag lP/4 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, rrvha rwa Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A- Dr- M- Schlesinger, ras? 'aa für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr, Schwanenstr. 12. Herr J. Sofer, 'av> tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, □"n rhiR, Sonntag nach imm?, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Scbiur vor fl'imfr unter Leitung des Herrn Feuerwerker (myiaw 'aa) findet um 6.15 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. Gstatt. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos vormitt. IOV2 Uhrim Heime, Schwanenstraße 12, Tnach-Schiur des Herrn Julius Lewin. Das Buch „Nechemja". Gäste willkommen-; Gebetzeiten. inpn raw Freitag abend 6.20 Samstag naas?n 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1-00 u. 4.30 Samstag abend 7.40 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6.30 Tefillinlegen am Morgen 5.15 I

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