Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1936-03-19 · Heft 12 (19.3.1936) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 12 (19.3.1936)
Date
1936-03-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2450909-2450921--81997-2539905
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

19. März 1936 Der Israelit Nr. 12 Seite 15 Ies verflacht sich zu einem „Betrieb", statt innige Zwiesprache mit G'tt zu wenden. Der Referent fand aufrüttelnde Wendungen, die zu einer großen Verinnerliehung der Haltung zu G'tt und Menschen aufriefen, wollten wir die Prüfung der Zeitenwende fruchtbar gestalten. Die Großen unsres Volkes schmelzen immer mehr und mehr zusammen, und für uns sei jetzt die Frage aktuell, ob AgUidao Jisroel der geschichtlichen Aufgabe entsprechen h'a'je, um unsre' Menschen im Innersten aufzuwühlen 'und sie zu Taten anzuspornen. — Der Vortragende gab einen gemeinverständlichen Rückblick auf die verschiedenen Stadien des Gokts, von den „Geaunim" bis zum Chassidismus. Es gelte heute, die jüdischen Menschen erst wieder zurückzugewinnen für Tauroh und Awaudoh, darum «ei es Aufgabe der ihrer Verantwortung sich bewußten Einzelnen, sich einzureihen in d'ie Gemeinschaft der Treuen. Es machte die geschichtliche Größe von Rabbiner Hirsch s. A. aus, zu erkennen, daß ein jüdischer Mensch .als Einzelner verloren sei; und daß die Heilung nur erblühen könne im Zusammenschluß der Treuen. Darin gipfele auch die geschichtliche Aufgabe der Agudas Jisroel. In Erez Jisroel — so führte Herr Rabbiner Schwab au® — sei der Einzelne eübrhaupt nichts, und die Auseinandersetzung mit den nächtreligiösen Schichten könne erst beginnen und zu einem Erfolg führen, we n n wir unsre Gemeinschaft haben. Man hat in Erez Jisroel ganz besonders vor unsern aus Deutschland eingewanderten jungen Agudisten großen Respekt. So klein und winzig noch heute die agudisitischen Gruppen sind, so vorherrschend sei dort der Geist inniger Verbunden* heit. Und wenn man heute in E. J. fragt: „warum kommt ihr so spät," so antworten wir: „es kommt nicht darauf an, wer zuerst da ist, wer am längsten dort bleibt, ist von Bedeutung." Herr Dr. Schlesinger wies noch auf die Bedeutung der Aufgaben hin, die der Lösung entgegengeführt werden müssen und dankte Herrn Rabbiner Schwab herzlichst für seine packenden Ausführungen. Ha. Die Jüdische Winterhilfe wirbt durch künstlerische Veranstaltungen. In dankenswerter Weise hat sich der Jüdische Kulturbund Rhein-Main bereit erklärt, zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe am Mittwoch, den 25. März, abend® 8 Uhr, ein Orchesterkonzert im großen Saal des Saalbaus in Verbindung mit der Jüdischen Chorvereinigung und dem Jüdischen Kammerchor unter Leitung von Hans Wilhelm Steinberg und Nathan E h r e n r e i c h stattfinden zu lassen. Das Programm umfaßt Schubert, Mozart und Beethoven. Dank der Mithilfe':''ift^iraffrer--Tttdasciher-- -Künstler. Frankfurts ist es der Jüdischen Winterhilfe ferner gelungen, am Donnerstag, dem 26. März, abends 8 Uhr, einen Solisten-Aberid im großen Saal des Vereinshauses, EschersheimerJandstr. 27 veranstalten zu können. Das: Programm sieht künstlerische-, und. .musikalische Darbietungen vor. An diesen Veranstaltungen kann jeder teilnehmen, der Mitglied des Reichsverbandes oder des Jüdischen Kulturbundes ist. Die Karten für beide Veranstaltungen sind in den üblichen Vorverkaufsstellen .erhältlich. Telefonische j Bestellungen nehmen das Büro der Jüdischen Winterhilfe Nr. 26 703 sowie das Büro des Jüdischen Kulturbundes--Rhein-Main Nr. 52 638 entgegen. ISUPA. Die Israelitische Suppenanstalt (Postscheckkonto Frankfurt a. M. 10273]i versendet ein hübsches Täfelchen, das, an die „Vier Söhne" der Haggada anknüpfend, für die bedeutsame Anstalt wirbt. Es heißt da: 1. Der nicht fragen kann, staunt über die Leistungen der ISUPA. — 2. Der Dumme fragt: SOEBEN ERSCHIEN: ANLEITUNG ZUM TALMUDSTUDIUM von NAPHTALI COHN ERSTES HEFT ZU TRAKTAT SABBAT ABSCHNITT I "DasWerk umfaßt 52Seiten einschließlich einer hebräischen Anmerkung von Rabb. Wolf S. Jacobson, Kopenhagen , Diese grundwissenschaftliche und trotzdem populäre Einführung in das Talmudstudium wird gerade heute, da der Talmud so vielfach verkannt wird, jedem Lernenden von größtem Nutzen sein. Zu beziehen zum Preise von RM. 1<50 VERLAG DES ISRAELIT o. HERMON GmbH. Abteilung Hermon-Verlag Frankfurt a. M., Schützenstrafle 12 Postscheckkonto: Frankfurtmain Nr. 39592 Was ist das, eine ISUPA? Antwort: Eine Wohlfahrtsküche für Erwachsene,- Kinder und Kranke. — 3. Der Böse fragt: Warum muß ich für die ISUPA spenden? . Antwort: Damit dieses Werk der wirklichen Nächstenliebe fortbestehen kann. — 4. Der Gescheite fragt: Was bezweckt die ISUPA mit ihrer täglichen Essenausgabe? . Antwort: 500 bedürftige Menschen vor Hunger zu. schützen. Konzert des Kulturbundorchesters. Zugunsten der Örühester-Hilfskasse veranstaltete das Kulturbundorchester im dichtbesetzten großen Saal des Saalbaues ein Konzert. Die Solistin des Abends, die talentierte und hervorragend begabte Geigerin, Anni Steiger, spielte 'das Violinkonzert in a-moll von Anton Dvorak. Sie spielte es mit hinreißendem Elan, mit souveräner, technischer und geistiger Gestaltungskraft, von Steinberg und dem Orchester auf das Trefflichste begleitet. Es folgte als Höhepunkt des Abends die Wiedergabe der VI. Sinfonie in h-moll (Pathetique) von Peter J. Tschaikowsky. An diesem Werke hatte Steinberg Gelegenheit, sein großes Können als Musiker und als Orchestererzieher zu dokumentieren. Wie herrlich klangen da die einzelnen Instrumentalgruppen auf, und mit welchem Temperament ertönte das Allegro molto vivace des dritten Satze®. Edith Elmer sang mit ihrem gepflegten Koloratursopran den Dorfschwalbenwalzer von Josef Strauß. Den Schluß bildete eine zündende Interpretation des Kaiserwalzers von J. Strauß. Grundsätzlich sei bemerkt, daß es sehr zu begrüßen ist, daß endlich die Konzerte nach dem Saalbau verlegt worden sind, denn hier kommt ja, bei der hervorragenden Akustik, erst die volle Klangschönheit und Klangdisziplin de® Orchesters deutlich zum Ausdruck, da die bisherigen Räume der Veranstaltungen großen Mangel an guter Akustik aufwiesen. A. K. Sportecke. JTB-Frankfurt I. gegen JJB-Hanau I. 0:5 (0:1) Mit vier Mannschaften waren wir vergangenen Sonntag in Hanau, um gegen den dortigen JJB. einen Klubkampf auszutragen. Unsere stark durch Ersatz geschwächte I. Mannschaft mußte diesesmal eine Niederlage mit nach Hause nehmen. In der ersten Halbzeit war das Spiel ziemlich ausgeglichen. Jedoch in der zweiten Spielhälfte war Hanau überlegen und konnte, da die Mannschaft auch körperlich stärker war, den verdienten Sieg erringen. Auch unsere II. trat mit Ersatz an und erlitt trotz eifrigem Bemühen das Spiel ausgeglichen zu halten, eine Niederlage mit 1:4 (0:3). Die Jugendmannschaft hatte ein Pflichtspiel gegen Hanaus Jugend auszutragen. Ein sehr flottes Spiel entwickelte sich. Unsere Jugend war stark überlegen, konnte aber die ihnen gegebenen Torchancen nicht ausnutzen. Hanaus Jugend war schußfreudiger und konnte sich den Sieg mit 2:1 (1:0) sicherstellen. Einen sehr schönen Erfolg erzielte unsere Schülermannschaft. Schon in der ersten Halbzeit lagen unsere Schüler mit zwei Toren in Front. Nach der Pause erzielte JTB. noch zwei Tore und stellte das Endergebnis auf 4":1. Wir benötigen für unser JTB-Heim noch einige Stühle "und Bänke und bitten unsere Freunde und Gönner, Uns selbige zu überlassen. Meldung an Herrn Dr. Ernst Freimann, Ffm., Friedberger Anaige 13. Tel. 47715. Sabbat-Anfang und Ausgang _. ' nij?B bnpi na? O r t Frankfurt am Main Berlin München Köln Stuttgart Breslau Nürnberg Hamburg Würzburg Anfang Uhr I Min. 6 ( 05 6 | 05 6 | 15 6! 30 6; 15 I . 6 15 6 10 6 20 6 15 Datum Ausgang Uhr I Min 21. März 1936 27. ns rsir» 25 oo 07 30 20 47 11 20 20 Von Großhandelsunternehmen in größerer Stadt Badens perfekte Stenotypistin zum baldmöglichsten Eintritt gesucht. An Samstagen und israelitischen Feiertagen geschlossen. Ausführliche Offerten mit Gehaltsansprüchen erbeten unt, 2860c a. Exp.' G e Perfönlichkeit zum m&-sein einer neuen min nao gesucht. Meldungen unt. 2873c an a. Exp. Immer inserieren bringt Erfolg! Kaffee-Tee-Kakao Weine-Lebensmittel in bekannter Güte WITTWE HASSAN Filialen in allen Stadtteilen In klein., str. orthod. Haushalt Frankfurts Aushilfe für Pesach gesucht. Off. u. 2878c a. Exp. Für mein. Bruder, 29 Jahre, der im neutr. Ausland sich. Posit. befitzt, luche ftr. orth. tüchtige.Gätt'n von Geist und Herz. Mitg. erw. Str. Diskr. Ausf.Bildzuschr. erb. unt. 2869c an die Exp Fabrikant mit 500.000 RM. Vermögen, orthodox, 36 Jahre alt, gute eleg. Erschein, sucht entsprechende Partie Anträge mit Lichtbild unt. 28 23c a. d. Exp In orth. Lehrerfamilie der franz. Schweiz finden noch einige Pensionäre, die Gymnasial- oder Handelsschulen besuchen und zugleich die franzöS- Sprache erlefwollen MtWH* MW^M Dr. M. Donalh-Nordmann Yverdon-les-Bains. Mäßige Preise. durch unseren PREIS NAC HL ASS bei wiederholtem Inserieren! V VULCANIA 24 OOO io AB NEAPEL 2, APRIL NACH HAIFA. Zum Frühling nach PALÄSTINA Fahrpreise stark ermäßigt COSULICH LINE Frankfurt a. M., Kaiserstraße 20, Telefon 23754 sowie alle bedeutenden Reisebüros

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.