Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1936)
- Date
- 1936-03-12
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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12. März 1936 Der Israelit Nr. 11 Seite 13 Familien-Nachrichten. Geburten: Ein Sohn, Rabb. Dr. M, L- Bamberger und Frau Zerline geb. Falk, Mainz, Neubrunnen- Straße 19, 17. Adar 5696. — Em Sohn. Julius Trepp und Frau. Flora geb. Adler, Haifa, Nordaustr. 6. 6a r m izwoh: Josef Kösterich( Israel. Waisenanstalt, Frankfurt a. M. Röderbe'rgweg 87, 21 März 1936 'Tips Vnp'i 's 'p naw. — Leo, Sohn der Frau Osias Neumann Wwe. geb. Springut, Antwerpen,' van Beethovenstr. 22, in der Eisemann'schen Synagoge 'p 'Tij?ö Vnp'l 'a. — Siegfried, Sohn des Gustav Neustädter und Frau Paula geb. Bachrach mp»l 'Q 'p naw. Verlobte: Elsbeth Herz, Frankfurt am Main, Weberstr. 7 mit Kurt Mprgenroth, Offenbach a- M, Rödernstr. 22. Gestorben: Jahre- Rika Erlebacher, Mönchsroth, 58 , Wichtig für Auswanderer! Im Inseratenteil finden Sie ein Angebot der Fa. Sport-Heß, Frankfurt a. M., Am Schauspielhaus! 2—4, für wichtige Anschaffungen vor der Ausreise in. tropische Länder. Sie finden bei obiger Firma gut und preiswert alles, was Sie brauchen und werden zuvorkommend bedient, Vermischtes. Hamburg, 6. März. Am 3. März fanden unter dem Vorsitz des Kommissars der Landesunterrichts'behörde die Beratungen über die Abschlußprüfungen an der Talmud Thora-Oberrealschule statt. Sämtliche 27 Schüler beider Prüfungsklassen (Oberprima und Untersekunda) bestanden die Prüfung. In allen Fällen konnte von einer mündlichen Einzelprüfung abgesehen werden. Da® Zeugnis der Hochschulreife (Ab^turrum) erhielten die 5 Schüler der Oberprima, die Reife für die Obersekunda einer Oberrealschule wurde den 22 Schülern der Untersekunda zuerkannt. Fulda, 8. März. Vorige Woche konnte unsere hiesige . Jesohiwa ihren ersten Sijum feiern. Einige Herren hatten sich 'dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, um gemeinsam mit den Bachurim die Feier möglichst schön auszugestalten. Und sie wurde wirklich zu einem in- Nach dem gemeinsamen Maariw-Gebete wurde die Feier durch Gesänge eingeleitet. Bald saßen alle an den schön gedeckten Tischen und nun begann der Rosoh Jeschiwoh die tWi5D» auszulernen. Im Anschluß daran hielt er einen sich auf den ganzen Traktat erstreckenden pn, der mit einem Aufruf an die Schüler, immer tiefer in die SOEBEN ERSCHIEN: AH LEITUNG ZUM TALMUDSTUDIUM von NAPHTALI COHN ERSTES HEFT ZU TRAKTAT SABBAT ABSCHNITT I Das Werk umfaßt 52 Seiten einschließlich einer hebräischen Anmerkung von Rabb. Wolf S. Jacobson, Kopenhagen Diese grundwissenschaftiiehe und trotzdem populäre Einführung in das Talmudstudium wird gerade heute, da der Talmud so vielfach verkannt wird, jedem Lernenden von größtem Nutzen sein. Zu beziehen zum Preise von RM. 1.50 VERLAG DES ISRAELIT u. HERMON GmbH. Abteilung Hermon-Verlag Frankfurt a. M., Schützenstraße 12 Postscheckkonto: Frankfurtmain Nr. 39 59 2 jüdischen Quellen einzudringen, schloß. Anschließend an die Ansprache des- Fuldaer und des Majrburger Raw trugen einige Bachurim kleine Ansprachen und Abhandlungen aus den verschiedensten jüdischen Gebieten, auohsnry-.w vor. Ein Hörer dankte im Namen seiner Ghawerim den Dozenten und dem Vorstande der na»r» für die aufopfernde Tätigkeit und Fürsorge. Zwischendurch hörte man immer wieder schöne Lieder, aus denen man so ganz ihre Verbundenheit mit der Thora und mit Erez Jisroel herausspüren konnte; und eine Sehnsucht ging plötzlich durch jeden, als mit dem Lied a'toivn nsnn njpj» die Feier abgeschlossen ^wurde. J, K. Berlin, 6. März. Vor dem Düsseldorfer Schöffengericht hatte sich ein Angeklagter wegen versuchter Erpressung und Beleidigung, begangen gegenüber einem jüdischen Rechtsanwalt in Essen, zu verantworten. Er war seinerzeit zur Zahlung von RM. 80.— Kosten an den Anwalt verurteilt worden und leistete zunächst eine Teilzahlung von RM. 35.—. Obwohl fast zwei Jahre vergangen waren, hatte der Anwalt auf Zahlung 'des Restes nicht gedrängt. Nach der Umwälzung von 1933 erschien der Angeklagte. wiederholt bei dem Anwalt und erklärte/ es sei ihm in jenem Prozeß Unrecht geschehen; wenn der Anwalt ihm nicht schleunigst die RM. 35.— für Gerichtskosten zurückerstatte, dann werde er ihn „anderweitig belangen". Er drohte mit Beschwerden an da« Justizministerium und dem Eingreifen 'der Gauleitung, obwohl er der NSDAP, nicht angehörte. Am 12. August 1935 wiederholte er in einem von Beleidigungen strotzenden Schreiben seine Drohungen gegen den Anwalt, der nunmehr Sträfantrag stellte. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht hoben, wie die „Essener Nationalzeitung" meldet, der Vertreter der Staatsanwaltschaft und 'der Vorsitzende hervor, daß das Verhalten des Angeklagten einer scharfen Sühne bedürfe: der Nichtarier, der sich den Gesetzen füge, genieße vollen Rechts- und Ehrenschutz. Der Angeklagte wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Berlin, 3. März. Die am 7. Adar von der Cht e w r a Kadischa Groß-Berlin begangene Feier gestaltete sich auch in diesem Jahre zu einer überaus eindrucksvollen Kundgebung für den tiefreligiösen und erhabenen Gedanken, den die Chewra .durch ihre echtjüdische opferbereite Tätigkeit an Lebenden und Toten in vorbildlicher Weise verkörpert. Schon in den ersteh Morgenstunden machten 'die D'poynn unter Führung des Vorsitzenden, Herrn Schwarz und des Herrn Dr. Erwin Galewski. in der durch die Tradition geheiligten Sitte den Rundgang auf 'dem Friedhof in Weißensee, woselbst Herr Rabbiner Dr. Link die Gedenkrede hielt und in einer ernsten Betrachtung den größten Propheten aller Zeiten, unseren großen Lehrer und Führer, in seiner unerreichten heroischen Größe, in der Verschmelzung des Erhabeng'ttlichen und des Schlichtmenschlichen, den gewaltigen G'ttes^ mann im nvn in seiner Bescheidenheit und Demut, darstellte. In unserem Verlage erschien: dbii? nix DAS LICHT DER EWIGKEIT Einführung in das Weltbild der jüdischen Überlieferung uon Rabbiner Dr. £lie Münk in Rnsbadi mit Geleitworten der Herren Rabb. Dr. P. Kohn, Rnsbadi und Dr. R. Klein, nürnberg 252 Seiten Preis bro^ch. Mk. 4Lielnwandband Mk. 5.— In fünf Kapiteln: Die Welt / 6'tt /Der Mensch / Israel / Die Thora / wird in dieser ebenso tiefschürfenden wie ergreifenden Darstellung ein uollständiges Weltbild des Judentums entrollt. Dieses fcunstuoU aufgebaute Weltbild wird aus dem unerschöpflichen 6edanhenschati geformt, der in der klassischen Literatur der ältesten jüdischen Ueberlieferung, der Kabbala, uerborgen liegt. Zum ersten Wal erfährt diese Literatur im deutschen Spradihreis eine ihrer toürdige Bearbeitung, die zugleich ihre ewig zeitgemäßen Werte offenbart, ihre uon logisdter Klarheit beherrschte Weltdeutung und ihre so unendlich trostreiche und unendlich gefühlsinnige Lebensauffassung. Rite weltanschaulichen Fragen und Probleme,~die Herz und Uerstand des Menschen bewegen, werden unter diesem „Lichte der Ewigkeit" einer ganz neuartigen Lösung zugeführt, und aus dieser grandiosen Perspehtiue wächst schiiefjUdi das Gebäude des Judentums in Itchtuoller Erhabenheit heroor. Für all' diejenigen, die sich in unserer haltlos gewordenen Zeit nach einem neuen Zugang zum Judentum oder nach einer üertiefung in seine Weltanschauung und seine religiöse Praxis sehnen, bedeutet dieses Buch geradezu eine Offenbarung. Es wird in einer trüben und sorgenvollen Periode der jüdischen öesdiichte Dielen zum wahren Führer und Tröster werden. Zu beziehen durch alle besseren Buchhandlungen wie auch direkt vom Verlage VERLAG DES ISRAELIT UNO HERMON G.M.B.H., Frankfurt am Main, ScbützenstraOe 12 Postscheckkonto 1980Z