Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 10 (5.3.1936)
- Date
- 1936-03-05
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2450909-2450919--81966-2539872- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite -4 Keren .Ha j i s c ih u w - B1 ä 11 CT 5. Marz 1936 eine Kwuza zur Fensterreiiügurig von 3 Oha werim und eine für allg-cmcinc Säuberungs arbeiten vpn 5 Chawerim gebildet: In den Fa biriken war es für uns sehr schwer einzudrin gen, weil die Histadruth dort herrscht und ihre Macht ausnützt, indem sie unsere Arbeiter nicht zuläßt. Wir werden uns aber nicht da mit beruhigen, sondern weiterkämpfen. Auch in der Mazzothfabrik von Rothschild ist es schwer hineinzukommen, auch dort herrscht die Histadruth. — " \ Bei einem Referate in einer Sitzung des Waad unserer Poalim fand ich. außerordent lieh großes Interesse. und tiefes Verständnis für alle agudistischen Fragen. Es wurde be schlössen, für die neu. ankommenden Olim ein Komitee zu gründen; um ihnen die* ersten Tage ihres Ankommens^zu erleichtern. Man verlangt von uns eine energische Aktion mit Anteil nähme der rabbinischen Autoritäten für Awo~ da Iwrith, ebenso für Tozereth Haarez und unseren Anschluß an die aus allen Kreisen bestehende Organisation für Tozereth Haarez Von unserem Heifaer Sekretär Jakob Katz erhielten wir genaue Informationen über alle Olim, die in Haifa ankommen. — Zur Beschäftigung der jetzt ankommenden Olim verabredeten wir die Mazzothfabrik von Roth Für die Adar-Aktion haben wir, wie alljährlich, wieder ein PREISAUSSCHREIBEN für diejenigen Samler und Sammlerinnen vorgesehen die mindestens RM 25.— zugunsten des Keren Hajischuw sammeln. Die Verlosung soll am 7. Nissan 5696 / 30. März d. J. stattfinden. Der Sammler hat folgende Bedingungen zu erfüllen; Bis zum 4. Nissan 5696 / 27. März d. J. müssen mindestens RM 25.— als Sammelergebnis im Besitz der Palästina-Centrale der Agudas Jisroel sein (durch Überweisung auf das Postscheckkonto 53900 Frankfurt a. M, oder durch Vermittlung der für ihn zuständigen Gruppe). PREISAUSSCHREIBEN! Bei einem Sammelergebnis von mindestens RM 100.— 1. Preis: eine Reise nach Erez Jisroel (Scbiffskarte für Hin- und Rückfahrt inkl. Bett und Verpflegung). Sobald für die Auslosung des 1. Preises mehr als 100 Sammler in Betracht kommen, wird als 2. Preis: gleichfalls eine Reise nach Erez Jisroel zu den gleichen Bedingungen ausgesetzt. Bei einem Sanamefiergehnis von mindestens RM 75.— 3. Preis: eine in Erez Jisroel geschriebene Megillo in einem Gehäuse von Olivenholz, reich geschnitzt, 4. Preis: ebenfalls eine in Erez Jisroel geschriebene Megillo in einem Gehäuse von Olivenholz, reich •geschnitzt, 5. Preis: eine in Erez Jisroel geschriebene Sederschüssel von Olivenholz, 6- Preis: eine Bsomimbüchse, in Erez Jisroel hergestellt, aus Olivenholz, 7. Preis: ebenfalls eine Bsomimbüchse aus Olivenholz, in-Erez Jisroel hergestellt, 8. Preis: ein Exemplar: Choreb von S. R. Hirsch 9. Preis: ein Exemplar: Tehilim von S. R. Hirsch 10. Preis: zwei Bände: Rabbi Josselmann von Rosheim von Dr. M. Lehmann. Bei einem Sammelergebnis von mindestens RM 50.— 11. — 20. Preis: Wertvolle Bücher bekannter Autoren. Bei einem Sammelergebnis von mindestens RM 25.— 21. — 30. Preis incl.:-Ku|tgegenstände in Erez- - Jisroel hergestellt. schild, die Arbeitestätten, in Sichron Jakob wie Äkko zu besuchen. Idi 'besuchte auch die Real schule „Jawne", die unter Leitung von Herrn Dr. S. Cohn steht, -ebenso die Talmud Tho ra „Thorath Emes".: Die Talmud Thora hat ca. 80 Schüler und 3 Lehrer. Das Gebäude ist von einem Ägudisten aus Haifa gebaut worden, man kann es aber noch, vergrößern und wir hielten es für richtig,; daß die Äguda diese Talmud Thora mit in ihr Budget, auf nimmt. Wenn die Leitung der Talmud Thora in die Hände eines Pädagogen gelegt wird kann außerordentlich viel geleistet "werden Im - letzten jähr wurde .ein Kindergarten Beth Jakob gegründet, nach dem Vorbild der KmdergärtQh ih -Tel-Äwiw und Jerusalem, die durch'Frau Neuberger-Rosehheim und S. Cohn Bodenheimer eingerichtet wurden. In dem Kindergarten sind jetzt 26 Kinder. Die Gründung erfolgte durch Fräulein Gottlieb, jetzt leitet ihn Fräulein Sänger. Er ist bei geringer Subvention noch wesentlich zu vergrößern und auszugestalten, Die Leitung ist musterhaft. Äußerordentlich wichtig wäre die Gründung einer Beth Jakob-Schule in Haifa. Zilie Führer der Ägudas Jisroel, die bisher hier waren, haben dies eingesehen, aber noch ist die Angelegenheit aus dem Vorstadium nicht herausgekommen. Eine Summe von 50 Pfunc würde ausreichen, um die Gründung zu ermöglichen, dann würde man die Schule durch Schulgelder erhalten können. Die P. Ä. J. sind auch im Waad der Kehillo vertreten, ebenso in vielen Mosdoth der Stadt und haben dadurch unserer Bewegung wesentlich gedient. . 3. Kfar Ata: Im Anschluß an meinen Aufenthalt in Haifa besuchte ich die benachbarte neue Siedlung Kfar Ata. Die P. A. J. in Kfar Ata haben sich außerordentlich gut. entwickelt. Es sind bis jetzt 46 Chawerim und Chaweroth dort, die alle beschäftigt sind. Sie haben eine Korporative zum Zwecke der Fließenherstellung un tei* dem' Namen „Hanescher Halawan" gegrün det. Als Anfangskapital wurden 300 Pfund eingezahlt. In der Kwuza sind heute 16 Chawerim und 3 Chaweroth beschäftigt. Die Liefer ungsaufträge sind absolut befriedigend. Es werden hauptsächlich Mosaikfließen hergestellt. Die Gründung ist Chawer Katz zu verdanken. Einige Chawerim sind in der Spinnerei „Ata" beschäftigt und bei der Herstellung von Molkereiprödukten und Bauarbeiten. Organisatorisch ist der Snif demjenigen in Haifa angegliedert. Die Chawerim verlangen aber jetzt Autonomie. Wir we/den in der nächsten Sitzung der Zentralleitung der P. Ä. J. eine Regelung vornehmen. Außerordentlich befriedigend ist das harmonische Zusammenleben der Chawerim unter sich. Kfar Ata ist ein /ausgezeichneter Ort für Chawerim, die sich landwirtschaftlich betätigen können. Ich habe mich mit einem der dortigen agudistischen Arbeitgeber ins Benehmen gesetzt und er stellt einen Boden von 10—15 Dunam zur Verfügung und will dort auch das nötige Inventar uns geben, um eine Gemüsewirtschaft einzurichten. .Wasser ist ausreichend da, sodaß Intensivwirtschaft getrieben werden kann. Der Boden ist fast in der Siedlung selbst am £wisch. Eine gewisse Summe wird nötig sein, um einen Zrif aufzustellen und Arbeitsgeräte anzuschaffen. Es konnte ferner eine Korporative für Schmiede eingerichtet werden. Unter unseren Chawerim habe ich zwei Facheute gefunden, die mit anderen zusammen mit einem Kapital von 150 Pfund die Eröffnung, vornehmen. Tet-Awiwy. den 3. Schwat ■ 5696 -; : r, i S'ef Fischer ScJieitK ... Aus der Hagadah für Purim! , Was unterscheidet den Ä<3,ar-MQnat von allen anderen Monaten, daß gerade Jan •ihm für den „Keren Hajischuw-' gesammelt, wird? Der Chochöm antwortet: Weil in der;Megilloth Esther die 'beiden 'Mizwoth'5^erwähnt werden, die . heute, jeder .erfüllt, wenn; erfftjr Erez Jisroel etwas tut, nämlich SperfdeV^fÜr Arme und 'Geschenke an Bekannte,', denn wer hätte heute keine Bekannte in Erez Jisroel ■■!*v D«r Roschoantwortet: Weil die,Spenden für den Keren Hajischuw so spärlich fließen, muß man schon auf Purim warten,. ■ wo'j%ibii nach erhöhtem Weingenuß alles doppelt sieiit. Der Tarn antwortet: Weil man aus der Lektüre des letzten Kapitels der Megilldth. Esther sieht, daß es doch noch am besten ist,, wenn man für den Keren Hajischuw etwas, spendet, denn, wenn man es nicht tut, spart man doch nichts, wie es schon mit Anspielung auf mich anderswo heißt: P|03n DD DK ' Das Kind, dßs nicht za fragen versteht, braucht am Purim ohne ein Wort zu sprechen nur sein Sammeltäschchen vorzuzeigen und keiner wird ihm nein sagen! Leitsätze für die Adar-Aktion 5696 Jeder einzelne Agudist wird gebeten, in seinem Bekanntenkreise darauf hinzuweisen, daß von dieser A dar -Aktion der Bestand unserer Arbeiterorganisation in Erez Jisroel,in seinem jetzigen Umfange abhängt. — Jeder Agudist und jede Agudistin verlange von mindestens zehn Bekannten einen Sympathie-Beitrag, der, wenn er auch noch so klein ist,. ein ■ SymboL von Chibas Hoorez darstellt. Eltern und Erzieher, welche Kinder zur jüdischen Liebestat erziehen wollen, werden gebeten, unsere Hameasew Täschchen für Kinder zu bestellen. Sammler und Sammlerinnen, welche sich an unserem diesjährigen Preisausschreiben beteiligen wollen» machen wir darauf aufmerksam, daß dieses Jahr nicht nur eine Erez Jisroel Reise an der Spitze steht, sondern daß eine ganze Reihe von Gegenständen» die in Erez Jisroel hergestellt wurden, wie Megilloih, Sederschüssel, Mesusoth usw., welche von gesetzestreuen Sofrim und Handwerkern angefertigt wurden, zur Verlosung unter allen Sammlern gelangen, die mindestens RM. 75.— aufbringen. Die Herren Rabbinen und Lehrer der Gemeinden bitten wir, in ihren Predigten und Vorträgen auf die Bedeutung der agudistischen Arbeiterorganisation in Erez Jisroel hinzuweisen. Die Vorstände der Gemeinden und die Leiter sämtlicher Minjönim ersuchen wir, Erez Jisroel Thoraspenden für den Keren Hajischuw zu bestimmen, während die Machazis Haschekel-Gelder von Purim, da wo es bisher üblich war, der Deutsch-Holländischen Palästina-Verwaltung zu überweisen. Es wird gut sein, Die Schlach Monaus Ablösungskarten rechtzeitig zu bestellen. Diese haben sich im Laufe der letzten Jahre vielfach eingebürgert. 'Selbstverständlich ist es zunächst Pflicht ein Schlach Monaus zu senden, wie es den religiösen Vorschriften entspricht. Darüber hinaus ist es eine schöne jüdische Gepflogenheit, seinen weiteren Bekanntenkreis am Purim zu erfreuen. Welche Freude aber wäre jüdischer, als dem Beschenkten das Bewußtsein zu schaffen, daß in seinem Namen ein Kind in Erez Jisroel ideell und materiell gepflegt wird, und die Arbeiterorganisation gefördert werden kann. Die Kosten hierfür betragen : RM. 3—, 5.—, 10.—. Bis Freitag, den* 6. März/12 Adar ds. Js. können der Palästina-Centrale der Agudas Jisroel Adressen aufgegeben werden, an welche rechtzeitig auf Purim die Ablösungskar.ten gesandt werden. Auch können - Ablösungskarten direkt von der Palästina-Centrale'■■ bezogen werden.. Palästina-Centrale der Agudas Jisroel jPostscheck-konto 53900 Frankfurt am Main