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Der Israelit · 1936-03-05 · Heft 10 (5.3.1936) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 10 (5.3.1936)
Date
1936-03-05
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Wir haben uns mit Schwierigkeiten eingeführt, aber wir haben uns eingeführt. Die Histadruth verhinderte uns zunächst, ein eigenes Büro für Arbeitsbeschaffung einzurichten. Wir haben aber dann doch schließlich Wurzel gefaßt und mit 8 Poalim beginnen können. Heute zählt unsere Gruppe 33 Mitglieder,. freilich sind auch von dort gegen unsere Intentionen einige Poalim in die Stadt abgewandert. Die, Arbeitsbeschaffung wird von dem Chawer Abrafnowftz geleitet, der nach seiner Arbeit nachmittags dem Snif zur Verfügung steht. Das Büro der Agudath Israel ist in seiner Wohnung eingeriehibet, dem Büro ist eine Arbeiterküche angegliedert, da wir sonst keine Stätte für koschere Verpflegung hatten. Allabendlich finden Sdhiurim statt und zwar wird der £)af Jaumi gelernt, außerdem sind regelmäßige Zusammenkünfte eingerichtet. Bisher fehlte es vielfach an geeigneten Referenten. Wir hoffen, daß auch diese Lücke ausgefüllt wird, wenn unser Chawer Gerschon König die Leitung der kulturellen Arbeit übernehmen wird. Unsere Chawerim betätigen sich auch aktiv in den örtlichen Institutionen wie z. B. in der Leitung der Talmud Thora und Chewra für Schmirath Schabbath. Durch die Hochherzigkeit des Herrn Jizchak Weiss erhielt die Äguda einen Migrasch, um auf diesem eine Beth Jakob-SChule zu errichten. Es ist ferner gelungen, die seinerzeit von der Freien Vereinigung gegründete Talmud Thora mit A Räumen» welche jahrelang geschlossen war, wieder ihrem eigentlichen Zwecke zuzuführen; sie;dient nunmehr 40 Schülern. Wir hoffen, daß nach Ausbesserung der Räume, die jetzt vor sich geht, wir 80 Schüler, vielleicht noch mehr, erhalten werden. Auch die Kolonie selbst beteiligt sich an den Kosten für die Talmud Thora, nachdem der Kolonievorstand die Talmud Thora besuchte und seine außerordentliche Zufriedenheit über Lehrplan, Lehrmethode, Ordnung und Disziplin ausgesprochen hat. Einige Bilder über unsere Arbeit in Richon Lezion werden wir Ihnen bald einschicken. 2. Haifa. Am 28. und 29. Schwat besudite ich Haifa. In Haifa haben wir heute ca. 190 Chawerim und 25 Chaweroth. Im Verhältnis zu anderen Orten ist die Arbeitslage nicht ungünstig. Im ganzen haben wir 17 Arbeitslose. Die Chaweroth sind alle beschäftigt, doch ist es nicht ratsam, zur Zeit neue Chawerim oder Chaweroth hinzuzuziehen. 20 Chawerim sind, mit dem Bau einer Jeschiwa und Synagoge beschäftigt, sie haben* diese Arbeit als Gruppe übernommen. Eine Betonmischmaschine würde ihnen außerordentlich dienen. Wir würden dann in Haifa einer ganzen Reihe weiterer Poalim Arbeit beschaffen können. Es hat sich auch Klage.nicht darüber, daß die anderen nichts leisten, solange Du selbst nichts geleistet hast. Das ^^scheck^Eö^tö der Palästina-Centrale ist: Nr. 53900 Frankfurt a. M,

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