Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 5 (30.1.1936)
- Date
- 1936-01-30
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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30. Januar 1936 Der Israelit Nr. 5 Seite 15 in gehobener Stimmung ihr Ende. Man möchte wünschen, daß es dem Mekor Chajim gelinge, in immer größerem Umfange 'den gesteigerten Anforderungen der Zeit zu entsprechen, im Sinne de® Meisters, in dessen Geist der Verein seit mehr als 60 Jahren wirkt, der im dritten Band seiner gesammelten Schriften sagt: „Lernet, jüdische Geschäftsmänner; G'tte® Sache ist gewonnen, so sein Volk wieder 1 e rnend als Volk ersteht!" Ha. Freitagabendveranstaltungen der Israelitischen* Religionsgesellschaft. Freitagabend, den 31. Januar, 20.30 Uhr, findet im Hörsaal, Friedbenger Anlage 5, ein Dreigespräch zwischen den Ghawerim Hugo Adler, Jacob Breuer und Pincha® Lenger statt. Zutritt haben nur Jugendliche, sofern sie schulentlassen sind. Veranstalterin: Agudas Jisroel-Jugendgruppe. An die Freunde der „Freien Vereinigung". Durch den stets wachsenden Aufgabenkreis bedürfen die Büros der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums einer weiteren Schreibmaschine. Die Freie Vereinigung bittet daher um gefl. Ueberlassurug einer gut„erhaltenen Maschine. JTB-Sportecke. JTB Frankfurt gegen RjF Datrmstadt I. Mannschaften 4 : 3 (2 : 1). In stärkster Aufstellung trat der JTB am vergangenen Sonntag auf dem Ostpark zu einem Verbamdsspiel gegen den RjF. Darmstadt an und konnte die Niederlage des ersten Freundschaftsspieles wieder wett machen. In den ersten 10 Minuten nach Anpfiff konnten die Darmstädter, die sowohl an Körpergröße als auch an Ballabschlag unseren Leuten überlegen waren, das Feld beherrschen. Jedoch dann wendete sich das Blatt und schon in der 15. Minute schoß Loeb (JTB) nach schönem Zusammenspiel da® erste Tor. Darmstadt drängte und iglich durch einen Fehler der Verteidigung au®. Kurz vor 'Halbzeit konnte der JTB wieder durch Loeb in Führung 'gehen. Nach Seitenwechsel zeigte sich etwas Ermüdung in der JTB-Mannschaft. Dieselbe war aber nach Platzumstellung bald behoben. Jetzt kamen wieder Bälle nach dem gegnerischen Strafraum und Schuß auf Schuß ging auf das Darmstädter Tor. Ganz kurz hintereinander fielen noch zwei Tore für 'die JTB er. Bei einem Stand von 4: 1 blieb es bis 4 Minuten vor Schluß und in den letzten 4 Minuten konnte Darmstadt noch zwei Tore aufholen. Es war-diesesmal die Verteidigung, 'die sich einige Fehler zuschulden kommen Meß. Die anderen iMannschaftsteile waren gut. JTB Herren II. gegen T. Sp. V. Schild Jugend 0:4 (0: 2). Es war ein Freundschaftsspiel im wahrsten Sinne des Wortes. Beide Mannschaften fair, jedoch JTB II weit unter Form. Schild Jugend sehr 'gewandt, konnte schön in der ersten Minute zwei 'durchaus haltbare Tore schießen. Di« zweite Halbzeit gehörte auch Schild und ist es der JTB-Verteidigung zu verdanken, daß das Resultat nicht -höher ausfiel. JTB Schüler A gegen T. Sp. V. Schild Schüler A 2 : 4 (1 : 1). Trotz technischer Ueberlegenheit mußten unsere Schüler vergangenen Sonntag eine Niederlage in Kauf nehmen. In der Hauptsache 'ist der Schild-Torwart zu erwähnen, der des öfteren rettend eingriff. Bei dem Stand von 2 : 1 für JTB wurde für die JTB er ein Handelfmeter verhängt, den einer unserer Schüler in Anbetracht eines Freundschaftsspieles dem Torwart in die Hände rollte. In gleichen Abständen schoß Schild noch drei Tore, die ihnen den Sieg sicheirstellten. Großer Heiterer Abend. In dem am kommenden Samstag, den 1. Februar, im Saalbau stattfindenden „großen heiteren Abend"' singt Fritzi J o k 1 Arien aus „La Traviata" und „Lustigen Weiber", sowie den „Czardas" aus der „Fledermaus" und „Frühlingsstimmenwalzer". Joseph Plaut bringt ein für Frankfurt größtenteils neues •Programm. Das Orchester unter Leitung von Max Neumann spielt die Ouvertüren zu „Fra Diavolo" von Auber, „Diebische Elster" von Rossini, „Orpheus in der Unterwelt" von Offenbach und den „Kaiserwalzer" von Johann Strauß. Die Veranstaltung beginnt pünktlich 20.15 Uhr. Die Orchesterhilfskasse soll gegründet werden. 'Die dm Orchester des Jüdischen, Kulturbundes Rhein-Main zusammengeschlossenen jüdischen Musiker gründen eine Orchesterhilfskasse und konzertieren am Donnerstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, im großen Saale des Saalbaues, zu Gunsten dieser Hilfskasse. An dieser Veranstaltung kann jeder teilnehmen, der Mitglied des Reichsverbandes' oder des Jüdischen Kulturbundes ist. Abonnements und Gutscheine des Jüdischen Kulturbundes haben für dieses. Konzert keine Gültigkeit. Kammermusik im Kulturbund. Das Kulturbundquartett leitete den Abend mit einer stilgerechten Wiedergabe des c-moll-Quaartetts von Schubert ein. Emmy Lusheimer -Joseph (Sopran) trug mit ihrer wohlausgebildeten Stimme und weiser Vortargskunst Lieder von Max Kowalsky und Richard Fuchs vor. 'Namentlich fesselten die Kompositionen Kowalskys, die eine feinnervige Hand verrieten und mit zu dem Schönsten gehören, was in neuerer Zeit auf dem Gebiete des Liedschaffen entstanden ist. Alice 'Rosenhaum, die begabte Pianistin, spielte Meinere Stücke von Bernhard Seckles. Den Abschluß bildete das h-moll-Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Bratsche und Cello op. 115 von Joh. Brahms. Bei deir Wiedergabe durch die Herren Hans B a s s e r m a n n (1. Violine), Ernst Drukk e r (2. Violineji, R. K a r p (Bratsche) u. a. m. spürte man den ganzen Hauch der Romantik und die Interpretation ließ keinen Wunsch offen. Die bekannte Altistin Anneliese Bender hatte mit einem Vortrag von Liedergruppen von Wolff, Willy Salomon> Geiger-Kullmann usw. einen großen Erfolg, der nicht zuletzt dem genialen Begleiter Willy Sa- 1 o m o n zu verdanken war. Ä. K. Die Zahl der Winterhilfsempfänger in Frankfurt a. M. und Mannheim. Die Zahl der von der Jüdischen Winterhilfe in Frankfurt a. M. Betreuten betrug am 31. Dezember 1935 über 4000 Personen. Im Monat Dezember wurden in Mannheim durch die Jüdische Winterhilfe 760 Personen betreut. Diese Zahl ist im Januar 1936 gestiegen, so daß jetzt ein Fünftel bis ein Sechstel der Mannheimer Gemeindemitglieder von der Jüdischen Winterhilfe unterstützt werden. Familien-Nachrichten. Geburten: Eine Tochter, David Freilich und Frau Dina geb. Ansbacher, München, Liebigstraße 39, 27. Tewes. — Eine Tochter, David Farkas und Frau Else geb. Wechsler, Jerusalem, P. O- B 122. Barmizwoh: Kurt, Sohn des Herrn Siegmund Blondheim und Frau Klara geb. Jordan, Ffm-, Glauburgstr. 66 p., 15. Schwat, nbvi'B vp rav, Synagoge Börnplatz. — Siegfried, Sohn des Herrn Julius Frank und Frau Friderike geb. Ottenheimer, Neckarbischofsheim/Baden, rrt>pa 's vip nyo. Verlobte: SchoschanaHalpern, Abraham Degani (Zuckerkorn), Jerusalem, Januar 1936. Vermählte: Heinrich Lamm-Cilia Lamm-Leefsma, Petach Tikwa, P. 0. B. 43. Silberne Hochzeit: Simon Bengis und Frau Sara geb. Abrahamsohn, Kalvarija/Litauen, 9- Februar 1936. — Dr. Brasch und Frau, Genova (Genua), Via Palestro 9 int- 1. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schluß der Synagoge im Hörsaal: Mikro-Vortrag, Herr R.-A. Dr. M. Schlesinger. Samstag morgens nach Schluß der Synagoge: Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 3^2 Uhr im Vereinslokal, apy yv, Herr Rabb. Meyer. — abends 8-30 Uhr präz. im Vereinslokale, Hans Handwerkstr. 18, spricht Herr Dr. S. Ehrmann über: „Dem Frühling entgegen". Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fttiR «jct Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, Dma» \xn, Herr R. A. Dr. Schlesinger. — nach. 6 Uhr im Vereinslokal, (auch für Damen), „Haftauro", Herr Rabbiner H. Meyer. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: iutrn- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, («ma Kaa) mm, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, rus?ö, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch) Donnerstag abends 7 Uhr im Vereinslokal, mm, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Sonntag vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, maa, Herr J. Soffer. Hermon-Verlag, Frankfurt am Main HEIMKEHR IHS JUDENTUM Das aktuelle, heftig umbrandete, unerbittliche Teschuwa- Buch. leidenschaftlich abgelehnt, leidenschaftlich anerkannt, hat in allen Kreisen des deutschen Judentums interessierte Aufnahme gefunden. , „Im Hermon-Verlag in Frankfurt am Main ist ein Buch von Simon Schwab erschienen, ein Buch, das lesenswert ist, weil es aus einer echten und tiefen Frömmigkeit heraus mit leidenschaftl. Begeisterung geschrieben ist: ein Aufruf zur „Heimkehr ins Judentum", eine Kampfschrift die zur Auseinandersetzung zwingt u. jedem Einzelnen zur Klärung seines eigenen Glaubens und Woliens dienlich sein wird, er mag sich nun für oder gegen entscheiden . . . Wir stehen nicht ohne Ergriffenheit vor der begeisterten Liebe zum Judentum, die aus jeder Zeile unseres Buches spricht" ... (Aus einer naturgemäß ablehnenden großen Besprechung in Nr. 6 des 18. Jhrg. der „Mitteilungen der jüdischen Reformgemeinde in Berlin,,) Preis des in jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlag erhältlichen Buches: broschiet RM 2.50» gebunden RM. 3.00 VERLAG DES ISRAELIT U. HERMON G.M. B.H. Frankfurt am Main -:- Schützenstraße 12 Postscheck-Konto Nr. 19802 Talmud Tora Schule, Hamburg Grindelhof 30 Wir suchen zu Ostern 1936 einen jungen VOLKSSCHULLEHRER mit guten Kenntnissen in der hebräischen Sprache und auch in allen sonstigen jüd. Fächern. Gehalt nach "der staatl. Besold.- Ordnung. 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