Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 3 (16.1.1936)
- Date
- 1936-01-16
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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16. Januar 1936 Der Israelit Nr. 3 Seite 15 in® Königssichloß, stellten sich vor Pharao hin, kündeten G'ttes Wunsch um Befreiung des Volkes. Israel und zeigten, 'die Wunder, die G'tt Moses gelehrt. Pharao aber erboste. Ihm sollte das Juidenvolk genommen werden. Nein, hier in Aegypten war er Herrscher und niemand außer ihm hatte zu sagen. Die Juden mochte er nicht leiden, aber nie mehr würde er tüchtigere Arbeiter finden, wie diese, darüber war er sich klär. Er ordnete an, daß die Juden noch mehr Arbeit leisten müßten, schwerere und härtere, als bisher. Er setzte ihnen Antreiber, die sie mit Peitschenhieben zur Arbeit jagten. Als Moses das Unheil sah, dlas sein Besuch bei Pharao über sein Volk gebracht hatte, war er unglücklich, er war nahe daran zu verzweifeln. Da erschien ihm G'tt und sprach zu Moses: „Ein Abraham hat nicht an meinen Worten gezweifelt. Du aber, -willst mir nicht glauben? Ich werde Euch mit starker Hand und ausgestrecktem Arm aus Aegypten führen, aber erst will ich dem Aegypterkönig meine Größe, mein Können zeigen!" „Mutti, höre einmal auf mit Weitererzählen," sagt Schwesterchen, ,,ich habe Dich was zu fragen." „Nun .was, Schwesterchen?" „Ich kann nicht begreifen, daß der Dornbusch stehen blieb, hat' der nachher wie lauter Kohle ausgesehen?" „Nein, Schwesterchen, Du mußt wissen, daß der Dornbusch nicht verbrannte, das war ein Wunder, 'das heißt, es war etwas, das wir mit unserem Verstände uns. nicht erklären können, aber G'tt wollte sich gerade dadurch zeigen. Ein Wunder ist immer etwas, was wir nicht begreifen können, wir stehen vor ynglaublichem, es ist etwas Außergewöhnliches, was nicht im alltäglichen Leben vorkommt. Es zeigt G'ttes Größe und unsere Kleinheit und Machtlosigkeit. Durch ein Wunder wind der Glaube an G'tt in uns gestärkt." (Fortsetzung folgt.) Auflösung des Silbenrätsels aus Nr* 51. 1, Warthe; 2. Effendii; 3. Rüben; 4. Venus; 5. Ornat; 6. Rabbiner; 7. Donau; 8. Erbeskopf, 9. Sintflut, 10. Afrika; 11. Rhednigau; 12. Moloch; 13. Erde; 14. Nebukadnezar; 15. Reichenau; 16. Unterwaiden; 17. Ferdinand; 18. Seele; 19. Eliieser; 20. Inowerazlow; 21. Noemi; 22. Oper; 23. Helgoland; 24. Rasmussen; 25. Viotti; 26. Elimleceh; 27. Respekt; 28. Schleie; 29. Leier; 30. Joseph; 31. Ebro; 32. Saurier; 33. Talent. Wer vor des Armen Ruf sein Ohr verschließt — Einst ruft auch er, und er wird nicht erhört. Richtige Lösungen sandten ein: Thea Wertheimer, Berlin; Pauijakob Jeidel, München; Franz Amber und Selig Malsch, Berlin. Gegen Kälte, Hunger, Obdachlosigkeit jüdische Winterhilfe! Die Frankfurter Woche. Zur Jahrzeit von S. R, Hirsch ^"Sf. Am 21. Januar (26. Tebet), findet anläßlich des Jahrzeitstages von Rabbiner S a m s o n R a p h a el Hirsch?~3T' eine Jahrzeitsfeier im Vereinshause, EscheTisheimerlauidstr. 27, abends 8.30 Uhr, statt. Herr Dr. Isaac Breuer wird über das Thema „Rabbiner Hirsch als Führer unserer Zeit" sprechen. Reservierte Plätze zu Mk. 1.— und Saalkarten zu Mk, 0.50 sind bei dem Büro der Rabbiner Hirsch- Gesellscbait, Hanauerilamdstr. 15 oder an der Abendkasse erhältlich. Der Sijum im Mekor Chajim. Zu dem am Sonntag, den 26. Januar, im Vereinslokal stattfindenden Doppel-Sijum sind die weiteren Vorbereitungen getroffen. Karten, soweit noch vorrätig, sind zu haben bei den Mitgliedern, der Verwaltung und beim Vereinsdiener. Es empfiehlt sich, sich sofort die Karten zu sichern, da infolge der beschränkten Raumvierhältnisse nur eine kleine Anzahl von Karten noch zu haben ist. Ein Verkauf an der Abendkasse bei der Veranstaltung ist ausgeschlossen. Den Hadron hält Herr Rabb.-Ass. Dr. E. Pose n. „Und das sind wir . . Die unter diesem Motto am kommenden Mozae Schabbat, den 18. Januar, stattfindende Veranstaltung ist vollkommen ausverkauft und kann aus polizeilichen Gründep ohne Eintrittskarte niemand mehr Eapjlaß bekommen. &m Y&^mim& W?4 WTm aussiclitliph wi.ed#rholj;. Wir machen ganz besonders darauf aufmerksam, daß die 'Feier pünktHohst beginnt und daß die Saaltüren um §,1,Q tJhr ge^phlpssen w^ibden. Der Reinertrag des Abends fließt dem Ljmud- Amt zu. Postscheck-Konto: Ffm. 66600 Jüdische Winterhilfe ff Von der Achawa. Gegen Ende des verflossenen Jahres fand, wie üblch, eine Verwalungsausschußsitzung der Achawa statt. Oberlehrer E. Gut als erster Vorsitzender erstattete den Jahresbericht, dem zu entnehmen ist, daß der Verein trotz der schwierigen Zeitlage seine Existenz aufrecht zu erhalten gewillt ist, da er im abgelaufenen Jahre manche Not in Lehrerkreisen mildern konnte. Einer Anregung der Herren I, B. Levy und Oberstudiendirektor Driesen, eine gewisse Verbindung mit dem Emser Heim herzustellen, das wie die Achawa seine Tätigkeit über ganz Deutschland erstreckt, soll in der Weise entsprochen werden, daß in geeigneten Fällen Zuschüsse zu den Aufenthaljsicosten gewährt werden. Wie früher halben auch in der Berichtszeit eine Anzahl Bezugsberechtigter zugunsten der wirtschaftlich Schwächeren auf ihre Quote verzichtet. Ihnen wurde besonderer Dank ausgesprochen. 'Bankier Herbert Frohmann als Kassen-» fuhrer erstattete den Finanzbericht, der zu dem Beschluß führte, einen Betrag von Mk. 3000.— zur Ausschüttung zu bringen. Die Revision der Kassengeschäfte" wird wie im Vorjahre von den Herren Dr. Ernst Kahn und Julius Kaufmann vorgenommen. Die aktiven Mitglieder der Achawa werden gebeten, ihren Jahresbeitrag mit Mk. 4.— ohne weitere Aufforderung an die Achawa, Pensions- und Hilfskasse israelitischer Lehrer in Deutschland, Postscheckkonto Ffm. 47452 einzuzahlen, woselbst auch Spenden entgegengenommen werden. Der Jahresbeitrag für FJu-enmitglieder beträgt Mk. 6.—. Dem Vorstände wurde Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen. Anfragen über Vereinsanigelegenheiten sind an Herrn Studienrat Walther Rot^child, Frankfurt a. M., Hammanstr. 5, zu richten. Alired Auerbach-Abend. Alfred Auerbach veranstaltete im Saale Unterlindau 21 am 11. Januar 1936, 2045 Uhr, einen heiterem , Vortragsabenid als Wiedenholunig seines Programms im Berliner Kulturbund vom 27". Hoveniber 1935. Auerbachs eigene Kunst ist besonders den Frankfurtern seit vielen Jahren bekannt, und so stellten sie sich in reicher Zahl ein und erlebten Stunden geistiger Erbauung. Besonders interessierten und erheiterten die Gestalten aus dem Dorfe, nicht weniger die Skizzen aus „Schwäbische Miniaturen" des Künstler®. Der reiche Beifall galt sowohl dem Autor wie dem Vortragskünstler Alfred Auerbach. ... Die Bevölkerungsbewegung in der Frankfurter Gemeinde. Nach dem Frankfurter „Israelitischen Gemeindeblatt" ist in Frankfurt für den Monat Oktober die Geburt von 12 jüdischen Kindern 'festgestellt worden; im Monat September waren es nur 6. Im Oktober 1934 betrug die Geburtenzahl 6, im September 7. Die Zahl der Todesfälle ist im Monat Oktober gegenüber September von 17 auf 40 gestiegen. In den betreffenden M'onaten des vergangenen Jahres betrugen .diese Zahlen 20 im September, im Oktober 32. Die Zahl der Eheschließungen belief sich im Oktober auf 11 (1934: 15). Im September wurden 17 Ehen geschlossen (1934: IQ}. Ausgetreten aus der Gemeinde bezw. aus dem Judentum sind im Oktober 16 Personen, wieder eingetreten 6. Die entsprechenden Zahlen für September sind 12 und 1. Im Jahre 1934 beliefen sich die Austritte im Oktober auf 12, im September auf 4, die Wiedereintritte auf 3 und 1. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schluß der Synagoge im Hörsaal: Mikro-Vortrag, Herr Leopold Oppenheimer. Samstag morgens nach Schluß der Synagoge: wm, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags ZV2 Uhr im Vereinslokal, 3py» p», Herr Rabb. Meyer. abends fällt der Vortrag aus. (Alles andere wie üblich.) Jahrzeitsstiitungen. Sonntag, 19. Januar: Hermann Lehmann-Stiftung. Sonntag, 19. Januar: Jacob Seelig-Stiftung. Mittwoch, 22. Januar: Samson Raphael Hi'sch-Stiftung- Mittwoch, 22 Januar: Selig Goldschmidt-Stiftung. Mittwoch, 22. Januar: Isaac Eschwege-Stiftung. Liwjath Chen. Diesen Samstag fällt der Vortrag aus. AgUdas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Gemein derabbiner Josef Horovitz- T-y 'Oö m»a (für ß4^bvatjrn),'Sjöpntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19V20 Ufar. Fichtestr. $ — Sabbat yorm. 11-12 Uhr (für Jugendliche) d"/i m», Fichtestr. 5- — Die Mussarij&re "dgs l|^]b$ni''(jijfr Jugendliche), na? ,3.45 Uhr, ebenda. Herr Rabbiner Mannes, Tan nvivn, Sonntag nach Mincho bezw. nach dem agadischen Vortrag des Rabbiners, Hans Handwerkstr. 38. Herr Dozent J. Ehrentreu. ff»in mit cwis», Sonntag 20.30 Uhr, Uhlandstr. 39- Herr M. Feuerwerker, T*y "on mm (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20.30 Uhr, Fichtestr. 5 o^n für Jugendliche, Samstag 18 Uhr. — iwa wr>x mm (für Baalebatim), Montag und Mittwoch, 18 30-19.30 Uhr, ebenda- Herr R.-A.Dr. E.Posen nwn nix», Sonntag 11% Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, nrra nasa Dienstag 20.30 Uhr. Sandweg 6 c. R.-A- Dr. M. Schlesinger, nzv '03 für Baalebatim. Mittwoch 20.30 Uhr, Schwanenstr. 12. Herr J. Sofer, 'OY» «p, täglich 12-13 Uhr am Sonntag il-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, o"n rrii«, Sonntag nach fi'in», Sitzungszimmer der I. R. G. Der Schiur vor rinn» unter Leitung des Herrn Feuerwerker (my» '»2) findet um 615 Uhr, Montag bis Donnerstag im Sitzungszimmer der I- R. Gstatt. Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 20. Januar abends 8.45 Uhr, wird Herr Studienrat Ma* Münk, im Hörsaale» Friedberger Anlage 5 über : „ Jisroels Hilfe kommt von Zion" sprechen. (Psalmen 14 und 53). Gäste, Damen, herzlich willkommen. •nsy am i2oöp:ukw »nss-f^nn rpnn '"»musn unan* •p^ri oms *ian m^nan nnn mwa mm 's naan 'K ova :owj?nn naan naöon •pma i7»oo fmin Erna D"rr -an :ns*ian?mö mwn iwnn Chug Iwri (Hebräischer Sprachklub). des Noar Aguclati im Beth Cnaluz-Ffm.. Schwanenstr. 12 unter Leitung des Herrn Pinchas Wollmann- Die nächste Arbeitsgemeinschaft findet Sonntag, 19- Januar 1936 um 17 Uhr pünktlich statt. Referent: Chawer Chajim Berisch Horowitz. Thema : Was bedeutet uns Hacbschara? Gebefzeiten. mnw naW - Freitag abend 4.30 Samstag nnawn 7 05 Samstag morg. 8.00 Predigt Samstag nachm. 100 u. 4 00 Samstag abend 5 50 Wochengottesdienst: Morgens 7.05 Nachmittags 4 30 Tefillinlegen am Morgen 7.14 | Die Jüdische Winterhilfe braucht Dich!!^m^BBBBBBBP»m^^^mw"" Familien-Nachrichten. Geburten: Eine Tochter, Dr. Saffra und Frau, Frankfurt a- M, Uhlandstr. 57, 19. Tewes- Barmizwoh: Ludwig Werl heim aus Rüddingshausen bei' Gieß n. jetzt Israel. Waisenanstalt, Frankfurt a. M., 18. Januar 1936. rmv na». Briefkasten. „Alter Abonnent". Hätten Sie den Mut aufgebracht, Ihren Namen zu nennen, es wäre uns ein Leichtes gewesen nachzuweisen, daß Ihre unsachliche Kritik in allen Teilen von falschen Voraussetzungen ausgeht. M. H. 1) Man darf sich nicht so an Äußerlichkeiten stoßen. Wie heißt es doch im Perek: Schaue nicht auf den Krug, sondern auf dessen Inhalt. So plötzlich läßt sich das nicht ändern, mii der Zeit soll es geschehen. 2) Dreimal. 3) Natürlich sollte man es mit Omen bei f »n rntn genau nehmen- 4) Es kommt, wie Sie selber sagen, auf die na« an. Gruß. Wochenkalender. Von. 18. — 25. Januar 1936 Vom 23. Tebct — 1 Schefeat 5696 'Ol* T Samstag Sonntag 18 19 23 24 r-nmo K* 3' wnnn V'-iaa mnw Mauled: Freitag früh 1 Uhr 527/9 Min. a*nss n'awi Montag 20 25 a' Dienstag 21 26 T> Mittwoch Jan. 22 fiSO 27 10 Donnerstag 23 28 TB IBp niS3 DY> Freitag 24 29 r Samstag 25 B3P •1 m rwj pm mm