Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1936)
- Date
- 1936-01-03
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2450909-2450910--81816-2539713- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
*T ^P5P^R^^fP^B!|^55^SBSJP!!P mm^s^^mm 3,/Jiaiiuar 1936 D e,r- Israelit Nr. 1 Seite 15 Wuppertal-Ronsdorf, 30. Dez. Am rnttf m&sr (5. Januar) begeht Frau Jenny Löwenthal geb. Refchmaainin Wuppertal-Ronsdorf ihren 7 0. Geburtstag. Fernab von jüdischen Zentren hat Frau löwenthal im Verein mit ihrem Gatten es verstanden, ein wahre® oya vipn zu errichten und es als Priesterin zu verwalten. Die sde 'beseelende tiefe Frömmigkeit ist' gepaart mit edler MemchenBebe und Gastlichkeit, so daß sie sich auch in außerjüdischen Kreisen großer Achtung und Beliebtheit erfreut. Möge ihr im Kreise ihrer Familie weiterhin, körperliche und geistige Rüstigkeit beschieden sein. ttrsn»? Nürnberg, 30. Dez. Im Alter von-69 Jahren verschied Frau Rosa B e r"n e t geb. Wolff, Nürnberg, eine brave; ~ g'ttesfürchtige Frau, tiefbetrauert von ihren Kindern, Schwiegerkindern, Verwandten und großem Freundeskreise. Nachdem sie schon nach zehnjähriger. Ehe ihren Gatten verloren hatte, setzte sie ihr ganzes Bemühen daran; für ihre Kinder als treue, liebende Mutter zu sorgen und ihr Streben fand reichen Lohn in dem Gelingen ihres Zieles, harmonisch ergänzt durch die gleiche Zielsetzung ihrer Schwiegerkinder. »n^asan Vermischtes- Hamburg, 24. Dez. Der Verein zur Förderung ritueller Speis eh äus*r e. V. gab ein neues Verzeichnis der rituell geführten Hotels und Speisehäuser heraus, das sich durch vermehrte Reichhaltigkeit auszeichnet. Aurich (Ostfrj), 29. Dez. Unter dem Motto „Aguda- Jugend feiert Chanukah" veranstaltete die hiesige Mädchen-Jugehdgruppe der Agudas Jisroel unter der bewährten Leitung von Frl. Minna Wolff und Herrn I g 1 e r , Emden, eine Chanukah-Feier für die Gemeinde, deren Erlös für die Jüdische Winterhilfe bestimmt war. Am Samstag und Sonntag fanden die Vorstellungen im Restaurant Wolff statt. Beide Male war das Haus voll besetzt, so daß ein ansehnlicher Betrag dem wohltätigen Zwecke zufließen konnte. Mit Chorgesang und Anzünden der lichter begann die Feier, ea folgten sodann Vorträge, Gedichte, Theaterstücke sowie ein Sprechchor, der einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Die Kinder hatten sich die größte Mühe gegeben und die Besucher kamen gewiß auf ihre Kosten. Ganz besonderes Interesse fand das Theaterstück „Elias sendet einen Traum", in dem unsere jüdischen Feiertage uns so recht im Bilde gezeigt wurden; auch der . Sprechchor „Was hört man aus Erez Jisroel" war eine Glanzleistung wie auch „Der weite Weg" 'die große Anzahl der Zuhörer in Bann hielt. Am Schlüsse sprach der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe der Agudas Jisroel, Herr Simon Samson, allen Beteiligten den herzlichsten Dank für das gute Gelinigen aus, und überreichte FrL Minna Wolff für ihre mühevolle Arbeit in der Mädchengruppe ein schönes Angebinde. Die Rede fand großen Beifall. Wir dürfen uns wohl der Hoffnung hingeben, daß es auch an weiteren Erfolgen nicht fehlen wird. Die Frankfurter Woche. Kinder dickten und spielen für Kinder. Es war ein Fest besonderer Art für das große Kinderauditorium in der Aula der Samson i Raphael Hirsch-Schule. Aber auch die erwachsenen Gäste freuten sich, das Glück in den-kleinen Gesichtern auf der Bühne und im Publikum in allen Farben strahlen zu sehen. Ein Junge aus der S. R. Hirsch-Schule hatte die Geschichte und die Schicksale Eld.jahus dramatisiert, eine kunstsinnige Juigendschar übte unter Leitung von Lehrern das Stück sorgsam ein und Herr Nathan J e i d e 1 schuf mit bescheidenen Mitteln Kulissen, Dekorationen und Kostüme, die dem Ganzen den Charm gaben. So kam ein Spiel zustande, das am Montag abend und Dienstag vormittag in der Chanukahwoche für die Schulen zu einem großen Erlebnis wurde. Neben dem Dichter des Stückes, Heini Isaak, lebten sich auch die jungen Künstler und Künstlerinnen so ganz in ihre Rollen hinein. Man sah hingerissen, wie Kinder Bibel erleben. Elijahu schritt über die Bühne, von den Menschen gemieden, Unheil kündend, Achat» und Isebel unerschrocken einen Spiegel ihrer Untaten vor Augen haltend. Man sah ihn in seiner Verzweiflung am Choreb, in seiner menschlichen Güte" der armen Witwe gegenüber, in 1 seinem prophetischen Zorn bei der Auseinandersetzung mit dem Baalpropheten auf dem Karmel. Kurzum, man sah Elijahu, wie er nach den biblischen Berichten lebte und leibte, lehrte, zürnte und zurechtwies, bis zur Stunde, da sich ihm G'tt „nicht im Sturm, nicht im Beben, nicht im Feuer, sondern im stillen sanften Säuseln" offenbarte, und er mit dieser Erkenntnis in den Höhensphären entschwindet, um fortan als „Engel des Friedens und des Bundes", als Tröster und Messiaskünder, durch de jüdische Tradition zu wandeln. Hält man sSch vor Augen, daß es sich hier um die Dichtung eines Schülers handelt, der, von der biblischen Materie gepackt, sie so gestaltete, so wird man Stück und Spiel als hervorragende Leistung werten, nicht weniger ^Anerkennung verdient Herr Nathan J e i d e 1, dessen dekorative Kunst die Szenen erst so recht verlebendigte. Den jungen Spielern, die hier nicht alle genannt werden können, muß Dank ausgesprochen werden. Es wäre zu überlegen, ob nicht das Stück, das letzten Endes auch als Leistung der S. R. Hirsch-Schule zu buchen ist, bei einigen Feilungen durch kunstgeübte Hände, .auch einem größeren Publikum zuzuführen wäre. Ein Heilpädagogisches Seminar in Frankfurt. Von der Zentralwohlfahrtsstelle in Berlin (in Verbindung mit dem Provinzialverband für Jüdische Wohlfahrtspflege Hessen-Nassau und dem Jüdischen Lehrhaus Frankfurt) ist soeben in Frankfurt a. M. ein Heilpädagogisches Seminar ins Leben gerufen worden, das als bisher einzige Fortbildungsstätte dieser Art die Aufgabe haben wird, für die jüdischen Gemeinden Palästinas und Deutschlands den Bedarf an spezialistisch geschulten Jugendbildnern sicherzustellen. Mit der Abhaltung der Vorlesungen und Kurse wurden Dr. med. Arnold Merzbach, Nervenarzt in Frankfurt a. M., und Dr. Max Meyer, früher Direktor der Heilanstalt Köppern,.beauftragt. Der erste heilpädagogische Lehrgang soll bereits am 27. Januar 1936 beginnen; die Vorlesungen werden im Schulgebäude Hermesweg stattfinden. Für späterhin sind auch Wochenendkurse und Ferienlehrgänge geplant; es wird auch ah Ablegumg von Prüfungen gedacht. Ergänzende Vorlesungen auf dem Gebiete der" Sozialpädagogik und Wohlfahrtsfürsorge sollen von den Herren Professor Dr. Bondy, Gemeinderabbiner Dr. Jakob Horovitz und Professor Dr. Kantorowioz gehalten werden. Als Hörer zugelassen sind jüdische Lehrer und Religionslehrer(-iinnen), Jugendleiterinnen, geprüfte Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankenschwestern sowie auch Aerzte. Für. jeden Lehrgang wird eine Einschreibegebühr erhoben. Teilnehmer wenden sich an Rabb. Dr. Jakob Horovitz, Staufenstr. 33, zwecks Aufnahme; die bereits vorligeenden Meldungen brauchen nicht wiederholt zu werden. Freitagabendveranstaltungen der Israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag, den 3. Januar, 20.15 Uhr, spricht im Hörsaale, .Friedbergeranlage 5, Herr Fr. Lustig über die Tagung in Blankenese. Religiöse Lehrkurse des Jugend-Ausschusses der Israelitischen ReligionSgesellschait. Die für die ersten Januarwochen festgesetzten Abende der verschiedenen Dozenten werden verlegt; nähere Benachrichtigung erfolgt durch den „Israelit" und durch Plakat. Eine Chanukah-Feierstunde im Gumpertz'schen Siechenhause. Strahlend hell erleuchtet war die kleine Synagoge des Krankenheims. Feierlich brannten die Chanukahkerzen, und dieser Lichterglanz spiegelte sich in den Augen der Kranken wieder. Alle waren sie versammelt in diesem stimmungsvollen G'tteshaus. Froh und doch feierlich ernst! Gerade so recht dazu bereit, diesen, den letzten Chanukah-Abend, in einer besonderen, eigenen Weise zu erleben! Ein Freund des Hauses, der schon oft es verstanden hatte, hier nach grauer, sorgenvoller Alltagswoche manchen Winterfreitagabend wärmer und lichtvoller zu gestalten, sollte nun auch diesmal die Freitagabendfreude erhöhen und das scheidende Chanukahfest durch eine Feierstunde krönen. Es war, als ob all die Lichter, die ganze stimmungsvolle Umgebung eine enge Beziehung, eine harmonische Verbindung zwischen Redner und Zuhörer schaffen würden. So paßten die Worte in den Geist hinein, der dieses Heim durchzieht und das Herz eines jeden Siechen und Kranken belebt! Der Redner sprach von dem, was gerade bei diesen Menschen zutrifft. Etwas, was sie aufrichtet und ihnen Kraft gibt. Das Chanukaherleben in uns! Wenn auch die Lichter längst erloschen und die* Lieder verklungen sind, wir erleben stets Chanukah in uns. Das Undefinierbare, im Hebräischen mit mi bezeichnet, gibt uns Halt und Kraft. Mag auch der Körper noch so hilflos sein, wenn nur noch ein kleines Lichtchen, ein Rest, ein "v.n da ist, so kann Jüd. Kulturbund Bezirk Rhein-Main Frankfuri-M. - Gärtoerweg 62. - Telefon 52658 Postscheck: Gebr. Sulzbach Nr. 1203 Montag, 6. Januar 1936, 20 Uhr, Westendsynagoge Orchester-Konzert S^ÄÄ"0rc,,esters Dirigent.- HANS WILHELM STEINBERG Solistin: ROSA ETKIN (Klavier) Karol Rathaus: Suite zu Uriel Acosta F. Chopin: 2. Klavier-Konzert f-moll F. Mendelssohn-Bartholdy : Schottische Symphonie Karten im Preise von Mk. 1.— bis Mk. 3.50 im Büro des Kultur bundes, Gärtnerweg 62 und in den bekannten Vorverkaufsstellen tnarn ^iDW Für. einige Familien und Einzelpersonen von besonderer Würdigkeit und Hilfsbedürftigkeit, die lange Jahre von mir betreut wurden, erbitte ich. im Augenblick meiner Uebersiedlung nach dem Auslande, das Interesse warmfühlender jüdischer Brüder. Die Betreuung geschieht durch Verlag des Israelit u. Herrnon G.m.b.H., auf dessen Postscheckkonto Frankfurtmain 19802 einmalige und laufende Spenden erbeten werden. Für gewissenhafte, zweckentsprechende Verwendung leiste ich Gewähr JACOB ROSENHEIM. nasciiinen m alkSprachen auch^ , .HEB?XISCH trei jeder Sv,tion . Fabr.-Welte»rantie> A. Hirsch^erg ■ fthpiist.r. 5, Tel. «7709 HERMON DRUCKEREI SCHÜTZENSTRASSE 12 LIEFERT ALLE IHRE DRUCKSACHEN mit Setzmaschinenbetrieb auch andere Fremdsprachen Bäckereien: Konditoreien: ireien: Folgende Betriebe unterstehen der Aufsicht des Rabbinats der Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschaft" Frankfurt am Main: A Aron Mainzer, Hanauerlandstr. 1 David Stein, Hanauerlandstr. 30 Julius Grünebaum, Hanauerlandstr.4 Siegmund Bender, Hanauerlandstr. 16a J. Halb«rstadt, Schützenstr. 8 Leopold Lob, Bleichstr. 9 Jacob Schön, TJhtandstr. 50 Leo Vogel Börnestr. 44 Max Philipps, Zeil 4 S. Salomon, Gr. Eschenheimerstr, 19 «gelten^ Kolonialwaren: JSSSTSSLSÄ SSäSßSfti79 Hilchhandlungen: £%£t^:^l\i Restaurationen: ^S^'^&^S^:19 Die Kaschrus-Kommission. Israelitische Kuranstalten Sayn für Nerven ü. Gemütskranke. 66600? Frankfurtmain ■ Das Postscb.- Konto der Jüd. Winterhilfe! Nach Holland für" meinen str. relig. klein. Haushalt suche ich per bald zuverläff. Stütze für Küche und Hausarbeit mit gut. Zeugnissen. Offerten unt. 2664c an die Exped. Suchegut erhaltenes Wilnaer Sclrass Erbitte Offerte mit Druckjahr u. Preisangabe unter 5659c an die Exped; ds. Bl. Tüchtiges jüdisches Alleinmädchcn in Haushalt mit -3 Kindern gesucht. Off. mit Gehaltsanspröcb. e nt. 2666c a. d. Exp. Selbst-Inserat. Ich bin charakterfest, rel, gesund, gut aussehend u, tüchtig im Beruf, in süddeutsch. Großstadt. Ich ersuche zur Ideal-Ehe geeignetes, 23-28 jhr. Mädel um persönlich. Zuschrift unter 2660c a'n die Exped. d. Bl. Billig abzugeben! Hirsch-Pehtateuch Mischnajoth, mit deutsch. Uebers. Tin, Targ., Aschke- 1 nasi, 12 Bde. JtlO.- *i*Jf)i Amsterdamer Ausg. 15 Bde. ,#8.- Off.u. 2667c a.d.Exp. I ISÜD I LUXUS-EXPRESSDIENST GENUA-^MARSEILLE'GIBRALTAR DAKAR - CÄ PS TA DT - NATAL MIT DEN SCHNELLDAMPFERN CIULIO CESARE " .22,00 0 To. VON EUROPA NACH SUDAFRIKA 14&TAGE AUSKÜNFTE DURCH ITA LIA FLOTTE RIUNITE Frankfurt a.M. Kaiserstr. 20, Telef. 23754 sowie die bekannten Reisebüros- DUILIO