Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 43 (24.10.1935)
- Date
- 1935-10-24
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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24, Oktober 1935 Der Israelit Nr. 43 Seite 15 G&meihdemitglieder dient die Reichseinkommensteuer, so daß beispielsweise bei einer ReicEseinkommensteuer von RM. 300.— 3 'Proz. zu geben sind, d. h. RM. 9.— für 6 Monate. Herr Ger lieh von der Jüdischen Volkspartei äußerte Bedenken, ob es allen Hilfsbedürftigen möglich sei, sich zu den vorgeschriebenen Zeiten zu melden. Außerdem sei es Vielen des sogenannten Mittelstandes nicht gegeben,, sich im Königswarterhaus anzustellen; man müsse diesen verschämten Armen irgendwie helfen. Frau Johanna Bär erwiderte hierauf, daß man Verschämte, Kranke und solche, die verhindert seien, zu kommen, in die Loge bestellen oder sie in ihren Wohnungen aufsuchen werde. Die Leiterin der Stellenvermittlung hat den Wunsch geäußert, ihre durch die Gesetzgebung neuerdings sehr stark beanspruchte Einrichtung der Kontrolle der Gemeinde zu unterstellen und enger mit ihr zusammenzuarbeiten. Es wurden für diese Arbeit entsandt: Frl. Pommer an z für den Vorstand und Frau Bär für die Gemeindevertretung. Im übrigen bemerkt u. a. Frau Forchheimer, daß die Betreuung der jüdischen Hausgehilfinnen auch vom Jüdischen Frauenbund bereits in Angriff genommen worden ist. Herr Rabbiner Dr. Jacob Horovitz ersuchte in einem Schreiben den Vorstand und die Gemeindevertretung, einen Aufruf zu Gunsten des Keren Hajessod und der Jewish, Agency durch Unterschrift zu unterstützen. Dieser Aufruf soll in der nächsten Ausgabe des Gemeindeblattes abgedruckt werden. Ha. Ha. Jüdische Winterhilfe in Frankfurt. Es wird uns mitgeteilt: Die ursprünglich auf Sonntag, den 27. Oktober, angesetzte Eintopfsammlung wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, der noch bekannt gegeben wird. Die Propaganda ■•für die jüdische Winterhilfe beginnt hier, wie in allen Gemeinden, am 27. Oktober. - Jüdische Frauenvereinigung E.^-V. und Agudistische Frauen-Ortsgruppe, Zum Beginn unseres Wintersemesters 1935/36, Montag, den 28. Oktober, abends 8.45 Uhr, findet im Hörsaal, Friedberger Anlage 5 folgende Veranstaltung statt: Es lesen Frau Regina Baer und Frau Hulda Posen aus Werken aei'tgenös&ischer Schriftsteller. In der Agudistisohen Frauen-Ortsgruppe finden, wie im YÖrigen Jahre -auch diesen Winterr die beliebten und wertvollen Schümm von Frau Hulda Posen und Frau Kella Löwenthal wie folgt statt; Jeden Montag abend von 8—9 Uhr in der Kanzlei, Friedberger Anlage 5 „Chuanisch mit Raschi", Leitung Kella Löwenthal. Jeden Dienstag nachmittag von 4—5 Uhr Sandweg 44 „Ausgewählte Stellen aus Tenach", Leitung Frau Hulda Posen. Tagung der Verbände polnischer Juden. Am 16. Oktober fand hier eine Bezirkstagung der Verbände polnischer Juden (Frankfurt a. M., Wiesbaden, Saargebiet, Mainz, Ludwigshafen, Fulda, Darmstadt, Worms) statt. Nach Anhörung der einzelnen Berichte, aktueller Referate und einer regen Diskussion wurden wichtige Beschlüsse und Resolutionen angenommen. U. a. wurde angeregt, die Initiative zur Einberufung einer Reichskonferenz der in Deutschland lebenden polnischen Juden zu ergreifen mit dem Ziele; 1. zu lebenswichtigen Fragen Stellung zu nehmen; 2. die Gründung eines Reichsverbandes in die Wege zu leiten. Wir richten daher auf diesem Wege den warmen Appell an die bestehenden Ortsgruppen, Freunde und Gönner dieses Gedankens, sich mit uns in Verbindung zu setzen, damit gemeinsam zur Verwirklichung geschritten werden kann. Verband Polnischer Staatsbürger, Frankfurt a. M., Ostendstr. 1. Postscheck - Konto: Ffm. 66600 Jüdische Winterhilfe I i „Hameaged". Die Bearbeitung von Psalm 126 im Tischri-Heft des „Hameaged" bietet in mehrfacher Beziehung Neuartiges, ja Modernes. Denn es wird hier ein Weg aufgezeigt, der unserer Jugend den für sie dringend wichtigen Zugang zu Tnach verschafft. Zugleich wird durch diese Arbeit das Werk der Meforschim für uns. fruchtbar gemacht, wie auch andererseits Anleitung zu eigener Erklärung des Possuks gegeben wird: Hervorzuheben ist noch die Aktualität wie die praktische Nähe des Artikels; die Beziehung zum heutigen Erez Jisroel braucht gar nicht hervorgehoben zu werden, da sie zwischen den Zeilen schwingt. Wir glauben, daß diese Ausarbeitung in heutiger Zeit für alle Kreise der jüdischen Jugend von großem Werte sein wird, da weiten Kreisen, die zu Tnach zurückstreben, von dieser Methode, die stärkstens das Moment der Erklärung in strengster Anlehnung an den Wortsinn hervorhebt, von hier aus Anleitungen geboten werden können. Nicht weniger aber kann unsere Jugend an der Fülle des Stoffes Anregung zum „Lernen" und Weitergeben finden, wobei für die Selbstarbeit des Einzelnen weitgehendst Spielraum gelassen wurde. Wir hoffen nach dieser fleißigen und verdienstvollen Arbeit des Verfassers seine weiteren Ausarbeitungen zu Tnaoh zu veröffentlichen. R. Ahrend. Briefkasten, K. Sehr, in H. Wenn es mit Maß geschieht, schadet es nicht- Im übrigen müssen Ihre Fragen von einem Facharzte beantwortet werden- D. B. H. in Fürth. Biographische Angaben über Rabbi Jakob Kranz, den „Dubner Maggid" finden Sie in der Vorrede des R- Ber Flohm zum nnnn nso von Rabbi Jakob, ferner im literarischen Sammelwerk iiSW rioaa von S. J. Fin. Gruß. Abonnent in Karlsruhe. Die gestellten Anfragen1 eignen sich nicht zur Beantwortung im Briefkasten. Wir empfehlen Ihnen, sich unmittelbar an die Palästina- Centrale der Agudas Jisroel, hier, Schwanenstr- 12, zu wenden. W. L. Mayen. 1) 26- Oktober 1923 Geburtstag, am 9- November 1936 "$~p nvis. 2) 26. September 1923, 13. Oktob. Geburtstag, mxn "ü naw 19. Oktob. rray rr>aw. Familien-Nachrichten. Geburten: Eine Tochter, Isaak Strauß und Frau Henny geb. Distelburger, Darmstadt, Heinrichstr. 95, 17- Oktober. Barmizwohj Arthur, Sohn des Herrn Theodor Cassel, Ffm., Theobald Christstr. 11 part. fl'Ettoa mv Synagoge Friedberger Anlage. — Leo, Sohn des Herrn H- Teplitzki, Ffm-, Hanauer Landstr. 38, n'wsia mv, Synagoge Friedberger Anlage. — Siegfried, Sohn des Herrn Sally Steinberger, Ffm., Palmstr. 7, n>mm nzv, Synagoge Friedberger' Anlage- — Hans Bendheim, Israelitische Waisenanstalt, Ffm., Röderbergweg (bisher Isr. Kinderheim, Diez/Lahn), tii nap. Verlobte: Eva Friesländer, Ffm., Ostendstr. 15, Leo Birnbaum, Ffm., Obermainstr, 16- Silberne Hochzeit! Saly Geis und Frau Emma geb. Schmidt, Jerusalem, Kerem Awraham, Near Amosstr. 18. Marcheschwan / 14. November. 6 5. Geburtstag: Lina Seligmann, Ffm-, Theobald Christstr, 11, 15, Oktober 65 Jahre alt. Sabbat-Anfang und Ausgang nwia naa> Ort Anfang Uhr | Min. Datum Ausgan t; Uhr | Mir Frankfurt am Main 4 45 26. " 6 00 Berlin 4 45 Okt. . 5 33 München 4 50 1935 5 47 Köln 5 05 6 05 Stuttgart 5 00 29. 5 55 Breslau 4 45~ •»-itpn 5 20 Nürnberg 4 50 rxin 5 47 Hamburg 4 45 5 48 Würzburg 4 45 5 55 Steuerberaterng Bücherftlriren Ml'rllflPl Mai/Pf FranRiUrt~M" Im Sachsenlager 1,1 mlLlIUGl IVlUyCl, Einrichtung von Buchhaltung Nur persönliche Erledigung — Auch auswärts Alofra- Purgelten Rm. 1.25. Pflanzliche Abführpillen von zuverlässiger und milder Wirkung ENGEL-APOTHEKE Frankfurt a. M., Gr. Friedbergerslr. 44 yfäc^en; Riedle cjufe CARSCH 0eidunq Die Lehrersfelle, verbunden mit Kanforal, in der Kultüsgemeinde Ansbach/Mfr. soll wieder mit einem semina' ristisch gebildeten besetzt werden. Stimmlich begabte Herren wollen ihre Bewerbung unter Beifügung von Zeugnissen über bisherige Tätigkeit u. ein. Lichtbild einreichen. Gehaltszahlung nach den Vorschriften d. bayer. Landesverbandes Israel. 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