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Der Israelit · 1935-09-26 · Heft 39 (26.9.1935) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 39 (26.9.1935)
Date
1935-09-26
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 16 Nr. 39 D Israelit»'. 26. September 1935 Wüste Hungers sterben/' Darum ließ sie der Ewige in den drei Tagen der Finsternis umkommen, und Israel begrub sie in diesen Tagen, damit die Aegypter es nicht erfahren und sich nicht darüber freuen konnten, Die Finsternis herrschte drei Tage lang sehr stark, und jeder, der zu Be ginn der Finsternis =stand, mußte die drei Tage hindurch auf derselben Stelle stehenbleiben. Wer saß, saß noch immer, wer lag, lag noch immer, und wer ging, saß auf der Erde an der. Stelle, da ihn die Finsternis überrascht hatte. So stark war die Finsternis im ganzen Lande Aegypten. Das war die neunte Plage. Als die Tage der Finsternis vorbei waren, da sandte G'tt Mose und Aron zu den Kindern Israel mit dem Auftrage: „Feiert Euer Fest und bereitet Euer Pessachopfer! Um Mitternacht komme ich über Aegypten und erschlage alle ihre Erstgeborenen, von der Erstgeburt des Menschen bis zur Erstgeburt des Viehs. Sehe ich aber Euer Pessachopfer, so schreite ich an Euren Häusern vorüber." Die Kinder Israels beten, wie G'tt ihnen geboten hatte. Um Mitternacht zog der Ewige, durch. Aegypten »und schlug alle Erstgeburt Aegyptens vom Erstling des Menschen bis zum Erstling des Viehs, In dieser Nacht ertönte großes Wehgeschrei im ganzen Lande, denn es gab kein Haus, in dem kein Toter war. Selbst die Bilder der Erstgeborenen, die in die Wände geschnitten waren, lösten sich ab und fielen zur Erde. Die Hunde wühlten sogar die Gebeine ihrer Erstgeborenen, die längst gestorben und begraben waren, heraus. In jener Nacht ging Bithja, die Tochter Pharaos, mit dem König fort, um Mose und Aron zu suchen. Sie fanden sie, wie sie aßen und tranken und sich mit Israel freuten. Bithja sprach zu Mose: „Ist das der Lohn für das Gute, welches ich Dir angedeihen ließ, daß Du nun über mich und über das Haus meines Vaters solches Unheil bringst?" Mose fragte: „Wahrlich, zehn Plagen hat G'tt über Aegypten gesandt; ist Dir auch nur von einer irgend ein Unheil widerfahren? Oder ist auch nun eine über Dich gekommen?" Sie antwortete: „Nein!". Da sprach Mose zu ihr: „Obgleich Du die Erstgeborene Deiner Mutter bist, so wirst Du nicht sterben, und Dir wird inmitten Aegyptens nichts Böses widerfahren. Sie entgegnete: „Was habe ich davon, nachdem ich den König, meinen Bruder, sein ganzes Haus und seine Diener in diesem Unglück gesehen, da ihre Erstgeborenen gemeinsam mit allen Erstgeborenen Aegyptens gestorben sind." Mose antwortete: „Dein Bruder, sein. Haus, seine Diener und alle Geschlechter Aegyptens haben G'ttes Wort verachtet. Darum kam dieses Unheil über sie." Jetzt trat Pharao vor Mose und Aron, und flehte sie um Erbarmen ah. Er sprach: „Auf, nehmt Eure Brüder, alle Kinder Israel, ihre Schafe, ihre Rinder und alles, was ihnen gehört. Lasset nichts zurück. Aber bei»t zürn Ewigen, eurem G'tte, für mich." Da sprach Mose zu ihm: „Auch Du bist der Erstgeborene Deiner Mutter, jedoch iürchte nichts, Du wirst nicht sterben, denn G'tt hat befohlen, Dich leben zu lassen, um Dir seine große Kraft und seinen starken Arm zu zeigen." Nun befahl Pharao, die Kinder Israels zu entlassen, und die Aegypter waren gern bereit, dies schnellstens zu tun, denn sie sagten: „Sonst müssen wir alle sterben," So entließen die Aegypter Israel mit vielen Schätzen und großen Herden, so wie G'tt es einst (den G'tt) dem Abraham zugeschworen hatte. Manche von den -Kindern Israel verweilten noch, um nicht in der Nacht auszuziehen, und als die Aegypter kamen, um sie fortzuschicken, fragten sie: „Sind wir denn Diebe, daß wir des Nachts fortgehen, sollen?" Die Kinder Israel erbaten von den Aegyptern silberne und goldene Geräte und Kleider und so leerten sie Aegypten aus. Mose aber eilte zum Nil, holte von dort den Sarg Josephs herauf und nahm ihn mit sich. Auch alle Kinder Israel führten die Särge ihrer Väter und ihrer Stammväter mit. . So brachen die Kinder Israel von Ramses nach Sukkoth auf, etwa 600 000 Männer, und entsprechend Kinder und Frauen. Aber auch viel Gesindel zog mit ihnen, 2,10 Jahre waren die Kinder Israel in Aegypten gewesen. Am'Ende dieser Zeit führte;sie der Ewige mit starker Hand heraus. Am 15. des ersten Monats brachen sie Aegypten, Gosen und dem Lande Ramses auf und lagerten in Sukkoth, Die Aegypter aber begruben alle ihre Erstgeborenen, die G'tt erschlagen hatte, drei Tage lang. Die Kinder Israel brachen von Sukkoth auf und lagerten in Etham am Rande der Wüste. Am dritten Tage machten sich viele Aegypter auf und beschlossen, den Israeliten nachzueilen, um sie nach Aegypten zurückzubringen. Denn es tat ihnen leid, daß sie die Israeliten aus der Sklaverei entlassen hatten. Sie sprachen zu einander: „Mose und Aron haben dem Pharao gesagt: Eine Dreitagereise wollen wir in die Wüste unternehmen und unserm G'tte Opfer darbringen. Darum wollen wir sre auffordern, nach Aegypten zurückzukehren. Kehren sie mit uns zu unserem Herrn zurück, so wissen wir, daß sie die Wahrheit gesprochen haben. Wollen sie aber nicht zurückkehren, so werden , :wir mit ihnen kämpfen und sie mit Gewalt nach Aegypten zurückführen." Am nächsten. Morgen zogen alle Fürsten Pharaos und 700 000. Mann aus Aegypten bis zu dem Ort, wo Israel lagerte und dem Ewigen ein Fest feierte. Da sprachen die Aegypter zu den Kindern Israel: „Ihr habt doch gesagt, Ihr wolltet eine Dreitagereise in die Wüste unternehmen und dann zurückkehren. Ihr aber seid bereits fünf Tage fort. Warum kehrt Ihr nicht zu Eurem Herrn zurück?" Mose und Aron antworteten: „Der Ewige unser G'tt hat uns befohlen, niemals mehr nach Aegypten zurückzukehren, sondern in ein Land zu ziehen, das er unseren Vätern zugeschworen hat, in welchem Milch und Honig fließt." Als die Aegypter sahen, daß die Israeliten nicht nach Aegypten zurückkehren ' wollten, begannen sie, mit Israel ztt kämpfen. G'tt gab Israel Kraft, so daß sie die Aegypter überwältigten und in die Flucht schlugen; Das geschlagene Heer kehrte nach Aegypten zurück, und die Fürsten berichteten dem Pharao, was sich zugetragen hatte und sprachen: „Die Kinder Israel sind entflohen und "wollen nicht mehr nach Aegypten zurückkehren." Da bedauerte Pharao, daß er Israel entlassen hatte. Er schirrte «selbst seinen Wagen an und befahl, ganz Aegypten zu versammeln. So zog das ganze Heer mit Pharao aus, um Israel nachzujagen. Es war ein gewaltiges Heer, 1 000 000 Mann stark. Die Aegypter erreichten Israel, als sie am Schilfmeer lagerten. Als die Israeliten ihre Augen erhoben und ihre Vet-folger im Rücken erblickten, fürchteten sie sich sehr und schrieen zum Ewigen. Im Augenblick der Gefahr teilte sich Israel in vier Gruppen, und Mose sprach zu jeder Gruppe besonders.! ( Die erste Gruppe — die Stämme Rüben, Simon und Isachar — wollten sich ins Meer stürzen," denn sie fürchteten sich sehr vor den Aegypteni, Zu ihnen sprach Möse; „Fürchtet Euch nicht. Bleibet stehen und schauet die Hilfe, die der Ewige Euch heute erweisen wird." Die zweite Gruppe — die Stämme Sebulon, Benjamin und Naphtali — wollten mit den Aegyptern nach Aegypten zurückkehren. Zu ihnen sprach Mose: ..Fürchtet Euch nicht, denn so, wie ihr die Aegypter heute seht, werdet Ihr sie "niemals mehr sehen." " Die dritte Gruppe — die Stämme Juda, Dan und Joseph — wollten den Aegyptern entgegenziehen, um mit ihnen zu kämpfen. Zu ihnen sprach. Mose: „Bleibet auf eurem Platze stehen! Denn der Ewige wird für Euch kämpfen. Ihr aber sollt stille sein." Die vierte Gruppe —- die Stämme Levi, Gad und Ascher — wollten sich* auf die Aegypter stürzen, um sie in Verwirrung zu-bringen. Zu ihnen sprach Mose: „Bleibet auf Eurem Platze stehen und fürchtet Euch nicht! Rufet jedoch den Ewigen an, daß er Euch .helfe." Nachdem Mose so. das Volk beruhigt - hatte, flehte er zum Ewigen und sprach: „Ach, Ewiger, Herr' der ganzen Erde, hilf doch diesem Deinem Volke, das Du aus Aegypten befreit hast, damit die Aegypter nicht sagen können, daß. sie stärker seien." Da antwortete G'tt dem Mose: „Warum rufst Du zu mir? Sage den Kindern Israel, sie sollen aufbrechen. Du aber neige Deinen Stab über das Meer und spalte es, damit die Israeliten in seiner Mitte hindurchziehen." Mose tat also, hob seinen Staib über das Meer Und spaltete es. Da teilte sich das Wässer des Schilfmeeres in 12 Teile, und die Kinder Israel zogen mitten durch das Meer, die Schuhe an den Füßen, so wie man eine gebahnte Straße zieht. Als die Aegypter salhen, wie die Israeliten so ins Meer zogen, folgten sie ihnen-nach. Aber die Wasser schlugen über den Verfolgern zusammen und sie versanken. Niemand blieb übrig außer Pharao, dem König von Aegypten, der in, dieser Stunde G'tt anerkannte und an ihn glaubte. G'tt entbot einen Engel, der ihn mitten aus den Aegyptern herausführte rund ihn .'in das Land Ninive schleuderte, wo er lange Zeit regierte. So rettete der Ewige an jenem Tage Israel aus der Hand Aegyptens. Israel sah, daß alle Aegypter tot waren und erkannte staunend Gattes gewaltige Macht. Damals sangen Mose und Israel dieses Lied dem Ewigen: „Ich will dem Ewigen singen, denn er ist hoch erhaben, Roß und Reiter stürzt er ins 'Meer." , ♦mttom D"hn . - rnpö »an - nst na?nrm ,-nwana naa oivnn bsnspb mnaa btmn xb o«i -asb?- *ö w ön« wak ism^ an 'irüi^n x\*tö w nvuzbn naa -nnta 'ÄYmyoa nirm '"'aa^ii-Vw ama 'Q^noasrÄisraa nn« .(snsraojsr) ^K^ana nrm an ']"ni nna bv ♦onnK D'iss bxx .im anniF n'ivmam a'-ian an tpV'ua aa -nwn imay -ijrwa /.a^ann na^a rran naaVa xvrch» nvnnn wiv a^biai d^unn ♦tmmn nmmonann brn bs -mwa rittais; nnrno rix a-^aa an dt pixa «a^Tip m D**iaV? an anya •"nrrna naa <mw aa* msaanri snaw "ins. ♦snawn DnaTVip .-«vi nnbw nnuan 'KVi xb »nVaan n.nua xb tnm ij?'>sra anaiV a-^yan -'n mwa hawn bs D">iw .irra antz? ah p im •v/tzn ay n>am -rrnnm •pKn pnV nsirwp na mmm m^ann nar -a"Saj? uVa noaxp bn •mias/Vi pa'pV imixnajna mtspnn nnpsV ninaa uniK Tfcani? /.-wana.-p tn Tnvb - : p bv- -13* iuai»tJ> niiwni^r-ian^nan 'nmnn nw -niaiv saun pxi w^n *rn *o iwbv bipi o^aiz; ma^a Fanni Ansbach er, 14 Jahre, Würzburg. Silben-Rätsel. Aus folgenden Silben sollen Wörter gebildet werden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, einen hohen Festtag und dessen feierlichen Vorabend nennen. a — ba — bi — bo'k — di — di —-; cha -rel — fid — i — in —- im — jab — ka —. mi — ne —o o — per — pur — pur — rab —— un. 1. Nebenfluß des Jordan; 2. Prophet zur Zeit der Zerstörung Jerusalems; 3. einer der Erzengel; 4. ein. Sohn Adams; 5. Putzmittel mit hebr. Anklang; 6. bedeutet — treulos — lat. Ursprung; 7. Eine von den Phöniziern erfundene Farbe; <8. Oper von Lortzing; 9. Tit,el eines Talmudisten (Schriftgelehrten). Auflösung des Rätsels aus Nr. 36. 1. Nichts; 2. Tante—Tinte; 3. Besuch; 4. Zufall, Einfall, Beifall, Reinfall. ,r . Richtige Lösungen sandten ein: Max Boderiheimer, Darmstadt; Mirjam Viktor, Hindenburg; Ber Maifeld, Gelä Marx, Berlin; ..Max Asssenburg, Köln a." Rh.; Ph. Pfeffer. Dresden; David Wilder,: Dresden; Nini Fraenkel, Locarno; Simel-Wolf Knoll, Dresden.

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