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Der Israelit · 1935-09-12 · Heft 37 (12.9.1935) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 37 (12.9.1935)
Date
1935-09-12
Page
– (sequence 15)
Language
German
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12. SeptemBer 1935 De r. I s r a e 1 i t Nr.. 37 Seite 15 Der Sitzung schloß sich alsdann eine nichtöffentliche an. -.- Ha. Ha. Waisenkinder grüßen!; Im Talmud und Midrasch wird oft von großen Männern erzählt, die; Träger der Not eines Volkes, sich von K i ri d e r*n ihr Lehrpensum versagen ließen. War es ein Trostwort der Propheten, ein. Segensspruch, so nahmen sie es als: ein gutes Omen, so wußten si.e: Die Not war behoben und die Hilfe nahe, In^ schwerer^ schwüler Zeit tun die Jahreswende tönt uns - h e i~t e r e r S e g e n s;g r u ß aus . Kindermund entgegen. Die Waisenkinder auf dem Röderbergweg senden uns die ersten Rösch Haschonogrüße mit ihrem b ereits' traditionellen Wandkalender ins Haus. Er ist dieses Jahr in Farbe und Förm wie seinem Inhalte nach besonders schön ausgefallen. Farbenfroh und jugendfrisch bildet er eine Augenweide und einen. Wandschmuck. Das Kaiendarnim ist, wie immer, korrekt und vollständig. Schöne Dichtersprüche von heißem jüdischem Impuls, aus der Feder von Fritz Rosenthal (Ben Chorin), geben jedem. Feste die; Prägung. Auch Bildchen aus dem Hause sind einge-; streut,; ebenso T e 1 e g r a m m a b 1 ö s u n g e n und selbstverständlich Z a h 1 k a r t e n , die man nur mit Namen und Betrag, auszufüllen hat. - Ein . Abreißkalender wie jeder andere, und denr noch B I ä 11 e r d e r L i e b e , ein M e m e n t o d e s W o h l t u ns. Es fallen die Blätter, es schwindet Woche um Woche im Strome der Zeit, was von der Zeiten ewigem Gut bleibt, ist die Liebe und das Wohltun. Hilflos, wie die Waisenkinder, stehen wir selbst am heiligen Tag vor dem „Vater der Waisen". Er erhört uns, wenn wir der Hilflosesten Gruß hören und erwidern ... ' Kinder grüßen uns in schwerer Zeit mit Segenswünschen, das Heil ist, nahe! ... (Interessenten können noch Exemplare des Kalenders in der Israelitischen Waisenanstalt, Röderbergweg 87, beziehen.) J. T. B.-Fußball. J. T. B.-Herren gegen Barkochba (Herren), Friedberg,- 3 : 2 (1 : 1). Das Spiel war sehr flott und vom Anfang'bis zum Schluß reich an spannenden Momenten; denn beide Seiten setzten ihr Bestes dran, den Sieg an ihre. Fahnen zu heften. B. K., Friedberg, spielte draufgängerisch, mußte sich aber bald eine Verwarnung gefallen Türkisch 8 4« lassen, um dann,* gegen Spielende, einen ihrer Leute zu verlieren — wegen Unkorrekten Verhaltens gegenüber dem Schiedsrichter, der f3; a Impulsiven vom Platze verwies. B. K. war zu Beginn, des Spiels überlegen und könnte auch bald das erste Tor für sich buchen. Etliche Male belagerten die Friedberger das Frankfurter Tor, ohne jedoch zu einem weiteren Gewinn, zu. kommen: der Torwart Krieger wehrte erfolgreich ab, die andern J. T. B.-Leute, u. a. Diener, bewiesen; ihr Können. Kurz vor Halbzeit konnte dann J. T. B, durch Jacob den Ausgleich erzielen. Mit 1 : 1 ging es in die Halbzeit. — Die J. T. B.-Mannschaft steigerte ihre Anstrengungen, um gegen die hart spielenden Barkochbaleute erfolgfxch aufzukommen. Als Erfolg heimste J. T. B. von einem ,,11 Meter" einen Treffer ein, der ihnen auch'für kurze Zeit die "Führung brachte, aber schon zwei Minuten darauf glich B. K. dieses wieder aus. Ein weiterer Sturm auf das Tor wurde von der J; T. B.-Verteidigung glänzend abgewehrt.. Im weiteren Verlauf des Spiels, demzwei der Mannschaft durch leichtere Verletzungen zeitweise nicht mal folgen konnten, belagerte Frankfurt wiederholt das Tor Friedbergs. Nicht ganz vollendete -Zusammenarbeit oder auch nicht voll ausreichende Technik verhinderten einige Gewinne, so daß es B. K. zum Schluß noch gelang, einen Treffer zu erreichen. Dieser Kampf in der . Verbandsrunde endete somit mit einer Niederlage der Herrenmannschaft des J; T. B. — Die an sieh recht gut eingespielte Mannschaft dürfte bei ferneren Austragungen ihre Technik und Erfahrungen so verwerten, daß das Ergebnis vom letzten Sonntag wieder wettgemacht wird. Die J. T. B.-Jugendmannschaft, die gegen Philantropin-Jugend kämpfte, hat aus der Schlappe vom letzten Treffen gelernt. Gelang es auch Philantropin durch anerkennenswerten Mut, schon nach zehn Minuten den" ersten Erfolg zu erreichen, so spornte das die J. T. B.-er noch mehr an, und bereits nach fünf Minuten wetzten sie die Scharte aus. Bis zur Pause war das Ergebnis 2 : 2. — Nach der Halbzeit wogte das Spiel hin und her, die Mannschaften ließen es nicht an der Mühe fehlen, und ihre Torhüter zeigten eine bemerkenswerte Geschicklichkeit, die vielversprechend ist. Nach 28 Minuten errang J. T. B. noch einen Treffer. Das Spiel schloß mit 3 : 2 für J. T. B. Die Schüler vom J. T. B. spielten gegen die gleiche Mannschaft vom Philantropin, und zwar mit einem Schwung, der imponierte. Die Anstrengungen waren beiderseits groß, und erst in der 25. Minute fiel das erste Tor für Philantropin. J. T. B." holte aber nach wenigen Minuten durch schönes Zusammenspiel und mutiges Vorgehen zwei Treffer herein. ■— Nach der Halbzeit war Philantropin absolutin der Verteidigung und konnte es nicht verhindern, daß die vorzüglichen Leistungen von J. T. B. noch zu weiteren vier Toren führten, Endergebnis für J. T. B. 6:1. Ha. Ha. Sonntag, den 15. September spielt die Herrenmannschaft von J. T. B. gegen „Schild IA" auf dem Schild-Platz. Jugend und Schüler spielen gegen gleiche Mannschaften von B. K. auf dem kleinen Ostpark, 14 Uhr. Ein Mohelbuch aus der Frankfurter Gegend. Herr Prof. Karl Darmstadter, Mannheim, Akademiestraße 3, schreibt uns: In Seligenstadt lebte in der zweiten Hälfte des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Mohel namens Grünebaum, der ein für Familienforschung höchst interessantes Mohelbuch hinterlassen hat. Aus den Einträgen, die übrigens ein großes Maß jüdischen Wissens erkennen lassen, ergibt sich, daß der Mohel seine msn in einem großen Umkreis von Seligenstadt ausübte. Das Mohelbuch befindet sich jetzt im Besitze eines Herrn Jul. Grünebaum in Mannheim, der es mir zum Einblick vorübergehend zur Verfügung stellte. Interessenten .mögen sich an mich wenden. Frau Kantor Schwarz Ww. Sprendlingen empfiehlt sich zur Anfertigung von Scheiteln und allen einschlägigen Arbeite«, Beste Ausführung, zeitgemäße Preise. Referenzen stehen zu Diensten. Postkarte genügt. 'nwnvm rüftn tp*n Kaffee - Tee Weih - Liköre Schokoladen K^n^erven JÜM-KIPPUR-HERZEN Rechtzeitig bestellen bei: FRANKENTHAL ALLERHEILIGENSTRASSE 79 TELEFON 23839 Süßäpfel - Honig U>nntf~ Früchte Geschenkpakete in allen Preislagen 28. September 28. September streng religiöser Richtung, der mit Chor singen kann, zur Vertretung unseres-Oberkantors ' für dl? hohen Feiertage per sofort gesucht. 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