Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 36 (5.9.1935)
- Date
- 1935-09-05
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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5. September 1935 Der Israelit Nr. 36 Seite 15 b er er-zu verschlingen. Da sprach Bileam: ,,Es ist seit Urzeiten so, daß eine Schlange die andere, und ein Fisch den andern verschliegt. Verwandle doch Deine Schlange wiederum zum Stabe, und auch wir-wollen also tun. Wenn dann Dein Stab unsere Stäbe verschlingt, so werden wir wissen, daß G'ttes Geist in Dir ist. Sonst aber bist Du ein Zauberer wie wir!". Aron streckte seine Hand aus, ergriff den Schwanz der Schlange und sie ward zürn Stabe in seiner Hand. Als auch die Zauberer ihre Schlangen in Stäbe verwandelt hatten, da verschlang der Stab des Aron ihre Stäbe. Nun ließ sich Pharao aus der Chronik der Könige Aegyptens, in der alle Götzen Aegyptens verzeichnet stehen, vorlesen, um darin den Namen des Ewigen zu finden; aber er fand ihn nicht. Da sprach Pharao: „Ich kenne den Ewigen nicht, und auch sein Volk werde ich nicht entlassen." Sie antworteten dem Könige: ,,Der Ewige, der G'tt der Götter, der sich schon unseren Vätern offenbart hat, er hat uns zu Dir gesandt, damit Du sein Volk entlassest. So entlasse uns doch, damit wir drei Tagereisen weit in die Wüste hineingehen und ihm dort opfern. Denn seitdem Jakob nach Aegypten zog, hat G'tt aus unserer Hand kein Opfer mehr empfangen. Läßt Du uns aber nicht ziehen, so wird sein Zorn gegen Dich entbrennen, und er wird Aegypten mit Pest oder Schwert schlagen.." Pharao sprach: „Berichtet mir doch von seiner Kraft und seiner Stärke!" Sie antworteten: „Er ist es, der Himmel und Erde geschaffen hat. Er bildet Licht und Finsternis, er gibt der Erde Regen und läßt die Pflanzen hervorsprießen. Er schafft den Menschen und das Vieh, die Tiere des Waldes, die Vögel des Himmels und die Fische des /Meeres- Auf sein Geheiß leben und sterben sie. Auch Dich hat er im Mutterleibe gebildet, er gab Dir Lebensodem, ließ Dich großwerden und setzte Dich auf den Thron Aegyptens. Er wird einst Deine Seele von-Dir nehmen und Dich zur Erde zurückkehren lassen, aus der Du genommen-wurdest." Bei diesen Worten entbrannte der Zorn Pharaos und er sprach: „Wer unter allen Göttern der Völker sollte solches tun können! Mein ist der Nil, und ich habe ihn gemacht." Pharao befahl, Mose und Aroh aus dem Palaste zu jagen und das Joch der Israeliten noch schwerer zu machen. Das Volk Israel nahm es Mose und Aron sehr übel, daß ihr Los jetzt noch drückender geworden war. Daher sprach Mose zu G'tt: „Warum läßt Du es Deinem Volke so übel ergehen? Denn, seitdem ich kam, um mit Pharao in Deinem Auftrage zu sprechen, hat er an den Kindern Israel noch ärger gehandelt." G'tt antwortete: „Du wirst sehen, daß Pharao durch starke Hand und vielfältige Plagen gezwungen, die Kinder Israel aus seinem Lande entlassen wird." ' (Fortsetzung folgt.) Rätsel. i. Der Mutige für cht' mich,,, Der Blinde mich sieht, In manch' wichtigem Amte Es oftmals geschieht, Der Aermste, der hat mich ■— zu seinem Schaden Und fall ich Euch ein, könnt Ihr mich nicht raten. Ich schrieb ein Brieflein an die — Wort mit a, Ein kleines Pech passierte mir da, Das Wort mit i floß darüber hin, Nun muß ich mich nochmals bemüh'n. — Ich legt1 es in ein Buch hinein, Gleich war ich" nicht mehr so allein Das neue Wort es stellt5sich ein. Durch Zu-- Haft' ich einen guten Ein — — Und hoffte dafür Bei — — Jedoch es war ein Rein — —. Die Frankfurter Woche. Frau Dr. Ottilie Stern wy. Ganz plötzlich und erwartet hauchte am Dienstag mittag Frau Ottilie Stern geb. BendeT ihre reine Seele aus. Wer Frau Stern im Heiligtum ihres Hauses gekannt und Gelegenheit hatte, ihr Wesen und Wirken in der Nähe zu beobachten, wüßte, welche Bewandtnis es mit dem Weisheitsworte Salomos hatte nn'a nn» D'W fnsan Nicht die eine Weisheit, sondern die vielfachen Weisheiten, ihre vollendete Kunst im Hausfrauenberufe, in der Kindererziehung, ihre Beschlagenheit auf allen jüdischen und profanen Gebieten, die Weisheit ihres Verstandes und ihres Herzens, all das wirkte zusammen, daß das von dieser Frau geleitete Haus auf solcher jüdischer Höhe bleiben konnte. Wie in diesem Hause schon Wochen vorher der Pessach vorbereitet, die Feiertage eingeleitet, wie von der seltenen Frau mit einer Feinheit und Korrektheit ohnegleichen stets auf rma itTh gesehen wurde, färbte auf die ganze Umgebung ab und wirkte erzieherisch nicht allein auf die Kinder, die in der Thoralehre verwurzelt zu sehen, sie das Glück hatte. Ihr "'jüdisches Wissen frappierte oft ihre Umgebung, sie, die Tochter des unvergeßlichen Marius Bender ^"2T/ verkörperte eine Glanzperiode aus der Geschichte unserer Israelitischen Religionsgesellschaft. Wie strahlte ihr Gesicht, wenn sie von ihrem geliebten Lehrer Direktor Dr. Mendel Hirsch sprach, wie sprach dieser Meister aus ihrem Munde, wenn sie, die scheinbar ganz in ihrem Haushalte, im Dienste an Mann und Kindern aufgehende Frau, in den Mußestunden ganze Hafthoroth, g.'».n2fc Kapitel aus Tnach auswendig hersagte und aus den entlegensten Ecken der Schrift Belege für ihre Lektüre aus der Weltliteratur fand. Sie war eine nvr>s^> nw«. eine „Frau des flammenden Geistes" wie Deborah und zugleich eine Channah der tiefen, bescheidenen, schlichten und stillen Frömmigkeit und Herzensgüte. Möge ihr r-v r ihrem schwer geprüften Gatten und 4.en Kindern, den Geschwistern und dem ganzen Verwandtenkreis, der in höchster Verehrung zu der seltenen Frau hinaufsah, in den 11*11 övsm beistehen. n^axa/i« Verein Mekor Chaj'im. Während des Elulmonatg finden unter Mitwirkung des Rabbinats der Israelitischen Religionsgesellschaft allwöchentlich Sonntag Nachmittag im Anschluß an den Minchag'ttesdienst im Hörsaal Friedberger Anlage Elulvorträge statt, bei denen eine rege Betei-- ligung erwartet wird. Die Vortragsreihe wird eröffnet am Sonntag, den 8. September, nachmittags 7 Uhr durch einen Elulvortrag des Herrn Rabb.-Ass. Dr. E. Posen. J. T. B. JTB.-Herren gegen RjF., Darmstadt, Herren 2: 1 (1:0) Das obige Spiel war ein sehr flottes und. abwechslungsreiches. J. T. B. konnte in der 35. Minute durch Eschwege den ersten Treffer erzielen. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeit. Zehn Minuten nach der Pause gelang es Darmstadt, durch einen Strafstoß den Ausgleich herbeizuführen. Das Spiel war weiter ziemlich flott, und durch einen Kopfball von Jacob ging J. T. B. erneut in Führung. — Bis zum Schluß konnte J, T. B. dieses Ergebnis halten. Sehr hervorzuheben sind die Leistungen unsres Torwartes Krieger, der sich von Spiel zu Spiel verbesserte und große Routine bekommen hat. Die Jugend mußte gegen den stärkeren Gegner ,,SchiId- Jugend" eine Niederlage von 2 : 4 hinnehmen. Dagegen war es unsrer ungeschlagenen Schülermannschaft möglich, die „Schild-Schüler" überlegen mit 4:2 zu besiegen. Kommenden Sonntag, den 8. September, spielen in der Verbandsrunde J. T. B.-Herren gegen B. K., Friedberg, J. T. B.-Jugend und Schüler gegen Philaritropin Jugend und Schüler. — Beginn der Spiele 14 Uhr. (Kleiner Ostpark.) Ha. Ha. Familien-Nachrichten. Barmizwoh: Julius Strauß aus Burghaun, naw Klan 's, 14. September, Israelitische Waisenanstalt. 7 0- Geburtstag: Jacob Daniel, Ffm., Hölderlin- Straße 9, 5. September 1935. Frankfurter Vereinskalender* Verein Mekor Chajim E. V« Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — % Stunde vor Mincho im Vereinslokal, „Mikro" Herr Rabb. Meyer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, m« "n. Herr S. Schaehnowitz. — 9-10 Uhr, im Vereinslokal, „Mögen Awrohomschiur, Herr R. A- Dr. Schlesinger. — 1 Stunde vor Mincho im Hörsaal: „Haftauroschiur", Herr Rabbiner Meyer. — 7 Uhr abends im Hörsaale, Elulvortrag. Herr R.-A. Dr. Posen. Montag (auch Donnerstag) morgen nach Schul: Mischna' Mitgliederlernen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A Dr. E. Posen. Montag und Mittwoch abend 7-8 Uhr im Vereinslokal: Gemoroh, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag und Donnerstag abend im Vereinslokal: Gemoroh. Herr R.-A. Dr. E. Posen. JahrzeitsstUtungen. Dienstag, 5. September: Aron Wolf-Stiftung. Liwjath Chen. Diesen Samstag fällt der Vortrag wegen Abwesenheit des Dozenten aus. Agudas Jisroel-Ortsgrnppe. Thora und Massar. Herr Rabbiner Dr. Mannes. B'Jna VT, Sabbat vorm nach Schul Fichtestraße 5, nachm. 4 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage- Herr Dozent J. Ehrentreu. Chumisch mit Kommen- , taren, Sonntag $1$ Uhr abends, Uhlandstr. 39- Herr Rabbiner M. Feuerwerker. Gemorohschiur morg. 5-45 Uhr vor Schul, Sitzungszimmer. — Gemoroh für Jugendliche (ry/oa), Sonntag und Dienstag 8.30 Uhr abends. — Dinim und Mussar für Jugendliche, Sabbat 3-30 Uhr nachm. — Gemoroh für Baalebatim (Baba Mezia), Montag u. Donnerstag 6 Uhr nachm, Fichtestr. 5. Herr R.-A. Dr. E. Posen nt?n mx», Sabbat 6 Uhr nachm-, Sandweg 44- Herr Jacob Rosenheim, Messilas Jescharim, Sabbat 6 00 Uhr nachm. Fichtestr. 5- Herr R.-A- Dr. M. Schlesinger, Gemorohschiur (na»'0») für Baalebatim Mittwoch 8-15 Uhr abends, Schwanenstr. 12. Herr Sofer. 'nv sp, täglich um 12 Uhr und Sonntag um 11 Uhr im Vereinslokale, Schwanenstr. 12. Herr Zuntz, D"n mix, Sonntag 7.15 Uhr vorm. im Sitzungszimmer der I. R. G. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos vorm- IOV2 Uhr im Agudaheim Schwanenstraße 12, Schiur des Herrn Julius Lewin, „Das Buch Esra". Gebetzeiten. K>in Freitag abend 6.25 Samstag nnatm 6.50 Samstag morg. 8-00 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 7.45 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6 30 Tefillinlegen am Morgen 5.00 Briefkasten. V. L. Danzig. 28. Siwan 5670. M. L. in R. Wir können Ihnen unter dem Zwange des Raummangels einen Zeitpunkt nicht bestimmen. Gruß. Für den Posten eines SEKRETÄRS wird eine sprachgewandte Persönlichkeit gesucht, die imstande ist. die Belange der AGUDAS JISROEL in Wort u. Schrift wirkungsvoll zu vertreten. Offerten. bis zum 16. 9.1935 erbeten .an: Union, of A.gudUst.Qrganlsa- Hons of Weslern Europe. . London E 1, 9 Whitechapel Road. Fürmein. amSchabb. gefehl .Herrenkleiderfabräkl. Großst. Ostdeutschl. suche i. ein. MUßSSItSI Branche. Off. unter 2152c an die Exped. Züv. fromm, kinderl. Uälfoi das m. Hilfe nHIICI d. Hausfrau alle vork. Hausarb. verricht. 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