Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 30 (25.7.1935)
- Date
- 1935-07-25
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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25, Juli 1935 Der' Israelit Nr. 30 Seite 11 Sprechsaal. iVwao- T»bjiV- - Gelatine iür Speiseeis. Durch Rundschreiben vom 17. Oktober 19 3 4 ersucht der Reichsinnenminister die nachgeordneten Stellen, die mit der Ueberwachürig des Lebensmittelvorkehrs betrauten Behörden un3 Untersuehüngsanstalten — vorbehaltlich einer späteren gesetzlichen Regelung — anzuweisen, daß von einer Beanstandung von Creme-Eis, Frucht-Eis und Rahm-Eis,, die unter V erwendung von Gelatine hergestellt sind, abzusehen ist, sofern der Zusatz von Gelatine 0,6 Pros, nicht übersteigt und im übrigen die Vorschriften des § 6 Nr. 11 der Verordnung über Speise-Eis vom 15. Juli 1933 erfüllt.sind. Durch die angezogene Verordnung wurde die Verwendung von Gelatine als Bindemittel zur Hefstellung der genannten Eis-Sorten verboten. Erlaubt wafen bisher dagegen Stärkemehl, Tragant und Obstpektin. Hiernach ist also die Verarbeitung von Gelatine in den verschiedenen Speise-Eis-Sorten jederzeit möglich. Für d>e jüdischen Konsumenten ergibt sich hieraus die Verpflichtung, sich ausschließlich durch die unter Aufsicht stehenden Betriebe beliefern zu lassen, wollen sie sich nicht der Gefahr der Uebertretung eines Issurs aussetzen. Ha. Ha, Personalien. Mosbach (Baden), 19. Juli. Herr Lehrer Dav. B a r a c k e r blickt am 28. Juli n*"K auf eine 25jährige Tätigkeit als Lehrer und Kantor zurück. Jerusalem, 15. Juli. In Jerusalem verstarb Mitte Juni — am 17, Siwan — nach längerem nicht ernstlichem Unwohlsein Herr George K r a m e r , der nach Aufgabe seiner bekannten Buchhandlung in Hamburg etwa sechs Monate vorher dorthin übergesiedelt war. Krämer war Schüler der Woloschiner Jeschiwa und lebte 483^ Jahre in Hamburg, wo er neben der Buch- und Ritualienhandlung auch einen Verlag innehatte, in dem mehrere Arbeiten des Hamburger Klausrabbiners Selig Bamberger erschienen (so die Uebersetzung von Rasehi und Menoräth hamaor), ferner auch eine Textausgabe der Choboth halebaboth mit deutscher Uebersetzung. Kramer, dessen Töchter in Tel Awiw leben, genoß seinen Aufenthalt im heiligen Lande mit großer Freude und nahm tätigsten Anteil an dem Aufblühen des Landes. Er ist — wenn auch, schon,73 Jahre alt — zu früh von uns gegangen, rraian Vermischtes. Düsseldorf, 21. Juli. Der heutige gut besuchte Elternabend der Esra-Pirche Agudas Jisroel-Gruppe sah als Referenten Hugo Adler, Frankfurt a, M., der zur Zeit Hier für die Agudas Jisroel arbeitet, über das Thema „Theodor Herzl" und Sally Storch, Hannover, als Gast über „Jüdische Erziehung", Adler verstand es, ein anschauliches Bild von Herzl ZU zeichnen und fand 'damit lebhaften Beifall. Storch 'sprach der ganzen anwesenden Jugend aus dem Herzen, in ungewöhnlich packender Form, so daß seine Ausführungen zu einem Erlebnis wurden. In der anschließenden Diskussion wurden einige Meinungsverschiedenheiten laut, die Hugo Adler jedoch in seinem Schlußwort klären konnte. Man verließ den Abend mit dem Eindruck,- daß die geeinte agudistische Jugend in Düsseldorf ihre Aufgaben energisch in die Hand genommen hat und auf dem Posten ist. Die Frankfurter Woche. Sitzung der Gemeindevertretung der „Israelitischen Gemeinde", Die Gemeindeyertreter waren, bis auf einige Entschuldigte, in der Sitzung vom Mittwoch, den 24, Juli, vollzählig versammelt und erledigten die neun Punkte der Tagesordnung innerhalb kürzester Frist, um dann in die Beratung des Verhandlungsstoffes für die nichtöffentliche Verhandlung einzutreten. An Stelle des ausgeschiedenen Herrn Sali Kaufmann begrüßt« der Vorsitzende, Herr Dr, Merzbach, das neu eingetretene Mitglied, Herrn Netter, . Vorgeschlagen für die gemischte Finanzkommission und fürs Pflegeamt des Krankenhauses wurden die Herren Dr. Pommeranz und Netter, deren Wahl widerspruchslos bestätigt wurde. Herr Studienrat Max S e e 1 i g wurde in die liberale Kultuskommission gewählt. In die Maas'sehe Stiftung schlug man Herrn Dipl.- Ing. Joseph vor, der einstimmig bestätigt wurde für dieses Amt, Man nahm sodann Kenntnis von der Annahme eines Vermächtnisses Friedemann im Betrage von RM. 500.—. Einige Räumlichkeiten im Gemeindehäuse Köhigswarterstraße wurden zwischen der Wohlfahrtspflege, der Jugend und dem Bes Chaluz getauscht, ohne besonderen Kostenaufwand für die Gemeinde.. Der benötigte Zuschuß für den Religionsunterricht der beiden „Richtungen" an der Heinemann-Schönberger'sehen Grundschule wurde bewilligt. Den verschiedenen Filialg'ttesdiensten an den Jomim hanauroim wurden die Subventionen genehmigt. Zum Schluß gab der Vorsitzende Kenntnis von einem Schreiben der Gemeinde vom 24. Juli 1935 an Herrn Gemeinderabbiner Dr, Jakob Höffmann (von dessen tlebersiedlung nach Erez Jisroel man verschiedentlich sprach), worin man bittet, seine unentbehrliche Arbeitskraft der Gemeinde weiterhin zu erhalten. ' Ha, Ha. Wochenende in Bad Homburg. Um vielfachen Anregungen von Seiten, die nicht in Ferien gehen, nachzukommen, beabsichtigt der Jugendausschuß der I. R. G. zum Abschluß der Sommerferien einige sorgenlose Tage in Homburg zu verbringen. Und zwar in der neuerrichteten jüdischen Jugendherberge. Es soll versucht werden, einen jüdischen S'chabbos Naehamu in jüdischer Gemeinschaft zu erleben.- Kostenbeitrag für Fahrt, Unterbringung und Verpflegung inkl, aller Nebenspesen M, 3,—, Diese Veranstaltung wird s.G.w. von Freitag, den 9, August abends bis Sonntag, den 11, August, abends stattfinden. Anmeldungen von Damen und Herren im Alter von 18—30 Jahren bis 30, Juli erbeten an Jugendausschuß, Hanauerlandstr. 27, 2. Tel, 23381. Evtl. Anregungen zur Programmgestaltung können nur bis zu diesem Termin Beachtung linden.__ Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal, „Mikro" Herr Rabbiner H. Meyer. — 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal, Midrasch, Herr Leopold Oppenheimer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, m« '»n. :— 9-10 Uhr, im Vereinslokal „Mögen Awrohomschiur Herr Rabb- Mayer. — 1 Stunde vor Mincho im Hörsaal; „Haftauroschiur", Herr Rabbiner Meyer. Montag (auch Donnerstag) morgen nach Schul; Mischna^ Mitgliederlernen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 28. Juli: Josef Grünblatt-Stiftung. Montag, 29. Juli; Jettchen Stern geb. Stern-Stiftung. Donnerstag, 1. August: Moritz Lewin-Stiftung. Donnerstag, 1. August: Ludwig Zinkes-Stiftung. Freitag, 2." August: Gedrut Moses-Stiftung. Freitag, 2. August: Julius Hirsch-Stiftung. Agudas Jisroel-Ortsgruppe, Thora und Mussar. (Alle Schiurim wie vorige Woche.) Gebetzeiten. »sroa niD» finff Freitag abend 7.40 Samstag naaiwi 6.35 ' Samstag morg, 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 9.10 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 TefUHnlegeTi am Morgen 3 45 Nachmittags 7.15 Familien-Nachrichten. Geburten: Eine Tochter, Max Weitz u. Frau Gustl geb. Grebenau. Tel Awiw, Adolf Cremieuxst. 16. Barmizwoh: Saul Kleinberger, Israel, Waisenanstalt 'yon niüo 's nzv 27, Juli 1935. Verlobte: Lea Kaplan Gustav Werthan, Petach Tikwah, I I Stmwg 9 /hsnuifkSk massgjzbjuuk GELLHORN Sjo^iaMaus/ Ab 29- Juli SAISON-SCHLUSSVERKAUF __ Extra billige Angebote! |.| II Strumpfe ~ Handsctiurie - Modewaren - Slrickmoden JJ Für die 7. (gemischte) Klasse unserer Volksschule.suchen wir eine tüchtige LEHRKRAFT mit Unterriehtserfahrung zunächst für die Zeit vom "1. 9. 1935 bis zum; Schlüsse de: Schuljahres ■ Besoldung nach den Ver bandsbestimmungen. Angebote umgehend an die Israel. 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Off. u. 2003c Exp Die palästina-Cenf rale der Agudas Jisroel beabsichtigt vor Jomtow und nach Jomtöw.tje eine Gerelirchaftsreife mit verbiliigten Fahrten nach Erez Jisroel zu machen.- Interessenten werden gebeten, sich beim Büro, ScHwaiienStr. 12, Frankfurt a. M., anzumelden. Hermon-Verlaa; Frankfurt am Main HEIMKEHR INS JUDENTUM Das aktuelle, heftig umbrandete, unerbittliche Teschuwa- Buch, leidenschaftlich abgelehnt, leidenschaftlich anerkannt, hat in all e n Kreisen des deutschen Judentums interessierte Aufnahme gefunden. „Im Hermon-Verlag in Frankfurt am Main ist ein Buch von Simon Schwab erschienen, ejn Buch, das lesenswert ist, weil es aus einer echten und tiefen Frömmigkeit heraus mit leidenschaftl. Begeisterung geschrieben ist: ein Aufruf zur „Heimkehr Ins Judentum", eine Kampfschrift die zur Auseinandersetzung zwingt u. jedem Einzelnen zur Klärung seines eigenen Glaubens und , Wollens dienlich sein wird, er mag sich nun für oder gegen entscheiden ... Wir stehen nicht ohne Ergriffenheit vor der begeisterten Liebe zum Judentum, dje aus jeder Zeile, unseres Buches spricht" ... - , (Aus einer naturgemäB ablehnenden großen Besprechung in Nr. 6 des 18. Jhrg. der „Mitteilungen der jüdischen Reformgemeinde in Berlin,,) Preis des in jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlag erhältlichen Buches: broschiert RM 2.50 ♦ gebunden RM. 3.00 VERLAG OES ISRAELIT II. HERMON Frankfurt a. M.-:-RechnelgrabenstraOe 7 Postscheck-Konto Nr. 19802 GM. B.H. Nach ^fT^r ~>r^rffi Palästina Die kürzeste und bequemste Verbindung über Triest mit den 8000 BRT großen, vollständig neu eingerichteten Schnelldampfern Gerusalemme Galilea « Palestina Erste Klasse und Touristenklasse Fahrpreise ab Triest nach Jaffa oder Haifa 1. Klasse RM. 272.15 inkl. Taxen Tour-Kl. RM. 122.10 inkl. Taxen ErmäB. Preise b. Lösung v. Hin-u.Rückfahrk. 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