Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 49 (5.12.1935)
- Date
- 1935-12-05
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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fmä&ßw&^B&g&w^ 5; Dezember 1935 Der I 1 i t Nr. 49 Seite 15 sam folgten. Herr Lust i g, der Leiter des „Noar Agudati", führte m. a. aus: JDie Aufgaben, die beute der Lösung karren, mod andre, -lals die zur Zeit d.er Gründung der A. J. Drei Grundlagen nannte er als Merkmal dier Einheit: Die ewige Idee der Tauroh, die Geschicbtsnation und -die direkte Beziehung zu Erez Jisroel. Jeder wirkliche Agudist müsse gewisse Vorbedingungen erfüllen, wolle er der Gesamtheit wirklich, dienen. Vor der Gleichberechtigung in Deutschland, habe es nur ieiiie jüdische Gemeinschaft in allen Bereichen des Lebens gegeben. Diese Gemeinschaft in ihrer frübereif Totalität sei verloren gegangen. Jahrzehnte sei die treuigeibliebene Schar in einer Ab wehrst eilung gewiesen. Agudas Jisroel sei die Zusammenfassung, sie sei auch der Ausidruck ides Willen®, diese ganze jüdisch« Gemeinschaft von ehedem wieder zu schaffen. Als zweiter Redner führte Herr Dr. Jacob Rot h- Schild u. a. aus: Wir sollen erziehen. Unssre Sektion ist das Schmerzenskind 'der Agudas Jisroel. Wir haben idie Fusion Esra-Pirche Agudas Jisroel bewußt beschleunigt. Was berechtigte uns, die wir vom Erziehungsbünd herkamen, zum Zusammenschluß mit der A<g u d o ih Jugend? Ich könnte keinem etwas Anderes empfehlen, als den „Noar Agudati", wenn man sich vorbereiten will für Erez Jisroel. Da® Eingespanntsein in" einen, politischen Mechanismus stellt eine Gefahr dar, sofern er Formen politischen Kampfes und politiisicner Betätigung mit sich bringt. Wir sind davon überzeugt, ein« schöpferische Synthese aus beiden Thesen zu finden, Ha. (Die Schlußberichte folgen.) Stellenvermittlung für Hausgehilfen. Von der B eruf sb eratung und dem Arbeitsnachweis für Juden (männlicher Arbeitsnachweis, Qumckestr. 24r 1, Tel, 46164) wird uns mitgeteitl, daß bereits Ehepaare und Männer, die durch Vorbildung oder Spezialkurse, die eben durchgeführt wurden, den Hilfsdienst i m Haushalt gründlich erlernt haben, in genügender Anzahl zur Verfügung stehen. Jüdische Haushaltungen, die auf solche Hausgehilfen, evtl. auch stundenweise, reflektieren, mögen sich bei der oben genannten Beratungsstelle melden. Insbesondere Seaeh rituelle Haushaltungen auf dies« gut geschulten Kräfte aufmerksam gemacht, damit die für den Haushaltungsiberuf Ausgebildeten nicht in Versuchung kommen, in nächtrituelle Häuser zu gehen. Entbehrliche Kleidungsstücke. Die Jüdische Frauenverednigung E. V., Schwänienstraße 22, schreibt uns; Wir Sitten unsere Freunde und Gönner drängend um warme noch gut erhaltene Unter- und Oberkleidüng. Unsere Kämmer steht leer, und täglich erweitert sich der Kreis derer, die leider gezwungen sind, sich bittend und hilfesuchend an uns zu wenden. Auf telefonische« Anruf 42135 und 44217 werden die Sachen gerne abgeholt. Eine Ausstellung der Vereinigung israelitischer Handwerker -und Gewerbetreibender. Was wir am Sonntag in den Räumen der Loge, Eschersheimerlaadstraße, sahen, zeigte recht deutlich, daß das jüdische Handwerk in Frankfurt den Anforderungen der Zeit vollauf Rechnung zu tragen imstande ist. War ftuch nur ein Bruchteil der Handwerker und nur ein kleiner Prozentsatz der Ladengeschäfte mit Ständen vertreten, so genügte doch diese kleine Auslese, dem jüdischen Publikum ein Bild zu geben von der Vollwertigkeit, mit der es seine Handwerker und seine Warenlieferanten zu mäßigen Preisen zufrieden zu stellen, jederzeit fähig sind. — Selbst die Vereinigung der jüdischen Blinden, die nunmehr, nach dem Ausscheiden aus der allgemeinen Organisation, eine Gruppe in Frankfurt bilden mußten, brachte schöne Beweise ihres Könnensizur Schau. Die Blindenvereinigung (Büro: Großer Wollgraben 30, 2.) zählt heute 37 Mitglieder, die u. a. herstellen: Bürstenwaren, Korbflechtwaren und andere Artikel. Einige Mitglieder sind auch dazu befähigt, Klaviere zu stimmen. Es bedarf wohl kaum des Hinweises, daß diese Kategorie innerhalb der Vereinigung jüdischer Handwerker Frankfurts besonderer Förderung durch Zuweisung von Arbeit bedarf. Man muß dem Arrangeur des Ganzen volle Anerkennung zollen für seine Initiative. Es sollte allerdings heutzutage ein Leichtes S'ein, eine Ausstellung großen Stils zuwege zu bringen, eine Ausstellung, auf der idie jüdischen .Handwerker und die Geschäftshäuser zu einer Qualitätsschau sich zusammenfinden würden. Wir sind der Zuversicht, daß die dafür in Frage kommende Geschäftswelt durch wachsende Popularität für die Aufwendungen belohnt werden wird. — Zwischendurch erfrischten sich Jung und Alt an Speise und Trank und vergaßen durch heitere Lieder, Grotesken, Humoristik sowie Tänze vielversprechender Talente jugendlichen Alters (Margot Baum, Inge Deinzer und Martin Rubin - stein) für einige Stunden ihre täglichen Sorgen. Bert Bär (Berk) und Edith Ei Senheim er (Elmer), die im Kulturbund mitwirken, verhalfen durch ihre Darbietungen dem Nachmittag zu einein netten Erfolg. Die künstlerischen Kräfte dürften es sich aber bei ähnlicher Gelegenheit doch angelegen sein lassen, mehr Kunst jüdischen Inhalts ihrem Publikum zu bieten. Ha. Zwei Konzerte des Kulturbundes. Anläßlich der Wiederkehr des 250. Geburtstages G. F. Händeis (1685—1759), dessen musikalischer Genius der Welt unsterbliche Oratorien mit durchwegs biblischem Texte geschenkt hat, vereinigten sich unter der sicheren Stabführung von .Dr. Nathan Ehrenreich, Kulturbundorchester, Jüdischer Kammerchor, Jüdische Chorvereinig ii tl g, um unter Mitwirkung der hervorragenden Solisten Strom (Sopran), Hermann S c h e y (Bariton), Paula Lindberg (Alt), Herb. Heß (Tenor) „Judas Makkabäus" aufzuführen. Die Wiedergabe hatte ein hohes künstlerisches! Niveau und hinterließ einen starken und tiefen Eindruck. Die Kammermusik wurde von dem Kultur bundquartett, bestehend aus Hans Bassermann [h Violine), Ernst Drucker (2. Violine), Richard K a r p (Bratfische)' und Ary Schuy er (Cello) he stritten. Die zu Gehör gebrachten Werke, Quartett in es-dur von Beethoven, Quartett in c-dur von Mo zart und das Haydnquartett in e-dur, erklangen stil gerecht und in reiner Tongebung. A. K. Wintersport. Wie uns mitgeteilt wird, er öffnet das bekannte Hotel Silberhorn in G r i n d e 1 w a 1 d demnächst zur Wintersaison und erwartet Sie zum Wintersport. Das mit allem Comfort ausgestattete Hotel Silberhorn verspricht Ihnen bei bekannt vorzüglicher Verpflegung und aufmerksamster Bedienung sowie mäßigen Preisen herrliche Tage der Erholung in prachtvollem Winterparadies. — Gleichzeitig machen wir das verehrl. Publikum darauf aufmerksam, daß das Reiseabkommen mit der Schweiz prov. verlängert ist und Gutscheine bis 15. Dezember mit Gültigkeit bis Ende des Monats* Dezember zur Ausgabe gelangen. Familien-Nachrichten. Geburten: Ein Sohn, Josef Heß und Frau Gidda geb' Goldschmidt, Geroda (Utfr-). 29. Marcheschwan- 25. 11. — Ein Sohn, Lehrer Harry Weinberg und Frau, Gemünden a. M. Barmizwoh: Salomon, Sohn des Herrn Dr. O. Dzialowski, Leipzig. Lessingstr- 9, K*1! rav. — Kurt, Sohn des Herrn Moritz Rosenbaum, Hainstadt/Baden, nbvi ravr. Verlobte: Rosa Besserglück, Jerusalem (Frankfurt a. M')> Izchack Kaufmann, Kfar Saba. Vermählte; Rosel Heuberger-Waltei Wölpe, Tel Aviv, 26. 11. 35. Briefkasten. R. G. in B. Ihre Ratschläge sind sehr gut, doch ziemlich allgemein bekannt- Besten Dank. Nr. 1829. Ihre Anfrage liegt uns nicht vor- Wir bitten um nochmalige Mitteilung unter Namensangabe, da wir grundsätzlich annonyme Anfragen nicht beantworten. M. R. in Cr. Am 'Q naw. J. A. in U. Das ist keineswegs erlaubt. . Eifrige Leserin. Der Aufsatz ist aus der Feder des Redakteurs. Besten Dank. I. St. in M. 1) Die genannten Marken werden sämtlich in Elberfeld hergestellt. 2) Es bestehen keine eigentlich religionsgesetzlichen Bedenken; jedoch ist es nicht geraten, wenn schädliche Wirkung auf das Gemüt des Kindes zu befürchten sind. 3) Diese Vorrichtung ist erlaubt. . \y&idtmeg Q /ißcurnut.fk Sk\massg£Ömck GELLHORN Spjmaj^^I?mäs MODISCH-FÜHREND NICHT TEUERER -ABER BESSER GRÖSSTE AUSWAHL Für Stellungssochende Stellungsuchende werden darauf aufmerksam gemacht, daß es unzweckmässig ist, den Bewerbungen auf Chiffreanzeige» Origiflakeugnisse beizulegen. Zeugnisabschriften, Lichtbilder usw., die den Bewerbungen beigegeben werden, müssen auf der Rückseite Namen u. Anschrift des Bewerbers tragen Verlag des Israelit G. m. b. H. Anzeigen-Abteilung. Wir suchen möglichst zum 1. Jan. 1936 einen unverheirateten Voiksscbullehrer für unsere PrlvalSchuIe, der auch das Amt des Vorbelers übernimmt. Kenntnisse im Neuhebräischen unbedingt erwünscht. 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