Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 16-17 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 18 Nr. 16/17 D. I s r a e I i t ^jLJ&^mL bäum, Sekretär M. Glückmänn-Pörüsch, Rabbiner Jonathan Hörovicz, Rabbi Refoel Katzenellenbogen, Jakob Landau, Tel Awiw, Benjamin Münz, Tel Awiw, Dr. med. Falk Schlesinger, Rabbi J. H. Sienkewi c z, Elieser S i r k i s. Ein Sitz wurde für Rabbi Josef Schub aus Wilha reserviert. Ain Sabbat Abend fand bereits eine Sitzung der Agentur statt, in 'der die Ressorts unter den einzelrieh Mitgliedern verteilt wurden'/ Zürn Zwecke der Organisierung der Ägudo-Propägandä und künftiger Neuwahlen für die Laridesorgahisatiöh würden der gegenwärtigen Leitung der Landesorgänisation eine Reihe neuer Mitglieder aus den polnischen und deutschen Kreisen, darunter die Herren Dr. med. Höfmänn,. Prof. Dr. Breuer u. a. m. hinzugewählt. Am Montag verabschiedeten sich die Mitglieder der Delegation von Oberräbbiner Düschinski und begäben sich dann, geleitet von einer großen Menge, zum Bahnhof, Um nach Haifa - abzureisen. Von den Mitgliedern der Delegation bleibt A. S. Friedniänn über Pessach in Erez Jisroel, um die vorbereiteten Arbeiten weiter zu führen. Rabbi Mendel Landau V'xt- . Warschau, 10. April. In Otwosk starb im Alter von 73 Jahren der frühere Zawiercier Raw, Rabbi Mendel Landau. Sproß einer großen Gaonimfamilie, war er selber eine anerkannte räbbinische Autorität, deren Wort im' jüdischen Osten großes. Gewicht hatte. Zu seiner Thoragröße kam noch die große Liebe .zu Israel, ,die immer wieder in Wort und Tat Ausdruck suchte. Schön vor Jahrzehnten, cla man von einer orthodoxen Organisation noch nicht einmal träumte, trat er iti eihem: Werke B»avu?s»p» mit einem mächtigen Weckruf, hervor, die Chedardm zu reorganisieren, religiöse Mädchenschulen zu gründen. und für eine gesunde Volksbildung, durch eine gute religiöse Literatur zu sorgen. Der greise Rabbi sah spater seihe Pläne zürn Teile realisiert, in der A g u d a s J i s r o e 1 - ,W e 11o r g ani s a t i ö n , in der B esJakau i^-Be w egung- und in allen anderen orthodoxen Bestrebungen, deren Notwendigkeit er als einer (der ersteh vorausgesehen hätte. Ein kulturgeschichtlich interessantes Kapitel in diesem genannten Buche ist die Schilderung der bekannten Krakauer Kanfe,- re.nz im, Jahre 5662 (1901), an der er führend teilnahm. Wie bekannt, legten damals führende Rabbiner vor der geöffneten Thoralade Verwährung und Protest gegen die Rituälmordlüge ein.. Aus dem Nächlasse .seines Großväters und Lehrers Rabbi Abraham Techenowi gab er die halachischen Abhandlungen zu den Mischnaordnungeh „Näschim" und „Taharqth" untör dem Titel Ton fqnK heraus, die in mehreren Auflägen erschienen. Dei" Heimgegangene amtierte als Rabbiner in mehreren polnischen Gemeinden, zuletzt über fünfzehn Jahre in . Z a w i e r c e. Vorübergehend wirkte er einige- Jahr© in Amerika. Von dort kam er zurück riach Polens üm seine letzte Reise nach Erez Israel vorzubereiten. Eine höhere Waltung rief ihn vorzeitig ab'. Die Trauer in Polen um diese markante Rabbinerpersönlichkeit ist groß und allgemein. ir">l Vieiinischics. : Berlin; J4. April. Die A g u da s J i s r o e 1 - O r t sgr u p p e B,e r 1 i n teilt mit, daß das jüngst, angekündigte „Beth. riachirinüch" in. G. H. in der Woche Üäch Pessach eröffnet wird. Die Schaurim finden im „Beth Hamidräsch" Berlin C 2 Heidereutergasse 2—4 statt. Anmeldungen können noch gerichtet werden an: A. Wolf, Berlin N 24, Kräusnickstraße 17, 3. Berlin« 14. April: Esr;a und Agudas Jisr o e 1 - J.u g e n d g r u p p e Berlin kommen am Schabbos Chol Hambed.im Hause des Herrn C. Sälomön NW 87, Siegmuhdshöf 16 zu einer Rämbim- Stünde zusammen. Im Mittelpunkt stehen Ausführungen über die Deutung des Auszuges aus Aegypten bei Rambam und Grundsätzliches über Chol Hamoed. ✓ '; . '.. , An den drei andern Chb'l Hämoed-Tägeh' finden Schitirlm' in etwa 10 Abteilungen für Jugendliche aller Altersstufen statt. .Leitung: Dav. Rebhuhn N 24, Kl. Hamburgerstr. 19. Karlsruhe; 15. April. Die Herren R.-A. S. Kussewitz, (Freiburg) und Prof. Kafl D~gur mst ä d t eir (Mannheim) sind zu Mitgliedern deS;Q b e r r ajts. der 5* r4 3 * i *■■**■ -'- —i' - ...?-iZ£('s «f-.?*1 *+S 3 Israeliten gewählt worden. —.\ileichzeitsg wir« m m spsas.; jusmjtämm mar jfewahlt wofdlh' war, im Läufe diieses SoiSmers nach Neuwahl zusammentreten wird. Fürth, 12. April, Man schreibt, uns: Am ,2. Mai ]0'3 v>nn ist die Jahrzeit von Rabbiner M. L, F a ü s t V'ST- Schülern und . Verehrern des Heimgegangenen in allen Teilen der Welt; die km Jahrzeitstage Mischna lernen wollen,'sei mitgeteilt, daß der Name lautete: •nl»3 p ibiarr nun' 'arm i^nna st •j'Ja.äi-nM-t. -x- Die Frankfurter- Woche. Religiöse Lehrkurse des Jügendau'sschüsses der Israelitischen Religionsgesellschaft. Der Sbmriierlehrgärig 1935 (5695) beginnt am Montag, den 6. Mai. Die Leitung hat Herr .Qemeihderabbiner Josef J. H o r o y i t z. Alle Vorträge fänden im Hörsaale der Synagoge Israelitische Religionsgesellschaft, Friedbergeranläge 5, statt. Die religiösen Lehrkurse sind allgemein zugänglich und setzen besondere Vorkenntnisse, nicht voraus, Die Teilnahme ist nur Inhabern von: Teilnehmerkarten gestattet.. Diese . sind zum_ Preise 'Y.on., RM. 0.60 für den F4nzelkurs im. YorverkaUf erhältlich bei Buchhandlung; Schatzki, Börsenstr. 2-r—4, Buchhandlg. Hugo Oppenheimer, Rückertstr. 57, Cafe Grünebaum, Hänaueflandstr. 5, Sekretariat der Israel... Religionsgesellschaft, Friedbergeraniage .6,, und an. der Abend-, kasse. Einzelkarten für den Abend ,RM. 0.2Ö. Ermäßigte Karten.. für sämtliche Vorlesungen des Sommerlehrganges RM. 3.—. Folgende Vorlesungen finden statt: l.JHontäg, den 6., 13., 20. Mäi: abends 9—10 Uhr; 27. Mai: 8.15—9.15 Uhr: „Die . Agada als Quelle jüdischer Welt- und Lebensahschauung". Gemeinderabbiner Josef J. Horovitz. ,2. Dienstag, den 7., 14, 21.' Mai: äbends 9—10 Uhr; 28. Mäi: 8.15—9.15 Uhr: fcWeltSSschauHcEes.-aus d4n Werlteil des Rämbäm". Rabbitiatsassessör Dr, Michel Schlesinger. 3. Mittwoch,, äen;8„ 15., 22, ^i: abends .9—10 Uhr; 29,, Mai: 8.15^9.15 Uhr: „FinfuKrüng in das jüdische. Recht". Dr. jür. Isääp Breuer. .. 4. ßönnecstag, den .9., abepcls 9-^jip Uhr;. 23. Mäi ^und 13. Juni: 8.JL5—9.15 sUhr:, „Jüdisches Pflichtleben — Ethik des Alltags (die vierv Teile, des Schulchan Aruch)." Rabbinatsassessor Dr. Elieser Posen, „ 5. Möhtag, den 3., 17, 24. Juni Und 1. .Juli: äb„ends 8.30—10 Uhr: „Einführung in den Talmud". Dr; Saloniön Ehrmann. 6. Dienstägi den 4,, 11., 18., 25. Junis abends 8—9 Uhr: „Die Psychologie der hebräischen Spräche". Dr. med. Arnold Merzbäch. 7. Dienstag, den 4., IL, 18., 25. Juni: jäDSnds 9—10 Uhr: „Yom Sinn der /üdischeh Feste". Rabbiner Hermann Meyer. 8. Mittwpch, den 5., 12., 19., 26. Juni: abends 8— 9 Ul^: . „ Jüdische Köpfe". (Gestalten aus der Geschichte der deutschen Juden.) Redakteur S. Schachnowitz. 9. Mittwoch, den 5., 12., 19., 26. Juni:, abends 9— 10 Uhr: „Das Land Palästina" (Natur und Kultur, Klima und Wirtschaft), Rektor Karl Ochsenmann. 10. Donnerstag, den 20., 21. Juni und 4., 11. Juli, abends 8.30—9.30 Uhr; „Das Gebet des Juden" (Einführung in die Ideenwelt des jüdischen Gebetes). Jacob Rdsenheim. Ein irrefütirehder Bericht der ITA; voih. 16; April nieldet, daß „beaih Jüdischen LeKrhätis Martin Bubers in Frankfurt ä. M. dürcn den Jtigendäusschuß der IiraeliiiscUin Religibhsgeselischaft religiöse Lehrkurse eingericHiet würden, die iihter der Oberleitung von Gemeinderäbbmer Dr. Hörövitz stehen". Die Unstimmigkeit . dieser i.Zusammehlegühg" ergibt sich aus obehsteberidem. Berichte;.' - Es handelt sich um eine .N e ü e i n r i c h.t ü n.g der Israeli tischen R e 1 i g i o n s g e s e 11 s c h ä f t, die unter Leitung von Gemeinderäbbiher Joseph H ö r b w i t z steht. mSii -Vortrag am ersten Tag nOS* Im Hofsaal Friedbergeraniage 5 wird am riös unmittelbar im Anschluß an nna» tnbsn> 17.15 Uhr, Herr Rabbiner M. F e u e rwe r k e r-seine Betrachtungen über die man torisetzen und abschließen. Eine Rambam-Jubiläums-Äusstellühg. Anläßlich der ^Wiederkehr .des, 800jährigen; Geburtstages von Moses ben Maimon. findet in den,-Räu- Uien des Mus eu.ms jüdis eher A11 e.rt.üim e r (Röthschildmüseum) . .eine Gedehkaüsus t e. 14 u n g statt, dife Pröfessor Dr. F r e i m.a nji aus öffentlichem. Und privatem• Besitz zusammengestellt.und untgr..Mitwirkung vöri Dr.: G ü n clfe. s h e\i nx e r aufgestellt hat. w Di6 Ausstellung enthält Ha:nd s*c.h.riJtpntvon Werken und A u t ö g t a p h e nudes. Maimonid§s,rErstlmgsidru~cke (Inkunabeln) .wa _Maimpnid.e^'- Schriften, ferner, seine medizinischen.Äphilosophis^ tischen Werke, Briefe, Gutachten, Biographisches uff Mib^ioffäp^ilcnes. msmm. %m Sihe Reihe von Ansichten von Stätten, in denen Maimonides gelebt und gewii-kt^ hät, ^artfnte'f lin lim ersten" Mal ausgestelltes Gemälde Jakob Nti'ßbäüms von -Tib'efiäs, zusammengebracht worden. - Hervorzuheben ist . .eine, wundervolle illustriert.» P e r g a m e h t h a n d s c h xi i t des Mischxe Thorä aus dem 14. Jahrhundert, die neben zahlreichen -Goldinitfalen eine Reiheganzseitiger Miniaturen, aufweist. Ferner 'eine:; gleichzeitige Pergamenthandschrift', des. Moschne,, Thora mit, schöner Schrift und beispielhaftem Sätzbild. : Die Vitrine der Inkunäheln enthält sämtlich e E r s t 1 i n g s - drucke des Maimonides in unvergleichlicher Erhaltung. Neben den Erstausgaben des More Nebuchim (Rom vor 1480) findet sich auch die erste lateinische Uebersetz'ung (Paris 1520) und die Uebersetzuhgen ins Hebräische, Französische, Deutsche uhä Englische u. a. Unter den halachischen Büchern ist die, Ausgabe des Mischne Thora (Venedig 1574/75), äuf blauem Papier gedruckt, besonders bemerkenswert. Die Ausstellung ist täglich von 10—3 Uhr und jeden 1. und 3. Spnntä'g :im Mönat ,.von 10—f-13 IJhr bei Jreiem Eintritt bis Freitag, den 17. Mai 1935, geöffnet. Jüdische Kultussteuer nicht niehr bei den Finähzähitefn. Seit diesem Mönaf veranlägen die Frankfurter Fih'än'zämter nicht mehr zur K u l t u s S t e u e r Und zum Gemein d e g e 1 d d .e r. I s r a e 1 i t X seh e n Gerne In d e. Vonr. diesem Zeitpunkt; ab mußu; ,die .Stej^erye>waltung>{äer -diese Äfheiten selbst .übernehmen und alle ^äKlüngeh müsset fbrtäb. direkt an die Steuerkasse der Gemeinde erfolgen. Weiter bei den Firianzkassen yerbleibt 1 edi g 1 i c h , d i e Z wang s y o 11 s.t r e c kung bei nicht rechtzeitiger Zahlung .der Kultussteuer.. Die £ Verwaltung. der Gemeinde wird mit dieser Neüerüng vor neue und -umfangreiche Äuigabeti. gestellt. .In. der letzten , Sitzung des .Gemeindeparläments leg|e. der .Konsuienti^^^JBtr. Gggggxi. .die Bedeutung, der jetzt zu, er^f0]f«|[qe4' .Ma^öat[m|n dar. Eine Kommission wird einen Plan entwerfen, wie und wo gearbeitet werden soll, inzwischen wird der Leiter der Steuerverwaltüng" der. .Gemeinde;;;^ Inspektor Ahrens, die Praxis der Gemeinden in; Berlin. ,und Breslau, die die .Selhstveränlägung ühcl E^ebüng Schön Seit .länger Zeit durchführen; studiefeh, t Die Finänzämter haben sich;, zur Weiterführuidg der. Kassengeschäfte, für die Kultussteuer noch bis Ende April bereiterklärt. Es wird benötigt . . . Zur. Errichtung eines . Heimes und eines neuen Hachscharahzentrums benötigen wir noch Jimrichtungsgegenstände wie: Kleiderschränke, Kpnimpderi, eiserne Bettstellen mit Matratzen, Tische und Stuhle. Wir bitten die Familien; die bereit sind, uns durch Ueberlassurig von Einrichtungsgegenstärideri. .dieser Art zu unterstützen,- uns freundlichst umgehend, zu benachrichtigen. Adresse: Bundesleituhg des Noar Agudati, Schwanenstr. 12, i. Telefon 47324. Vom Kulturbund der deutschen Juden. In einem. Sondefkonzert am 8,. und 10, April zum Besten der prchester-Hilfskasse bot das Kulturbund- Orchester ein erlesenes Ihsfrumentalprogramm. An beiden Abenden erklangen . die. Hebriden-ÖüvertUre von Felix Mendelssohn-Bartholdy. und...die. 5. Symphonie in. c-moll. von Ludwig von .Beethoven. Hans Wilheim S t e i n b e r g ließ den A^ohiklähg der MehdelssoHh'scnen Musik ixi allen Färben aufleuchten. Auch in der Symphonie Von Beethoven wären die Streichergrupperi von bemerkenswerter . Frische, die Bläser hingegen bleiben , «hier,, hinter <äerr Erfüllung des musikalischen ^unschbilde lieh zurück. Trotzdein{geläng es Steittberg; den kühnen Bogen diSses Klahgniönümerites in vollendetem Schwünge 'aufzurichten und zum triumphalen - Ende zu .führen.;, ... .. . s .• ... T.onsch9n un4 ypjißt . Temperament entfesselte die Splistah des ersteh Abends, Frau Äntiie.Steig e r - B e t z ä k; die melodischen und rhythmischen Energien des Tschäiköwsky'schen ■ Violinkonzertes, während als Solist des zweiten, Abends : Herr. Prof. Hans B. ats s: e r m a h h.. init, Überlegeher Technik die aparte Eleganz des Yipiihkonzertes von Saint-„Säens aüfklihpH ließ. Beiden Kühstlerä gab das Orchester unter Steihbefgs Leitung .anschmiegsame ^Begleitung und farbenprächtige Umrahmung. — Der Beifall war stark. ' ges. Auswahl in .Träufingeni, Uhferi; auch für Barinizwoh und Goldwären als GeschehKärtikel für jeden Zweck zü , empfehlen, ,Sämtliqhev Reparaturen werden aufmerksam ausgeführt.. (3iehe Inserat.) *^w- •:'•■• u. tr. , u' Briefkasten« v <.M..Stt iäKi Es" geht, diesesmaL^rkljc^ ^nicjiti "leime Ä^^ffhii?^ und.