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Der Israelit · 1935-03-28 · Heft 13 (28.3.1935) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 13 (28.3.1935)
Date
1935-03-28
Page
– (sequence 15)
Language
German
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28. März 1935 t T?rr D Israeli t Nr. 13 Seite 15 -L«hrer~ Isak- Oberndorfer -^xt...... Einen Mann von besten jüdischen Qualitäten brachten wir; heute auf dem Friedhobe der Israelitischen Religionsgesellschaft zur letzten Ruhe. Isak Oberndörfer war eine Lehrerpersönlichkeit alten Schlages. Selbst von. reichem jüdischen Wissen und tiefer G'ttesfurcht erfüllt, war er stets darauf bedacht. Wissen und G'ttesfurcht auf die' Schüler und die Gemeinde zu übertragen. Generationen hat dieser jüdische Lehrer für Tbora und Emunah großgezogen. Zuletzt wirkte en etwa 15 Jahre in N ie d e; r s t e t - ten in Württemberg, wo es-galt, Traditionen großer Meister — die Gemeinde war in früheren Zeiten Sitz großer Rabbiner — hochzuhalten. Wie war er da treuer. Führer und Lehrer der Kleinen und der Großen! Sein Haus war Mittelpunkt der Gemeinde, wo sich jeder Rat und Hilfe suchte. In schwerer Zeit trug er Trost und Kraft in die Herzen und Häuser, und eine Jugend bildete er heran, die die Zukunft der alten Kehilla sichert. Seinen Ruhestand wollte er seit wenigen Jahren in .Frankfurt, wo seine Kinder echt jüdische Häuser führen, genießen und rasch gewann der fromme bescheidene Mann die Herzen aller, mit denen er zusammentraf. Bei jedem Vortrag, bei jedem Schiur hatte er seinen Platz, und er trat im Mekor Chajim wiederholt beim Morgenmischnaschiur auch lehrend hervor. An der Bahre widmete ihm Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz einen warmen Nachruf und Herr Lehrer Rohberg überbrachte den Dank der Gemeinde Niederstetten, der Württembergischen Israelitischen Synagogenbehörde und des Lehrervereins. Wir werden Lehrer Oberndörfer ein treues Gedenken bewahren. ..- 3:n In Schönheit zählen. Eine längliche zusammenlegbare Tafel in frohen hellen Farben, grün und weiß im Jugendstil, ein Wandschmuck des Kinderzimmers. Und wenn man die äußeren Deckel aufmacht, ist es eine Omertabelle mit Segensspruch 'und Nachgebet und genauer Angabe des hebräischen und deutschen Datums. Das Ganze ist ein Geschenk der Kinder der Israeliti-' sehen Waisenanstalt am Röderbergweg 8 7. Wenn .des Omers tiefster Sinn dies ist, daß man in der Tage Flucht das Ewige und Beständige festhält, so-denke man beim Zählen auch an das schöne Haus am Röderbergweg und vergesse dabei nicht des Postscheckkontos Frankfurt a. M., Nr. 15181. Das dritte Ton und Wort-Konzert. Das dritte und, wie wir hoffen, letzte „Ton und Wort-Konzert" in diesem Winter, war kein Konzert, sondern ein Dela Lipinskaja-Abend, denn das kleine, graziöse Persönchen hielt mit der überwältigenden Kunst ihrer Mimik die 2000 Menschen, die den großen Saal des. Saalbaues samt Logen und Galerien bis auf den letzten Platz, füllten, über zwei Stunden ganz allein im Banne. Ueber das eigenartige und auch einzigartige Spiel dieser Künstlerin-ist an dieser Stelle bereits referiert worden. Auf Einzelheiten des Programmes braucht man nicht einzugehen. Was sie auch bietet, ob polnische Volksweisen, russische Soldatenmärsche oder jiddische Volkslieder, oder gar uns chassidische Erlebnisse mit Mund, Augen und Händen vorzaubert, sie bleibt in allen. Situationen die Dela Lipinskaja. Die Wiederholung des LipjnskajarAbends in kurzem Zeiträume war durch den Massenandrang gerechtfertigt. Berichtigung. Zu der in der vorigen Nummer unseres Blattes veröffentlichten Besprechung von Band 12 der Schocken- Bücherei (Zobel: „Der Sabbat") teilt uns der Schokken-Verlag mit, daß der Band nicht, wie in der Besprechung irrtümlich bemerkt, den gleichen Preis habe wie die normalen Bände, sondern daß er als Doppelband erschienen sei und Mk. 2.50 kostet. Familien-Nachrichten. Barmizwoh: Felix; Sohn des Herrn Hugo Oppenheimer, Ffm., Rückertstr. 57, nm «so, Synagoge Friedberger Anlage- Vermählte: R. Weil und Frau Margot geb. Pfifferling. Paris-Marly le Rvi—Marburg._ Briefkasten. L- S. Ist nach uns gewordener Auskunft des Rabbinats erlaubt, wenn es neu und ungebraucht ist. G. K. in B. Es geht auch in diesem Falle nicht an, Berichte doppelt zu bringen. W. B. in Schlüchtern. Geboren 22. 27. 10 1922. ms» 13 2. November 1935. Geboren 17.1. 1923, nun na 24. Januar 1936. Geboren 12 Februar 1923. msn 13 22 Februar 1936. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — V2 Stunde vor Mincho im Vereinslokal. „Mikro" Herr Rabbiner H- Meyer. — Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, out "n, Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr, im Vereinslokal : Schulchan Aruch, Herr R.-A. Dr. Schlesinger. — 1 Stunde vor Mincho im Hörsaal: Haftoraschiur, Herr Rabbiner Meyer- Montag (auch Donnerstag) morgen nach Schul : Mischna- Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro,. Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Hert R.-A. Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr Gemoro auch Donnerstag, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahr Zeitsstiftungen. Sonntag, 31. März: Rabbiner Isak Staruß-Stiftung. Montag, 1 April: Direktor Mendel Hirsch-Stiftung. Agadaa Jiaroei-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags. 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr. Samstag 12»/4 Uhr, Herr Sofer. im Vereinslokale. Schwanenshr. 12. Lhriat Chen. Samstag nach Mincho ^4 Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn Schachnowitz über: „Der Nissanmonat in der Peßachhagada". Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes. Dienstag, 2. April, 20.30 Uhr, Hans Handwerkstr. 3. Vortrag. Fräulein Dr. Sandels, Kinderärztin: „Erste Hilfe bei Kinderkrankheiten". Mittwoch, 3. April, 20.30 Uhr. Hans Handwerkstr. 3, Anfertigen von Bastarbeiten (Schere, Bleistift und Stopfnadel mitbringen) Leitung: Fräulein Lantos. Selbsthilfegruppen jüdischer Blinder and Körperbehinderter. Die Ortsgruppe (bisher Bleichstr. 8) teilt mit, daß ihre Geschäftsstelle sich ab 1. April in der Königswarterstr. 24, 1. Zimmer 5, befindet. — Sprechstunde Mittwoch von 12 bis 1 Uhr. — Die Geschäftsstelle für jüdische Blinde tst Börneplatz 30, bei Herrn Max Leopold. Sprechstunden: Montag von 10 bis!(► und Donnerstag von 3 bis 4 Uhr Blindenunterricht. Beide Gruphcn, in der Betreuung ihrer Mitglieder selbstständig, werden in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefaßt. Gebetzeiten. « 'raff raw Freitag abend 6.20 Samstag rnam 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4 30 Samstag abend 7.40 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6 30 Tefillinlegen am Morgen 5.10 Für Stellungssuchende Stellungsuchende werden dai auf aufmerksam gemacht, daß es unzweckmässig ist, den Bewerbungen auf Chiffreanzeigen Originalzeugnisse beizulegen. Zeugnisabschriften, Lichtbilder usw., die den Bewerbungen beigegeben werden, müssen auf der Rückseite Namen u. Anschrift des Bewerbers tragen Verlag des Israelit G. m. b. H. Anzeigen-Abteilung. Junger, orthodoxer Neuphilologe welcher außer EngHsch und Französisch auch Neuhebräsch unterrichten kann, zum 1. 4. 35 gesucht. Lebenslauf, Referenzen, Zeugnisabschriften und Lichtbild sind umgehend einzusenden an das Israel. Schulkuratorium Fulda, z. H. des Herrn Dr. med. Frank. Für unser streng religiös geführtes Mädcbenwaisenhaus Paulinenstift suchen wir eine erfahrene Leiterin die auch die angegliederte Haushaltungsscbule übernehmen kann. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften umgehend erbeten an Deutsch-Israel. Gemeinde, Hamburg 13 Airtsichtsdame mit Referenzen von ortb. Rabbinern und nachweisbarer Tätigkeit in. ähnlichen Betrieben per Mai gesucht. Angeb. unter Beifügung der Zeugnisse und Altersangabe an HOTEL BLUM, OBERHOF, Thür. Lehrling mit gut. Schulbildung für Engros-Geschäft Samstag geschl.. per sofort gesucht. Off. unter 1638c an Exp. Möbl. Zimmer mit u. ohne Pension in rituell. Haushalt per 1. April zu venn. Off. unt 1637c Exp. Preiswerte 2—3 Zimmeiwohnune im Ostend zum 1. V. gesucht. Angeb. unt. 1653c an die Exped. iTei;" Mansarde mit elektr. Licht und Kocbgelegh gesucht. Off. u. 1655c an Exp. Beteiligung. Gewandt. Koch o. Köchln. (vom Hamburger Speiseverein anerkannt) mit kleinem Interesse — Kapital — (wird sicher gestellt' gesucht. Ref. PENSION Dr. BRASCH, Genn». Via Palestro 6—1. _ Die Israelitische Lehrer bilduRisanstall Würzburg wird u iter staatlicher Aufsicht und mit staatlicher PrüfiiDgsberechtigung weitergeführt. Das neue Schuljahr beginnt am 29. April. Gemäfi den behördlichen vorgeschriebenen Aufnahmebedingungen, die auc die Zahl der Schüler festlegt, könnt n hochbegabte Schüler Aufnahme finden: nach 7 Schal jähren: in die 1. Klasse mit Obersrkundareiie: in die mittl. Kl mit Abitor: in die oberen Klassen Anfragen umgehend an das Direktorat Soeben erschieneu: nw-n-api-n Tl^M DS? HÖDII *1D0 von Rabbiner Dr. Hermann Kl ein-Berlin Zu beziehen durch: Rabb. Dr. H. Klein, Berlin NT. 87 Solingerstr. 9, t>der durch Dr. Nathan Schlesinger, avocat, Paris V, rue Laromiguiere 7 bis. Preis Mk. 3.—, gebunden 3 50 Robert WallachDe,,,llecW Installationen Reparaturen, Störungsschnelldienst bei Tag u. Nacht. Samtliche GERATE -------- TUNGS ginalp Jatfastrass>- amSchaare Zedek Hospital Tel 143 (Dr M. Wallach). igu Nacht. 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