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Der Israelit · 1935-03-07 · Heft 10 (7.3.1935) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 10 (7.3.1935)
Date
1935-03-07
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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7. März 1935 Der Israelit Nr. 10 Seite 15 Am "Freitag Abend 'iips 's. 20.45 Uhr, sprichi im Hörsaal, Friedbergeranlage 5, Herr Rabbiner Mausche Schneider. Auch Nichtgemeindemitglieder sind herzlichst willkommen. Jugend-Schiurim. , Sonntag und Donnerstag von 20.30—21.30 Uhr Gemoro: Herr Gemeinderabbiner Josef J. H o r.o v i t z. — Sc ha b b o s von 3.00—4.30 Uhr: Dinirm und Mussar: Herr Rabbiner Fe u e rw e r k e r. -—Beide Schiürim finden im Hause des Herrn Gemeinderabbiners, Fichtestraße 5, statt. Sijjum in der Schneider'schen Jeschiwoh. Am m|?3 nwna wrip naw'ssm, 20.15 Uhr, findet im Lernlokäl dieser Jeschiwoh, Rechneigrabenstr. 12, 1., ein d-D statt, auf i'a roon- Alle Freunde der rnin sind dazu herzlichst eingeladen. Generalversammlung der Jüdischen Haushaltungs, schule. Am Dienstag, den 26. Februar, fand in den Räumen der Jüdischen Haushaltungsschule die ordnungsgemäß' einberufene ordentliche Generalversammlung statt. Als erster Punkt der Tagesordnung wurde der Jahresbericht vom 1. 1. 34 bis 31. 12. 34 erstattet. Die Erkenntnis, welch hohen Wert Haushaltungsschulen, Schulküchen,- Kochkurse usw. haben, ist durch die Zeitereignisse noch verschärft, in immer weitere. Kreise, die bis vor wenigen Jahren einer intensiven hauswirtschaftlichen Ausbildung aller weiblichen Jugendlichen noch fern standen, gedrungen. Die unabweisbare Notwendigkeit, den jungen Mädchen eine umfassende Ausbildung in allen Zweigan der Hauswirtschaft zu geben, hatte zur Folge, daß sämtliche "Kurse der Schule stets sehr gut besucht waren. Die sich aber immer mehr und mehr in jüdischen Kreisen bemerkbar machende große Geldknappheit hrai ht>- es mit sich, daß vielen Anmeldun-- gen Gesuche auf Ermäßigung Beilagen, denen die Verwaltung, soweit es tragbar war, versuchte, zu entsprechen. Nur durch alleräußerste Sparsamkeit war es möglich, den Betrieb trotzdem aufrecht zu er- . halten.1 Ostern 1934 wurde ein Kursus für 14jährige Haushaltlehrlinge eingerichtet. Diese jungen Mädchen werden turnusmäßig im Kochen, Hausarbeit, Nähen, Ausbessern, Waschen und Bügeln unterrichtet, erhalten den notwendigen theoretischen Unterricht und sind auf Grund dieser einjährigen guten Ausbildung befähigt, ihren Lebensunterhalt als Hausangestellte zu verdfenen. Zur Erweiterung der Arbeitsgebiete diente ■das Herstellen der Mahlzeiten für die jüdische Anlernwerkstätte und den Jüdischen Kinderhort, Bleichstraße, so daß den Schülerinnen Gelegenheit gegeben wurde, auch Massenküche zu erlernen. _ Wie alljährlich, fand ein einjähriger Haushaltpflegerinnenkurs statt; die Teilnehmer legten, wie üblich, das staatliche Examen vor Vertretern der hiesigen Schulbehörden ab. Die einjährigen und halbjährigen; Haustöchterkurse, sowie die Einzelkurse in Kochen und Schneidern, welche letztere nach wie vor. ein .wichtiges Ausbildungsmittel in der Hauptsache für im Beruf stehende junge Mädchen und junge Hausfrauen sind, waren außerordentlich gut besticht, diefür die Haustöchterkurse abgehaltenen Examen sind sehr befriedigend verlaufen. . In einer ebenfalls^ Ostern 1934 neu eingerichteten gewerblichen Klasse ist den Besucherinnen dieses Lehrgangs die Möglichkeit-gegeben, in einjähriger Aubildung Nähen und Zuschneidern gründlich zu erlernen, bei einer späteren beruflichen Ausbildung im Schneidern kann diese ' Ausbildung auf die Lehrzeit angerechnet werden. . ' . .; Der ..langjährigen, verdienstvollen Leiterin sowie den Lehrkräften der Schule, die sich mit einer seltenen Hingabe in den Dienst der Schule, stellen, ist es in erster Linie zu danken, daß es möglich war, bei den außerordentlich schwierigen Verhältnissen .die Schule in dieser Weise zu führen. und zu erhalten. Aus dem Kulturbund. In einer Pressekonferenz erstattete H. W. Steinberg als verantwortlicher Leiter den Bericht über dasi:erste Geschäftsjahr des Kulturbundes. Es war erfreulich,, festzustellen,- daß ■ das künstlerische Programm, mit wenigen Ausnahmen, restlos durchgeführt werden konnten. Die Finanzen waren als relativ geordnet'" anzusehen und ist man mit der Subvention der Gemeinde in Höhe von 6000 Mk. ausgekommen. Für das neue", am 1. April beginnende Geschäftsjahr, ist der "Mitgliedsbeitrag aus 3 RM.:, anstatt bisher 5 RM. festgesetzt worden. ^Die jetzt schon lösbaren neuen Karten haben schon jetzt ihre Gültigkeit. Man hoffe ..zuversichtlich, auf dem bisherigen Weg weiter arbeiten zu können. A. K. Aus dem März-Programm des Kulturbundes Deutscher Juden Bezirk Rhein-Main. Am Sonntag, den 10. März, abends 8 Uhr, Vereinshaus Eschershelmerlandstr. 27 findet unter dem Titel Jüdische M u s it k eine Sonderveranstaltung im Rahmen der Palästihawoche statt. Dienstag, den 19. März, abends 7.30 Uhr, geht im -Vereinshaus Eschersheimerlandstr. 27 eine Purim- Feier für Jung und Alt vor sich, wobei „E s t h e r", ein Spiel von Alexander und Lotte Baerwald aufgeführt wird. - Am Donnerstag, den 28. März, abends 8 Uhr, schließt das Märzprogramm mit dem VI. Orchesterkonzert des Kulturbundorchesters Rhein-Main. Es kommt zur Aufführung das Oratorium von Ernest Bloch „A wo d at h Hakodesch". Der Kartenverkauf hat im Büro des Kulturbundes, Gärtnerweg 62 und in den bekannten Verkaufssteilungen für alle Veranstaltungen begonnen. Eine Kunstaussteilung. Im Rahmen des Programmes des „Kulturbundes deutscher Juden Rhein-Main" zeigte der bekannte Kunstmaler Fritz S. S c h a m e s in einer Ausstellung seine jüngsten Kunstproduktionen. Anhänger der modernen und modernsten Schule, malt doch Fritz Schames so, daß seine Bilder jedermann, auch dem, . der das übertrieben Symbolische nicht liebt und kein Freund anstrengenden Rätselratens bei einem Kunstgenuß ist, viel bietet. Wir sahen in der Kunstsamm- , lunglung ausgezeichnete Herbst- und Sommerlandschaften bei Regen und Sonne, Straßen und Plätze in Italien und Korsika, Häfen und Schiffe am Strand. Dem jüdischen Beschauer fiel ein ausgezeichnetes Bild, Naturausschnitt aus -dem Amsterdamer Judenviertel, ins Auge; andere Bilder, die jüdische Auswandererfamilien auf der Flucht zeigen. Für Kunstkenner und Freunde wahrhaft künstlerischen Wandschmuckes würde sich ein Besuch im Atelier von Fritz S. Schames, Weißfrauenstr. 8, durchaus lohnen. Brit Chaluzim Datum. Ab 1. März .befindet sich die süddeutsche Gälilleitung der „Tenuat. Tora Wa'Awoda" für Deutschland (Brith Chaluzim Dätiim, Zeire Misrachi, Brit Hanoar und Keren Tora Wa'Awoda, des Fonds für jüdische Landwirtschaft) in der Königswarterstr, 24,1. Landesausschuß der jüdischen Jugendverbände in Hessen und Hessen-Nassau. Anläßlich des „Tages der jüdischen Jugend", der in Berlin stattfindet (wurde inzwischen abgesagt), veranstaltete der Landesausschuß der jüdischen Jugendverbände in Hessen und Hessen-Nassau am 20. Februar ds. Js. eine Jugendkundgebung. Es sprach Dr, Hans Friedenthal vom Führerrat des Reichsausschusses Berlin. Das Thema war in die Form eines Imperativs gekleidet „Zusammenarbeiten!" Dr." Friedenthal betonte, daß es selbstverständlich sei, daß die Zusammenarbeit der Bünde unter Wahrung der eigenen Denkungsart zu erfolgen habe, hingegen 'sei eine Zusammenarbeit auf mancherlei Gebieten, die er im einzelnen aufzählte, erforderlich und wenn sie im ■rechten Geist betrieben sei, fruchtbringend nicht nur für die erfaßte bündische Jugend, allein,..sondern darüber hinaus für die gesamte deutsche Judenheit, Der Reichsjugendtag sei der großzügige Versuch, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. Heinz Gochsheim er, der Leiter des Landesausschusses, der die Kundgebung eröffnete und beschloß,- «sprach den Wunsch* aus, daß man bei der Tagung allen Schwierigkeiten zum Trotz den Beweis liefern solle, inwiefern die junge Generation ihrer Situation gewachsen sei. Wenn das gelänge, würde mit diesem Reichsjugendtag ^wahrhaft ein neuer Tag" anbrechen für die jüdische Jugend. ' - ' Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V. Samstag morgen, nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — Stunde vor Mincho im Vereinslokal, „Mikro" Herr Rabbiner H. Meyer. — abends 9 Uhr im Vereins'okal spricht Herr Rabb. H. Meyer über: „Das Reli'löse am Puritn." Sonntag und Mittwoch ..morgens nach Schul, mit »'n Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr, im Vereins" lokal: Schulchan Aruch. Herr R.-A. Dr. Schlesinger — 1 Stunde vor Mincho im Hörsaal: Haftoraschiur Herr Rabbiner Meyer. Montag (auch Donnerstag) morgen nach Schul: Mischna- Mitgliedet lernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro. Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Hen R.-A. Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr Gemoro. auch Donnerstag, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags. 11—12 Uhr. Montag bis Freitag 12—1 Uhr, Samstag 121/4 Uhr, Herr Sofer. im Vereinslokale, Schwanenstr. 12. Liwjat Chen. Samstag nach Mincho 43/4 Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn Schachnowitz über; „Das erste Kapitel der Megilloh " Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 11- Mä'z 8.45 Uhr abends w!rd Prau Dr- Rosa Bodenheimer im Hörsaal Fiiedberger Anlage 5 über „Sinn und Geschichte der jüdischen Namen" sprechen. Gäste, Damen willkommen. Jüdische Frauen Vereinigung E. V. Einladung zur 26, ordentlichen Hauptversammlung am Mittwoch, den 13 März 1935, nachm. 5 Uhr im Sitzungszimmer der I. R. G, Gäste. Damen willkommen, Gebetzeiten. H1j?S mv Freitag abend 5.45 Samstag naawn 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4 30 Samstag abend 7.05 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Tefillinlegen am Morgen 5.55 Nachmittags 6-00 Briefkasten. A„ Z, 100. 1. Das Gebet ist in dem Sinne gemeint, daß uns G'tt nicht in die Versuchung bringt, eine Sünde zu begehen. 2. Die Frage ist unverständlich. Wenn das Feuermachen im Winter zur Erwärmung des Zimmers dient, so darf es eben naa'"y geschehen, in anderem Falle nicht. 3. Selbstverständlich darf man nicht zum Zwecke der „dritten Mahlzeit" das Tragverbot am Sabbat übertreten, wie auch sonst eine nvayn nRan msa verpönt ist. - 4. Das soll man unter keinen Umständen tun, sowohl aus religiösen Rücksichten wie unter dem Gesichtspunkte der "]W "i'rtN tci- . ' ' Ein alter Agudist in Tel Awiw. Anonyme Zuschriften pflegen wir nicht zu beantworten. K, D. in M. Wenn es sich nicht um einen Druckfehler handelt (etwa statt „Gesetzesübertretung" Gesetzesübertreter), so wäre jes eine unerhört^ Ir efüi rung, 2U behaupten, „d m Baal Schern von Michelstadt habe nichts an der Ausschaltung einer Gesetzesübertretung gelegen." Aus dem abgedruckten Gutachten ergibt sich r^ur seine große Friedensliebe, wie sie alle Großen und Frommen in Israel beseelt. Für die Billigung oder Duldung einer Gesetzesübertretung bietet das Dokument nicht die geringste Handhabe. Gruß! Familien-Nachrichten. Barmizwoh: Simon und Jakob* Söhne der Frau Lehrer-Landsberg, H rsfeld, nipa: röw. — Fredel. Sohn der Frau Rechy Bamberger, Ffm , Thüringerstr. 23. mp'n rnv,-. Synagoge Friedberöer Anlage. — Karl, Sohn des Herrn Simon Baum, Fulda, Petersbergerstraße 5, sign mtf. , Geburtstag: Moritz. Schuster, Ffm., Königswarterstr. 23, 12. 3 35, 65 Jahre alt. — Simon Sulzbacher, Ffm-, Herderstr- 30, 16 3. 35, 70 Jahre alt- IM ALLEM STADTTEILEN 3 Prozent Rabatt Neu e r s c n i en en Jüdische Chronologie'' von Ahrön Marcus t>~xr Buch I — Preis Mk. 3.— für die Hefren Rabbiner u; Lehrer Mk. 2.50 . Zu b e z i e he n du r c h: Jacob Marcus, Frankfurt/M Ostends t r a ß e 9. Gesetzeslreue Organisafion sucht tüchtige jüngere für Rejset&tigkeit. Vorträge, persönliche Bearbeitung mit einiger rednerischer Begabung. 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