Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 8 (21.2.1935)
- Date
- 1935-02-21
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die ^Ordentliche Generalversammlung der Israelitischen ReÜgionsgesellschait. In Berücksichtigung der bestehenden Bestimmun gen, wonach Versammlungen nur an einem Woc h e in t age stattfinden dürfen, wurde die diesjährige 0 r d entlieh e Gern e i n d e v e r s ä m m l u n g der 1 s r a e;l i t i s c h e n R eii g ionsgesellschaft auf M o n t a g , den 2 5. M ä r z , abends 6.30 Ühr in der Aula der S, R. Hirsch-Schule, Am Tiergarten 8 angesetzt- Auf der Tagesordnung stehen Rechen schafts- und Revisionsbericht. Anschließend an die Gemeindeversammlung finden die Ergänz ungs wählen für Vorstand und Gemeinderat statt. Das Fest unserer Schulen. Für das Fest der Schulen der Israelitischen Reli gionsgesellschäft im Saalbau am Sonntag abend, für das bekanntlich ein hochkünstlerisches Programm aufgestellt ist, können Eintrittskarten, soweit vorrätig, noch an der Abendkasse gelöst werden. Freitagabendverainstaltungen der Israelitischen /Religionsgesellschaft. Am Freitag Abend, Kwn »3'3 20.30 Uhr, sprechen im Hörsaal, Friedbergeranlage 5, Herr Dr. Salomon Adle f und Herr Sally Storch. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Ein Altersjubilar. Am 22. Adar begeht Herr Leopold Mainz, Se nior der Familie Mainz, in seltener geistiger und körperlicher Frische seinen 8 4. Geburtstag. Wir wünschen dem ehrwürdigen Greise, noch ein Schüler von S. R, Hirsch ^"XT, der stets mit größtem Interesse die Geschehnisse in der von seinem Vater, Mich Mainz V»st mitbegründeten Israelitischen Religionsgesellschaft verfolgt, noch lange Jahre ungetrübter Gesundheit im Kreise seiner Familie. wymy Lea Grünbaum n"y• Viele treue Freunde beklagen in Lea Grünb a u m eine liebenswürdige gütige Frau voll echter, schlichter Frömmigkeit. Aus dem von Liebe zur Thora und Wohltat erfüllten Rabbinerhause Liber- 1 e s in Karlsruhe stammend, hatte die nun Heimgegangene diese Liebe vom früh verblichenen Vater ererbt, das heitere, g'ttvertrauende Wesen, die Tüchtigkeit und Herzensgüte von der heißgeliebten, verehrten Mutter übernommen. Diese Grundlagen brachte Lea mit in die. Ehe mit dem bekannten geschätzten Lehrer und Gelehrten Dr. Grünbaum b'h Wie sie es . verstand, dem Gatten ein behagliches, geschmackvolles Heim zu bereiten, in dem sich Gäste heimisch fühlten und noch nach Jahren der dort verbrächten anregenden Stunden in Dankbarkeit gedachten, so blieb auch die Witwe diesen Gewohnheiten und Grundsätzen treu. Die wahrhaft mitfühlende Einstellung Frau Dr. Grünbaums zeigte sich besonders auch in ihrem Verhalten gegen ihre Hausangestellten, die sich bei ihr nie in der Fremde fühlten und die noch in späteren Jahren bei ihr eine Heimat suchten und fanden. Bis zuletzt verstand es die lebhafte Frau trotz persönlicher Sorgen, doch jedem Besucher aufmunternde Stunden zu bereiten. Wie sie aus ihren bescheidenen, Mitteln unter eigenem Verzicht noch Armen half, wissen nur die Beschenkten und Getrösteten. Herr Rabbiner Dr. Jakob H o r o w i t z gab am Grabe ein anschauliches Bild ihres Lebens, das uns unvergessen bleiben wird. «rras:/! Verbilligte Mazzoth. Die „Vereinigung" gesetzestreuef Juden Deutschlands, Achduth", Ortsgruppe Frankfurt a. M, ist in der Lage, zu Pessach an Minderbemittelte Mazzoth ä-RM. —.43 per Pfund und Mazzohmehl zu RM. —,48 pro Pfund zu überlassen. Bestellungen nimmt der Vorstand, Dr. Schönberg, Allerheiligenstr. 83 entgegen. Gleichzeitig mit der Bestellung ist der Betrag in bar oder auf Postscheckkonto Nr. 7.579 in Frankfurt a. M., oder auf das Postscheckkonto des Herrn S. Blank (33783) in Frankfurt a. M. zu entrichten. Nach auswärts werden die Versendungskosten noch berechnet. Bestellungen müssen bis spätestens 11. April d, J. erfolgen. Weiteres ergibt sich aus den demnächst erscheinenden Inseraten. Brauchen wir religiöse Formen? Ueber dieses Thema sprach am Mittwoch Abend im Rahmen eines Vortragsabends des „Montefiore"- Vereins der Verfasser des jüngst erschienenen Romans „Weg ohne Ende", Gerson Stern. Der Redner bejahte die Frage und richtete einen warmen Appell an die Jugend zur Heimkehr, allerdings zeigte er nicht den Weg der echten Heimkehr, sondern bot Surrogate dar — täglich ein zehn Minuten-Besinnen auf das Judesein, Oneg Schabbatfeier, gemeinsames Lesen des Wochenabschnittes in der Familie, auch wenn die Umstände das^ sonstige Feiern des Sabbats nicht ermöglichen. In kleineren Zirkeln sollen die Anregungen des Referenten besprochen und vertieft werden. Es wäre nur zu wünschen, daß. die Ausführungen des Redners hierbei einer scharfen Korrektur unterzogen werden und als Prämisse aller Heimkehr nicht wie es Gerson Stern tat, das verstandesmäßige Erfassen der aus dem Judesein erwachsenden Ver pflichtung gestellt wird, sondern das yöTOi r\V9i vom Sinai. , Jüdisches Lehrhaus. Vom Jüdischen Lehrhaus wird uns geschrieben: Die Maimonides-Feier findet nicht, wie Ursprung lieh vorgesehen, am 30. März, sondern erst am 11 April statt. Die Vorlesung von Dr. Arnold Merzbach über „Rechtsnormen altjüdischer Eheschließung", die am angezeigten Tag nicht beginnen konnte, muß weiter verschoben werden. Wir bitten die Interessenten um Angabe ihrer Anschriften an die Geschäftsstelle, Frauensteinerstr. 18, Tel. 572i2, damit persönliche Benachrichtigung erfolgen kann. Der infolge einer Erkrankung von Prof. Dr. R Koch ausgefallene Vortrag über das Leib—Seele- Problem wird von ihm oder Dr. S. R. Hirsch am 25. März, 21.15 Uhr in der Westendsynaggoe nachgeholt. Die jüdischen Tonkünstler Frankfurts. Nach dem erfolgreichen Ersten Konzert der jüdischen Tonkünstler Frankfurts findet der zweite Abend am Samstag, den 9 .März, 20 Uhr im großen Saal des Vereinshauses statt. Ausführende sind: Die Kammerstreichvereinigung unter Leitung von Artur Holde und der Jüdische Kammerchor unter Leitung von Dr. N. Ehrenreich. Solisten: Else H o f - mann, Bettina F e i 11 e r, Gerda Oppenheim, Anna V a 1 le; Hans Assenheim, Theo R a t n e r, Herbetr Fromm (am Flügel). Zur Aufführung gelangen Werke von: Caldara, Tartini, Marenzio, Donato, Scandello, Ariosti; Beethoven, Artur Holde, Max Kowalski, Herbert Fromm. Karten zu Mk. 2.50, 2.—, 1.50, 1,— bei Drogerie Schneemann, Schillerstr., Buchhandlung Strauß, Biebergasse, Buchhandlung Schatzki, Börsenstr., Drogerie Loeb, Goethestr., Lebensmittelhaus Gerlich, Grüneburgweg, Cafe Falk, Cafe Freimark und dem Kastellan des Vereinshauses. Familien-Nachrichten. Geburten: Eine Tochter, Ludwig „.und Trude Katzenstein geb. Bachenheimer, Baltimore Md. 2454 Ave- Barmizwoh; Bernhard, Sohn des Herrn Isak Lubinski, Tel-Aviv, Achad Haamstr. 19 b./Kahn, 'S r\yp »Up». Verlobte: Ruth Fromm, Allenstein/Ostpr. mit Moritz Weißmann, Köln, Dasselstr. 58. — Rosa Kempler, Genf-Berlin, Benjamin Zeichner, Berlin. Vermählte: Ludwig Westheim und Jlse geb. Möller, Ffm., Eckenbeirnerldstr 3, — Leo Schnerb. Ffm., Betti Rosenthal, Köln, Richon Lezion, 7. Adar. S Hb eine Hochzeit: Alfred Schreiber und Frau geb. Grumbacher, Bad Nauheim, Lu'herstraße 8, 16. Februar 1935. Goldene Hochzeit: Leopold Gradmann und Frau Bertha geb. Walter. Nördlintfen (Bay). 18. 2. 25- [Briefkasten. K. M. Ihre Vermutung trifft nicht zu. Der Artikel über Niederhoff heim v>*ST ist aus der Feder des Herrn Josef B- L. H. in B. Geburtstag 6. Dezember, Sidroh sm A. G. Die gewünschten Tabellen sind bei der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Frankfürt a. M., Rechneigrabenstr. 10 zu beziehen. P. N. 300. Sie haben recht, es muß heißen mip bn. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V. Freitag abend nach Schul: MikroVortrag, Herr Paul Aron. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — 11 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J. Soffer. — Mikroschiur des Herrn Rabbiner H. Mayer Schabbos % Stunde vor Mincho im Vereinslokal. Samstag abend 8.30 Uhr im Vereinslokale Hans Handwerktr., Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Verbrennungen von Talmudu. Maimonidesschriften im Mittelalter." Gäste, auch Damen, willkommen. Sonntag nachm. 6 Uhr Haftoraschiur, Herr Rabbiner Mayer- Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, Di« »n, Herr S. Schachnowitz. Sonntag vorm. 9 Uhr. im Vereinslök. „Mögen Awrohom" Herr R.-A. Dr. Schlesinger. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Hen R.-A. Dr. E. Posen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr Gemoro, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr Gemoro. Herr R.-A- Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiitnngen. Montag, 25. Februar: Moses Loeb Rosenbaum-Stiftung. Montag, 25. Februar :Marcus Hirsch-Stiftung. ____Nr. 8 Seite 15 Dienstag, 26. Februar: Frau Mirjam Hirsch-Stiftung. Dienstag, 26. Februar: Frau Fanni Joseph geb. Carlebach-Stiftung. . Mittwoch, 27» Februar: Clementine Goldschmidt-Stift. Mittwoch, 28. Februar: Olga Lion-Stiftung. Freitag, 1. März: Therese Roos geb. Hirsch-Stiftung. Freitag, 1. März: Leo Homburger-Stiftung. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags, ll—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr, Samstag 12*/4 Uhr, Herr Sofer, im Vereinslokale, Schwanenstr. 12. Liwjat Chen. Samstag nach Mincho 4% Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn S, Schachnowitz über: „Elijahu auf dem Karmel." Judische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag» den 25- Februar 8.45 Uhr abds wird Herr Dr. O. L^ibowitz im Hörsaal Friedberg.-Anlage 5 über „3000 Jahre Hebräisch" sprechen. Gäste, Damen willkommen. Gesellschaft für judische Volksbildung. Montag, den 25 Februar, 20.30 Uhr, Vereinshaus Rabbiner Dr, Felix Aber (Bremen) trägt vor. „Steine reden — Der jüdische Mensch nach alten Frankfurter Grabsteininschriften." Gebetzeiten. NEW 'D T\JM7 Freitag abend 5.25 Vortrag Samstag naafrn 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4 30 Vortrag Samstag abend 6.45 Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Nachmittags 5.30 Tef iiiin legen am Morgen 6 25 Wer sich ein Fahrrad kaufen will, muß, um unnötiges Geld für Reparaturen zu sparen, im gewis« senhaften Spezialgeschäft kaufen. Dieses isf zu finden unter der Firma Hugo Moses, Braubachstraße 30/3 2. Vorrätig findet man dort die solidesten Fahrräder zu mäßigen Preisen bei bester Beratung und Bedienung. FahrradreparatureE führt die obige Firma prompt und billigst aus. Sämtliehe Zubehörteile am Lager. (Siehe Inserat.) Das Anschaffen von Herrengarderobe ist wegen -ies zu beachtenden Kaschrusgesetzes in den letzten Jahren für den Mittelstand zu einer schweren Sorge geworden. Daher ist es sehr anzuerkennen, daß (siehe Inserat] Herr Diplom-Schneidermeister A. J. Neugebauer, Uhlandstr. 57, das Seihe dazu beiträgt, diese Schwierigkeit zu beheben." Es hat sich" durch seine große Gewissenhaftigkeit, in der ivo- Verarbeitung schon häufig ergeben, daß man ihn in Zweifelsfällen zu Rate zog. Angefertigt werden genau so preiswert Mäntel und Anzüge aller Art. Ueber die Qualität der Arbeit sind erstklassige Referenzen vorhanden. Wochenkalender. Vom 23. Febr. bis 2. März 1935 / Vom 20. — 27. Adar I 5695 »öl» 5)T _ 23 20 HBpH33 Samstag it Sonntag Montag .. Febr[ 24 25 21 22 ns nx Dienstag 26 X 23 IX Mittwoch 27 r 24 TS Donnerstag 28 r as & 25 ns Freitag März 1 ~ 26 es Samstag 2 27 P a-nss d'iis wn & D">bpv nena ^npn snnn pnaa Mauled; Dienstag früh 5 Uhr 48l/c Minuten Tüchtige, in religiöser Beziehung durchaus zuverlässige KÖCHIN per 1. 4. 35 gesucht. Israelitisches Kinderheim, Kolli Lützowstraße 35/37. Tüchtiges Kinderfräulein in Kinderpflege und Ernähiung perf. zu 2 Kind. v. 1 u. 3 Jahr, nach Mainz gesucht. Off.m.Zeugnisabschr, >i. Gehaltsanspr. unt. 1501c an d'e Exped. sucau relig., intell. deutsch Kinderfräulein mit Prax. für kleinere Provinzstadt der Slovakei, wo Familienanschluß möglich. Off nnt. 1492 c a. d.Exp. Wepen Haush.-Auflösung suche ich für meine seit 30 Jahr, in meinem Hause tätige STÜTZE (sehr ge.eign. auch als Haushälterin) n e u e Stellung. Betreffend: ist zu verlässig.fieißig, perf. i.rit. Küche etc. OH unt. D 75 a. d. Ann.-Büro J. Schmidt Ffm., Ostendstr. 83. Tücht. zuverl. Mädchen p. 1. 3. für Küche u. Haus gesucht Ffm., Hammanstr. 6, 2. St. Telefon 53578. Gesucht Tüchtig. Hausangest, für rit. Haushalt p. sof. n. Bad Soden/T. Alleestr. 22 pt. Afieinmädchen In 2 Pers.-Haushalt (rit) nach Mannheim gesucht. Off.u. 1507c a.d. Ex.