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Der Israelit · 1934-11-01 · Heft 44 (1.11.1934) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 44 (1.11.1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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! i 1. November 1934 D e r I e Ii t Nr. 44 Seite 15 Für die Jüdische Wohlfahrtspflege wurde ein Vorschuß von Mk. 15.000 bewilligt. Für den Umbau von bisherigen Arztwohnungen des Krankenhauses Gaggernstraße in Krankenzimmer (Erweiterung der Privatabteilung) bewilligte die Versammlung Mk. 7000.—. Neu in die Gemeindevertretung sind die Herren Jacob Stern-Bing und Zahnarzt Dr. A. Strauß eingetreten. Mit Dank nahm die Gemeindevertretung die Schenkung der Bibliothek des verstorbenen Rabbiner Dr. May zur Kenntnis. Verein Mekor Chajim. Die Verlegung unserer Vorträge auf Samstag abend hat sich gut bewährt und erfreuen sie sich auch um diese Zeit eines lebhaften Besuches. Da eine Rückverlegung auf Sonntag nachmittag für die erste Zeit nicht in Frage kommt, weil eine polizeiliche Genehmigung für Vorträge nicht zu erlangen ist, haben wir beschlossen, einen S c h i u r -am Sonntag nachmittag einzurichten. Um einem Bedürfnis Rechnung zu, tragen, soll die jeweilige Hafthora zum Gegenstand einer Betrachtung genommen werden und haben wir zu diesem Lehrgang Herrn Dozent Ch. Jakob o witz gewonnen. Der erste Schiur findet bereits diesen Sonntag, den 4. November, nachmittags 6 Uhr, im Vereinslokal statt und erwarten wir rege Beteiligung. Veranstaltungen des Centraivereins, Auf Einladung der Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V. sprach Herr Syndikus Dipl,-Kaufmann Artur J U 1 i U S b U r g , Berlin in der Versammlung der jüdischen Handelsvertreter über das Thema iJ3erufsprobleme für den jüdischen Handelsvertreter", Er sprach über die Entwicklung der allgemeinen Handelsvertreterorganisation und die vorübergehende Einführung des Arierparagraphen in die Satzungen und die sich entwickelnde Ausgestaltung der Berufsverbände zur Zwangsorganisätion. Er machte dann weiter Ausführungen über die besondere Berufslage der jüdischen Handelsvertreter und die Arbeit des im Auftrage der Re'ichsvertretung der deutschen Juden beim Centralver.eih errichteten Handelsvertreterdezernats, das bereits in vielen Fällen jüdische Berufskollegen mit Erfolg beraten hatte. In der Aussprache betonte Herr Eugen Herzberg, Berlin, daß die Schaffung des Dezernats eine vorübergehende Notwendigkeit sei und im Augenblick der Eingliederung in die Gesamtorganisation aufhören werde zu bestehen. Der Syndikus des Landesverbandes des Centraivereins, Herr Dr. Matzdorff, sprach über die Arbeit des Centraivereins für die Existenzerhaltung der deutschen Juden und die Versammlung, die unter Leitung von Herrn Otto Kaufmann, Frankfurt a. M. stand, brachte einmütig den Willen zum Ausdruck, in jüdischer Solidarität auch für diese Berufsgrüppe im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu arbeiten. .'• Der Landesverband Hessen-Nassau und Hessen des Centraivereins .deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V. veranstaltete seine satzungsgemäße Landesverbandsversammlung am Sonntag, den 28. Oktober in Wiesbaden. Mehr als 100 Delegierte waren aus allen Teilen des Bezirks, besonders aus den Landgemeinden, erschienen. - Die Tagung stand unter dem Motto: „Für unseren Arbeits- und Lebensraum, Für deutsch-jüdische Zukunft!" Das Hauptreferat hielt der Syndikus der Hauptgeschäftsstelle des Centraivereins, Dr. Hans Reichmann. Er berichtete eingehend über die rechtliche Situation des deutschen Judentums und teilte an Hand von vielen Einzeldarstellungen mit, wie auf den verschiedensten Wirtschaftsgebieten der Centraiverein sich für die Wahrung der wirtschaftlichen Stellung der Juden im Rahmen der Gesetze, eingesetzt habe. Er berichtete von den Verhandlungen und Interventionen, welche der Centraiverein für alle Juden unterschiedslos, unternommen habe. Im zweiten Teil seiner Darlegung gab er einen Ueberblick über die ideologische Grundhaltung des Centralvereins. Dieser wolle nicht zu denen gehören, welche die Erfahrungen der Vergangenheit mit einem Schlage verwerfen, sondern die alle selbstverständlichen inneren Beziehungen zum Deutschtum und Judentum pflegen. Allerdings dürfe hierbei nicht verkannt werden, daß die Zeit eine besondere Vertiefung mit jüdischem Wissens- und Gedankengut von unseren Menschen erfordere und daß hier der Centraiverein, so wie er vor mehr als 40 Jahren durch , seinen Feldzug gegen das Taufjudentum aufgetreten sei, heute ebenso der Repräsentant eines stark jüdisch bewußten Seins in Deutschland sei. Alle Delegierten folgten dem zweistündigen Referat mit angespanntester Aufmerksamkeit. Den Geschäftsbericht des Landesverbandes erstattete der Syndikus, Dr. Wolfgang S. Matzdorff, Frankfurt a. M. Er wies zunächst auf die vom Centraiverein in den Vordergrund gestellten Bemühungen um die Betreuung der Juden in den Kleingemeinden hin. Ferner berichtete er über einzelne Aufgabengebiete, welche für den hessischen Bezirk von besonderer Bedeutung sind und gab schließlich der Hoffnung Ausdruck, daß die C. V.-Bewegung auch in diesem Bezirk nicht nur die führende Stellung, die sie innehabe, behaupte, sondern sich immer weiter ausbreite. Im Anschluß an diese Referate entspannte sich eine lebhafte Debatte, welche zahlreiche Anregungen brachte. Insbesondere forderte Herr Dr. Ehrmann, Frankfurt a, M. eine geistige und religiöse Betreuung der kleineren Gemeinden. Die Wahlen ergaben die einstimmige Wiederwahl des langjährigen bewährten Vorsitzenden des Landesverbandes, Dr. Max Mainzer, Frankfurt a. M., welcher auch diese Tagung leitete. Ton und Wort. Bei der am Samstag, den 10. November unter der musikalischen Leitung von Max Neumann stattfindenden großen künstlerischen Veranstaltung im Saalbau tritt neben den s,chon erwähnten Mitwirkenden (Kammersänger Benno Z i e g 1 e r , Herbert H e ß, Lilli Langenbach, Hanna Stein, Wiesbaden), Herr Kammersänger Hans E r 1 zum ersten Male seit seinem Ausscheiden aus dem Verband der Frankfurter Oper in die Oeffentlichkeit. Das 28 Mann starke Orchester bringt im wesentlichen Werke jüdischer Komponisten. Die Leitung des zweiten Teiles wurde dem bekannten Berliner Conferencier Willy P r a g e r übertragen. Synagogalkonzert. Sonntag, den 25. November, 20 Uhr, findet ein großes Synagogalkonzert unter Leitung von Max N e u m a n n mit vollständig ' neuem Programm statt. Mitwirkende sind; Kammersänger Benno Z 1 e g 1 e r , Heinrich Bornstein, Dr. Willy S a 1 o m o n, Max F i r n b e r g und ein auf. 50 Knaben und 20 Herren verstärkter gemischter Chor. Rezitationsabend Otto Bernstein. Otto Bernstein, der bekannte und beliebte Rezitator, las in einer Veranstaltung der Gesellschaft für jüdische Volksbildung mit bekannter Meisterschaft aus Werken von dem jungen Münchener Lyriker Manfred Stuhrmann, zwei Gedichte von Richard Beer-Hoffmann. Aus Thomas Mann's Jakobsgeschichte trug er das letzte Kapitel des ersten Buches vor. Den Abschluß des Abends bildete der Vortrag von chassidischen Geschichten Bubers. Berufsberatung« Jüdischen Arbeitgebern wird mitgeteilt, daß der konzessionierte männliche Arbeitsnachweis, Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V., Frankfurt a, M., Hans Handwerkstr. 30 (früher Langestr.) seine Geschäftsräume nach K ö n i g s w a r t e r s t r. 24, 1. Stock verlegt hat. Neue Fernsprechnummer: 46 164, Briefkasten. Monchsroth. Ihr Angebot bleibt wertlos, wenn Sie nicht die Adresse angeben, an die sich Reflektanten zu melden haben. J. K. P. Wenden Sie sich an Verlag „Sefathehu", Berlin-Charlottcnburg, Sypelstr. 19- M. 0. in Fr, Für Ihre Bemerkungen haben Sie Dank, Daß der Verfasser mit den , „Textkritikern" nicht Raschi gemeint hat, davon sind Sie selber überzeugt, natürlich war ihm im Momente jene Raschierklärung nicht gegenwärtig. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß sich allgemein unberufene Textkritiker mancherlei erlauben. Bezüglich der „Guten Worte" sind Sie nicht im Rechte. Das Bonmot ist alt und wird so vielen Weisen in den Mund gelegt, daß man besser den Urheber gar nicht nennt. Uebrigens ist der Gedanke so naheliegend, daß ihn auch Mehrere ausgesprochen haben können. R. R. M.: 1, Fischstücke darf man nur kaufen, wenn man mit Sicherheit an jedem Stück erkennt, daß es von einer erlaubten Fischart stammte, oder wenn man daran noch Schuppen findet, 2, Man kann in Ihrem Falle Kaddisch vor mew m»p sagen. 3. Der Chasan kann in diesem Falle selbst Kaddisch und 13ia vor der lauten ms?y ro»p sagen, B. in D.: 1. Man müßte das Präparat von einem orthodoxen Chemiker untersuchen lassen. 2. Gekochte Bohnenkonserven müssen unter Aufsicht hergestellt werden. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V. Freitag abend nach Schul: Mikro-Vortrag, Herr Julius Lewin. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E, Posen — 11 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J, Soffer. — Mikroschiur des Herrn Rabbiner H- Mayer Schabbos 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal. Samstag abend 8.30 Uhr im Vereinslokale, Vortrag des Herrn Dr, Ehrmann über „Zeitgemäßes im Talmud." (Alles andere wie üblich.) Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 3. November; Avigdor Posen-Stiftung- Donnerstag, 8. November: Julie Liesmann geb. Kalmann-Stiftung. Donnerstag, 8, November: Pauline Lehmann geb. Ephraim-Stiftung. Freitag, 9. November: Louis Golde-Stiftung. Liwjat Chen. Samstag nach Mincho 4.15 Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn Schachnowitz über: „Was sagt Maimonides über Fortleben und Auferstehung?." Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags, 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr, Samstag 12i/4 Uhr, Herr Sofer, im Vereinslokale, Schwanenstr. 12. Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 5. Novemb. abends 8.45 Uhr Uhr wird Herr Rektor Karl Ochsenmann im Hörsaale der Synagoge Friedb. Anlage 5 den Vortrag über: „Was man über die geologischen und geographischen Verhältnisse Palästinas wissen muß", fortsetzen. Gäste, Demen willkommen, Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes. 5, November, Beginn der Lesegemeinschaft unte Leitung von Dr. Martha Wertheimer, Heinestr. 15 bei Ehrmann,. 18.30 Uhr. — 8. Novemb., Hansfrauengruppe Lichtbildvortrag von Frl. Reckendorf: Kultur in Heim und Kleidung, Mädchenheim Taunuspl. 17, 16 Uhr. Gruppe berufstätiger Frauen. Dienstag, den 6. November. 20.30 Uhr. Heim des Mädchenklubs, Hans Handwerkstr, 3, Rezitationsabend Dr. Hilde Wölpe. Selbsthilfegruppen jüdischer Blinder und Körperbehinderter. Nächste Mitgliederversammlung, Dienstag den 6. November, 20 Uhr im Turnsaal des Israelitisch. Horts, Bleichstr. 8, Vortrag von Prof, Dr, Weichsbrodt über „Der Glaube an sich selbst." Freunde der Blinden u. Körperbehinderten sind als Gäste herzlich willkommen. Jüdischer Turaerbund E. V. Gebetzeiten. mw "n D2w Freitag abend 4.35 Samstag nnsffn 6.50 Samstag morg. 8.00 Predigt Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag abend 5.50 Wochengottesdienst: Morgens 6 30 Tefillinlegen am Morgen 6,30 Nachmittags 4.30 IN ALLEM STADTTEILEN 3 Prozent Rabatt Auch privat können Sie jetzt eine gute Schrei benutzen! Ja, aber öle Anschaffungskosten!? Nur RM106,-!! A. HIRSCHBERG Frankfurt1 am Main Rhönstr.5 - T. 47709 Ein Inserat , im Israelit hat Erfolg L. BREIDERT Häfnermeister Hans'Handwerkstr.47 Telefon 22811 Reparaturen prompt und billig. KACHELOFE^N- Mehrzimmerheizung . 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