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Der Israelit · 1934-10-11 · Heft 41 (11.10.1934) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 41 (11.10.1934)
Date
1934-10-11
Page
– (sequence 15)
Language
German
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11. Oktober 1934 Der Israelit Nr. 41 Seite 15 Leistungen dieser Aktion entwirft. Von zuständiger Seite werden wir nun gebeten, dem Bericht hinzuzufügen, daß die Aktion in diesem Winter noch vor gewaltigen Aufgaben steht. Sie benötigt allmonatlichmindestens 1000 Mark für die Bestreitung der laufenden und dringlich notwendigen Ausgaben. Diese segensvolle Arbeit kann nur dann in bisheriger Weise ungestört fortgesetzt werden, wenn jeder, der etwas zu erübrigen hat, sich mit seiner Spende am Werke beteiligt. Jede Spende, wenn noch so gering, wird angenommen. Sie sind zu überweisen an die Notstandsaktion der I. R. G., Postscheckkonto Frankfurt a. M., Nr. 7 3 1 4 4, oder direkt an Herrn P. Mosbacher, Zeil 123. Wer stiftet? . . . Für das' Chaluzimheim des Noar Agudati werden ein paar Tische und eine Kommode dringend benötigt. Edle Stifter sind gebeten, durch Anruf in der Schwanenstr. 12 (Tel. 47 324) die Gegenstände abholen zu lassen. - Jüdisches Lehrhaus Frankfurt. Der Herbstlehrgang 1934 (vom 14. Oktober bis zum 16. Dezember) wird am Sonntag, den 14. Oktober 1934, um 17.30 Uhr im großen Saale des Vereinshauses, Eschersheimerlandstr. 27 eröffnet mit einem Referate von Martin B u b e r über „Die Mächtigkeit des Geistes". Die Psalmen 80, 100 und 92 in der Vertonung von Salomone Rossi werden dann von dem Jüdischen Kammerchor unter Leitung von Nathan Ekrenreich gesungen. — Numerierte Eintrittskarten zu 1.— und 0.50 Mk. sind im Vorverkauf bei den bekannten Buchhandlungen sowie an der Tageskasse, sofern noch Plätze verfügbar sein werden, zu haben. Kulturbund Deutscher Juden. Als erste Veranstaltung findet am Sonntag, den 14. Oktober, abends 20.30 Uhr, im Vereinshaus Eschersheimelrandstr. 27, eine Arnold Schönberg-Feier anläßlich seines 60. Geburtstages statt, unter Mitwirkung des neugegründeten Kulturbund- Quartetts Rhein-Main. Am Samstag, den 20., Sonntag, den 21. und Montag, den 22. Oktober, abends 20.30 Uhr, findet im Vereinshaus, Eschersheimerlandstr. 27 das Erste Orchester-Konzert in Form eines Beethoven-Abends statt. Konzertkarten sind in den bekannten Verkaufsstellen erhältlich. Nur Mitglieder können die -Veranstaltungen besuchen. 100 Minuten jüdische Kunst. fn den vollbesetzten Räumen des Gesellschaftshauses Eschersheimerlandstr. 27 wickelte sich unter obigem Motto ein abwechslungsreiches Programm ab. Einleitend spielte Siegfr. Würzburger die von ihm komponierte Passanaglie und Fuge über ,,kol nidre" mit meisterhafter Technik. Alfred Auerbach las mit hervorragender Interpretationskunst aus seinem Roman „Wanderer wohin?" das Kapitel „Der Knabe träumt". .Theo R a t n e r , dieser hervorragende Geiger, spielte mit warmer Einfühlungskraft und von Max Firnberg anschmiegsam begleitet, das „Lied aus Jemen". Sofie Seligmann, die bekannte Vortragskünstlerin, trug in bekannter Meisterschaft die Geschichte „Der Shylock von Barnay" von Franzos, vor. Abschluß und Höhepunkt des Abends war die Wiedergabe dreier chassidischer Volkslieder: a) Dudele, b) a baal Agele, c) a Chasan auf Schabbes. (In der Bearbeitung von Dr. Willy Salomon). Vorgetragen wurden die Lieder von dem bekannten Bassisten H.. Bornstein. Derselbe verfügt über eine prächtige Baßstimme, die mühelos sämtliche Lagen erfaßt. Dazu gesellt sich reifste Vortragskunst in der geistigen Erfassung. Der Sänger erntete stürmischen und wohlverdienten Beifall. Die gesamte künstlerische Leitung lag in den bewährten Händen von Hans A s s e n h e i m e r. Der anschließende gesellige Teil wurde von der bekannten Kapelle K u 11 n e r bestritten. A. K. Der Jüdische Turnerbund. Wie aus dem Vereinskalender zu ersehen, hat der Jüdische Turnerbund seine Tätigkeit in vollem Umfange mit einem erweiterten Programm, das allen Forderungen der modernen Turnerei gerecht wird, seine Arbeit aufgenommen. Es kann den Eltern, besonders im gesetzestreuen Kreise, gar nicht warm genug ans Herz gelegt werden, ihre Kinder der Turnschule dieses Bundes anzuvertrauen, der, fern von jeder Rekordschlägerei und ohne Uebersteigerung des Kraftprinzipes, einzig auf die Ertüchtigung des Kör- L. LESCHHORN Spezialhaus feiner Lederwaren Koffer und Reiseartikel Schrankkotier aller neuesten Systeme Frankfurt-M. . Kaiserstraße 3 » Tel. 26804 pers für das schwere Leben absieht, eine Frische und Gesundung erstrebt, die heute auch der geistige Arbeiter nicht entbehren kann. Zu verzeichnen ist die Tatsache, daß der Jüdische Turnerbund nicht allein seine Mitglieder religiös beeinflußt, sondern nach Möglichkeit diesen Einfluß auch auf die anderen Verbände und Vereine ausdehnt, mit denen er zusammenarbeitet. So hat er in der Generalversammlung der Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Sportvereine Südwestdeutschlands vor kurzem den Antrag eingebracht, daß in allen dieser Gemeinschaft angeschlossenen Vereinen am Sabbat wie an Fest- und Fasttagen jede Uebung unterbleibt. Der Antrag wurde nach eingehender Aussprache einstimmig angenommen. Lessing im Neuen Theater. Es gehörte schon die ganze hohe Kunst des derzeitigen Ensemble dieser heute noch einzigartigen Privatbühne und das unvergleichliche Spiel der Käthe Dorsch dazu, um ein Lustspiel, das, wie „Minna von Barnhelm" über 170 Jahre alt ist, so zu verlebendigen, daß das vollbesetzte Haus lauschend und lachend bis zum letzten Ausklange jedem Worte und jeder Nuance mit anhaltender Spannung folgte. Man wird dem Neuen Theater Dank dafür wissen, daß es sich gelegentlich auch den Klassikern zuwendet und unter ihnen denjenigen, der die reinsten und menschlichsten Gedanken und Gestalten geprägt und geschaffen hat, eben Go'tthold Ephraim Lessing, zu Worte kommen läßt. Unsere Jugend hört wieder einmal hohe Worte, die von ewiger Gültigkeit sind und sieht Vorbilder geläuterter Menschlichkeit vor sich, an denen sie sich emporranken kann. Problemlos, hinter dem Tempo unseres Lebens stark zurückbleibend sind diese Bühnenstücke des 18. Jahrhunderts, sagt man. Mag sein. Aber lohnt es sich nicht, auch einmal zur Abwechslung das Leben w i e es ist in einer Stunde heiteren Kunstgenusses zu vergessen und das Leben zu sehen, wie es sein soll?! Frankfurter Vereinskalender, Verein Mekor Chajim E. V. Freitag abend nach Schul: Mikro-Vortrag, Herr Rektor K. Ochsenmann. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — 11 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J. Soffer. — Mikroschiur des Herrn Rabbiner H. Mayer Schabbos 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal. Samstag abend 8.30 Uhr im Vereinslokale, Eröffnung der Geschichtsvorträge mit einem Vortrage des Herrn S. Schachnowitz über: „Das Leben und die Persönlichkeit von Maimonides." Gäste (auch Damen) willkommen, Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, ÖTH »»n, Herr S. Schachnowitz. Sonntag vorm. 9 Uhr, im Vereinslok. „Mögen Awrohom" Herr R.-A. Dr. Schlesinger. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer- Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr Gemoro, Herr R.-A- Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Freitag, 19. Oktober: Zerline Mayer geh, Wilmersdorf- - Stiftung. Freitag, 19- Oktober : Hannchen Mosbacher geb. Roos- Stiftung. Liwjat Chen. Samstag 4.45 Uhr fällt der Vortrag wegen der Droscho des Herrn Rabbiners aus- Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags. 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr, Samstag I2V4 Uhr, Herr Sofer, im Vereinslokale, Schwanenstr. 12. Beshamidrasch Q'Vnn n^iatl- Freitag abend nach Schul, Schwanenstr. 8 p. Vortrag des Herrn J. Tayer. Schomre Schabbos-Stellenvermittlung. Ein Kraftwagenfahrer, der Interesse am Viehgeschäft hat, (möglichst schon in der Branche tätig war) wird per sofort gesucht. Interessenten wenden sich an die Schaumre Schabbos Stellenvermittlung, Schwanehstraße 12. — Wir bitten um Meldung freiwerdender Lehrlingsstellen in kaufmäanischer sowie Handwerks- Betrieben. Jüdischer Tuimerbund E. V. Programm 1934 Herren: Sonntag 9-12 Uhr, Leichtathletik u- Sport Kl. Ostparkwiese. Donnerstag 8.30-10 Uhr Gymnastik u. Turnen S. R. H.-Schule, Tiergarten 8. Jugend: wie Herrenabteilung. Knaben: Sonntag 9-12 Uhr Leichtathlethik u. Sport Kl. Ostparkwiese. Sonntag 2-5 Uhr Fußballspiele nach Bekanntgabe. Montag 6-8 Uhr und Mittwoch 5-7 Uhr Gymnastik u. Turnen, S. R. H.-Schule. Mädchen: Gruppe 1 Mittwoch 2.30-3.30 Uhr Gymnastik und Turnen, S. R. H.-Schule. Gruppe 2 Mittwoch 5-30-6 30 Uhr Gymnastik u. Turnen, Gruppe 3 6.30-7-30 Uhr Gymnastik u. Turnen, Isr. Volksschule. Damen; Mittwoch 8.30-10.15 Uhr, Gymnastik und Turnen dto. Fußbullresultate der Schülermannschaft: I. T. B. Schüler A : Schild Schüler A 5 : 1 I. T. B. Schüler A : Philantropin Sch. A 5 : 0 I. T. B. Schüler B : Philantropin Sch. B 5 : 0 Gebetzeiten. m nnw Freitag abend 5.10 Samstag naapn 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Halachischer Vortrag Samstag abend 6.25 Wochengottesdienst; Morgens 6.30 Nachmittags 5.00 Tefillinlegen am Morgen 5.55 Familien-Nachrichten. Ba-rmizwoh: Elias, Sohn des Herrn Studienrat Max Münk, Sandweg 3, ras?, Synagoge Friedberger Anlage. Verlobte: Fanny Kahn, Lehrer Harry Weinberg. Gemünden a. M.. 7. Okt. — Etla Frenkel. Bad Orb, Siegfried Wechsler, Bad Orb (Hamburg). SB^^Sä^^^^^S5iifiSäte««to^^ "j_________,..... Briefkasten. L. E. in B. Daß man in G. den Tag mit Stillschweigen überging, ist wirklich nicht recht. In jenem Zusammenhange konnte es nicht gut geschehen. Der andere Name wurde nur genannt, weil sein Träger als Ipoff auf dem Wohlfahrtsgebiete weltbekannt war und der Schmerz ob seines Heimganges damals noch ganz frisch war, Besten Gruß! E. K. D. Wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, liegen den für Frankfurt a. M. veröffentlichten Gebetzeiten folgende Konstanten zugrunde: 1. Als in»n rrb» — Fastenbeginn am "im rwsn — gilt die Zeit, da die Sonnenmitte 17° 42 unter dem Horizont steht. 2. Als früheste Zeit für ^an nmn gilt die Zeit, da die Sonnenmitte 9 0 44 unter dem Horizont steht. 3. Als n»nn fan gilt auf Grund einer nawn von D"aain bv ua oma» "1 und anderer D'poiö die Zeit, da der obere Rand der Sonne am Horizont für das Auge des Beobachters auftaucht. Diese Zeiten lassen sich lür jeden Ort der Erde und jedes Jahresdatum durch eine einfache mathematische Rechnung bestimmen. Bei 3. darf die Einkalkulierung der atmosphärischen Strahlenbrechung nicht vergessen werden. Wochenkalender. Vom 13. _ 20. Sept. 1934 / Vom 4.-11. Marcheschw. 5695 ■>»1'!)t 13 l'em'p Samstag 4 xa nS Sonntag 14 5 aa Montag 15 6 5M Dienstag Sept. 16 ■pwma 7 na Mittwoch 17 8 n» Donnerstag 18 9 10 Freitag 19 10 TB Samstag 20 11 na Bin Gesellschaft, ein. alteingef. Engrosgeschäftes i. Auslande. Suche zw.Heirai rel. hübsch. Mädchen bis 26 J. mit gut. Bildung, ausschließt, aus orthod. Hause. Nichtanonyme detail. Angaben unt. 1061c an die Expe'd. erbeten. Bade-ISinriclilungen Kohlen- und kombinierte Herde Gasherde (Sabbatherde) Öeferi, Wasch liessei besond. günstig W.LAMM, äußerst sparsam Gr. Hirschgraben 14 Telefon 23207 HERMOK DRUCKEREI SCHÜTZENSTRASSE 12 LIEFERTALLE IHRE DRUCKSACHEN

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